Kaizers Orchestra
Saturday, February 4th, 2012
Bericht von Maestro Morker
Für Kaizers aus dem Frankenland zuerst nach Wien und dann nach Kopenhagen? Hell yeah! Das klang zumindest bei der Buchung noch nach einem grandiosen Plan (war es am Ende auch, keine Sorge… nur teuer und arschkalt), und ich freute mich sehr auf diesen, für Kaizers Orchestra ja legendären, Konzertsaal und erwartete gute Stimmung – zu Recht!
Nach dem viel zu kurzen Auftakt in Wien einige Tage zuvor war ich auch mehr als heiß auf ein richtiges, langes Konzert. Zum FM4-Geburtstagsfest sei im Übrigen noch gesagt (die wirklich Interessierten werden ja den Mitschnitt gesehen haben), dass es eine viel zu kurze, aber dafür höchst intensive Regen-Matsch-Schlammschlacht war und Kaizers einen extrem schwierigen Job sehr gut bewältigten. (Kettcar war übrigens auch großartig, aber das nur am Rande.)
Zurück zum Vega. Das Ding war sehr voll, wenn auch wohl ein paar mehr noch reingepasst hätten, und die Leute waren heiß auf Kaizers. Nach der Vorgruppe “The Eclectic Moniker”, die für mich den Stempel “höchst amüsant” verdiente (völlige Durchgeknalltheit als Showkonzept ist auch nicht schlecht, musikalisch allerdings fast ein wenig zu klassisch Rock&Western, aber ich war auch einfach ungeduldig evtl.) und bereits vom Publikum über Maßen gefeiert wurde, steigerte sich die Stimmung unter klassischem, immer lauter werdenden Bak-et-hallejula-Lalalalalala, je näher der Russian Dance rückte.
Dass Kaizers hier im Vega ein absolutes Heimspiel hatten, war von Beginn an klar, und Janove hätte bei den meisten Liedern problemlos sein Mikro weglegen können (wie es dann bei Resistansen und später Die Polizei auch geschah). Die Band nutzte wohl die Gelegenheit, um ein wenig etwas auszuprobieren, die Setlist überraschte mich auf jeden Fall einige Male kräftig. Nach dem Einstieg mit I ett med verden schien man sich erst einmal zu denken: “Lassen wir die Verrückten da unten sich ein bisschen müde tanzen”. Hevnervals und Knekker deg til sist als zweites und drittes Lied waren daher dementsprechend perfekt gewählt. Hier erst einmal die komplette Setlist:
I ett med verden – Hevnervals – Knekker deg til sist – Di grind – Tusen draper regn – Støv og sand – Drøm videre Violeta – Kavalér – Bøn fra helvete – Apokalyps meg – Jævel av en tango – Bak et halleluja – Resistansen – Kontrol på kontinentet – Din kjole lukter bensin, mor – En for orgelet – Svarte katter & flosshatter – Hjerteknuser
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KGB – Maestro – 170
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Die Polizei
Nur dreieinhalb wirklich neue Lieder, dafür mit Kavalér, Apokalyps meg und Jævel av en tango drei Lieder, mit denen ich wirklich nicht gerechnet hatte. Gerade Jævel av en tango war unglaublich überraschend, und ich habe zum ersten Mal verstanden, wie das Lied live funktionieren kann… nämlich dann, wenn ein gesamter Saal mitsingt… es war sehr beeindruckend.
Apropos Saal grölt mit: Es ist natürlich schon etwas anderes, wenn man Kaizers in einer ihrer Hochburgen erlebt, als in, sagen wir, Schorndorf. Und gerade die klassischen Mitsingstellen in Bøn fra helvete, Maestro oder auch Din kjole lukter bensin haben in der Masse richtig Spaß gemacht (von die Polizei oder Resistansen gar nicht zu reden). Drøm videre, auf das ich mich sehr freute und bei dem ein Stoffelefant auf die Bühne flog, funktionierte live fantastisch, und das Wolfsgeheul am Ende hat definitiv Potential, Kavalér hingegen wirkte irgendwie verloren. Vielleicht auch, weil es evtl. nicht ganz so bekannt ist wie der Rest und man den Eindruck hatte, dass viele das Lied nutzten, um einmal durchzuschnaufen.
Nun hin zu den kleinen Dingen, die mir im Gedächtnis geblieben sind. Bereits die Vorgruppe hatte einige Luftballons losgelassen, die auch bei Kaizers noch ab und an durch den Saal schwebten. Bei Bak et halleluja schwebte einer der Ballons, just zum ersten Refrain, Richtung Janove, der, wie jeder Mann der mal gekickt hat, nicht widerstehen konnte und versuchte, den Ballon möglichst schön wegzuschießen. Allein: Der Ballon flog ein wenig hin und her und kam nicht ganz bis zu Janove, der sich streckte, aber das Ding nicht wirklich erwischte. Die erste Reihe gab ihm einen erneuten Versuch und spielte den Ballon zurück. Dieser Versuch gelang, aber Sänger und Publikum standen so im Bann dieser sportlichen Eleganz, dass fast vergessen wurde, mit dem Lied weiterzumachen. Ich glaube, Helge war schon seit ‘ner Minute am Pumpen für die zweite Strophe.
Bei Resistansen gab es ein Lautstärke-Duell zwischen Rune und Publikum, bei dem Janove mit Runes Perfomance nicht wirklich zufrieden war. In der Folge zeigte sich, dass auch Kaizers Spinal-Tap-Fans sind, als Janove Rune anwies: “Turn it to eleven…” <Rune schreit irgendwas zurück> “Well, that’s one louder, isn´t it?” Auch für Dänemark hatte Janove bei En for orgelet (große Trommel) sprachliche Leckerbissen bereit. Da die Artikel durcheinander zu wirbeln ja nicht möglich war, entschied er sich dafür, den Songnamen auf sehr sehr dänisch (vermute ich, meine Dänischkenntnisse sind eher gering) auszusprechen, En for orgelet en for maaaaaaaaaaaaaiii… Das Publikum war in jedem Fall sehr amüsiert. Das Gleiche galt für eine kleine Einlage vor Bøn fra helvete, als Janove das Publikum darüber abstimmen ließ, ob er den großen oder den kleinen Axtstil zum Verdreschen der Fässer nehmen sollte. Selbstredend wurde es der große…
Verwirrend für alle war die Platzierung von Bak et halleluja und Resistansen, ziemlich in der Mitte des Sets. Die Folge davon war absolute Uneinigkeit, auf welche Art und Weise nach Hjerteknuser denn Zugaben zu fordern seien. Das klassische Lalalala, wildes Schreien und Gestampfe sowie Versuche einzelner, die Polizei anzustimmen, ergaben eine grandiose Kakophonie.
Für mich persönlich waren Hevnervals, Drøm videre Violeta und Jævel av en tango die Höhepunkte bzw. unvermuteten Höhepunkte des Sets. Mit Støv og sand dagegen konnte ich mich bisher nicht komplett anfreunden, und das hat sich auch live nicht wirklich geändert. Und Apokalyps meg war noch nie mein Lieblingslied…
Das Set endete mit Die Polizei, bei dem Janove eigentlich gar nichts mehr sagte, sich an eine Tonne lehnte und sichtlich zufrieden mit dem Geleisteten war. Das sehe ich genauso, wobei das wirklich euphorische Publikum natürlich viel zum gelungenen Abend beitrug. Die Sucht ist damit erst einmal gestillt für den Anfang, und dann kommen ja auch schon bald die Deutschlandkonzerte. Man sieht sich dort!
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Wednesday, January 25th, 2012
Tja, eigentlich sollte ich es mittlerweile wissen: Kaizers-Konzerte in der Schweiz sind immer genial! So auch diesmal, und das obwohl ich mit dem Gefühl “joah, wird wohl so ein typisches Aufwärmkonzert vor desinteressiertem Publikum” hingefahren bin… Äh ja. Damit lag ich VÖLLIG falsch, denn das Konzert war einfach nur genial!
Das Konzept des Abends war “Sounds nordic, sounds good!”, ein Festival organisiert von den skandinavischen Botschaften, mit wild gemischten Künstlern aus den vier Ländern. Das ist zwar einerseits eine nette Idee, andererseits fehlt aber ein bisschen die Zielgruppe. Sollen da dann alle Skandinavier der Umgebung kommen (wie bei Xutos & Pontapés die Portugiesen *g*)? Oder die Botschaftsangehörigen? Oder Fans der vier Bands?
Ein paar Skandinavier waren definitiv da, einige Botschaftsmitarbeiter vermutlich auch (allerdings weniger “untypisches Konzertpublikum” als erwartet), und der Rest des Publikum bestand offenbar aus Kaizers- und Mando-Diao-Fans! Der Headliner des Abends war nämlich Caligola, ein Nebenprojekt von zwei Mando-Diao-Mitgliedern. Aber um das schon mal vorweg zu nehmen: Der eigentliche Headliner kam definitiv nicht aus Schweden! =;-)
Bei der zweiten Band, den Figurines aus Dänemark, waren die Zuschauer schon interessiert bei der Sache, aber vor dem Auftritt von Kaizers füllte es sich dann doch deutlich. Und überraschenderweise sogar mit Kaizers-T-Shirts! Vorne waren einige Fans versammelt; weiter hinten standen dann Skandinavier, die auch recht textsicher waren; und dazwischen: alle neuen Mitglieder der Kaizers-Familie!
Los ging’s mit I ett med verden, gefolgt von Knekker deg til sist – huch?! Ich hatte erwartet, dass sie genau die gleiche Setlist wie beim Konzert in Wien am Tag zuvor spielen würden, was ja live gestreamt wurde. Und dabei hatte ich mich doch so auf Tusen dråper regn gefreut, weil sie das auf der Festivaltour ja nur in Norwegen gespielt hatten… Höhö, zu früh geärgert, denn das folgte dann einfach als nächstes Lied. =;-)
Natürlich erst, nachdem der Jackal sich einen Überblick verschafft hatte, woher das Publikum stammte – sechs Leute kamen aus Norwegen, Schweden und Dänemark (immer dieselben sechs natürlich *g*) und der Rest aus Zürich. Ein gutes Zeichen! Also wurde der extra eingeflogene Superstar zum Duett ans Mikro geholt – und zwar kein Geringerer als Hellraizer Kaizer, schick im neuen grauen Zweireiher. Es folgte natürlich Din kjole lukter bensin, mor. Und schon hier zeigte sich, dass das Publikum offenbar auch die neuen Sachen kannte, denn das kam super an – genau wie das folgende En for orgelet, en for meg (mal wieder mit großer Trommel!).
Und das ist der Punkt, wo dieser Bericht von “es war übrigens total toll” in “waaah! geeeeiiiil! was war’n das, bitte schön?!?” umschlägt. Nur vielleicht ein bisschen besser ausformuliert. *g*
Nicht nur, dass das Publikum langsam aber sicher komplett abdrehte und daher natürlich auch mehr und mehr vom Jackal zu höchsten Begeisterungsstürmen animiert wurde, nein, zum allerersten Mal überhaupt durften wir doch tatsächlich auf Deutsch “Eins für DIE Orgel, eins für mich” mitsingen! Yeah! Und ich dachte, der hätte das aus Sturheit immer falsch gesungen… *lol*
Es folgte ein altes Lied, das sie vor einer Weile noch einmal neu aufgenommen hatten… hmm, okay… “Die Polizei” oder wie? Das passt doch aber nicht mitten ins Konzert?! Äh ja. Kam ja auch nicht. Sondern: Kavalér. Öh – bitte? Was’n das bitte schön? Einfach so? Auf einem normalen Konzert? Jaaaaa! Geil. =:-D
Danach ging es dann deutlich “normaler” weiter, aber zu dem Zeitpunkt hatten Kaizers schon wieder bewiesen, dass sie es immer und immer wieder schaffen, einen zu überraschen! Und das komplette Publikum hatten sie bis dahin sowieso fest im Griff, alle tanzten, hüpften und sangen mit. Hach, schön… =:-)
Es folgten KGB und Bøn fra helvete (wo Omen sich die Zeit damit vertrieb, Handschuhe zu stapeln). Danach stellte der Jackal fest, dass sich offenbar eine Sopranistin im Publikum befand – wie man deutlich hören konnte. Das musste natürlich imitiert werden. =;-) Und dann folgte das Lied, zu dem man ganz klar “aaaah” (sopranistisch gesungen natürlich *g*) sagen kann: Kontroll på kontinentet!
Diesmal ohne Bandvorstellung, die aber auch nicht fehlte. Bei Bak et halleluja mussten wir dann das “wop” vor der Strophe erst mal richtig im Zigeunerstil hinbekommen, was nach einigen Versuchen auch klappte, und danach folgte das von Janoves Urgroßvater komponierte Traditional Resistansen. Dabei übermannte den Jackal mal wieder seine Künstlerader, und er improvisierte wild vor sich hin. Als das Publikum beim “Oooohh”-Teil mit den Händen in der Luft dastand, probierte er endlich mal den Trick aus, den ihm ein dänischer Künstler für das Schweizer Publikum empfohlen hatte: einfach mit dem Arm winken – und schon macht das Publikum eine La Ola! Funktionierte so perfekt, dass die Band relativ perplex wirkte. *gg*
Als nächstes gab es die große Hitsingle Hjerteknuser und danach Svarte katter & flosshatter, wo – wie immer – Omen der große Star war! Nicht nur, weil er mittendrin offenbar auf Geisterjagd war (so sah’s zumindest aus *g*), sondern natürlich auch wegen seines Auftritts mit dem Megaphon. Und nach der zweiten Stelle wurde diesmal mangels Haaren kein Kamm gebraucht, sondern einfach nur der Schnurrbart gezwirbelt. *g* Und überhaupt versuchen Kaizers ja schon lange, ihn endlich dazu zu bringen, ein Soloalbum aufzunehmen… =;-)
Zum Abschluss folgten noch Maestro sowie 170, bevor die sechs dann endgültig von der Bühne gejagt wurden (überzogen hatten sie schon ein paar Minuten…). Das Publikum forderte lauthals Zugaben, aber das war natürlich nicht vorgesehen – dennoch, die Stimmung war super, und das war der Beweis, wie sehr Kaizers das Publikum überzeugen konnten. Hach, toll war’s! =:-)
Caligola danach war… nun ja, irgendwie uninspiriert, fand ich. Ein paar Lieder waren nett, aber insgesamt war es wenig mitreißend, und die Kutten waren albern. Dementsprechend leerte es sich auch recht deutlich, und die Stimmung war doch eher ruhig. Sprich: Kaizers waren vielleicht nicht die letzte Band des Abends, aber ganz klar der Headliner der Herzen! *g*
Well, I start to see a pattern here: Kaizers Orchestra concerts in Switzerland are always amazing! This time as well – even though I went there expecting “probably a typical slow warm-up concert in front of an audience that doesn’t really care”… Gosh, was I wrong! The concert was absolutely awesome – as always in Switzerland. *g*
The concept of the night was “Sounds nordic, sounds good!”, a festival organized by the Scandinavian embassies, with a wild mixture of artists from the four countries. Sounds like a nice idea of course, but then, who is such a festival aimed at? Do the organizers expect all Scandinavians from the area to come (just like all Portuguese came to see Xutos & Pontapés in concert *g*)? Or was it for the people working at the embassies? Or for the fans of the four bands?
There were definitely some Scandinavians in the audience, and some embassy people as well (but surprisingly few people that looked like they don’t usually attend rock concerts), and the rest of the audience consisted of fans, apparently! Namely fans of Kaizers and of Mando Diao, because the headliner of the night was Caligola, a side project of two members of Mando Diao. But to get straight to the point: The real headliner definitely didn’t come from Sweden! =;-)
When the second band of the night, the Figurines from Denmark, started playing, the audience was already listening intently, enjoying what they heard. But before Kaizers came on, it clearly filled up in the front. And there were quite a few fans with Kaizer shirts! They were up front; the Scandinavians stood further back, but they also knew the lyrics; and in between: all the new members of the Kaizers family!
Kaizers started with I ett med verden, followed by Knekker deg til sist – uh, what?! I had expected them to play the same setlist as the day before in Vienna. That concert had been streamed live. And I had been looking forward to getting to hear Tusen dråper regn in Zurich, because they had only played that in Norway during last year’s festival summer, not in Europe… He he, guess I got my hopes down to soon, because it was the next song. =;-)
But of course the Jackal had to get an overview first where the audience came from. Six people from Norway, Denmark, and Sweden (always the same six, of course *g*), and the rest from Zurich. A good sign! So the Jackal announced that they had flown in a special guest star to join in a duet for the next song. None less than Hellraizer Kaizer, in his new handsome double-breasted suit of course! And as you probably guessed, the next song was Din kjole lukter bensin, mor. And by then it really started to show that the audience obviously knew the new songs as well, because they loved that song – and even more so the following En for orgelet, en for meg (where they did the part with the concert drum again!).
And this is the moment where the style of this report goes from “by the way, this was a great concert” to “Waaaah! Just awesome! What the hell was that, soooo amazing!!”. OK, maybe a little better worded. *g*
At that point in time, the audience got really into the concert. They were really enthusiastic, and so of course the Jackal animated the audience more and more, and everyone went along. And in addition, this was the very first time that we were asked to sing in German “Eins für DIE Orgel, eins für mich”! Which is grammatically correct! In contrary to “eins für das Orgel”, what we had to sing last year… *g* Yay! And I always thought that the Jackal WANTED to sing it wrong… *lol*
The next song was an old one that they had re-recorded a while ago… hmm, okay… “Die Polizei”, or which song? Naah, come on, that doesn’t fit, in the middle of the concert?! Well, I was wrong again. Not Die Polizei. But: Kavalér. Uh… what?! What the hell?!? Just like that? At a normal concert? Yeeeeaaaah! Wow. =:-D
They continued in a more “usual” way, but by that time, Kaizers had already proven that they manage to surprise you, over and over again! And of course the audience was hanging on their lips; everyone was dancing, jumping, and singing. So nice… =:-)
Next up were KGB and Bøn fra helvete (with Omen stacking the working gloves to pass the time *g*). After that, the Jackal noticed that apparently, there was a soprano in the audience – at least that’s how it sounded. And of course he had to imitate that. =;-) And the next song was a song to which you can really say “aaaah” (imagine that sung in a soprano voice, of course *g*): Kontroll på kontinentet!
This time without the band introduction, but you hardly noticed that this was missing. During Bak et halleluja, we had to repeat the “wop” before the verse until we got it right in gypsy style. After that, we got a traditional, composed by Janove’s great-grandfather: Resistansen. Once more, the Jackal was a bit overwhelmed by his artistic streak, and he started improvising excessively. When the audience stood with their hands in the air during the “ooooh” part later on, he finally got to try out the trick that a Danish artist told him to do in Switzerland: just wave the arm. And it worked: the whole audience magically did a La Ola! Actually, it worked so well that the whole band looked a bit baffled. *gg*
Next, we got the big hit single Hjerteknuser, and then Svarte katter & flosshatter. As always, Omen was the big star of that song! Not only because he seemed to be on a ghost hunt whenever he was not playing (at least that’s what it looked like *g*), but of course because of his performance on the megaphone. And after his second part, he didn’t need a comb this time – well, of course not, without hair… – he just twirled his mustache. *g* And by the way, Kaizers have been trying to convince him to finally record his solo record, but no success up to now… =;-)
As conclusion, Kaizers played Maestro and 170, before they had to leave the stage (they were running late already…). The audience demanded more, but there was no time for that – still, the atmosphere was just amazing, and this was the proof that Kaizers had managed to conquer the audience completely. This is always soooo great to see! =:-)
Afterwards, Caligola were… hmm, not really interesting, I would say. Some of the songs were quite nice, but all in all, it didn’t catch on. And the gowns were just silly. As a result, people started to leave pretty soon, and the audience was rather quiet. So all in all, Kaizers might not have been the last band of the night, but for many they were definitely the headliner! =:-)
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Sunday, November 20th, 2011
Eigentlich hatte ich ja gar nicht vor, dieses Wochenende schon wieder einen Bericht zu schreiben, und dieser wird auch nicht lang werden (Anmerkung nach Fertigstellung: muahahah… *lol*). Aber so ein paar Sätze fallen mir zum vergangenen Wochenende doch durchaus ein!
Vorab vielleicht noch kurz zur Erklärung: Ja, ich hab das Stück jetzt viermal gesehen. Das ist extrem viel, und nee, eigentlich war es nicht so geplant – der ursprüngliche Gedanke war, dass ich es zweimal sehen will, um es auch wirklich verstehen zu können. Allerdings war da dann plötzlich die Wahl zwischen dem Premierenwochenende und den Fanvorstellungen, und verschiedene Leute haben die Tickets gekauft – und zwar jeweils zwei, weil wir’s ja zweimal sehen wollten, ne? =;-) Und ohne jede Frage: Besser ging’s nicht! Ich war vorher ja selbst skeptisch, ob viermal nicht übertrieben ist… aber nee, das Stück ist so toll und beeindruckend, dass ich es mir auch noch öfter angucken würde. Und dass ich gerade suche, wie ich vielleicht noch eine Vorstellung in Oslo besuchen kann… =;-)
Was ich echt interessant fand, war, wie sehr sich die Vorstellungen unterscheiden. Eigentlich passiert ja jeden Tag genau dasselbe – aber in Details gibt es doch immer wieder Unterschiede. Manche Sachen bemerkt man einfach nicht jedes Mal, andere sind aber definitiv immer ein kleines bisschen unterschiedlich! Auch die Formulierungen und Wortwahl unterscheiden sich teilweise doch recht stark, das hatte ich nicht erwartet. Und besonders eindrucksvoll ist es, wenn man plötzlich etwas ganz Neues auf der Bühne wahrnimmt, was zwar auch in allen anderen Vorstellungen vorher (vermutlich) ganz genauso stattgefunden hat, was man aber nicht mitbekommen hat. So konnte ich auch bei der vierten Vorstellung noch Neues entdecken – ganz abgesehen von kleinen Details der Story, die man vorher zwar gesehen, denen man aber keine Bedeutung beigemessen hat. Beispielsweise (SPOILERWARNUNG!) stirbt ja Monello bei Djevelens Orkester, als Lucifer ihm ihren Atem ins Gesicht bläst, während Vicente überlebt – warum lässt sie ihn am Leben? Nun ja… er hat noch seine Gasmaske auf! Oder der Rosenkranz, den Victoria Sonny zu Beginn des Stückes in die Hand drückt und der ihn offenbar vor Lucifer bzw. dem Tod beschützt, bis er ihn ihr verächtlich vor die Füße wirft – und zwei Sekunden später erschossen wird.
Interessant fand ich aber auch, dass es durchaus “gute” und “schlechte” Vorstellungen gibt. Die zweite Fanvorstellung war qualitativ nämlich deutlich schlechter als die anderen Vorstellungen – keine Ahnung, woran das lag, aber viele Gags und inhaltlich wichtige Stellen sind untergegangen und wurden nicht so deutlich dargestellt wie in den anderen Vorstellungen. Das hat dem Gesamteindruck keinesfalls geschadet; ich fand aber trotzdem interessant, wie sehr man das merkt, wenn man schon andere Vorstellungen gesehen hat. Was aber super eindrucksvoll war, war die Reaktion des Publikums nach Ende des Stückes, denn das war reiner Wahnsinn. Nach der Premiere war das Publikum ja auch sehr enthusiastisch, aber nach den Fanvorstellungen: Wow! Klar, das war konzertgewohntes Publikum. Also wurde nicht nur geklatscht, sondern natürlich auch geschrien. Das war doch um einiges lauter als bei den anderen Vorstellungen – und das konnte man den Schauspielern auf der Bühne auch sofort anmerken, dass sie total geflashed waren. =:-)
So, nun noch kurz zu den Besonderheiten der Fanvorstellungen: Vor Beginn des Stückes kam an beiden Abenden zuerst Helge heraus und spielte ein wenig auf dem Klavier, bis dann Tore Renberg, Geir Zahl und Vegar Hoel (Sonny) hinzukamen und von Jan Zahl interviewt wurden. Dass am zweiten Abend Tore Geir beim rauskommen die Bühnentür vor der Nase zuknallte, ist ja hier nicht erwähnenswert… äh, zu spät, hups. *g*
Auf jeden Fall war dieses Interview sehr unterhaltsam – am ersten Abend eher “formell”, am zweiten Abend deutlich humorvoller und amüsanter. Inhaltlich kam nicht wirklich viel Neues rüber, interessant war es aber auf jeden Fall! Auch wenn die meisten Antworten nicht allzu viele echte Aussagen enthielten – Geir hat z.B. keine Ahnung, wie das Kaizers-Universum überhaupt zustande gekommen ist (“Das weiß nur ein Mann, und der ist nicht hier.”), die Geschichte und überhaupt die meisten Entscheidungen bezüglich des Stückes entwickelten sich über die Zeit in Zusammenarbeit zwischen Tore Renberg und Kaizers, da gab es keine klaren “wer ist für was verantworlich”-Strukturen. Tore als Fan wurde schnell klar, was insbesondere Janove unbedingt im Stück drinhaben wollte, und grundsätzlich sollte die Geschichte die drei Bereiche Krieg/Widerstand, Mafia und “nach dem Krieg” beinhalten (was ja auch logisch ist, da genau das die drei Alben widerspiegelt). Das dann aus der Hand zu geben war für Kaizers natürlich schon ein gewisses Risiko, aber durchaus kalkulierbar, da sie Tore als Fan ja kannten und da Mitbestimmungsmöglichkeiten hatten. Zudem haben sie die Musik für das Stück ja selbst eingespielt; nur die Schauspieler haben das Singen übernommen. Das Stück, so wie Tore es abgeliefert hat, veränderte sich dann natürlich noch weiter, als die Schauspieler übernommen haben.
Danach war dann Zeit für Fragen aus dem Publikum – damit überrumpelte Jan am ersten Abend die Zuschauer, sodass kaum etwas gefragt wurde. Und meine extra ausgedachte und gedanklich vorformulierte Frage für den zweiten Abend stellte Jan dann fast wörtlich als erste “offizielle” Frage – na danke auch. *lol* Nämlich die Huhn/Ei-Frage: Stand zuerst fest, welche Lieder unbedingt rein sollen, oder ging es zuerst ausschließlich um die Geschichte, und dann wurden die passenden Lieder reingesetzt? Auch hier lag die Antwort in der Mitte; bei ein paar Lieder war natürlich klar, dass die drin sein mussten, aber es sind durchaus auch Lieder rausgefallen, weil sie einfach nicht sinnvoll reingeflickt werden konnten.
Dann noch ein bisschen Rumgewitzel mit Helge (der die an ihn gerichtete Frage natürlich mit eisernem Schweigen beantwortete), und dann war es Zeit fürs Stück! Am ersten Abend saßen Helge und Geir im Zuschauerraum und sahen sich das Stück noch einmal an, bevor sie in der Pause für die zufällig ausgewählten Gewinner Programme und Poster signierten, am zweiten Abend verschwanden sie aber direkt nach dem Interview. Das und die Tatsache, dass Janove nicht dabei war (obwohl das ja beim Ticketverkauf angekündigt war), führte doch bei manchen zu einem gewissen Unmut – völlig verständlich. Genauso wie es natürlich auch verständlich ist, dass Janove mal ein freies Wochenende verdient hat oder Geir und Helge vielleicht nicht so wild darauf sind, in der Pause mit Autogramm- und Fotowünschen überrannt zu werden… dennoch, so wirklich “fair” war das nicht, denn es war ja anders angekündigt.
Unserer Stimmung tat das indes keinen Abbruch. Schließlich waren bei den Fanvorstellungen auch viele viele liebe Leute da, die man endlich mal wieder gesehen hat (hey, die letzte Tour ist schon mehr als ein halbes Jahr her! *gg*), und natürlich ging’s danach noch ins Cementen. Resultat: Ein Großteil der Kaizer-Fan-Familie versammelt, lange Diskussionen über das Stück, erste Planungen für die anstehende Tour und natürlich jede Menge alter Geschichten und Blödeleien. Hach – schöööööön war’s! =:-)
Actually, I didn’t really plan on writing another report this weekend, and this one won’t be that long either (note after finishing: muahaha… *lol*). But I guess I can come up with a few sentences about the “fan weekend” after all!
First of all, as a short explanation: Yes, I saw the play four times now. And yes, that IS a lot – it wasn’t really planned like that, however. Originally, I had planned to see it twice in order to be able to really understand it. But then, there was the choice between the weekend with the premiere and the fan weekend, and different people bought the tickets – so each bought two tickets of course, because we wanted to see it twice, right? =;-) And hey, no doubt: best decision ever! I had been a bit skeptical beforehand… four times is a lot. But no, the play was so impressive and great that I would love to see it even more often! Actually, I’m currently looking at the Oslo dates, trying to figure out if I can somehow squeeze in one of the dates there… =;-)
What was really interesting to see was how much the shows differed. Of course, everything that happened was exactly the same each day – but there were small differences in the details. There were some things that you just didn’t notice every time, and others that were a little bit different every time! Also the wording of what the actors said differed quite a bit, which is something I hadn’t expected. And what I found particularly impressive was how sometimes, you suddenly saw something completely new on stage, even though it had been the same (presumably) during all other shows before, but you just didn’t notice at all. So I got to see some new stuff also during my fourth visit! Plus, there were so many small details that you might have noticed before, but suddenly you understood that they actually do have a meaning after all. For example (SPOILER WARNING!), Monello dies in Djevelens Orkester when Lucifer blows her breath in his face. Vicente, however, survives – why doesn’t she kill him as well? Well… he’s still wearing his gas mask, while Monello lost it! Or the rosary that Victoria gives to Sonny in the beginning and which obviously protects him from Lucifer resp. death, until he throws it at Victoria’s feet – and is shot two seconds later.
Another interesting part was that there are obviously “good” and “bad” shows. The second fan show was much worse in quality than the other shows – no idea why, but some jokes and some parts with important content were quite unclear and didn’t get as much focus as during other shows. This didn’t hurt the overall impression at all; but I thought it was interesting to see how much you notice something like that when you’ve seen other shows before. But what was really impressive, in turn, was the audience’s reaction after the fan shows. I mean, the audience at the premiere was really enthusiastic, but this time: Wow! Of course, that was an audience that is used to concerts. So they didn’t just clap, but scream as well. And overall it was so much louder than at the other shows – and you could see that in the reaction of the actors as well. They seemed totally blown away – so nice! =:-)
So, now a bit about the special parts of the fan show: On both nights before the play started, Helge came on stage and played the piano for a bit until Tore Renberg, Geir Zahl, and Vegar Hoel (Sonny) joined him on staged and were interviewed by Jan Zahl. Guess there’s no reason to mentioned that on the second night, Tore banged shut the stage door just when Geir was about to come out… uh, oops, too late to not mention it.*g*
This interview was definitely really entertaining! It was a bit more “formal” the first night and much funnier and more relaxed the second night. Contentwise, there wasn’t really a lot of new information, but it still was very interesting! Even though most answers didn’t really contain clear statements – for example, Geir has no clue how the Kaizers universe actually came about (“There’s only one man who knows, and he’s not here.”); the history and all in all most decisions about the play just “happened” somehow, in a cooperation between Tore and Kaizers, and there was no clear structure who was responsible for what. Tore, as fan of the band, pretty fast got a good idea about what especially Janove wanted to see in the play; mainly, it should contain the three parts of war/resistance, mafia, and “after the war” (which is quite logical, since these are what the three albums are about, respectively). Of course it was a risk for Kaizers to give control of the play into someone else’s hands, but it wasn’t too bad, since they knew Tore as a fan and they could contribute quite a bit. In addition, they recorded the music, and the actors took over the singing only. After Tore delivered the play, it still changed quite a bit of course when the actors started working with it.
After that, it was time for questions from the audience – on the first night, Jan caught the audience off-guard with that so there were hardly any questions. Of course I was prepared the second night… and Jan asked exactly the question I wanted to ask, almost word by word, as the first “official” question. No fair! *lol* Basically a chicken/egg question: Did they decide beforehand which songs should be included, or was it the story that came first, and then they used the songs that fit in? Again, the answer was somewhere in the middle; there were a few songs that HAD to be in the play, of course, but there were some songs as well that they wanted to use but just couldn’t fit in.
In the end, there was a bit of kidding with Helge (who of course did NOT answer the question he was asked), and then it was time to start the play! On the first night, Helge and Geir were in the audience to watch again, before they signed programs and posters for the randomly selected winners during the break. The second night, they disappeared right after the interview. That and the fact that Janove wasn’t there at all (even though that was promised when the tickets were sold) was criticized by some fans. And rightfully so – even though it was absolutely understandable as well that Janove deserves a free weekend once in a while and that Geir and Helge might not be so enthusiastic about everyone flooding them with autograph and photo requests… still, that wasn’t really “fair”, because it was advertised differently.
We didn’t mind at all though. These were the fan shows, so there were so many many nice people there which we finally got to meet again (hey, the last tour was more than a half year ago already! *gg*), and of course we concluded the night at Cementen. The result: A huge part of the Kaizer fan family in one place, lots of discussions about the play, first plans for the upcoming tour, and of course a lot of old stories and joking around. Hach… soooooo nice! =:-)
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Sunday, November 13th, 2011
11.11.11 – St. Kaizers Day, oder so ähnlich! Neben dem neuen Kaizers-Album und der Spektrum-DVD feierte auch das Kaizers-Musical “Sonny” Premiere, und das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen… und hier natürlich mein Bericht!
Nun habe ich schon so viele Konzertberichte geschrieben – aber wie schreibt man einen Musical-Bericht? Gut, vorab vielleicht erst mal der Hinweis, dass ich bei der Bezeichnung “Musical” bleiben werde, auch wenn Kaizers selbst ja konsequent von “Musiktheater” sprechen, aber ich sehe da nicht wirklich einen Unterschied… =;-)
Ich bin mit hohen, gleichzeitig aber fast nicht “enttäuschbaren” Erwartungen in die Vorstellung gegangen. Ich liebe Musicals, ich liebe Kaizers, da konnte eigentlich nichts schiefgehen. =;-) Und genau so war es auch; ich war nachher total geflasht, beeindruckt und begeistert! Allerdings war ich sehr sehr froh darüber, das Stück gleich an zwei Tagen hintereinander zu sehen, denn beim ersten Sehen war ich doch ein wenig “überfordert”. Wie viel davon an der Sprache lag und wie viel an der Story, kann ich leider nicht wirklich trennen. Sprachlich gesehen war ich überrascht, dass ich doch sehr viel verstanden habe – eigentlich fast alles bis auf ein paar kleine Plänkeleien und Gags, aber solange einer allein gesprochen hat, war es – trotz (oder wegen? *g*) des Westküstendialekts sehr gut zu verstehen. Die Lieder kannte man ja sowieso (auch wenn ich die Texte der alten Lieder am wenigsten kenne, da ich damals ja noch kein Norwegisch konnte). Allerdings enthielt das Stück sehr sehr viele Personen und Charaktere, die man erst einmal auseinanderhalten musste, und es passierte auch storymäßig sehr viel. Das im Zusammenhang mit der Sprache fand ich schwierig; ich fühlte mich doch ein wenig überfordert, und an einigen Stellen kam ich bei der Story nicht so ganz mit. Interessant fand ich, dass Janove nach der Vorstellung meinte, es wäre sicher hilfreich, das Stück mehr als einmal zu sehen… stimmt absolut, beim zweiten Mal konnte ich fast alle “Löcher” füllen, aber das ist doch eigentlich nicht der Sinn eines Theaterstücks, oder?! Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass man dem Stück als Norwegisch-Muttersprachler auch beim ersten Mal schon komplett folgen kann und ich da doch einen klaren Sprach-Nachteil hatte.
Rogalandteater ist winzig – nun ja, wenn man es mit deutschen Musical-Theatern vergleicht zumindest. *g* So 400 Leute passen wohl rein. Bei der Premiere war logischerweise ein Haufen Prominenz im Publikum und vermutlich auch mehr “typische” Theatergänger; am zweiten Tag war das Publikum auffallend jünger. Die Bühne war eindrucksvoll – ein sehr einfaches Bühnenbild zwar, mit zwei Treppenaufbauten, die verschieden eingesetzt wurden, und diversen Requisiten. Die Bühne war aber im Verhältnis zum Zuschauerraum absolut gigantisch!
Auch musikalisch ist wohl “eindrucksvoll” das Wort, was am meisten aussagt. Einige Kaizers-Lieder waren kaum verändert und wurden nur von den Schauspielern gesungen, andere kamen in ganz anderem Gewand daher. Und sehr viele wirkten einfach durch die Masse an Menschen auf der Bühne und die ganze Inszenierung absolut gigantisch. Phänomenal! Wow! Da hat man die Lieder hundertmal gehört, und plötzlich hauen sie einen wieder um… =:-) Ganz besonders beeindruckt war ich von den Versionen von Bak et Halleluja und Ompa til du dør, die perfekt in die Stimmung passten und bombastisch rüberkamen. Auch Rullett, Dieter Meyers, Evig Pint und ganz besonders Drøm hardt waren einfach genial.
Die Schauspieler sind keine ausgebildeten Musical-Sänger, und das merkte man teilweise auch ein bisschen. Im Allgemeinen fiel dies aber nicht negativ auf, auch wenn man bei schwierigen Gesangsstellen vielleicht mal Unsicherheiten bemerkte. Dafür brachte aber jeder seine eigene Art zu singen ein, was natürlich total spannend ist, da man die Lieder ja nur von Janove (oder Geir) gesungen kennt. Rausstechen taten ganz klar Vicente und Victoria, die ganz toll singen. Vicente brillierte mit Dieter Meyers Inst, alleine am Klavier vorgetragen, und mit einer gänsehauterzeugenden Version von Evig pint, während Victoria vor allem mit Kvite Russer überzeugen konnte. (Übrigens: Ich bin dafür, die Rollen auch in Zukunft live umzudrehen, damit wir Mädels “lalala” singen dürfen und die Kerle “Kvite Russer”. Danke. *g*) Ein gesanglicher Reinfall ist leider leider leider Hauptfigur Nummer 3, Sonny. =:-( Seine großen Auftritte sind der Anfang von Maestro und Kontroll på kontinentet – und beide waren einfach schlecht. Sehr sehr schade, zumal die beiden Lieder auch noch ziemlich direkt hintereinander kommen und somit die Qualität doch plötzlich stark absinkt. Schade! Aber genau deshalb ist es vermutlich ein “Musiktheater” und kein “Musical”. =;-)
Vorab war ich vor allem gespannt, wie die Lieder in die Geschichte eingebettet werden. Passen sie wirklich “natürlich” rein? Oder werden sie nur an ungefähr passenden Stellen “reingeschoben”? Tja, bei dieser Frage bin ich zu keiner richtigen Antwort gekommen… es ist ein Mittelding. Teilweise passen die Lieder wirklich ganz genau, teilweise fast genau (wo dann ein Name oder eine Zeile geändert wurde – wie z.B. bei Ompa til du dør), teilweise wirkt es aber doch so, als wären sie ein wenig reinkonstruiert worden, nach dem Motto “oh, wo können wir denn das noch reinbringen”. Auch da sind die Lieder nicht fehl am Platz, aber so ganz natürlich passen tun sie nicht immer. Ein gutes Beispiel ist hier wohl die Nebengeschichte rund um Fader Martin und Fru Conrades – die beiden singen zusammen Bris und Di grind, die aber beide überhaupt nichts zur Story beitragen. Das wirkt ein bisschen, als würde das Stück damit gestreckt und als würde so den Hauptdarstellern eine kurze Pause gegönnt. Aber hier muss ich sagen, dass das meine persönliche Auffassung sein kann – ich kenne die Lieder sehr gut und verstehe sie daher in einer ganz bestimmten Richtung; vielleicht kann man sie aber auch ganz anders deuten, sodass sie besser in den Kontext passen und die Geschichte durchaus voranbringen. Da sind wir dann wieder bei den Sprachproblemen. =;-)
Und jetzt mal noch zur Story, und hier dann endgültig eine SPOILERWARNUNG. Wer das Stück noch selbst sehen und sich überraschen lassen will, sollte besser nicht weiterlesen… =;-)
Zur Story: Durch das ganze Stück hindurch führt Lucifer, die als eine Art “Erzählerin” fungiert, gleichzeitig aber auch als Todbringer. Sie ist in fast allen Szenen im Hintergrund dabei.
Vicente, Victoria und Sonny wachsen zusammen im Krieg auf und sind Teil der Widerstandsbewegung Resistansen. Vicente (der Anführer von Resistansen) und Sonny schließen Blutsbrüderschaft, Vicente und Victoria sind ein Paar, aber auch Sonny liebt Victoria – die aber natürlich nur einen der beiden heiraten kann, und das soll Vicente sein. Sonny schafft es, ein Treffen mit Monsieur Clavier, dem Erzfeind von Resistansen, zu arrangieren. Vicente übernimmt die Aufgabe, unter dem Alias “Tony Fusciante” Monsieur Clavier zu treffen und zu erledigen. Allerdings wurde er verraten und sein Revolver ist nicht geladen, und so kann Clavier ihn überwältigen und gefangen nehmen. Zuerst zwingt er Vicente jedoch, eine Runde Russisch Roulette zu spielen, während er selbst Rullett singt – und zwar auf Französisch! Absolut genial. Ich will dieses Lied nur noch auf Französisch ab jetzt. *g*
Victoria und Sonny kehren mit der schlechten Nachricht, dass Vicente es nicht geschafft habe und tot sei, zu Resistansen zurück, und Sonny tritt Vicentes Nachfolge als Anführer an. Nach Jahren der Folter durch Monsieur Clavier (bzw. durch seinen deutschen Folterknecht – “Ve know who you arr” – zum Schreien komisch!) wird der standhafte Vicente von Monello befreit, der ihm erzählt, dass Resistansen vor die Hunde gehe, Sonny alles übernommen habe (inklusive Victoria) und dass Vicente einen Sohn habe, der von Sonny aufgezogen wird. Auf der Flucht wird Monello erschossen, und Vicente muss sich allein in einer Welt zurechtfinden, die sich verändert hat. Keiner kann ihm sagen, wo er Resistansen findet, und ein “Dieter Meyer” hat die Herrschaft übernommen. Es stellt sich heraus, dass dieser Dieter Meyer, auch bekannt als Maestro oder Papa, Sonny ist, der sich mit Monsieur Clavier zusammengetan hat, um eine riesige Mafiaorganisation auf die Beine zu stellen. Sprich: Sonny, Dieter Meyer, Maestro und Papa sind alles eine Person! Und Sonny ist außerdem “der Böse”! =:-o Kommentar Helge nach dem Stück, als ich völlig verwirrt irgendwas von “was wo wie, Sonny böse, das geht doch nicht!!” stammelte (erwähnte ich schon, dass ich insgesamt ein wenig überfordert war und daher direkt danach eigentlich gar keine Meinung abgeben wollte, sondern erst das Stück noch mal Revue passieren lassen, als plötzlich Helge vor mir stand und wissen wollte, wie ich es fand? *g*): “Na ja, das wusste ich ja vorher.” Äh ja, schön dass du das wusstest, ich hab da gerade trotzdem ein Solidaritätsproblem. Verdammt, ich MOCHTE Sonny!!! *lol*
Anyway, zurück zum Stück. Wir haben also die Mafiaorganisation Dieter Meyers Inst., geleitet vom Maestro Sonny, der gleichzeitig auch Papa für Vicentes Sohn Camille ist. Victoria liebt eigentlich immer noch Vicente, ist aber mit Sonny zusammen und steht unter seiner “Fuchtel”. Vicente macht also gute Miene zum bösen Spiel, tut, als sei die Vergangenheit vergeben und vergessen, und verbrüdert sich wieder mit Sonny. Der bleibt aber – zu Recht – misstrauisch und macht immer wieder klar, wie gnadenlos er seine Organisation leitet. Denn er ist der Maestro! Die Bevölkerung unterteilt er in diejenigen, die ihm untertänig zur Seite stehen, und den “Abfall”, der in den Fängen von Dr. Mowinckel landet. Vielleicht die beste Szene des Stückes: Vicente bekommt einen Eindruck vom Leiden des “Abfalls”, während diese Drøm hardt singen. Absolut mitreißend und eindrucksvoll! Und direkt danach kommt Dr. Mowinckel auf die Bühne, trällert lustig den Drøm-hardt-Refrain, stellt sich vor einen der von ihm geschaffenen “Zombies” (ja, Zombies, im Theater! *yeah*) und sagt “Eg har et spøkelse på min rygg”. *rofl*
Zu guter Letzt kommt es zum Showdown zwischen Sonny und Vicente, denn Sonny fordert bedingungslose Gefolgschaft. Er richtet die Pistole auf Vicente, ein Schuss ertönt – und Sonny fällt tödlich getroffen zu Boden. Denn nicht er hat abgedrückt, sondern Vicentes Sohn Camille. Vicente, Victoria und Camille sind erlöst, und zum Abschluss singen alle “Sonny” – wobei ich gestehen muss, dass ich das an der Stelle nicht wirklich einordnen kann. Natürlich ist das eigentlich das perfekte Abschlusslied… aber sie haben doch gerade den Bösewicht erschossen, und plötzlich ist der ganz nostalgisch wieder der gute alte Blutsbruder?! Das hat mich beim ersten Mal komplett verwirrt, beim zweiten Mal fand ich es schon eher akzeptabel – als eine Art “Abschluss”; so war es einmal, und jetzt geht es anders weiter.
Nun ja – sagte ich schon “viel Story”? Das ist auch wirklich der einzige Kritikpunkt, den ich habe. Es passiert so viel, dass man echt jede Sekunde “auf der Hut” sein muss, um nicht abgehängt zu werden. Und ich muss gestehen, ein paar kleine Fragezeichen habe ich in der Story noch… aber ich habe ja nächstes Wochenende noch die Chance, die “Löcher” zu füllen. =;-)
Insgesamt muss ich auf jeden Fall sagen: Toll toll toll! Eine völlig neue Erfahrung. Und dennoch total “typisch Kaizers”. Wer also die Chance hat, sich das anzugucken – auf jeden Fall machen! Und selbst wer kein Norwegisch kann: Allein für die neue Version der Lieder lohnt sich ein Besuch allemal – ganz abgesehen davon, dass Musical ja immer total toll und eindrucksvoll ist. =:-)
Hach, noch mal! Und sehr gerne auch gleich noch ein weiteres Stück, wie Kaizers und Tore Renberg ja schon andeuten… *g*
11/11/11 – St. Kaizers Day, or something like that! Apart from the new album and the Spektrum DVD, the Kaizers musical “Sonny” celebrated its premiere, and I definitely couldn’t miss out on that of course… here’s my report!
Now, I’ve written so many concert reviews – but how do you write about a musical? Well, maybe I should first note that I will stick to the term “musical”, even though Kaizers keep calling it “music theatre”. But I don’t really see the difference there… =;-)
I went into the show with high expectations, but with expectations that were probably impossible NOT to fulfill. I love musicals, I love Kaizers, so nothing could go wrong here. =;-) And that’s just how it turned out: I was absolutely flashed afterwards, totally impressed and amazed! However, I was very very glad to see the play two days in a row, because after the first time, I was quite “overwhelmed”. I can’t really say how much of this was due to the language and how much to the story; unfortunately, that’s hard for me to separate. Regarding the language, I was surprised how much I actually understood – in fact I got almost everything except for a few small skirmishes and jokes, but as long as there was only one person talking, I had no problem understanding – despite (or maybe because of? *g*) the west coast dialect. And of course the songs were familiar anyway (even though I have to admit that the lyrics of the old songs are the ones I know least, since I didn’t know Norwegian back then). However, the play involved a huge number of people and characters, which you had to recognize and keep apart, and there was a lot of story to keep up with. And that, in connection with the language, was pretty hard for me; I felt a bit like this was too much to keep up with at the same time, and I was lost in the storyline a couple of times. However, I found it interesting that Janove said lateron that it would be helpful to see the play more than once to really understand it … that’s absolutely true, and the second time I was able to fill in almost all of the “holes”, but that’s not really the sense of a theater play, right?! But then I can imagine that a Norwegian native doesn’t have the problems that I had, and that usually, it should be possible to understand the story the first time around. I guess I had a little disadvantage after all, language-wise… =;-)
Rogalandteater is tiny – well, at least if you compare it with German musical theaters. *g* I guess that it takes about 400 people. Of course there were lots of celebrities in the audience during the premiere, and probably a more “typical” theater audience. On the second day, the audience was noticeably younger. The stage was impressive – despite the very simple set design, with two stair structures that were used in different ways and various stage props. And in relation to the rather small auditorium, the stage seemed absolutely gigantic!
Also regarding the music, “impressive” is probably the word that fits best. Some of the Kaizers songs were hardly changed at all and just sung by the actors, others were very different from the original version. And many left a huge impression simply because of the amount of people on stage and because the context was so bombastic. Phenomenal! Wow! So you’ve heard the songs a hundred times, and suddenly they hit you again, as if they were all new … =:-) I was especially impressed by the versions of Bak et Halleluja and Ompa til du dør, which fit so perfectly into the mood of the play, and which were just absolutely impressive. And also Rullett, Dieter Meyers, Evig pint, and especially Drøm hardt were simply brilliant.
The actors are no trained musical singer, and this showed a little sometimes. But in general, this wasn’t negative, and it didn’t really matter that you could notice some weaknesses whenever the singing parts got really difficult. Quite the opposite; each actor used his or her own way of singing the songs, and this of course is really exciting because we know the songs only in the way that Janove (or Geir) sings them. The best singers by far were Vicente and Victoria, who both sing just amazing. Vicente shone with Dieter Meyers Inst, presented alone at the piano, and with a spine-tingling version of Evig pint, while Victoria was particularly impressive in Kvite Russer. (By the way: Can we please distribute the roles the same way at concerts in the future? So that we girls get to sing “lalala” and the guys get the “Kvite Russer” part? Thank you. *g*) Unfortunately, the main character number 3, Sonny, was a letdown regarding the singing, which I thought was really really sad. =:-( His “big moments” in the play are the beginning of Maestro and Kontroll på kontinentet – and both were just bad. This is a real pity, especially since Kontroll follows just after Maestro, so that the quality drops considerably from one moment to the other. What a shame! But that might be the reason why it is called “music theater” and not “musical”. =;-)
What I was wondering most about beforehand was how the songs would fit into the story. Would they really fit in “naturally”? Or would they rather be “pushed in” wherever there was an opening to put in a song? Well, I didn’t get to a final conclusion for this question… it’s something in between. Some of the songs fit really well, some pretty good (in these cases, a name or a line was changed to make them fit – like for example in Ompa til du dør), but some also leave the impression that they don’t really fit but there’s a constructed context, as if someone wondered how these songs could be included after all. Still, these songs aren’t out of place, they just don’t fit in naturally. A good example is probably the side story around Fader Martin and Fru Conrades – the two sing Bris and Di grind together, but both songs don’t contribute anything to the story. So it feels a bit as if the songs were put in to stretch the play and to give the main actors a little break. But I have to say here that this might just be my personal view – I know the songs very well, and therefore I interpret them in a certain way; perhaps you can understand them differently as well, so that they fit better into the context and contribute something to the story. So here we are back at the language problem. =;-)
So, let’s get to the story now. Here’s a clear SPOILER WARNING! If you want to see the play yourself and you want to be surprised, don’t read on … =;-)
About the story: The character that leads through the entire play is Lucifer. She acts as a kind of “storyteller”, but she’s also the one who transports death. She’s in the background of almost every scene.
Vicente, Victoria, and Sonny grow up together during the war, and they are part of the resistance movement Resistansen. Vicente (the leader of Resistansen) and Sonny become blood brothers, Vicente and Victoria are a couple, but Sonny loves Victoria as well – Victoria, however, can marry only one of the two of course, and that will be Vicente. Sonny manages to arrange a meeting with Resistansen’s biggest nemesis Monsieur Clavier. Vicente takes on the job to meet Monsieur Clavier, under the alias “Tony Fusciante”, and to dispose of him. However, “someone” rats on him and his gun is not loaded, so Clavier can overwhelm and capture him. Before Clavier does that, however, he forces Vicente to play a round of Russian Roulette, while he himself sings Rullett – in French! Absolutely brilliant. From now on, I always want this song in French. *g*
Victoria and Sonny return to Resistansen with the bad news that Vicente didn’t make it and is dead, and Sonny follows Vicente as leader of Resistansen. After years of torture at the hands of Monsieur Clavier (or rather his German torturer – “Ve know who you arr” – hilariously funny!), Vicente, who didn’t rat on Resistansen, is rescued by Monello. Monello tells him that Resistansen is going down, that Sonny took over everything (including Victoria) and that Vicente has a son who is raised by Sonny. Monello is shot on the run, and Vicente must cope on his own in a world that has changed. Nobody can tell him where to find Resistansen, and a “Dieter Meyer” has taken control. It turns out that this Dieter Meyer, also known as Maestro or Papa, is Sonny, who teamed up with Monsieur Clavier to form a huge mafia organization. So basically: Sonny, Dieter Meyer, Maestro, and Papa are all the same person! And Sonny is the “bad guy”! =:-o Helge’s comment after the play, when I, totally confused, stuttered something like “what, where, how – Sonny is the bad guy, what the hell…?” (Did I mention that I felt quite overwhelmed and didn’t really want to give any opinion about the play right afterwards, but instead think through it all again before I make up my mind, when suddenly Helge stood there and wanted to know what I thought? *g*): “Well, I knew that, of course.” Oh really? *g* Doesn’t really help me though, ’cause I have a solidarity problem here. Damn, I LIKED Sonny!!! *lol*
Anyway, back to the play. So we have the mafia organization Dieter Meyers Inst. with its leader Maestro/Sonny, who is also raising Vicente’s son Camille. Victoria still loves Vicente, but she’s married to Sonny and has to do what he wants. Vicente puts a good face on things, acts as if the past was forgiven and forgotten, and apparently joins forces with Sonny again. Sonny, in turn, remains suspicious (and righteously so) and repeatedly proves how mercilessly he steers his organization. For he is the Maestro! He divides the population into those who are submissively at his side and the “waste”, which ends up in the clutches of Dr. Mowinckel. Maybe the best scene of the play: Vicente gets an impression of the suffering of the “waste”, while they are singing Drøm hardt. Absolutely captivating and impressive! And right after that, Dr. Mowinckel comes on stage, funnily humming the Drøm hardt chorus, and stands in front of one of the “zombies” (yes, zombies, in the theater! *yeah*) that he has created and says “Eg har et spøkelse på min rygg”. *rofl*
In the end, there’s the showdown between Sonny and Vicente, because Sonny is demanding unconditional allegiance. He aims the gun at Vicente, a gunshot rings out – and Sonny falls dead to the ground. Not he has pulled the trigger, but Vicente’s son Camille. Vicente, Victoria and Camille are free, and at then end of the play, they all sing “Sonny” – but I have to say that this was something I couldn’t place at all. This is the perfect song to conclude, of course … but they just shot the bad guy, and suddenly he’s the good old blood brother again? This left me completely confused the first time; the second time I found it a bit more acceptable – as a sort of “completion”; this is how it once was, and now things are different. Still… quite confusing.
So well – I said there was “a lot of story”, didn’t I? =;-) That’s really the only criticism I have. There’s so much happening that you must be “on guard” every second to avoid being left behind. And I must confess, for me there are still a few small question marks left in the story … but I’ll still have the chance next weekend to fill in the “holes”. =;-)
And all in all I can only say: Awesome! Amazing! Fantastic! A completely new experience. And yet, totally “Kaizers”. So if you have the chance to watch this – definitely do so! And even if you don’t know Norwegian: It’s worth a visit just for the new versions of the songs already – not even mentioning the fact that a musical is always amazing and impressive, no matter if you can understand or not. =:-)
Yay, I want to see it again! And I definitely wouldn’t mind a second play, like Kaizers and Tore Renberg are hinting at already … *g*
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Friday, August 19th, 2011
 Tag 1: “OK, we’re wasting time…” – “… but that’s the point!?”
“Einmal Gampel, immer Gampel” – so der Leitspruch des Festivals. Das muss natürlich überprüft werden!
Zum ersten Mal ging’s für mich zum (oh, Verzeihung, ANS natürlich!) Open Air Gampel in die Schweiz. Auslöser war natürlich der Auftritt von Kaizers Orchestra, aber auch das restliche Line-Up bot einige Schmankerl, weshalb ich beschloss, das ganze Festival mitzumachen und nicht nur den Kaizers-Tag. The Offspring, Katzenjammer, Guano Apes, Seeed, … wenn das nicht vielversprechend klingt!
Auf dem Hinweg stellte ich zuerst einmal fest, dass mein Navi Passstraßen mit der gleichen Geschwindigkeit berechnet wie normale, gut ausgebaute Landstraßen… die Folge war, dass ich nicht wie geplant zu Programmbeginn auf dem Gelände war, sondern erst kurz vor Ende des Auftritts von 77 Bombay Street. Was sehr schade war, denn die klangen super. Sehr eingängige Musik, die super zum sonnigen, heißen Sommernachmittag passte! Vor der kleinen Bühne herrschte Gedränge, das komplette Publikum war am Tanzen, Mitsingen und Feiern. So muss ein Festival-Auftakt aussehen!
Ähnlich ging es auch mit den Dropkick Murphys weiter. Diesmal allerdings auf der großen Bühne, daher wirkte es nicht so gedrängt vor der Bühne. Mir gefiel der Auftritt besser als beim Taubertal – die Band strahlte mehr Spielfreude aus, und das Publikum war begeistert am Tanzen.
Danach war dann ein bisschen Zeit, um das Festivalgelände zu inspizieren. Und was soll ich sagen: wow! Die grundsätzliche Anordnung, mit den Campingplätzen rund ums eigentliche Festivalgelände, erinnert ein wenig ans Southside; das hat den Nachteil, dass man auch als Tagesbesucher (oder Autoschläfer =;-)) immer durch die Campingplatzkontrolle muss. Der Weg von dort bis zum eigentlichen Festivaleingang ist aber nicht weit. Wenn man dann aufs Festivalgelände kommt, sieht man zu allererst… eine Achterbahn! Und das beschreibt auch schon schön das ganze Gelände: ein großer Rummelplatz mit haufenweise Essens- und Getränkeständen, Musikzelten, Bierbänken und Ramsch-Lädchen. Und zwei Bühnen natürlich! Wunderbar, und kaum mit anderen Festivals vergleichbar. Vielleicht noch am besten mit dem Sziget in Ungarn – wobei das Sziget aber sehr viel größer und weitläufiger ist. Gampel wirkt doch trotz allem noch überschaubar; aber um die einzelnen Stände und Zelte abzuklappern, muss man durchaus Zeit einplanen. Und langweilig wird’s mit Sicherheit nicht!
Schon Monate im Voraus war auf der Gampel-Webseite angekündigt: “Das Open Gampel 2011 wird sonnig und praktisch niederschlagsfrei!” Und das schien sich zu bewahrheiten – 30 Grad, strahlendblauer Himmel… nur was sind das für Wolken dahinten? Um es kurz zu machen: Es zog immer mehr zu, irgendwann kam der Regen, danach wurde es wieder schön – bis ein ordentliches Gewitter mit Platzregen folgte. Und wie das diesjährige Pukkelpop zeigte, geht das nicht immer so glimpflich aus… Das Gampel überstand aber zum Glück alles gut. Nicht mal Schlamm gab es danach, nur einige Pfützen. Und den Rest des Wochenendes blieb es dann komplett trocken.
Auf der großen Bühne standen NoFX auf dem Programm, die ich ja schon letzte Woche beim Taubertal gesehen hatte. Und auch hier lieferten sie wieder eine äußerst unterhaltsame Show ab! Wenn sie auch insgesamt ein wenig das Gefühl hatten, dass das Publikum sie – rein sprachlich – nicht verstand, da die meisten im Publikum doch ein wenig unsicher wirkten, wie sie auf diese Chaoten reagieren sollten. Nach einer Runde Quatschen auf der Bühne die Selbsteinsicht: “OK, we’re wasting time…” – “… but that’s the point!?” Na ja, eigentlich war der Point, das Publikum zum Tanzen zu bringen, und das schafften sie! Auch Crowdsurfer gab’s, sogar inklusive Rollstuhl, was natürlich einige Diskussionen auf der Bühne hervorrief. Und sie waren sich oft unsicher, welche Sprache hier denn nun angebracht wäre. Deutsch? Französisch? Italienisch? Am besten kam auf jeden Fall ihr “Champs Elysées” an – zumindest, bis sie “Creeping out Tegan” mit einem umgedichteten “Backstage at a festival in Switzerland…” begannen. Als Abschluss des Auftritts gab es dann noch eine Playback-Version von “Everyone’s a little bit racist”, zu der die komplette Band musicalmäßig den Text schauspielerte. Zum Schreien komisch! Echt genial, auch wenn auch hier im Publikum ziemlich viele fragende Gesichter zu sehen waren… =;-)
An der kleinen Bühne daraufhin die Überraschung des Abends für mich: Yellowcard. Der Name sagte mir ein bisschen was, und die Erwartung deckte sich auch genau mit dem, was sie geboten haben – ich weiß allerdings nicht mehr, woher ich den Namen kenne. Fakt war jedenfalls: Sie waren zum ersten Mal in der Schweiz, lieferten einen Wahnsinnsauftritt ab und brachten mit ihrem energievollen Rock (mit Geige!) das Publikum zum Hüpfen und Tanzen. Sie schienen verhältnismäßig bekannt zu sein – zumindest wurde lauthals mitgesungen. Und überhaupt feierte das Publikum jeden einzelnen Song, und noch mehr, als sie am Ende noch ein paar Lieder einschieben konnten, da sie sich mit der Setlist-Länge verkalkuliert hatten. Ein mitreißender Auftritt der Jungs aus Florida!
Dann war es Zeit für den Headliner, The Offspring. Und die lieferten einen… nun ja, irgendwie durchwachsenen Auftritt ab. Vielleicht war meine Erwartungshaltung zu hoch, vielleicht hätte ich mich vorab mehr mit ihrer aktuellen Musik beschäftigen sollen, vielleicht hätte ich vorher nicht den NoFX-Auftritt ansehen sollen… keine Ahnung. Für mich wirkte der Auftritt sehr lustlos. The Offspring standen nur rum, bewegten sich nicht und spielten ihre Stücke runter. Das ist an sich kein Kritikpunkt, das machen ja viele Bands so. Aber von den “Punkhelden meiner Kindheit” erwarte ich halt doch irgendwie mehr… zumal NoFX genau das geliefert haben, was ich auch von The Offspring erwartet hätte. Vermutlich war das wirklich die falsche Erwartungshaltung. Aber – nun das wichtige, große ABER – Spaß hat’s trotzdem gemacht! Denn ja, sie haben die ganzen alten Kamellen ausgegraben, und genau auf die hat das Publikum gewartet. Jedes dieser Lieder wurde abgefeiert. Und in der Hinsicht ist es auch voll und ganz verständlich, dass The Offspring ihre Konzerte eher “runterspielen”; denn nach so vielen Jahren will das Publikum offenbar immer noch nur “den alten Mist” hören. Und genau das war meine Einschätzung – The Offspring lieferten ohne allzu viel Herzblut das Konzert ab, das das Publikum hören wollte, und das Publikum feierte die Lieder, die es hören wollte. Mir fehlte einfach die Energie und Begeisterung auf der Bühne, schade. Eindrucksvoll war es aber dennoch, The Offspring mal live und in echt auf der Bühne erlebt zu haben! Und viel zu schnell war es auch schon vorbei…
Als Abschluss des Tages spielten auf der kleinen Bühne noch die Mariachi El Bronx – die Hardcore-Punk-Band The Bronx spielt Mariachi-Musik. Eine absurd lustige Idee, keine Frage! Die sich allerdings nach zwei Liedern dann auch abnutzt, in der Fußgängerzone will man ja schließlich auch keine Mariachi-Musik hören, also nutzte ich die Zeit, um noch ein wenig übers Gelände zu schlendern. Überall feiernde Menschen, Musik in den verschiedensten Stilrichtungen aus den Zelten und Bars, ein wunderbarer Sommerabend… klasse. Echt toll!
Tag 2: “Ich hasse deutsche Rockmusik – aber mein Englisch ist zu schlecht!”
Auch am zweiten Gampel-Tag strahlte die Sonne – so muss ein Sommerfestival aussehen! Zwar zog es sich auch diesmal einmal kurz zu, aber das wahrte nur kurz und war eher eine erfeuliche Abwechslung.
Musikalisch ging es auf der kleinen Bühne mit The Rambling Wheels los, die sich aus der Ferne super anhörten. Leider nur aus der Ferne; aber 12:15 ist für Festivals doch eine eher unchristliche Zeit…
Nach Berichtschreiben und -hochladen war dann Wirtz mein erster Programmpunkt. Den hatte ich beim Taubertal zum ersten Mal gesehen und war begeistert – so auch hier! Zwar passte der strahlende Sonnenschein nicht so ganz zu seinem Auftritt (ich vermute, das funktioniert in kleinen, schrammeligen Clubs noch deutlich besser als auf großen Open-Air-Bühnen), aber dennoch konnte er das Pulikum voll und ganz in seinen Bann ziehen. Und das, obwohl es sein erstes Konzert in der Schweiz war und so gut wie niemand je auch nur ein Lied von ihm gehört hatte. Am Ende wurde er trotzdem gefeiert! Und das, obwohl er doch deutsche Rockmusik verabscheut – “Aber mein Englisch ist zu schlecht!” Also singt er auf Deutsch und wird verstanden. Wäre auch schade, wenn nicht…
Die darauffolgenden The Raveners sowie Rival Schools konnten mich nicht wirklich überzeugen, daher gibt’s von denen auch nur ein paar Fotos.
Mein Highlight des Festivals war natürlich der Auftritt von Kaizers Orchestra eine gute Stunde später. Und sie enttäuschten nicht! Zwar kannte sie offenbar kaum jemand im Publikum, aber der Platz vor der Bühne füllte sich recht gut, und am Ende waren alle am Singen und Tanzen. Erfolg auf der ganzen Linie! Den kompletten Bericht zum Kaizers-Konzert gibt es auf kaizers.konzertjunkie.com.
Damit war der Abend aber noch lange nicht vorbei! Auf der kleinen Bühne spielten direkt nach Kaizers Sound of Arrows, die ich mit ihrem Pop-Synthie-Whatever aber nur wenige Minuten ertrug. Absolut nicht meine Musik…
Und dann war’s Zeit für Skunk Anansie. Ihr Auftritt hatte offenbar auf der Kippe gestanden, da sie am Tag zuvor beim Pukkelpop aufgetreten war und ihr Equipment in Mitleidenschaft gezogen worden war. Aber alles ging glatt, und sie konnte pünktlich auf die Bühne gehen. Ich habe sie schon mehrfach live gesehen – dennoch kenne ich von ihr (außer DEM Lied, versteht sich) eigentlich nichts. Das ist aber völlig unerheblich. Die Frau hat auf der Bühne eine solche Ausstrahlung, eine Präsenz, so viel Energie – man muss sie einfach lieben. Sie braucht eigentlich nur mit dem Finger schnippen, schon tanzt das Publikum und frisst ihr aus der Hand. Nicht, dass sie nur mit dem Finger schnippen würde – oh nein. Sie fegt über die Bühne, springt ins Publikum, läuft über die Hände, bringt das ganze Festival dazu, sich hinzusetzen und singt und schreit und hat das Publikum voll und ganz in der Hand. Unbeschreiblich eigentlich. Wunderbar!
Den Abschluss des Tages bildeten The Chemical Brothers. Hmm. Nein, ich versteh es nicht. Ich habe wirklich versucht, ihnen dieses Mal noch mal eine Chance zu geben, obwohl sie mir live schon mehrfach nichts gegeben haben. Aber das ist einfach nicht meine Musik. Die Lichtshow war eindrucksvoll, das geb ich gerne zu. Aber nach einigen Minuten hat sich das abgenutzt, und da sich musikalisch nicht viel ändert und sich auch die Lightshow irgendwann wiederholt, verstehe ich einfach nicht, was daran so toll ist. Muss ich ja aber auch nicht. Tatsache ist, das Publikum feierte – nicht so sehr wie bei Skunk Anansie, so kam es mir vor, aber es schien zu gefallen, was die Chemical Brothers ablieferten. Und es muss ja nicht jeder alles mögen. Und so hatte ich immerhin Zeit, meine Berichte fertig zu schreiben, das ist doch auch praktisch. =;-)
Tag 3: “Seid Ihr zu kalt? Hier friert es ein bisschen!”
Der dritte Tag – und unverändert tolles Sommerwetter. Es funktioniert also wirklich, die Sonne herbeizuschreiben! Kaum eine Wolke am Himmel, Temperaturen gut über 30 °C und wie gehabt tolle Stimmung im Publikum. Perfekt! Auf dem Gelände gab’s nicht nur genügend Trinkwasserstellen, sondern auch eine Sonnencreme-Eincreme-Station. Wenn das kein Service ist? Und dazu Gratis-Promo-Sonnenhüte von verschiedenen Firmen und die Bitte der Moderatoren, doch bitte genug Wasser (oder wahlweise Bier) zu trinken.
Favez waren die erste Band der Hauptbühne, und sie wussten das Publikum so früh am Tage durchaus zu unterhalten! Kraftvolle Rockmusik, mit viel Energie vorgetragen. Dazu amüsante Ansagen auf Englisch oder in gebrochenem Deutsch – für eine Schweizer Band ja eher ungewöhnlich, aber wenn die Muttersprache Französisch ist, ist das vermutlich die beste Lösung. Gleich zu Beginn die Aufforderung: “Kommt doch näher! Wir haben heute morgen viele Duschen genommen!” Außerdem sollte sich das Publikum die T-Shirts ausziehen, falls noch nicht geschehen – “aber nur die Männer”! Mal was anderes… =;-) Dann bekamen wir noch Drachengeschichten erzählt, und natürlich war das Wetter ein Thema. “Seid Ihr zu kalt? Hier friert es ein bisschen!” Ein echt netter Auftritt, den man um die Tageszeit so eigentlich nicht erwartet hätte.
Danach ging es mit Schweizer Künstlern weiter. Adrian Stern lockte eine beträchtliche Menge an Zuschauern vor die kleine Bühne, war in meinen Augen musikalisch aber ein wenig unspannend. Sina fuhr an der großen Bühne daraufhin ganz andere Kaliber auf: Mit Streichquartett und Gästen auf der Bühne bot sie eine kurzweilige Show. Auch das nicht unbedingt meine Musik, aber definitiv unterhaltsam.
Eigentlich wollte ich danach nur kurz an der kleinen Bühne reinhören und mir dann eine Pause gönnen – diesen Plan machten The Black Pacific aber zunichte. Die Band rund um den ehemaligen Pennywise-Sänger spielte knallharten Punkrock. Und wenn eine Band schon zu Revolution Rock von The Clash auf die Bühne kommt, kann da eigentlich nur ein tolles Konzert folgen – und genau so war es auch! Auch wenn wohl kaum jemand Lieder der Band kannte, war die Stimmung super. Und gegen die Unkenntnis hilft es, Lieder der Ramones zu covern – oder gleich “den ersten Rock-Song ever”, nämlich Johnny B. Goode. Und der Fauxpas, dass der Sänger in einer Reihe von Punkbands auch Simple Plan aufzählte, mit dem Kommentar “die spielen doch nachher auch noch” (dabei hatten sie kurzfristig abgesagt), wurde auch schnell verziehen. Ein Lied widmeten The Black Pacific den Opfern und Verletzten des Unglücks beim Pukkelpop-Festival.
Dann ein weiteres Highlight für mich: Katzenjammer! Die vier Norwegerinnen sind ja immer bezaubernd. Ihre Auftritte lassen sich nicht wirklich beschreiben – aber da sie ja quasi IMMER auf Tour sind, sollte sich das jeder einfach mal selbst ansehen! Sie eroberten Gampel im Sturm – der Platz vor der Bühne füllte sich, das Publikum sang lauthals mit, und alle waren voll und ganz bei der Sache. Katzenjammer betonten, dass sie ja von überall, wo sie auftreten, etwas mitnehmen und in ihre Lieder einbauen; daher die verschiedenen Stilrichtungen. Und wie schon Kaizers Orchestra am Tag zuvor, so verglichen auch Katzenjammer die Umgebung mit Norwegen – “aber hier ist es warm!” Neu am Ende des Konzertes eine kurze Band-Vorstellung, in der das Publikum die Namen ruft. Und dabei mit dem Hintern wackelt, denn “Ain’t no thang” heißt neuerdings “the butt song”. Hach ja, die Mädels sind einfach die geborenen Entertainer!
Und weiter ging es im erstklassigen Line-Up (Tag 3 war meiner Meinung nach der insgesamt bestbesetzte Festivaltag). Auf der kleinen Bühne waren The Subways an der Reihe. Die hatte ich ja letzte Woche schon beim Taubertal gesehen, und hier übertrafen sie ihren Auftritt noch einmal. Super Stimmung, extrem viel Energie, eine Punkrock-Show vom Allerfeinsten! Nur warum sie gerne mal als “Brit-Pop-Band” angekündigt werden, erschließt sich mir nicht so ganz.
Als nächster Act wären eigentlich Simple Plan an der Reihe gewesen. Da die jedoch kurzfristig absagen mussten, wurden sie von Kool Savas ersetzt. Punkrock ersetzen durch Hip Hop – geht das? Die Antwort ist: nun ja. Grundsätzlich ging es schon, ja, und die Stimmung vor der Bühne war extremst gut. Die ersten Reihen feierten, Kool Savas selbst fühlte sich auch schnell wohl (obwohl er sich seiner schwierigen Aufgabe voll und ganz bewusst war und sogar ohne eigene Crew vor Ort war, daher also improvisieren musste); sobald man aber ein wenig weiter nach hinten schaute, herrschte gähnende Leere. Bei fast allen “Nachmittags-Bands” war mehr vor der Hauptbühne los als beim Co-Head. Schade, denn Stimmung machte er durchaus, und er konnte auch Leute begeistern, die ihn überhaupt nicht kannten.
Vielleicht wäre es besser gewesen, die Auftritte von Kool Savas und den Guano Apes zu tauschen. Die spielten nämlich auf der kleinen Bühne; und die wurde – wie nicht anders zu erwarten war – völlig überlaufen. Vorne ging es richtig rund, weiter hinten drängten sich die Zuschauer, um zumindest etwas sehen zu können. Die Apes lieferten eine energievolle Punkshow ab. Mich persönlich konnten sie nicht zu 100% überzeugen, was aber wohl mit daran lag, dass ich ihre neue Musik überhaupt nicht kenne; unglücklich fand ich aber, als erste Zugabe ein langes Instrumentalstück zu spielen, was die Stimmung doch ein wenig tötete. Und auch Lord of the Boards als letzte Zugabe zu spielen, während ein Großteil der Zuschauer schon auf dem Weg zur anderen Bühne ist, war vielleicht nicht die beste Wahl. Dennoch ein toller und zu Recht umjubelter Auftritt!
Headliner des Abends waren Seeed aus Berlin. Und während ich ja die Auftritte der bisherigen Headliner ein wenig durchwachsen fand, war ich diesmal ziemlich begeistert. Wobei ich gestehen muss, dass meine Erwartungen ziemlich gering waren; ich habe Seeed schon einige Male live gesehen und immer wieder festgestellt, dass das live einfach nicht meine Musik ist – obwohl ich die Lieder im Radio gerne höre. Dieses Gefühl hatte ich diesmal definitiv nicht! Der Auftritt machte richtig Spaß, und das Publikum tanzte. Immer wieder wurden Lieder gecovert (bzw. “geremixt”), und die großen Hits fehlten natürlich auch nicht. Auf er Bühne kamen Seeed deutlich “seriöser” rüber als sonst oft (vielleicht war das auch ein Grund für mich, den Auftritt mehr genießen zu können). Mit einer großen Band im Hintergrund kamen sie in Anzügen auf die Bühne, und es wirkte mehr nach Konzertabend als nach Zirkusshow. Eindrucksvoll!
Zum Abschluss des Tages spielten noch Russkaja auf der kleinen Bühne. Wer die Band kennt, weiß, dass weitere Worte bezüglich Stimmung und Party überflüssig sind. Für alle anderen: Stimmung top, Party JA! Russkaja spielen eine Mischung aus Ska und osteuropäischen Rhythmen, dazu gibt es auf der Bühne ständig etwas zu sehen (wenn man denn neben dem Tanzen mal hinguckt), und Interaktion wird großgeschrieben. Ein fantastischer Abschluss eines tollen Tages!
Tag 4: “Oh my god, the Gaffa tape is melting down!”
Dass der Sonntagmorgen als “ein wenig schwierig” bezeichnet wird, ist nicht wirklich überraschend. Es ging früher los als an den anderen Tagen, und am vierten Festivaltag sind natürlich die Energiereserven des Publikums ziemlich aufgebraucht. Aber wie gehabt: strahlender Sonnenschein!
Und so fand sich auch um 11 Uhr morgens schon ein ordentliches Grüppchen an Zuschauern vor der Hauptbühne ein, um sich die Movits! anzuschauen. Drei Jungs aus Schweden, einer mit Saxofon, einer an den Turntables (bzw. manchmal auch an den Percussions oder der Gitarre), einer am Gesang. Zusammen ergab das dann eine wahnwitzige Mischung aus Hip Hop und Elektro – und zwar auf Schwedisch. Das Publikum verstand daher nicht wirklich etwas, feierte aber trotzdem, denn die Musik lud absolut zum Tanzen ein. Die Schweden waren selbst wohl diejenigen, die am meisten unter der Hitze litten; verständlich bei gerade mal 10 °C in Nordschweden zurzeit. Und als dann auch noch das Gaffa-Tape, mit dem das Banner aufgehängt war, wegschmolz… =;-) Ein super Auftakt für den Abschlusstag!
Das darauffolgende Programm musste kurzfristig umgestellt werden, da Ich+Ich erst verspätet ankommen würden – ich nutzte die Gelegenheit, um meinen Bericht weiterzuschreiben, bevor ich dann zu Ich+Ich wieder vor der Bühne stand. Und ich muss gestehen: Im ersten Moment war ich völlig verwirrt. Ich weiß nicht sicher, mit wem ich sie verwechselt habe (ich tippe auf 2raumwohnung, aber ohne den geringsten Schimmer, warum man die verwechseln sollte…), aber ich erwartete etwas ganz anderes. Das war aber definitiv nicht negativ, denn natürlich sagte mir – nachdem es endlich “klick” gemacht hatte – auch Ich+Ich etwas, und das sagte mir deutlich mehr zu als das, was ich erwartet hatte. Im immer noch strahlenden Sonnenschein lieferten Ich+Ich eine tolle Show und brachten das Publikum zum Mitsingen; wobei es schade war, dass das Publikum nur direkt vor der Bühne wirklich engagiert schien.
Als Hauptband des Sonntags fungierten The Baseballs. Und die schafften es, dem Festival einen fulminanten Abschluss zu bescheren! Vor der Bühne war es sehr gut gefüllt (für Sonntag nachmittag jedenfalls), und das Publikum kümmerte sich nicht um Hitze und Sonnenbrand, tanzte ausgiebig und sang begeistert mit. Während die Band sich durch ihr Programm blödelte… und nein, das ist nicht negativ gemeint, sondern war super sympathisch und extremst unterhaltsam. Mittendrin sollte das Publikum geschlossen Dinge in die Luft werfen (zum Großteil waren das natürlich die gelben Fächer-/Frisbee-Teile, die gratis verteilt wurden und ständig in der Luft rumflogen), was beeindruckend aussah. Und am Ende fing bei dem heißen Auftritt sogar noch das Klavier Feuer (was aber erstaunlich wenig panische Reaktionen hervorrief und sich nach Ende des Liedes auch durch einfaches Pusten wieder löschen ließ… da werden doch nicht etwa Special Effects am Werk gewesen sein??). Die Stimmung war auf jeden Fall phänomenal, und die Baseballs ein würdiger Headliner für den letzten Tag!
Zu allerletzt spielten auf der kleinen Bühne noch Z’Hansrüedi Endfrenz, worauf ich aufgrund der langen Heimreise aber verzichtete. Die Baseballs hätten sie vermutlich eh nicht mehr toppen können!
Fazit
Mit insgesamt 85.000 Besuchern (zwischen 16.000 und 26.000 pro Tag) war das Open Air Gampel das größte Festival, das ich dieses Jahr besucht habe (die Festivals, wo ich nur einen Tag war, mal ausgenommen). Das an sich ist für mich immer erst mal ein Minuspunkt, denn ich liebe kleine, übersichtliche Festivals ohne lange Wege. Aber: Trotz der Besucherzahl fällt das Gampel ganz klar in diese Kategorie! Das Gelände ist trotz der Größe überschaubar, die Wege von einer Bühne zur anderen sind absolut machbar (auch wenn es sich an den Durchgängen zwischen zwei Bands manchmal ein bisschen staut – dann geht man halt hinten rum, was zwar ein Stückchen weiter ist, aber immer noch erträglich). Am ersten Tag fand ich das Gelände auch abends beim Headliner noch angenehm leer und man kam überall problemlos durch – allerdings war der erste Tag, da Donnerstag, auch derjenige, wo die wenigsten Leute auf dem Gelände waren. Am Freitag- und Samstagabend war es doch deutlich voller, und wenn man auf einer Seite der Bühne war, wollte man nicht unbedingt an die Essensbude an der anderen Seite. =;-) Dennoch: Ein Durchkommen war immer möglich und das Gelände wirkte nie überfüllt. Und gut gefüllt ist schließlich super für die Stimmung!
Das Publikum war insgesamt sehr angenehm – ich habe keine Pöbeleien erlebt und sehr wenige Besucher, die sich rücksichtslos durch die Menge gedrückt haben. Beide Daumen hoch dafür! Und die Stimmung war insgesamt super. Teilweise ließ das Interesse an den Bands weiter hinten zwar stark nach, aber vor der Bühne wurde immer getanzt und gefeiert.
Die gesamte Organisation passte absolut. Zum Camping und zu den Shuttlebussen kann ich nicht viel sagen, da ich’s nicht genutzt habe, aber “aus der Ferne” sah alles super organisiert aus. Auf dem Gelände selbst gab’s absolut keine Kritikpunkte. Man hätte auf den Leinwand hin und wieder den Spielplan einblenden können, insbesondere nach der Programmänderung am Sonntag, aber das war’s auch schon an Kritik.
Zum Programm brauche ich nichts mehr sagen, denn das war absolut top! Interessant fand ich die Spielzeiten: Alle Bands bekamen 60 Minuten, die Headliner 75 Minuten. Das hatte Vor- und Nachteile. Für die Bands früh am Tage war es natürlich toll, ein komplettes Konzert spielen zu können; wobei das für die Zuschauer aber auch lang werden konnte, wenn man die Band so gar nicht kannte. Für die Headliner war die Zeit oft zu kurz; denn das sind ja die “Zugpferde”, wegen denen man sich entschieden hat, zum Festival zu fahren, und nach einer guten Stunde ist schon alles vorbei. Pro und contra hält sich da also die Waage – fair ist diese Aufteilung aber auf jeden Fall.
Das Open Air Gampel ist in der Schweiz als sehr teures Festival bekannt/verschrien/was auch immer. Mir fehlt der Vergleich zu anderen aktuellen Schweizer Festivals – ich als Euro-Ausländerin empfand das Preisniveau natürlich als sehr sehr hoch. 5 Franken (zurzeit ca. 4,40 Euro) für eine Cola, 10 Franken für einen Döner oder Vergleichbares? Das ist happig. Dazu kommen ständige Zusatzkosten für z.B. Shuttlebusse, Duschen und ähnliches. Da wird man im Laufe eines Wochenendes schon einiges los – wobei man aber durchaus auch sparen kann, wenn man möchte. Mit Gratis-Trinkwasser und diversen Promo-Artikeln (Cola-Döschen, Chips, Kaugummis) kommt man ja schon recht weit. Meine beste Investition des Festivals: 1,5 Franken für einen Schoko-Milchshake und einen Gratis-Sonnenhut. =;-)
Was für Festivals eher ungewöhnlich ist: Das Essen war größtenteils wirklich hochwertig. Wenn man also 10 Franken für ein Mittagessen hinlegt, dann bekommt man dafür auch etwas, was gut schmeckt und wovon man satt wird. Und das ist doch das Wichtigste!
Insgesamt also ganz klar beide Daumen hoch fürs Festival! “Einmal Gampel, immer Gampel”? Ja, wenn das Line-Up stimmt, dann sehr gerne! Und die Line-Up-Einschränkung kommt bei mir nur dadurch zustande, dass sechs Stunden Anfahrt doch irgendwie gerechtfertigt werden müssen. Aber bei dem tollen Händchen fürs Booking in diesem Jahr habe ich da fürs nächste Jahr eigentlich gar keine großen Bedenken… bis 2012 also!
Tags: 77 Bombay Street, Adrian Stern, Dropkick Murphys, Favez, Gampel, Guano Apes, Ich+Ich, Kaizers Orchestra, Katzenjammer, Kool Savas, Mariachi El Bronx, Movits!, NoFX, Open Air Gampel, Review, Rival Schools, Russkaja, Schweiz, Seeed, Sina, Skunk Anansie, Sound of Arrows, The Baseballs, The Black Pacific, The Chemical Brothers, The Offspring, The Rambling Wheels, The Raveners, The Subways, Wirtz, Yellowcard Posted in Berichte, Events, Festivals | 1 Comment »
Friday, August 19th, 2011
Kaizers Orchestras Festivalsommer nähert sich dem Ende, und mein letztes Kaizers-Konzert für diesen Sommer fand beim Open Air Gampel in der Schweiz statt. Bei dem tollen Line-Up lohnte es sich natürlich, gleich fürs ganze Wochenende hinzufahren – den kompletten Bericht gibt es auf www.konzertjunkie.com.
Nach einem wunderschönen, heißen, sonnigen Sommertag stand abends um halb sieben der Kaizers-Auftritt auf dem Programm. Vor der Bühne eine erwartungsfrohe (aber verhältnismäßig ahnungslose =;-)) Menge; im Gegensatz zu den vorherigen Konzerten war es recht gut gefüllt (und füllte sich im Laufe des Konzerts natürlich mehr und mehr), dennoch war mehr als genug Platz zum Tanzen! Ich muss gestehen, während der ersten Lieder war ich ziemlich abgelenkt, da ich einen Fotopass hatte, und nun ja… Kaizers! Im Tageslicht! Mit ordentlicher Kamera! =:-D Das Ergebnis gibt’s, sobald ich die 250 Bilder aussortiert habe, ähem… *g*
Zuerst mal die Setlist: Russian Dance als Intro, dann KGB, Bøn fra helvete, Delikatessen, Din kjole lukter bensin mor, En for orgelet en for meg, Far til datter, Faen i båten, Tusen dråper regn, Bak et halleluja, Kontroll på kontinentet, Svarte katter & flosshatter, Maestro. Zugaben gab’s nicht, da sie ja nur eine Stunde Spielzeit hatten – sie wären aber bestimmt gefordert worden!
Zu Beginn musste das Publikum zuerst mal eins: gucken! Der Großteil hatte nämlich keine Ahnung, wer da auf der Bühne stand, und war zum ersten Mal bei einem Kaizerskonzert. Aber sicher nicht zum letzten Mal! Allein während Delikatessen Omen zu beobachten sollte reichen, um jedermann zum Kaizerfan mutieren zu lassen… wie er mit eiserner Miene (na ja, und Gasmaske auf *g*) den Helm mit Wasser vollschüttete… zum Schreien! Und natürlich tunkte er während Svarte katter & flosshatter seinen Kamm in den Helm, bevor er sich in aller Seelenruhe (und unter Jubel des Publikums) die Haare glättete.
Vor Din kjole lukter bensin mor kündigte der Jackal ein Duett an – eigentlich wollte er das ja mit einer hübschen Schweizerin machen, aber “the best I could get” war dann Hellraizer. Na, ist doch besser als nichts!
Bei En for orgelet wollte der Jackal erst mal wissen, ob denn die Übersetzung, die ihm hinter der Bühne für den Liedtitel gegeben wurde, korrekt ist. “Eins für das Orgel, eins für mich – stimmt das?” Laut Publikum wohl schon, denn es wurde lauthals mitgegrölt, und es störte auch niemanden, dass die Trommel diesmal im Kasten blieb.
Danach war es Zeit für ein paar neue Lieder. Der Jackal erklärte, dass sie zum 10jährigen Bestehen eine Trilogie veröffentlichen, und nun würden sie uns gerne ein paar neue Stücke von Vol. II vorstellen. Los ging es mit Far til datter, wofür natürlich ein Banjo benötigt wurde. Und so ein Banjo ist ja ganz schön teuer… also, dieses hier würde ihm nicht gehören, betonte der Jackal, denn sonst hätte er ein billigeres… “aber lasst uns nicht jetzt da drüber diskutieren!”
Als zweites neues Stück war ein Quasi-Instrumentalstück im Stil von Cloroform (stimmt, die kennt hier sicher jeder, ähem…) an der Reihe, nämlich Faen i båten. Und stimmt, habe ich noch gar nicht so gesehen, aber das hat echt was von Cloroform. Und die eine Zeile ist auch nicht wirklich als Text zu werten. Das Publikum war jedenfalls total begeistert!
Zum Abschluss gab’s noch Tusen dråper regn, und das Stück ist verdammt genial, völlig egal ob live oder auf Platte. Es macht einfach richtig Spaß! Vorher musste der Jackal aber noch kurz auf die Umgebung eingehen – das Gampel liegt nämlich wunderschön mitten in den Bergen! Ich persönlich bin ja abends total verwirrt, wenn ich nach oben gucke und Sterne sehe… die sich bei genauerem Nachdenken aber nicht als Sterne, sondern als Lichter oben auf dem Berg entpuppen. =;-) Nun ja, auf jeden Fall erklärte der Jackal, dass die Berge ja ganz nett wären. “In Norwegen haben wir auch solche Berge. Aber unsere sind ein bisschen besser!” Just kidding, natürlich… =;-)
Nach den ganzen neuen Stücken war es nun Zeit dafür, wieder etwas zu spielen, mit dem das Publikum eher vertraut war. Natürlich mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht, denn… vertraut mit den Liedern war nun nicht wirklich zu erwarten, oder? Tja, wenn der Jackal sich da mal nicht getäuscht hatte. Denn die folgenden Stücke kamen richtig gut an, und jedes “Singen Sie bitte!” wurde mit lautem Mitgegröle beantwortet. Hach, schön!
Vor Maestro dann die Frage: Wollen wir noch mehr? “Say ja! Say ja klar!” Hach, ENDLICH kam das noch mal, lange nicht gehört! =:-D Also bekamen wir noch mehr, und auch wenn Omen (“the man from the Eastern Europe”, wie der Jackal erklärte) in der falschen Tonart anfing, kam das Stück super an und alle sangen am Ende lauthals “Schwing den Hammer”.
Und das war’s – der Jackal verabschiedete sich auf Norwegisch (“Vi ses neste år, eller året etter!”), Hellraizer achtete darauf, dass der Jackal sich erst ein Handtuch um die schwitzigen Schultern hängte, bevor sie sich Arm in Arm verbeugten, und während das Publikum mit Oh-oh-oh-Chören Begeisterung ausdrückte (so geht das in der Schweiz!), verschwanden sie von der Bühne.
Toll war’s! Wir sehen uns dann im November bei Sonny, und irgendwann nächstes Jahr wieder auf Tour… =:-D
Kaizers Orchestra’s festival summer is coming to an end pretty soon, and my last Kaizers concert for this summer took place at Open Air Gampel in Switzerland. Because of the great line-up, I decided to go there for the whole weekend – the complete report (in German) is available on www.konzertjunkie.com.
After a great, hot, sunny summer day, Kaizers Orchestra were scheduled for 6:30 pm. An excited (but rather clueless =;-)) crowd gathered in front of the stage; compared to other concerts earlier that day, it was pretty crowded, actually (and of course it filled up even more during the concert). Still, there was lots of space to dance! I gotta admit that I was quite distracted during the first couple of songs, because I had a photo pass, and well… Kaizers! In full daylight! With a good camera! =:-D Well, you’ll get to see the results once I’ve gone through all the 250 pictures, uhem… *g*
First of all, here’s the setlist: Russian Dance as intro, then KGB, Bøn fra helvete, Delikatessen, Din kjole lukter bensin mor, En for orgelet en for meg, Far til datter, Faen i båten, Tusen dråper regn, Bak et halleluja, Kontroll på kontinentet, Svarte katter & flosshatter, Maestro. There were no encores, because Kaizers had only an hour. If they had had more time on stage, I’m sure the audience would have called them back out!
At the beginning, the audience had mostly one thing to do: watch! The majority had no clue who those guys on stage were and were just experiencing their first ever Kaizers concert. And for sure not their last! Just watching Omen during Delikatessen should be sufficient to convert everyone into a Kaizerfan… when he poured water into his helmet, keeping a totally straight face (I guess – actually, he was still wearing the gas mask, so who knows?), just terrific! And of course he used that setup later on during Svarte katter, when he dipped his comb into the helmet before straightening out his hair, while everyone was staring at him (and cheering him, of course!).
Before they played Din kjole lukter bensin mor, the Jackal announced a duet – actually, he wanted to do that with a pretty Swiss girl, but “the best I could get” was Hellraizer in the end. Well, better than nothing!
At the beginning of En for orgelet, the Jackal first wanted to know if the translation that he got behind the scenes for the song title was actually correct. “Eins für das Orgel, eins für mich – is that correct?” Well, it has never been, but apparently the audience accepted it. At least they shouted the name loudly! And it seemed no one minded that there was no big concert drum this time (well, I guess nobody KNEW there could have been one *g*).
After that, it was time for a couple of new songs. The Jackal explained that they are currently releasing a trilogy to celebrate their 10th anniversary, and now they’d like to play a couple of songs from Vol. II for us. The first one was Far til datter, and for that one, they needed a banjo of course. And such a banjo is really expensive! But the one he was holding at the moment wasn’t his own, the Jackal emphasized, because otherwise he’d have one that is cheaper… “but let’s not discuss that now!”
As second new song, we got a song that was “almost an instrumental song”, in a style like that from Cloroform (which I’m sure everyone here knows, uhem…), namely Faen i båten. And right, I didn’t think of it this way before, but it really sounds a bit like Cloroform. And you can’t really count that only line of text as lyrics. In any case, the audience loved it!
The final new song was Tusen dråper regn, and that song is just ingenious, no matter if live or in the studio version. It’s just great! But the Jackal had to talk about the surroundings a bit before that – the Gampel open air takes place at a beautiful location, surrounded by mountains! Personally, I’m really confused at night when I look up and see stars – and then I realize that those are not stars, but lights high up on the mountain. =;-) Anyway, the Jackal explained to us that the mountains are okay. “We have the same mountains in Norway. But our mountains are a little bit better!” Just kidding, of course… =;-)
After all the new stuff, it was now time to play some songs that are more familiar. Of course with a huge grin, because… well, you wouldn’t expect anyone to be familiar with _any_ of the songs, right? Well, maybe the Jackal was wrong there after all. Because the following songs got a great reception, and the audience answered every “Singen Sie bitte!” with screaming along loudly. Awesome!
Then, before playing Maestro, the question: Do we want more? “Say ja! Say ja klar!” Yeah, FINALLY they did that again, haven’t heard that forever! =:-D And so we got more; and even though Omen (“the man from the Eastern Europe”) started in the wrong key accidentally, the audience loved the song, and in the end, everybody screamed along “Schwing den Hammer”.
And that was it – the Jackal said goodbye in Norwegian (“Vi ses neste år, eller året etter!”), and Hellraizer made sure that the Jackal had a towel on his sweaty shoulders before they bowed arm in arm. And while the audience sang oh-oh-oh (that’s the way Swiss people show they liked a concert *g*), Kaizers went off.
Just amazing, again! Guess the next time will be at Sonny in November, and then the Vol. II tour some time next year… =:-D
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Thursday, August 18th, 2011
Bericht von Maestro Morker
Dieses Poolbar-Festival ist ja wirklich eine ganz süße Angelegenheit! (Als ich mit meinem ausgedruckten Ticket in der Hand zum Eingang kam, hat das eine Mädel, das da allein auf ‘ner Bierbank saß und die Abendkasse war, doch glatt ‘ne Liste von 4-5 Din-A4-Seiten rausgeholt und meinen Namen per Hand rausgestrichen… köstlich!) Und die Österreicher sind ja auch ein wirklich freundliches Völkchen. Kaizers fingen erst relativ spät an (22:30), und ich war schon seit 19:00 auf dem *hüstel* “Festivalgelände” (Durchmesser 20 auf 20 m) herumgeirrt und kam mit wirklich vielen Leuten sehr leicht ins Gespräch.
Zur Vorgruppe (Matt Borof, erinnerte etwas an Bernhoft, viel mit Loops gearbeitet etc. nur etwas rockiger… war eigentlich gar nicht schlecht) fand sich dann zwar einiges an Publikum in dem mehr breiten als langen Saal ein, aber man hielt einen Respektabstand zur Bühne, sodass hinter der ersten Reihe erst einmal ein 3-4 m großes Loch klaffte. Ist eventuell auch damit z.T. zu erklären gewesen, dass auf beiden Seite der Bühne tatsächlich Bildschirme hingen, auf denen dann auch das ganze Konzert zu sehen war. Ein eifriger Kameramann wuselte eifrig um die Bühne herum (störte aber nie wirklich) und machte einen guten Job. Außerdem war im hinteren Bereich des Saales eine künstliche Erhöhung, wo dann auch lieber einige standen. Bemerkenswerte Ausstattung aber auf jeden Fall für so ein kleines Festival/Konzert. Ich machte mir trotzdem schon etwas Sorgen, aber andererseits war das alles so klein und kuschelig (es gab keine Security im Graben und ich konnte in der Umbaupause auch mal mit’m Bierbecher aufs Ölfass klopfen), dass es irgendwie auch sehr toll war.
Zum Russian Dance herrschte dann zwar immer noch ein deutliches Loch hinter der ersten Reihe, aber als ich mich zu Bøn fra helvete das erste Mal wieder umdrehte, war’s besser geworden, und spätestens zu En for orgelet war das Ganze zu einem eng zusammenrückenden Tollhaus geworden. Ach ja, die Setlist: Da waren doch ein paar echte Überraschungen dabei, vom Einstieg mit KGB hin zu zwei neuen Songs (wurden gut aufgenommen, und Tusen dråper regn rockt ja live einfach auch mal sowas von…). Also: KGB – Bøn Fra Helvete – Delikatessen – Faen i båten – Din kjole lukter bensin, mor – En for orgelet – Diamant til kull – Psycho under min hatt – Tusen dråper regn – Svarte katter & flosshatter – Kontroll på kontinentet – Maestro — Sigøynerblod – Bak et halleluja – Resistansen… Auf der Setlist stand auch noch Hjerteknuser (vor Kontroll på kontinentet), haben sie aber weggelassen (zumindest kann ich mich beim besten Willen nicht dran erinnern und soooo betrunken war ich jetzt auch nicht).
Die Stimmung war zum Ende hin fast schon ekstatisch, und Kaizers haben es mal wieder innerhalb kürzester Zeit geschafft, ein Publikum, das ihnen prinzipiell skeptisch gegenüberstand, von sich einzunehmen. The Jackal gab sich dabei aber auch alle Mühe, verausgabte sich, sprang und turnte auf den Fässern rum, dass es eine wahre Pracht war (und wir dann mal das Faß vor uns sicherheitshalber ein bisschen zurückrückten nach jedem Lied). Es wurde schon ab dem dritten Lied eifrig kommuniziert, die Mädels der ersten Reihe persönlich begrüßt (“Hello! What is your name, Eva? Hello Eva, want to join the band for a beer later on?”) aber auch Zwischenrufer amüsant gemaßregelt (“You think you speak Norwegian… but I am sorry… you don’t”).
Der einzige Moment, wo das (österreichische) Publikum und Janove nicht in Harmonie vereint waren, war bei der Ansage zu En for orgelet, er rettete die Situation aber geistesgegenwärtig. Janove: “The next song, I want to sing to you in your language… you speak German here, right?” <Allgemeines Gemurre und ein paar ablehnde Rufe… das hört der Österreicher halt nicht so gern. Janove ist sichtlich irritiert.> “You don’t? You speak french?” <Noch deutlichere Ablehnung durch das Publikum. Janove für eine Sekunde richtig irritiert, dann aber:> “Well you all speak Norwegian, right?” <Jubel Jubel> “Well, I was told that you speak German and so the next song is called ‘Eins für das Orgel, eins für mich’, is that correct?” <Jubel Jubel> En for orgelet kam dann wie immer absolut blendend an, auch ohne große Trommel. Die Bandvorstellung wurde im Schnellverfahren nach Svarte katter durchgeführt und dafür bei Kontroll på kontinentet weggelassen, die Plektren hat Geir dann großzügig nach Maestro per Hand verteilt. Vor Maestro erläuterte Janove dann noch, das Terje heute Geburtstag hätte und 40 werden würde (aha…) und darum dürfe sich Terje jetzt das letzte Lied des Abends wünschen. Terje ließ sich à la “Der Preis ist heiß” vom Publikum beraten, bis jemand Maestro rief. Apropos Maestro: Janove pickte sich gezielt einen bereits das ganze Konzert durch Enthusiasmus auffallenden Fan aus der ersten Reihe und hielt ihm beim zweiten Refrain von Maestro dreist das Mikro unter die Nase. Der Mann gab alles und wurde dafür auch mit dem Publikumsapplaus entlohnt.
Vor den eifrig geforderten Zugaben stimmten Rune und Geir erst einmal ein Rock’n'Roll-mäßiges Happy Birthday an, und das Publikum besang Terje. The Jackal ließ sich dann zu einem besonderen Geschenk für Terje hinreißen und begann, Mädels auf die Bühne zu holen. Eifrig wurde durchgezählt, bis 20 da waren (wobei es nach meiner Zählung auch ein paar mehr waren), und es ging noch einmal richtig rund auf einer Männerherzen-erfreuenden Bühne zu Sigøynerblod, Bak et halleluja (bei dem Janove die zweite Strophe wegließ und dafür 2x die dritte sang) und Resistansen. Terje machte Fotos, die Band ließ sich feiern und ich stolperte absolut durchgeschwitzt und glücklich vor die Tür…
Im Nachhinein war es im Prinzip das beste Konzert, das ich dieses Jahr gesehen habe. Nicht von der Setlist her (Köln) oder vom Publikum her (Oslo) oder vom Partyfaktor her (mit 4 Kumpels in München), aber wenn man alles zusammennimmt und dazu die einzigartige Nähe in Feldkirch bedenkt (halt mal einer das Ölfass!), war Feldkirch absolut einzigartig gut. Und 20 gutaussehende tanzende Mädels vor der Nase erfreuen halt auch das Herz , da verzeiht man der Band auch kleine Flunkereien. (40??? Geburtstag???)
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Friday, August 12th, 2011
 Wohoo! Mal wieder ein Norwegentrip, der sich voll und ganz gelohnt hat! Konzerte in Norwegen sind einfach anders – und diesmal natürlich mit der Uraufführung von Violeta Vol II ganz besonders.
Ich hatte vorher ziemliche Bedenken, ob ich denn überhaupt irgendwas zu schreiben hätte – normalerweise brauchen neue Kaizers-Lieder einige Durchläufe, um bei mir zu landen. Und jetzt jedes Lied einmal, live, ohne Texte zum Mitlesen, ohne auch nur die Titel zu kennen?! Nun ja, die Bedenken waren völlig grundlos, denn es war superschön, und meine imaginäre “Liste mit Dingen die in den Bericht müssen” wuchs und wuchs.
Wobei ein Bericht ja aber irgendwie ziemlich sinnlos ist, wenn jeder das Konzert via Stream gesehen hat und es voraussichtlich auch noch eine Weile anzusehen sein wird… Aber das ignoriere ich jetzt einfach mal. =;-) Und ICH hab den Stream (noch) nicht gesehen, ist also durchaus möglich, dass ich Sachen falsch mitbekommen habe.
Das Øya-Festival ist für norwegische Verhältnisse doch SEHR groß – nichtsdestotrotz war es kein Problem, sich zwanzig Minuten vor Konzertbeginn einen tollen Platz zu sichern. Und dann galt es, dem Konzert entgegenzufiebern! Und wie erwartet war der Beginn “seltsam”. Es ist einfach ungewöhnlich, beim Konzert der Lieblingsband die Lieder nicht zu kennen. Außerdem versuchte ich natürlich, mir die Lieder ein bisschen zu merken und sie auch irgendwie auseinanderzuhalten… insofern bekamen sie bei mir “Arbeitstitel”. Nur doof, wenn man quasi nichts versteht und sich irgendwelche vermutlich total bizarren Name zusammenreimt. *g*
Los ging’s nach dem Russian Dance mit dem ersten Lied von Violeta Vol. II, I ett med verden. Oder laut meinem Arbeitstitel “Du er meg”. Von Anfang an ging es rockig los, und so blieb es auch (bis auf die Balladen) das ganze Konzert über. Bzw. das ganze Album und damit den ersten Teil des Konzerts über. Was mir sehr positiv aufgefallen ist: Der Jackal hat von Anfang an das Publikum einbezogen. Ob mit Tamburin oder Cowbell (der typische Stil von Vol. II: more cowbell!), das Publikum wusste immer, wann es wie mitklatschen muss – was natürlich wichtig ist, wenn doch keiner die Lieder kennt!
Das zweite Lied war Støv og sand (aka “Rett bak meg” oder so). Die beiden ersten Lieder waren rockig und machten Spaß, aber ich müsste sie öfter hören, um wirklich was zu den Songs sagen zu können.
Zu Lied Nummer drei wurden dann die Korps-Trommler aus Bergen auf die Bühne geholt, die die Einleitung von Tusen dråper regn ausführlich ausschmückten. Ich hatte das Lied vorher noch nicht live gehört (in Europa wird’s ja nicht gespielt…) aber ja: Das funktioniert live perfekt! Lustig auch der erleichterte Aufschrei des Publikums, als es losging. “Endlich mal was, was wir kennen!” *g*
Kaizers dankten uns dann aber auch gleich für unsere Geduld. Und wir sollten uns keine Sorgen machen und einfach entspannen – Kaizers führen uns schon durch das Konzert, wir brauchen nicht nervös sein. Puuuh… na dann!
Dann kam mein jetzt-schon-Favorit vom Album, den ich schon morgens beim Soundcheck (wo ich wegen Tickets Schlange gestanden habe – NEIN, ich steh nicht extra morgens auf, um mir den Soundcheck anzuhören!) gehört hatte und den ich sofort wiedererkannt habe: Drøm videre, Violeta (Arbeitstitel: Sommerfugl). Eine wunderschöne Ballade… Und nachdem vorher schon Gast-Trommler auf der Bühne waren, waren jetzt Streicher an der Reihe. Und später kamen dann auch die “alten” Saxofonisten, die Kaizers schon öfter dabei hatten, wieder zum Zug.
Jetzt war es Zeit für einen Wechsel am Mikro. Der Jackal übernahm die Gitarre, und Hellraizer nahm das Mikro in die Hand. Ja, in die Hand! Auch mal was Neues… Er kündigte das Lied Gresk komedie an (daher kein Arbeitstitel *g*). Und auch das gefiel mir sehr sehr gut; sehr tanzbar und locker. Glaube ich. Wenn ich’s nicht verwechsle… =;-)
Es folgte “Psycho under min hatt” – bzw. natürlich Psycho in der Vol.-II-Variante! Sehr schnell, sehr punkig, sehr unverständlich. Und sehr toll! Ich verstand irgendwas von “Farten i bakken”, auf der Setliste stand “Faen i båten”. Hups… ist ja fast dasselbe… *hüstel* Aber das wird ziemlich sicher auch einer meiner Favoriten.
Beim nächsten Lied bin ich mir da nicht sooo sicher. Der Jackal griff sich ein Banjo (“Ich kann ja alles spielen, und diesmal nehm ich das Banjo!”), das Lied fing country-mäßig an, verwandelte sich dann aber doch in eine klare Rocknummer. “Kom til papa” war elementarer Teil des Textes (glaub ich), das Lied heißt aber Far til datter. Und wenn ich es gerade nicht mit einem anderen verwechsle, erinnerte es mich mittendrin ein bisschen an Auksjon und an Toxic blod. Was ja eigentlich zwei wundertolle Lieder sind, aber das war trotzdem nicht so ganz mein Favorit. Aber wer weiß, wie es nach ein paar Runden aussieht. Wunderbar bei dem Lied aber ganz klar Omen an der Tonne. Völlig bewegungslos, wenn er gerade nicht schlagen musste; völlig ausdruckslos, wenn er zuschlug. Einfach göttlich! (Übrigens auch schon bei einem der ersten Lieder, wo er mit Hämmern irgendwas bearbeitete; allerdings war er da für mich hinter Tonne, Keyboard und Schlagzeug versteckt, hab also nicht viel mehr gesehen als dass er Hämmer durch die Luft geschwungen hat. *g*)
Dann ein poppigeres Lied: Silver (bzw. nach meinen Notizen Du skinner). Ja, das war poppiger, war ganz nett, für mehr muss ich es öfter hören.
Nun war noch einmal Hellraizer an der Reihe, diesmal mit Gitarre; denn der Jackal musste sich an der Tonne körperlich verausgaben. Das Lied hieß Domino; vom Klang her überlegte ich mehrfach, ob er statt dem Spiel nicht vielleicht die männliche Version von Domina meinte. =;-) Tat er nicht, aber irgendwie… klang es so. Ja, ich bin die-ärzte-geschädigt. *g*
Und das war’s dann auch schon fast mit Vol. II – als letztes Lied gab es noch Den romantiske tragedien. Für mich ganz klar das Lied, das live am wenigsten zündete; mal gucken, ob es noch wächst. Hat der Jackal da eigentlich wirklich den Text abgelesen, oder schwankte er absichtlich so komisch rum? Schön gemacht fand ich das Ende, was dem Mittelteil von Svarte katter entspricht.
Und damit war Vol. II vorbei! Und äh… ich wollte mich doch eigentlich kurz fassen, da ich gar keine Zeit zum Berichtschreiben habe. Hups. =;-) Auf jeden Fall folgte danach noch ein tolles “normales” Konzert – mit einem sehr enthusiastischen Publikum. Ich vermute, dass das auch teilweise daran lag, dass alle jetzt endlich “erlöst” mitsingen konnten. Zu Beginn von Philemon Arthur gab es wieder einen begeisterten Aufschrei, und natürlich wurde jedes Wort mitgesungen. Es folgten Diamant til kull, En for orgelet en for meg (inklusive großer Trommel, versteht sich), Svarte katter & flosshatter und Hjerteknuser (stilecht angefangen durch einen geworfenen Handschuh). Mittendrin wurde auch noch die Band vorgestellt – oder zumindest Omen, Hellraizer und Killmaster… “den Rest nennen wir ‘Begleitung’”. Äh ja… *lol*
Und dann ging es zeitlich noch weiter zurück – zuerst gab es Ompa til du dør, dann Evig pint und als Abschluss noch Maestro. Wobei ich sagen muss – mit Evig pint haben sie mich kalt erwischt! Den Text kann ich absolut gar nicht… *hüstel* Das Album sollte ich mir vielleicht noch mal anhören, mittlerweile VERSTEHE ich es ja sogar! =;-) Aber toll, dass sie das noch mal ausgegraben haben! =:-D
Und damit war’s vorbei, Kaizers verschwanden von der Bühne – kamen aber natürlich noch einmal zurück. Mit Streicherbegleitung gab es zum Abschluss noch “Die Polizei” – und obwohl der Jackal uns zu Beginn aufforderte, jetzt mal zu zeigen, dass wir auch leise sein können, wurde lautstark mitgesungen. Am Ende setzte der Jackal sich mit seiner Weinflasche an den Bühnenrand und genoss den Publikumsgesang (auch wenn Publikum und Streicherbegleitung nicht wirklich zusammenpassten *g*). Dann verschwanden die Herren von der Bühne – und das Publikum sang weiter, und zwar noch lange nachdem die Nachspielmusik eingespielt wurde. Wunder-wunder-schön! =:-D
Insgesamt ein absolut fantastisches Konzert – der einzige Nachteil dabei, dass sich natürlich gleich der Gedanke “argh, ich muss doch noch nach Stavanger zum Rått & Råde” im Hinterkopf festsetzte… Hach ja, die machen süchtig, und jetzt liefern sie auch noch neuen Stoff… =:-)
Wohoo! Another trip to Norway that was soooo worth it! Concerts in Norway are just different – and this time, with the world premiere of Violeta Vol. II, even more so, of course.
Before the concert, I had been worrying a little if I would have anything at all to write about after the concert – usually, a new Kaizers song needs some spins for me before I can really enjoy it. And this time, I would get to hear each song only once, live, without lyrics to read along, and without even knowing the titles?! Well, nothing to worry about, as it turned out. It was just amazing! And my imaginary “list of things to report from the concert” grew longer and longer throughout the show.
Actually, it seems quite useless to report about a concert of which every fan has seen the stream, especially if the stream will probably be available for quite a while afterwards… But I’ll just ignore that for now. =;-) And _I_ haven’t seen the stream (yet), so it’s fully possible that I understood some things wrong that happened on stage.
Øya festival is REALLY huge (for Norway, at least) – however, it was no problem at all finding a nice space to see the show only twenty minutes before the concert started. And then it was time to mentally prepare for the new songs! And as expected, the beginning of the concert was a bit “weird”. I just feels strange to be at a concert of your favorite band and not know the songs. In addition, I was of course trying to somehow remember a bit of the songs and at least keep them apart… so I tried to give them some “working titles”. Kinda inconvenient if you hardly understand anything at all and you make up titles that are probably gibberish or at least really really bizarre… *g*
After the Russian Dance, they started out with the first song of Violeta Vol. II, I ett med verden. Or, according to my working title, “Du er meg”. It started out in rock style, and that’s how it was throughout the whole concert (except for the ballads of course). Or at least throughout the whole album, thus the first part of the concert. I noticed that the Jackal started getting the audience involved right away – making everyone clap along with a cowbell (the style of Vol. II: more cowbell!) or a tambourine or whatever. We always knew what we had to do, even though nobody knew the songs. Great!
The second song was Støv og sand (aka “Rett bak meg” or something like that). The two first songs were clear rock songs and were a lot of fun, but I’ll need to hear them more often to be able to say more about the songs.
For the third song, Kaizers welcomed the drummers of Bergen’s music corps on stage, who played a long and enhanced version of the intro of Tusen dråper regn. I hadn’t heard that song live before (they never play it in Europe…), but yes: It works great live! What I found very funny was how the audience screamed out in excitement (or relieve? *g*) when the song started. “Finally a song that we know!” =;-)
Kaizers thanked us for our patience – and explained that there was no need for us to worry or be nervous. They’ll guide us through the concert! Puuuh… how nice! *g*
Next up was the song that I decided was my favorite of the album right away. I had already heard it during the sound check in the morning (where I had been in line for tickets – NO, I wouldn’t get up early to listen to the sound check!), and I recognized it again right away: Drøm videre, Violeta (working title: Sommerfugl). A great ballad… And while they had already had guest drummers on stage before, it was now time for guest string players. Later on, there were also the “old” sax players joining in again, who had been supporting Kaizers at a few concerts a few years back.
Now it was time for a little change at the microphone. The Jackal took over the guitar, and Hellraizer put his hands on the microphone. Yes, his hands! He was actually dancing around on stage with the mike in his hand. Now that’s something new… And he announced the song Gresk komedie (so no working title for that one *g*). I liked that one a lot as well; danceable, groovy, and playful. I think. If I don’t mix it up with another one… =;-)
The next song was “Psycho under min hatt” – or rather Psycho in the Vol. II version, of course! Very fast, very punk-like, very incomprehensible. And really great! To me, the lyrics sounded like “Farten i bakken”, but the setlist had “Faen i båten”. Ooops.. almost the same… *cough* But I’m pretty sure this will be one of my favorites as well.
I’m not so sure about the following song, however. The Jackal took hold of a banjo (“I can play so many instruments… this time I’ll take the banjo!”), and the song started out almost in country-style. It changed into a clear rock song later. An important part of the lyrics was “Kom til papa” (I think), but the song is called Far til datter. And if I don’t mix it up with another one, it reminded me a bit of Auksjon and Toxic blod. Which are two songs I adore, but still, that one wasn’t really my favorite. At least not yet. Who knows what I’ll say after listening to it a few times. What was awesome about the song was Omen at the oil barrel. Absolutely motionless when he wasn’t hitting the barrel, and no expression at all when he was. Fantastic! (And not only then, but also during one of the first songs, when he was hitting something with two hammers; I couldn’t really see him then because he was hidden behind the barrel, the keyboard, and the drums; but I did see him swinging some hammers all around. *g*)
Next up was a pop song: Silver (or, according to my notes, Du skinner). Yep, it was much more pop than the other songs. I liked it, but I need to listen to it more often to really make up my mind.
And once more it was Hellraizer’s turn to sing; this time with his guitar, because the Jackal had to work out on the barrel. The song was called Domino – however, according to what the song sounded like, I was wondering a few times if he maybe wasn’t singing about the game, but instead about the male form of a dominatrix. *lol* He didn’t, of course, but that was what it sounded like. Yes, I am kinda influenced by the lyrics of a German band here, I must admit. *g*
And that was almost the end of Vol. II already! As last song, we got Den romantiske tragedien. Turned out this was the song that impressed me the least during this concert; let’s wait and see if it grows on me. Did the Jackal really read the lyrics? Or was he swaying so strangely on purpose? I did like the idea at the end, of having the middle part of Svarte katter at the end of this song (and album) again.
And that was it with Vol. II! And… uh, wait, I wanted to keep it short today, because I don’t have any time to write a report. Ooops. =;-) Anyway, for the next hour, we got a great “normal” concert – with a very enthusiastic audience. It seemed like everybody was really “relieved” now, and enjoying that they could finally sing along. At the beginning of Philemon Arthur, there was a scream of excitement again, and of course everybody sang along every single word. Next up were Diamant til kull, En for orgelet en for meg (including the concert drum of course), Svarte katter & flosshater, and Hjerteknuser (starting with the Jackal throwing the working glove). Some time in between, the Jackal introduced the band – or at least Omen, Hellraizer, and Killmaster… “we usually call the rest ‘accompaniment’”. Hey…! *lol*
And then they went even further back in time and played first Ompa til du dør, then Evig pint, and finally Maestro. And I have to admit – they caught me off guard with Evig pint! I really don’t know the lyrics for that one… *cough* Guess I should listen to that album again; by now I should even be able to UNDERSTAND it! =;-) But awesome that they dug out that song again! =:-D
And that was the end of the concert and Kaizers went off stage – just to come back once more, of course. And since the string players were there, we got “Die Polizei” as final song – and even though the Jackal asked us in the beginning to show that we can also be quiet, everyone was singing along loudly. At the end, the Jackal sat down at the edge of the stage with his bottle of wine, listening to the audience singing. He seemed to enjoy it even though the audience and the strings didn’t quite fit together… *g* And then Kaizers went off stage for good – and the audience kept on singing, until long after the music came on. Awesome, amazing, fantastic, impressive, wonderful – you name it. =:-D
So a fantastic concert, all in all – the only drawback about it is that I now have a very well-known thought in my head again: “Argh, I just HAVE to go to Stavanger and Rått & Råde!” Gnaah… they are just SO addictive. And they hook you up again and again, even with new stuff… =:-)
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