31.07.-01.08.2015 Mini-Rock-Festival (Horb am Neckar)

31.07.-01.08.2015 – Photos Mini-Rock-Festival (Horb am Neckar)
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Ende Juli, Anfang August – wie immer Zeit fürs Mini-Rock-Festival in Horb! Oder sollte man in diesem Jahr eher “Mini-Hip-Hop-Open” sagen? Das war wohl bei vielen der erste Gedanke beim Blick aufs Line-Up, zumindest am ersten Tag. Genetikk und Trailerpark als Co-Head und Headliner auf der Hauptbühne … und das erste Konzert, das ich am ersten Tag mitbekam, war Fatoni – also auch Hip Hop.

Mini Rock 2015Aber kein Grund zur “Sorge”! Wie immer hat es das Mini Rock geschafft, eine sehr abwechslungsreiche Mischung an Bands zu buchen, die live allesamt tolle Shows abliefern. Von den Bands, die am Freitag spielten, kannte ich vorab gerade mal zwei – aber jede Befürchtung, dass der Tag vielleicht ein wenig zäh werden könnte, war voll und ganz unnötig. Mal wieder ist es dem Booking-Team gelungen, Bands an Land zu ziehen, die man nicht kennen muss, um sie toll zu finden!

Und da ich meine Berichte von Jahr zu Jahr ja gerne mal verschieden aufziehe, um nicht immer wieder dasselbe zu schreiben (außer natürlich, dass das Mini Rock ein ganz tolles und sympathisches Festival mit fantastischer Live-Musik ist!), nehme ich in diesem Jahr mal die kontroverse Variante: Bewertungen. 1 ist mies, 6 ist grandios, und alle Bands, die nicht auftauchen, habe ich entweder nicht gesehen oder als völlig belanglos empfunden. Und jede Bewertung ist natürlich total subjektiv. 😉

Freitag, 31. Juli

Fatoni

Ein Rapper, allein auf der Bühne mit seinem DJ-Koffer. Gute Texte (und problemlos zu verstehen) und eine unterhaltsame Show – der Trick, das Publikum mit Schokolade vor die Bühne zu locken, ist doch deutlich subtiler als ein gejammertes “nun kommt doch mal näher …!” (OK, nicht dass man das beim Mini Rock bräuchte, aber das konnte er ja nicht wissen. *g*)

Auch sonst: Ein unterhaltsamer Freestyle-Part über die “Viva con Agua”-Flagge, diverse Kopfbedeckungen und Kuscheltiere, Jonglieren mit Äpfeln – ein guter Start! Und dann die Patzer: Erst bringt er das Publikum ohne jeden Grund zum salutieren (“Ich will aber keinen Hitlergruß sehen!” – aber salutieren? Warum bitte schön überhaupt?!), und dann ein “Das Sample ist von einem Typen aus England, der macht so schwule Musik … Also, ‘schwul’ jetzt nicht im Sinne von Sex, sondern … äh … das ist ein schwieriges Thema.” Mini Rock 2015Was ist so schwierig daran zu sagen “Hups, jetzt ist mir ‘schwul’ als Schimpfwort rausgerutscht, war nicht so gemeint, sorry”?! So ging das gar nicht, und bestätigte leider leider das Klischee des dummen Rappers. =:-(

3/6

Adam Angst

Eigentlich hatte ich vor, diesmal hauptsächlich Fotos vom Publikum zu machen und nur bei wenigen Bands nach vorne in den Graben zu gehen. Adam Angst kamen auf die Bühne (ja, “kamen” – die Band heißt Adam Angst, nicht nur der Frontmann), und nach den ersten paar Sekunden war ich auf dem Weg Richtung Graben, denn das musste festgehalten werden. 😉

Ein grandioser Auftakt für ein absolut überzeugendes Konzert! Extrem viel Energie auf der Bühne, die Band klar angeführt vom charismatischen Frontmann, der sich komplett in die Texte hineinlebt und dem man jedes Wort glaubt. Und auch ohne die Songs vorab zu kennen, konnte man jedes Wort verstehen. Außer denen, die vom Publikum gegrölt wurden, denn es waren durchaus einige Fans da! Tolle Stimmung, super engagierte Texte (“Wir singen Lieder über Dinge, die keinen Spaß machen. Viel Spaß dabei!”), laute Musik mit sehr gutem Sound und ein Frontmann, den man nicht aus den Augen lassen will. Besser geht es nicht! Und wer Adam Angst im Zelt verpasst hat, darf sich gerne in den Allerwertesten beißen …

6/6

Mini Rock 2015

We butter the bread with butter

Ein Bandname, den man sich merkt. Ich war mir sicher, ich habe sie schon mal irgendwo gesehen – meinen Aufzeichnungen zufolge stimmt das aber nicht. Und ich gestehe, ich war ziemlich verwirrt, als ich nach den ersten Songs gemerkt habe, dass das Deutsche sind. Und offenbar singen sie auch auf Deutsch – das ist aber nur an wenigen Stellen ersichtlich. Meine Klassifizierung für die Band war “Elektro-Screamo-Metal”; richtig gute Musik, die auch vom Publikum super aufgenommen wurde (und vor der Bühne erhob sich eine Staubwolke … *g*), dazu aber nur Gegrunze und Geschreie, von dem man kein Wort verstehen konnte.

Der Sound an sich war gar nicht schlecht, nur die Stimme war nicht erkennbar – vermutlich also so gewollt. Nicht unbedingt mein Ding, aber die Fans vor der Bühne juckte das überhaupt nicht. Dort wurde gefeiert, auf Befehl in Zeitlupe getanzt und die ersten Circle Pits und Walls of Death des Festivals eingeübt. 😉

4/6

Rise of the Northstar

Rise of the Northstar war die erste Band, bei der ich so überhaupt keinen Schimmer hatte, was mich erwartete. Daher war der Plan auch, nur mal kurz zu gucken und dann die Zeit zum essen zu nutzen. Pustekuchen! Hardcore aus … Japan? Aber das sind doch keine Japaner? Oder …? Ein Blick ins Programm offenbart, dass es Franzosen sind, aber darauf hätte ich auch nie getippt. 😉 Sehr japanisch angehaucht auf jeden Fall.

Mini Rock 2015Und SEHR hart. Das Mosh-Pit vor der Bühne war ein einziges Schlachtfeld, aus dem regelmäßig jemand heraushumpelte. So gesehen werde ich Hardcore wohl niemals verstehen, aber so lange man sich an der Seite halten kann … Die Show war eindrucksvoll, und das, obwohl der Frontmann verletzungsbedingt fast das ganze Konzert über auf der Bühne saß, statt herumzuspringen. Dennoch ein musikalisch toller und sehr abwechslungsreicher Auftritt – und wer Action sehen wollte, konnte ja einfach ins Publikum gucken!

4/6

Genetikk

Wieder Rap auf der Hauptbühne, diesmal mit Masken. Viel mehr kam bei mir aber auch nicht an, muss ich leider sagen. Die Texte, die die beiden sich zusammennuschelten, waren absolut nicht zu verstehen. Und auch sonst war das Konzert äußerst eintönig. Möglich, dass die Texte grandios sind und das Konzert fantastisch war, wenn man die Songs kennt – für jemanden, der die Band nicht kennt, war es aber einfach nur langweilig. Immerhin verwendeten sie einige bekannte Samples, sodass man als Nicht-Fan zumindest hier und da mal mitwippen konnte. Insgesamt war es aber klar ein Konzert für Fans.

Mini Rock 2015Und die waren begeistert! Die Stimmung im Publikum war super – vor der Bühne war schon richtig viel los, die meisten kannten die Texte und waren voll dabei. Dafür gibt es dann doch noch ein paar Punkte, denn beim Festival geht es ja genau darum, das Publikum zu begeistern, und das klappte bei den meisten. 🙂

3/6

Heißkalt

Die Lokalmatadoren aus Stuttgart! Dementsprechend in einem gerammelt vollen Zelt, mit schreienden Fans vorne und tanzwilligem Publikum dahinter. Auch auf der Bühne durchgehend Bewegung vom ersten Ton an – wenn auch mit dem alten Zelt-Problem, dass die Beleuchtung am Abend eigentlich nur “viel Nebel” und “irgendwie hell” zulässt, aber keine abwechslungsreiche Lichtshow, bei der man die Akteure auch mal erkennen kann.

Aber es geht ja schließlich auch um die Musik, und da lieferten Heißkalt voll und ganz ab. Ich gestehe, ich kannte wenig (sicher aufgrund meines Das-Ding-Mangels, seit ich umgezogen bin 😉 ), Spaß gemacht hat es trotzdem. Das Zelt leerte sich zwar immer mehr von Song zu Song, das lag aber simpel und einfach daran, dass sich viele schon auf den Weg zu Trailerpark machten. Die Stimmung war dennoch grandios, und auch wenn ich sagen muss, dass der Funke auf mich nicht ganz übergesprungen ist: Der Headliner-Spot im Zelt war voll und ganz verdient!

5/6

Trailerpark

Mini Rock 2015Im letzten Jahr noch nachmittags, mitten im Gewitter, dieses Jahr als Headliner. Kann das funktionieren? Blöde Frage … natürlich, denn schon im letzten Jahr war der Trailerpark-Auftritt absolut headliner-würdig! Dementsprechend diesmal auch die Verhältnisse vor der Bühne: Chaos schon bevor die Band auf die Bühne kam. Gedränge, Gedrücke, Leute, die sich rausziehen ließen, und Gekreische und Geschreie, als es dann endlich losging. Yay, so muss das sein!

Trailerpark treffen überhaupt nicht meinen Humor, aber unterhaltsam sind sie dennoch absolut. Im Gegensatz zu Genetikk konnte man verstehen, wovon die Texte handelten, und da waren auch durchaus gute und engagierte Themen dabei. Ob die von allen richtig aufgenommen werden, ist allerdings nicht sicher … Ich hoffe ja, dass ich mich bei den “Sieg heil”-Rufen im Publikum vor Beginn verhört habe oder dass mir der ironische Kontext fehlt. Da die Rufe aber gleich mit “Nazis raus!”-Rufen gekontert wurden, fürchte ich, dass dem nicht so ist und Trailerpark offensichtlich auch eine Handvoll sehr sehr dumme Fans haben. 🙁

Das kann man ihnen aber nicht vorwerfen, denn Idioten gibt es überall. Der Auftritt war jedenfalls spitze und das Publikum voll und ganz begeistert bei der Sache. Also auch auf der Hauptbühne ein voll und ganz würdiger Headliner!

5/6

Samstag, 01.08.2015

The Hunting Elephants

Von der ersten Band auf der Bühne erwartet man ja nicht wirklich etwas … Der Regenguss gegen Mittag hatte meinen Zeitplan durcheinander gebracht, sodass ich es leider erst gegen Ende des Konzertes aufs Gelände schaffte – daher keine Wertung, denn zwei Lieder ist nicht genügend Grundlage dafür. Ein paar Worte aber dennoch, denn ich war sehr positiv überrascht! Natürlich waren keine Menschenmassen vor der Bühne, aber durchaus einige Tanzwütige, u.a. ein rosa Elefant. 😉Mini Rock 2015 Keine Ahnung, ob der von der Band mitgebracht wurde (wäre ja eine lustige Aktion); in jedem Fall wurde fleißig getanzt und mitgemacht. Und die Musik war auch klasse, rockig mit schönen Melodien. Schade, die hätte ich mir auch gern komplett angesehen!

Ohne Wertung

Schlaraffenlandung

Auch im Zelt ging es langsam los, mal wieder mit ein paar Lokalmatadoren: Schlaraffenlandung aus Balingen mit einer guten Mischung aus Rock und Rap. Sie schafften es zwar nicht ganz, das Zelt um die Uhrzeit in einen “Hexenkessel” zu verwandeln, aber die Musik passte perfekt als Opener. Nicht zu hart, aber tanzbar und rockig genug, um richtig wach zu werden. Die Texte wirkten zwar recht belanglos, aber hey – mittags um drei braucht man auf einem Festival noch nicht die Welt zu retten. Stattdessen lieber tanzen – und dafür lieferten Schlaraffenlandung den perfekten Soundtrack!

4/6

Hot Chick Banged

Überraschung pur danach auf der Hauptbühne. Ich weiß nicht wirklich, was ich von Hot Chick Banged erwartet hatte (ich gestehe, ich habe mich nicht vorbereitet, sondern bin komplett ohne Vorwissen ins Konzert gegangen) – irgendwas mit Bläsern vielleicht? So ‘ne typische Mini-Rock-Samstag-Mittag-Tanz-Band?

Mini Rock 2015Weiter entfernt ging nicht. 😉 Der Sänger kam gleich mal mit Zwangsjacke und Gasmaske mit eingebautem Mikro auf die Bühne, tobte völlig durchgeknallt in der Gegend herum, und die Band tat es ihm gleich. Man wusste gar nicht, wo man zuerst hingucken sollte; oder ob man nicht doch erst hochhüpfen oder sich ins Mosh-Pit werfen soll (okay, ich persönlich verzichte ja gerne auf letzteres, aber rhetorisch gesprochen … 😉 ).

Musikalisch erinnerten HCB mich stark an System of a Down, auch wenn die Texte vermutlich etwas weniger inhaltsvoll waren. Zum Vergleich folgende Ansage zwischen den Stücken: “Ich habe mal gehört, es gibt nur 45 Menschen auf dieser Welt, und 35 davon sind Cheeseburger.” Und kurz darauf schnappte der Sänger sich eine Kettensäge und ging auf ein aus Konfetti bestehendes Wespennest los. Sagte ich schon “völlig durchgeknallt”? Aber stark. Richtig stark!

5/6

Swiss und die andern

Noch eine Band ohne Wertung, allerdings aus völlig anderem Grund als bei den Hunting Elephants. Mini Rock 2015Musikalisch klangen Swiss und die andern (übrigens aus Hamburg, nicht aus der Schweiz) super. Hip Hop oder Punk? Nicht klar definierbar, aber gut gemischt. Aber: der Mensch war mir von der ersten Sekunde an so unsympathisch, dass ich nicht zu einer objektiven Wertung fähig wäre. Und dass ich das Konzert auch nur teilweise gesehen habe. Ich würde ja behaupten, dass man ein (feierwilliges!) Publikum auch anders motivieren kann als durch Beschimpfungen.

Ohne Wertung

Teesy

Kommt auf der Hauptbühne jetzt die traditionelle Sommer-Sonnen-Tanz-Band? Musiker in weißem Hemd und Fliege wirken vielversprechend, aber … nun ja. Tanzen konnte man zu Teesy sicher, und es gab auch noch eine kleine Tanzstunde für alle, die sich nicht so richtig trauten.

Aber viele hatten den Weg vor die Bühne nicht gefunden. Und mit seinem Max-Herre-Pop konnte Teesy auch absolut niemanden vom Campingplatz aufs Gelände locken … In meinen Augen passte die Musik überhaupt nicht zum Mini Rock, und das Desinteresse des Publikums war offensichtlich. Vor der Bühne wurde ein bisschen mitgewippt, aber Stimmung sieht anders aus. Und spätestens beim “Kommt näher an die Bühne – hier vorne werden Träume wahr!” war es für mich Zeit für einen kurzen Abstecher zurück in den Ort …

2/6

Itchy Poopzkid

Mini Rock 2015Die Poopzkids sind Wiederholungstäter. Bei ihrem letzten Auftritt beim Mini Rock konnten sie allerdings nicht vollends überzeugen, sondern kamen sehr distanziert, wenn nicht sogar arrogant rüber. Davon war diesmal NICHTS zu spüren! Ganz im Gegenteil – von Beginn an hatten sie das Publikum fest im Griff, und bis mindestens zum Mischpult waren alle auf dem Gelände dabei. Yeah!

Ich persönlich mag es ja sehr, wenn Bands sich und ihre Konzerte nicht so ernst nehmen und nicht nur die Musik gut, sondern auch die Ansagen unterhaltsam sind. Und ja, Itchy Poopzkid sind Labertaschen, und sie stellten das mal wieder voll und ganz unter Beweis. “Und jetzt ein neues Lied! Ja ich weiß, ich fand uns früher auch besser …” – “Zum ersten Mal haben wir hier vor 9 Jahren gespielt, da waren einige von euch noch gar nicht geboren. Zum Beispiel die erste Reihe!” – zur Staubwolke: “Brennt’s da?” Und zuguterletzt spendierte Panzer noch einen Pfirsich: “Einmal abbeißen und weitergeben! Wenn ihr nur kleine Bissen nehmt, reicht der für alle!”

Ein absolut toller Auftritt, der sehr gut ankam. Ich würde ja sehr gerne die volle Punktzahl vergeben, aber ich muss Schlagzeuger Max recht geben: “Ihr schafft es echt immer wieder, jedes bisschen Energie, das da ist, mit euren Ansagen zu töten.” Ich mag Gelaber auf der Bühne, aber ohne wäre das Konzert vermutlich noch druckvoller gewesen.

5/6

Mini Rock 2015

Schmutzki

Und weiter ging es mit lokalen Bands und Punk auf deutsch. Dass Schmutzki direkt nach Itchy Poopzkid spielten war vielleicht etwas unglücklich, da die Zielgruppe ja doch sehr ähnlich ist – und so dauerte es ein wenig, bis das Zelt gefüllt war. Wobei der “Schmutzki-Mob” natürlich schon vor der Bühne wartete! Schmutzki waren definitiv Spitzenreiter im Promoten ihres Auftritts, denn es war schwierig, irgendjemanden im Publikum auszumachen, der KEINEN Schmutzki-Aufkleber irgendwo kleben hatte. 😉

Aber die Jungs erfüllten alle Erwartungen und rissen das Zelt ab! Äußerst tanzbare Punkmusik, dazu viel Interaktion (und auf Aufforderung saß tatsächlich das komplette Zelt auf dem Boden, unglaublich!), Luftballons, und auch wenn die Texte ein wenig vernuschelt waren, sangen alle lauthals mit. Auch wenn es bei “Es ist dein … Schaum?!” einige sehr verwirrte Blicke und plötzliche “Song! Er singt ‘Song’!!”-Ausrufe gab. Genau so muss Punkrock sein!

6/6

Kvelertak

Ich habe Kvelertak schon sehr oft gesehen – meist gezwungenermaßen als Vorband. Ich mag sie nicht sonderlich; meiner Meinung nach ist ihre Musik reiner Krach, und die wenigen Melodien und die Energie auf der Bühne reichen mir persönlich nicht aus. Und falls sich jemand (wie ich) fragt: norwegisch. Sie singen auf norwegisch. Oder zumindest sind ihre Liedtitel norwegisch …

Mini Rock 2015Dennoch: Erwartet hatte ich ein sehr eindrucksvolles Konzert, denn musikalisch passen Kvelertak ja perfekt zum Mini Rock, und Bands wie sie werden normalerweise mit einem riesigen und brutalen Mosh-Pit vor der Bühne gefeiert. Normalerweise … Diesmal jedoch war einfach keiner da. Vor der Bühne war sehr sehr wenig los – erschreckend für den Co-Head! Und für mich völlig unverständlich, denn das Konzert war richtig gut. Typisch Kvelertak natürlich, sprich viel Lärm und Gegrunze und wenig Melodie, aber laut und schnell und gut! Die (verhältnismäßig) wenigen Fans vor der Bühne wirkten auch sehr begeistert, und das Mosh-Pit sah gefährlich aus. Aber das Konzert hätte genauso gut zwei Stunden früher stattfinden können … sehr schade. Denn Kvelertak lieferten ein absolut solides Konzert, es war nur kaum jemand da, der es sehen wollte … Und für Nicht-Fans wie mich war die Spielzeit definitiv zu lang.

3/6

Chakuza

Nachdem der Samstag ja doch sehr rock-lastig war, gab es zum Abschluss im Zelt mit Chakuza noch mal eine Portion Hip Hop. Das Zelt war gut gefüllt – kein Vergleich zu Heißkalt am Vorabend, aber die fielen ja auch eher in die Schmutzki-Kategorie. 😉 Gute Stimmung auf jeden Fall!

Der komplette Auftritt war insgesamt eher ruhig, was im Zelt aber erstaunlich gut funktionierte. Dazu tolle Melodien und abwechslungsreiche Musik. Für mich kein absolutes Highlight, aber ein gutes Konzert!

4/6

Mini Rock 2015

Royal Republic

Zeit für den Headliner: Royal Republic! Mein erster Gedanke, als sie loslegten, war “auf die Fresse!”. Oder genauer gesagt: “AUF DIE FRESSE!” Ein grandioser Abschluss fürs Festival! Die Songs der Schweden sind extrem eingängig und mitreißend. Man muss sie nicht kennen, um Spaß zu haben und zu feiern – das bewies die Band problemlos selbst, als sie ein paar neue Lieder ins Set einbaute und die ganz genau wie die altbekannten Lieder abgefeiert wurden.

Das Publikum dankte es ihnen mit diversen “Royal Republic”-Sprechchören, die die Band gleich in eigene Lieder umwandelte. Und man konnte klar sehen, wieviel Spaß ihnen das machte. 🙂 Natürlich, bei Trailerpark am Tag zuvor war die Stimmung insgesamt lauter; es wirkte aber auch so, als wären am Samstag insgesamt weniger Zuschauer auf dem Gelände gewesen. Und Royal Republic wussten – genau wie Trailerpark – ALLE zu unterhalten, auch diejenigen, die nicht wegen ihnen vor Ort waren. Ein perfektes Konzert also als Abschluss für ein wunderbares Festival!

6/6

Fazit

Wie in jedem Jahr hier auch noch ein kleines Fazit zum Festival insgesamt. Und weil ich gerade so schön am Punkte verteilen bin, mache ich doch im gleichen Stil weiter …

Die Musik

Wie schon im Bericht erwähnt: Wie auch in den letzten Jahren war die Musikauswahl sehr vielseitig, und durch die Bank lieferten alle Bands tolle Konzerte ab. Also Daumen hoch!

Mini Rock 2015Für mich persönlich könnte es ein bisschen weniger Hip Hop und Rap sein, und in diesem Jahr war der Freitag in meinen Augen etwas schwächer besetzt. Aber das ist natürlich auch eine finanzielle Frage, und viele kleine tolle Bands sind im Endeffekt deutlich besser als eine richtig große und teure.

5/6

Die Organisation

Auch bei der Organisation lief wie immer alles rund. Auf Facebook gab es einige Beschwerden wegen des vollen Campingplatzes; dazu kann ich als Campingverweigerer nichts sagen, aber es wurden nach und nach weitere Flächen geöffnet, sodass sich das sicher mit der Zeit entspannte.

Ein paar Besucherwege (insbesondere der zum Einlass) sind eher unpraktisch und schwer zu finden

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, aber daran gewöhnt man sich schnell, und bewährt=gut, daher kein Minuspunkt dafür.

Das Essensangebot könnte ein wenig größer sein, was dann sicher auch die Schlangen am Abend verkürzen würde, dafür sind die Preise absolut fair. Und schmecken tut’s auch!

5/6

Die Aktionen

Mini Rock 2015
Seit Jahren beim Mini Rock dabei: Viva con Agua! Pfandbecher spenden für einen guten Zweck, das macht es leicht, etwas Gutes zu tun, und die Fahnen geben im Publikum ein tolles Bild ab (und den Bands ein gutes Ansagenthema). Hierfür also mindestens 6/6!

Dieses Jahr ist mir zum ersten Mal Gizeh so richtig aufgefallen, hauptsächlich wegen der schicken “Roll and rock”-Taschen. Fände ich gut, wenn es nicht Zigarettenwerbung wäre … die finde ich bei einem Festival, dessen Publikum großenteils noch an der Volljährigkeit arbeitet, leider völlig daneben. 🙁

Dann gab es noch Dinge, die weniger offensichtlich waren – die Aufforderung, übriggebliebene Dosen an die Caritas zu spenden, sowie die Unterstützung der Aktion Drachenei, die benachteiligten Kindern und Jugendlichen Musikunterricht ermöglicht. Tolle Aktionen, die aber deutlich aggressiver hätten beworben werden können. Denn gerade das ist ja das Tolle an Viva con Agua – man KANN die Aktion nicht übersehen. Das Drachenei-Sparschwein an der Kasse habe ich trotz vorheriger Ankündigung komplett vergessen. Zum Glück tauchte es später noch im Pressezelt auf – allerdings auch da ohne expliziten Hinweis.

Sprich, die GUTEN Dinge dürften ruhig größer und aufdringlicher dargestellt werden. Zigarettenkrams braucht kein Mensch …

4/6

Das Wetter

18°C und Regen? Nix da! Am Freitag schön sonnig, am Samstag bewölkt, aber fast trocken und nicht zu kalt – deutlich besser als erwartet. Ein paar Grad wärmer hätte es allerdings durchaus sein dürfen, und die einzelnen Tropfen am Samstag ließen einen ständig fürchten, dass der große Regenguss bald kommt. Also durchaus noch Verbesserungspotential, aber auch nicht übel!

4/6

Mini Rock 2015

Das Publikum

Beide Daumen hoch! Ein sehr junges Publikum in diesem Jahr, aber sehr feierfreudig und umgänglich. Normalerweise begegnet man auf jedem Festival hier und da einem Idioten, der vor lauter Alkohol jeden Anstand verloren hat oder der von Anfang an keinen hatte. Ich bin sicher, die gab es diesmal auch – mir sind sie aber nicht begegnet. Dafür hab ich viel nettes Miteinander erlebt, freundliche Menschen, gute Laune und Rücksicht. Yay!

Abzüge gibt es nur für diverse Freiwild- und Onkelz-Shirts. Und ich hoffe ja immer noch, dass ich mich bei den “Sieg heil”-Rufen verhört habe. Falls nicht, gilt die Wertung als Minus-Punkte …

5/6

Die Security

Mini Rock 2015Auch das ein wiederkehrendes Thema in meinen Berichten vom Mini Rock: die Security ist grandios! So ein freundliches und entspanntes Miteinander von Publikum und Security gibt es sonst nirgends. Keine Provokationen, kein Geschreie, keinerlei Gewalt, keine sinnlosen Verbote. Und auch wenn es im Bühnengraben richtig zur Sache geht, haben die Jungs und Mädels ein Grinsen im Gesicht und Spaß bei der Sache.

Schmutzki bedankten sich extra bei der Volleyballmannschaft, die das Mini Rock ihnen in den Graben gestellt hatte und die unermüdlich die Luftballons zurück ins Publikum warf. Und sichtlich Spaß dabei hatte. Und das ist toll.

10/6 – mindestens! 😀

Bis nächstes Jahr, liebes Mini Rock!

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