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20010313 Die Ärzte (Mannheim)

Tuesday, March 13th, 2001
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So, aufgrund von Zeit-, Motivations- und Gedächtnismangel gibt’s bei dieser Tour die Berichte nur in der Form, in der ich sie auch im Gedächtnis habe, sprich, in ungeordneten Bruchstücken und Stichworten… *hüstel*

Zuerst mal die Setlist (bzw. die Stücke, von denen ich denke, daß DÄ sie gespielt haben könnten). Die Reihenfolge ist willkürlich gewählt und spiegelt die zeitliche Reihenfolge nur SEHR bedingt wider… *g*:
Schrei nach Liebe, Super Drei, Der Optimist, Ohne Dich, Gute Zeit, Schunder Song, Angeber, Frank’n’Stein, Gib mir Zeit, Geh mit mir, Dein Vampyr, N 48,3, Yoko Ono, Geld, Baby ich tu’s, Mondo Bondage, 1/2 Lovesong, Du willst mich küssen, Meine Freunde, Mach die Augen zu, BGS, Ignorama, Leichenhalle, Ein Sommer nur für mich, Radio brennt (mit “Was hat der Junge doch für Nerven”), Langweilig, Elke (mit “Onprangering”), Madonna’s Dickdarm, Revolution, Wie es geht, Ist das alles, Manchmal haben Frauen, Westerland, Zu spät, Rock Rendezvous, Die Instrumente des Orchesters (mit “Paul”), Schwanz ab, Hurra, Gute Nacht.
Und wahrscheinlich noch zwanzigtausend mehr… *alzheimer*

Sprüche sind mir praktisch keine im Gedächtnis geblieben. Die meisten gingen irgendwie voll in die Hose… =;-)
Der beste kam meiner Ansicht nach sogar von Rod (!!!), aber ich hab ihn schon wieder vergessen. Und irgendwie hat das Publikum auch nicht gemerkt, daß der lustig war… *g*
Farin bezeichnete die Frauen im Publikum mal als “Töchter Mannheims”. Aber dafür wurde er dann von Bela fast von der Bühne geprügelt, so ungefähr… =;-)
Die Stagehands dürfen mittlerweile auch auf die Bühne kommen, wenn sie Sex haben wollen…
Und Farin sieht ziemlich affig aus, wenn Bela ihm mitten in irgendeinem Lied zwei Stofftiere auf die Schultern setzt… (“Sagt mal, wo kommt ihr denn her?” *g*)
Die meisten BHs flogen beim ersten Lied auf die Bühne – “Wie immer!”

Allerdings waren die Sprüche und vor allem Textumbauarbeiten schwer zu verstehen. Die Akkustik war nämlich – zumindest vorne – unter aller Sau… =:-(

Bei der zweiten Zugabe (glaub ich) kamen die drei wieder raus und Bela warnte das Publikum erstmal davor, daß Farin jetzt ein Lied singen würde, in dem er sich als der Tollste und Beste bezeichnen würde (ja, und? *dummgrins*), wir sollten uns bloß nicht davon beeindrucken lassen… es wäre eben ein Stück, daß Farin geschrieben hätte. Es war klar – jetzt sollte “Die Instrumente des Orchesters” kommen. Aber bevor es losging, fingen Bela & Rod schnell an mit “Paul”. Farin war etwas sauer, motzte etwas von wegen Revolte und hinrichten und so (erwähnte ich schon, daß die Akkustik scheiße war?), und weigerte sich, mitzuspielen. Davon ließen sich aber weder seine Mitmusiker noch das Publikum stören… *g* Also mußte er sich anderweitig beschäftigen, da traf es sich gut, daß gerade ein BH mit Brief auf die Bühne geflogen war, der dann auch nach vielen entsetzten Blicken öffentlich vorgelesen wurde… ging irgendwie um Doktorspiele und Intimschmuck und ‘ne Handynummer, die Bela und Rod dann gleich mal anrufen mußten (auf der Bühne, wohl gemerkt!)… derweil _mußte_ Farin irgendwelchen Scheiß machen, um die Zeit zu überbrücken, und er spielte einfach mal kurzerhand “Schwanz ab”. Mit kleineren Textumwandlungen, so daß es auf Intimschmuck paßte. Der Rest der Textumdichtung ist mal wieder meinem Alzheimer zum Opfer gefallen.
Wie auch die dritte Strophe von “Die Instrumente des Orchesters”, das haben sie dann nämlich wirklich noch irgendwann gespielt… Farin hatte glaub ich viel Geld und war Gitarrist der besten Band der Welt. Aber das kann’s eigentlich nicht gewesen sein, denn das reimt sich ja… *hust*hust*

Rock Rendezvous wurde textlich KOMPLETT umgeändert. Bela wollte Farin nicht f****n, sondern er wollte ein bißchen Geld von ihm haben, nur 100 Mark im Monat oder so… aber Farin war da recht unerbittlich.
Falls irgendjemand den Text hat – den hätt ich auch gern! =;-)

In “Elke” wurde angeprangert, daß auf dem Friedhof ja überhaupt kein Platz war. *sing* “Und das prangere ich an…”

Yoko Ono war wirklich nach dreißig Sekunden oder so vorbei – das lohnt überhaupt nicht! =;-)

Bei Leichenhalle wurde am Ende nach der Frage “Wo kommt ihr denn her?” aus “aus Schlumpfhausen” ein “an der Nordseeküste”…

Radio brennt ging mittendrin über in “Was hat der Junge doch für Nerven”. Plötzlich verschwanden DÄ dann von der Bühne, das Publikum sang fleiß weiter, und nach ein paar Minuten kamen die drei dann wieder raus und stiegen wieder ein, als wäre nix gewesen.
Vorher mußten wir schon das “Mömä” am Anfang des Liedes übernehmen. Und zwar diejenigen, die einen Führerschein hatten, das “mö”, die anderen das “mä”.

Am Ende wollten die drei gar nicht richtig aufhören. Nach “Zu spät” wäre wohl eigentlich Schluß gewesen, doch obwohl DÄ schon ohne Instrumente am Mikro standen, um “Gute Nacht” zu singen, schnallten sie die Dinger doch nochmal um und spielten noch “Hurra”. Danach kam dann wirklich “Gute Nacht”, allerdings fand Farin es witzig, das Lied mit einem Schellenkranz (oder wie auch immer die Dinger heißen) zu begleiten. Er war wohl der Einzige… *hüstel*
Damit ging der erste Anlauf schon mal in die Hose. Und auch sein zweiter Versuch, nämlich die Leute zum Mitklatschen zu bringen, wurde von Bela nicht so gerne gesehen…
Ich weiß nicht mehr so ganz, wie es weiterging, aber Farin hatte seinen Spaß, Rod verschwand irgendwann von der Bühne, Bela auch, und mittendrin war auch mal wieder Farin am Schlagzeug, Bela an der Gitarre und Rod an irgendeinem Gerät (wo man so stromkreismäßig verschiedene Töne erzeugen kann, indem man die Hand irgendwo dazwischen hält). Als Farin keine Lust mehr hatte, drehte er Bela kurzerhand die Gitarre ab – was der dann beantwortete, indem er die Gitarre als Schlagzeugstock mißbrauchen wollte. Da war Farin dann _etwas_ erschrocken… *g*
War jedenfalls ein gelunger Abschluß!

Nach dem Konzert gab’s noch Autogramme wie immer, die drei haben sich mal wieder richtig viel Zeit gelassen! *freu* … weiterlesen!

20001023 Die Ärzte (DÄ bei Tobi Schlegl)

Monday, October 23rd, 2000
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Die Ärzte bei Tobi Schlegl… hmm, also, Erasure bei Schlegl waren ja nicht übel, aber ob DÄ das toppen können? *zweifel* =;-)
Nu ja, man kann’s ja mal probieren. Nach ziemlichem Chaos von wegen Auto, Reh und nicht Auto schafften wir (also dreieinhalb Mitglieder der Saarlandfront *g*) es tatsächlich, Richtung Köln loszufahren. Leider viel zu spät – aber vorher mu&s zlig;te ja noch das Auto repariert werden. Aber das ist ‘ne andere Geschichte… *seufz*
Mit ganz viel Hetzerei (aber guter Musik im Auto) waren wir tatsächlich um 18 Uhr in Köln. Wir mußten ja nur noch durch die halbe Stadt und um spätestens 18:20 da sein…
Um’s kurz zu machen: Um halb sieben waren wir da, alle anderen standen noch draußen, und wir kamen noch rein. Dafür mußten zwei der vier Leute, die nachgerückt waren, nun doch draußen bleiben… Sorry! Aber die haben was verpa& szlig;t… *fg*
Und dann ging’s auch schon ziemlich bald los. Ich hab die Sendung noch nicht auf Video gesehen, kann’s also nur aus dem Gedächtnis aufschreiben – aber das meiste ist ja eh in den Pausen passiert und daher nicht auf Band gebannt! =;-)
Die Grundidee der Sendung bestand darin, Big Brother nachzuspielen. DÄ zogen in’s Studio ein, und dann durfte das Publikum (also, das am Bildschirm, nicht das im Studio *grummel*) bestimmen, wer rausfliegt. Ich hätte ja ganz diplomatisch Tobi ra usgeschmissen, aber mich fragt ja keiner… *gg*
Bela schleimte sich gleich mal beim Publikum ein, indem er mit der Chipstüte rumging. Aber die Sympathien verscherzte er sich gleich wieder, als er uns (also diejenigen, die auch schon in der Erasure-Sendung waren) vorwarf, da bestimmt ein Erasure-T- Shirt angehabt zu haben… Wo zum Kuckuck sollte ich sowas denn hernehmen? Nu ja, egal…
Auf jeden Fall wurde in den Pausen immer wild gequatscht. Ich weiß nicht mehr so ganz, um was es alles ging… Farin hat sich jedenfalls darüber gewundert, wie wir im Auto CD hören konnten – na ja, Ghettoblaster eben! *gg* Man muß ja schließlich informiert sein, und wenn die Platte montags rauskommt und man montags nicht daheim ist, hört man sie eben unterwegs… =;-) Aber die Aussetzer sind nervig.
Irgendwann holten wir dann unser Saarland-Front-Plakat raus (wenn man im Fernsehen ist, muß man schließlich Werbung machen! Und prompt drei neue Mitglieder… *freu* … na ja, zweieinhalb). Farin beantwortete das mit ‘nem Thumbs-Up, als er es bemerkte, und das mitten im Interview! *gg* Bela wartete immerhin bis zur Pause und wollte dann wissen, wer denn alles dazugehört. Wir waren ja leider nur zu viert… äh, dreieinhalbst…
Ein Viva-Mensch machte Tobi drauf aufmerksam und wollte ihm offensichtlich klarmachen, daß er uns noch vorstellen soll – Tobi nickte auch brav, machte es dann aber trotzdem nicht. Nu ja, dafür befragte er jemanden, der sich bei der Popkom verle tzt hatte und zecke, die aber nicht zugeben wollte, für was das Tattoo jetzt genau steht…
Als Anrufer durchgestellt wurde und sich eine mit “Bierschinken Nr. soundso” meldete, fingen die BS natürlich gleich mit Sprechchören an *g* – nu ja, das konnte die Saarlandfront auch! Farin guckte ein bißchen hilflos hin und her und meint e dann nur zu Tobi: “Ist gut. Mußt du nicht verstehen…” *lol*
Irgendwann wurde dann Rod rausgewählt, Bela nahm ihm die Krone ab und wollte sie in der Pause irgendjemandem aufsetzen. Er probierte das halbe Publikum durch, aber erst bei Minipli-Man paßte das Ding! *g* Rod hat wohl ‘nen Dickkopf…
Was auch noch ganz interessant war, war, daß die ganzen Viva-Menschen so ein Publikum wohl nicht so ganz gewohnt waren… Sie waren nachher absolut begeistert! =;-) Nu ja, wenn’s bei jedem Musikvideo erstmal “Lauter lauter”- oder “Leiser leiser”-Spr echchöre gibt… *lol* DÄ hatten übrigens auch ziemlich viel Spaß während den Videos, und Farin kann sogar Luftgitarre spielen! =;-)
Nachdem DÄ die neue Platte in die Kamera gehalten hatten, schmuggelte mir Farin ganz heimlich =;-) die CD zu… Ich weiß zwar nicht so ganz, wie ich zu der Ehre kam, aber DANKE!!! Hab mich tierisch drüber gefreut, auch wenn ich die CD dann weitergegeben hab – ich hatte sie ja schon! *g*
Leider war die Sendung dann zu schnell auch wieder rum. Aber während der letzten Werbung gingen die drei nochmal rund und verabschiedeten sich. Derweil konnte ich auch meine Ergebnisse von “Tötet den Unsichtbaren” an den Mann bringen! Jedenfalls an Bela und Rod.
Bela war absolut begeistert, fand die Idee scheinbar ziemlich gut und sah so aus, als wollte er gleich anfangen zu lesen… *freu* Rod reagierte auf meine Erklärungen von wegen Gewinnspiel blablabla gleich mit “Ich weiß, ich war auf der Homepag e”, worauf ich beinahe gar nichts mehr gesagt hätte. Ich hab mich dann aber doch noch erinnert, warum er wohl dagewesen ist, hab mich brav dafür bedankt und mich drüber beschwert, daß die anderen beiden nicht reagiert haben (was ich l eider nur Rod und nicht den anderen beiden gesagt hab… *seufz*). Das hat er dann irgendwie falsch verstanden und gemeint, daß er manchmal früher und manchmal später antwortet… aber egal, war auf jeden Fall super. Und wer die letzten zw ei Sätze nicht verstanden hat, soll sich nichts draus machen.
Nach der Werbung, als DÄ nochmal für die Zugabe rauskamen, hatte Bela übrigens noch die Ergebnisse in der Hand! *gg* Und hat sie dann im Studio liegenlassen…
Dann kam das große Finale mit “Sie kratzt…”, dann durften wir uns was wünschen (Witti, warst Du das, die zuerst Revolution geschrieen hat? Ich hab Dich dann ja unterstützt…). “Revolution” klang auf der akkustischen Gitarre nicht so &uu ml;berzeugend, also haben sie den Refrain von “Zu Spät” gespielt. Und dann waren sie weg…
Ich hab dann einen Viva-Menschen darauf angesetzt, Bela und Farin die Ergebnisse zu bringen, aber das hat scheint’s nicht so ganz geklappt…
Nach der Sendung verschwanden dann die meisten Zuschauer mehr oder weniger spurlos… *seufz* Schade! Ich hab mit den meisten gar nicht richtig reden können… =:-(
Aber wir sind dann mit einigen Leuten zum EinsLive-Gebäude rübergegangen (bzw. noch kurz ans Auto und dann zu EinsLive). Und als wir vom Auto zurückkamen, standen DÄ schon da und waren fleißig am Autogrammeschreiben!
Farin hatte die Ergebnisse noch nicht gekriegt, aber er war sich sicher, daß sie noch ankommen würden… *zweifel* Na ja, als ich später Bela gefragt habe, meinte er, er hätte sie doppelt. Ich wurde allerdings nicht so ganz schlau aus ihm und bin mir daher nicht so sicher. Tja, im Notfall müssen sie sich halt ‘ne Kopie machen! *lol*
Auf jeden Fall gab’s dann noch ganz viele Autogramme und Fotos (sogar mit Blitz! Andy war übrigens gar nicht da.). Und sogar noch ein Gruppenbild!
Übrigens wissen wir jetzt genau, wer die drei Leute sind, die die “Liebe macht blind”-Maxi gekauft haben. Komisch, die kommen alle aus dem Saarland… =;-)
Dann mußten DÄ aber wirklich los zum Radio-Interview, wir machten noch ein paar (ok, einen Haufen… *g*) Fan-Gruppenfotos, und dann mußten die ersten los Richtung Bahnhof. Wir machten es uns auf dem Boden bequem (mehr oder weniger…), v ersuchten, die Frequenz von EinsLive rauszukriegen (da ist man fünf Meter vom Hauptsitz entfernt und muß im Bistro nachfragen… *kopfschüttel*) und hockten dann rund um’s Radio und lauschten unseren Göttern… =;-)
Leider verschwanden sie nachher wohl durch die Tiefgarage, aber sie wären wah
rscheinlich eh nicht so begeistert gewesen, noch m
ehr Autogramme zu schreiben. Kann ich verstehen. Wir beendeten dann den Abend mit ein bißchen Aufwärmpogo zur ne uen Platte und einem Mittag… na ja, Abendessen im Pizzahut. Und nach einer Heimfahrt im Regen und Nebel und mit schrecklicher Musik (die Batterien waren alle… *seufz*) waren wir wirklich noch vor 4 Uhr morgens wieder im Saarland…
Und ich weiß es jetzt endgültig: DÄ sind die beste Band der Welt, die beste Band des Sonnensystems und die beste Band des Universums! Und sie haben die besten Fans der Welt! Und ich werde wohl die nächsten drei Wochen nur noch vom 23. 10. reden… es war einfach nur genial! DANKE an die Ärzte! … weiterlesen!

20000902 Die Ärzte (HardPopDays, Mannheim)

Saturday, September 2nd, 2000
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Fotos

Die Ärzte spielten bei den HardPopDays, außerdem noch Bad Religion und die BloodhoundGang… leider war zeit- und geldmäßig nur ein Termin von den sechs möglichen drin, und in Mannheim spielten DÄ zweieinhalb Stunden. Also natürlich Mannheim…
Um 11 sollte es losgehen – aber natürlich durften wir erst noch ziemlich lange auf dem Gelände warten, bis wir in die Maimarkthalle reingelassen wurden.
Dort spielten dann zuerst M… (vielleicht Machine Head? Die konnten sich nicht so richtig artikulieren…), dann die Donots, A, Millencolin, 5 Sterne Deluxe – und dann wurde es langsam interessant. Als nächstes spielten Bad Religion. Super Show, leider war etwas sehr wenig Platz im Publikum…
Und dann der erste Höhepunkt: Die BloodhoundGang. Wie toll deren Show immer ist, hört man ja in allen Gästebüchern und Tourberichten: Sauerkraut-Wettessen, Publikumswettschwimmen, Geld für’s Ausziehen und Küssen,…
Alles, was auf der Bühne nicht niet- und nagelfest war, wurde ins Publikum geschmissen – von Flaschen, Bierbechern und CDs angefangen bis hin zu einem Sauerkrauttopf und Schlagzeugständern. Neu war allerdings die Idee, einen Schuh, der auf die Bühne geflogen war, anzuzünden. Spontan fing das Publikum an mit “The shoe is on fire…” *lol*
Als letzte Vorgruppe (hähähä… *g*) spielten dann die Fantastischen 4. Die Stimmung war ziemlich gut, aber man könnte sich eigentlich genauso gut eine CD anhören – bis auf den Special Guest bei “Mfg”, kein Geringerer als Hobbyrapper und Profigitarrist F.U. aus B. (aus B.).
Und mit zwanzig Minuten Verspätung kamen dann endlich die Ärzte auf die Bühne! (Nur um das klarzustellen: Fast alle Bands waren ziemlich gut, die Stimmung war auf jeden Fall super! Aber doch ein bißchen viel Vorprogramm für die beste Band der Welt…)
Los ging es wie immer mit “Wings of love”, dazu kamen die drei tanzend auf die Bühne und legten – auch wie immer – mit Dauerwelle vs. Minipli los. Danach kam “Ein Lied für Dich”, “Hurra” und der “Schundersong”. Die Fans waren deutlich lauter als auf den letzten Konzerten – was vielleicht auch daran lag, daß deutlich mehr Sauerstoff in der Halle war.
Schon ziemlich bald kündigten DÄ ein Lied an, das sehr, sehr alt ist – älter als das Universum. Dieses Lied sollte auch den “Freunden in Grün, die hier überall stehen” gefallen… äh, ja. Es kam “Claudia hat ‘nen Schäferhund” – die Strafe (falls es eine gibt…) wird wohl aus der Portokasse bezahlt, oder?
Die Vorgruppen waren auch an DÄ nicht spurlos vorübergegangen: “Hütchenspiel” wollten die drei doch tatsächlich in einer HipHop-Version spielen! Aber “unsere Version ist besser” – und dann kam das Lied doch noch richtig… *aufatme* Allerdings diesmal ohne “No Hütchen no Spiel”… weiß jemand noch, was in der Mitte kam?!?
Vor dem Seitenwechsel spielten die drei auch noch “Ignorama” und “Liebe & Schmerz” – aber die Reihenfolge der Songs kriegen wir nicht mehr zusammen…
Da die Bühne so groß war, konnten Rod und Farin natürlich nicht einfach von einer Seite zur anderen gehen – da mußten schon Motorräder her! Wenn auch im Miniaturformat… *g*
Jetzt kam zuerst “Vermissen, Baby”, dann schnappte Rod sich seine 12saitige Gitarre (das war also der Trick… *gg*) und fing an, wild rumzuscatten. Auf der Gitarre gab’s ein kleines Freestyle-Solo, und dann kam endlich der halbe Lovesong. Dafür erntete er einen Riesen-Applaus, und Bela und Farin bedankten sich überschwenglich – auch im Namen der Crew und der Securities. Nach “Friedenspanzer” wurden dann die Seiten wieder gewechselt – wieder mit den Motorrädern. Die Dinger müssen sich schließlich lohnen!
Bela hielt daraufhin einen kleinen Vortrag über Rockstars – das Geheimrezept von Jon Bon und Slatko, beides richtige Heavy Metaller, ist, daß sie kein Fleisch essen. Hin und wieder mal eine Bulette, okay, oder ein Würstchen – aber das ist ja kein Fleisch. Jedenfalls essen sie nichts, was vier Beine hat. Farin: “Und was ist mit Hühnchen? Die haben ja nur zwei Beine. Ist das okay?” Bela: “Ja, Farin, Hühnchen ist okay.” Farin: “Und Walfische? Die haben überhaupt keine Beine!” Bela: “Ja, wenn du Japaner bist, sind Walfische auch okay.” Farin: “Und was ist mit behinderten Rindern, wenn…” Bela (genervt): “FARIN!” Farin: “Ist okay, ich hör ja schon auf…”. Und dann kam natürlich “Ich eß Blumen.”
Danach kam ein Lied, in dem das Wort mit F eine zentrale Rolle spielt – man könnte sagen, es bildet den Höhepunkt des Liedes… Gwendoline. Nach “Rebell” (Text: gekonnt! *gg*) und “Wie am ersten Tag” kam dann erst mal ein kleiner Zwischengesang (wie gesagt: die Reihenfolge der Titel ist rein spekulativ, woher soll’n wir das denn wissen?!?). Rod meinte zu Farin: “Spielen wir hier nur vor 20 Leuten?” – wir waren wohl zu leise… Farin war seiner Meinung und fing an mit “Die Leudde… die Leudde… sind durch!” Schließlich waren ja vorher 5 Sterne auf der Bühne… nach ein paar Sprechchören waren die drei aber davon überzeugt: “Die Leudde sind ein bißchen durch”. Und nachdem wir ihnen kurz was vorgepogt hatten, hieß es: “Die Leudde… die Leudde woll’n 10 Sekunden Pogo tanzen.”
Und weil das mit dem Mitsingen ja so gut geklappt hatte, sollten wir beim “lustigen Astronaut” schon vorher singen – “und während dem Lied wollen wir absolute Stille – wir werden das mal überprüfen!”.
Natürlich sangen trotzdem alle mit… na ja, die drei waren ziemlich sauer drüber – sie wollten uns sogar verprügeln. Als Bela auf’s Publikum losging, wurde es direkt leiser, Farins Drohgebärden waren nicht so erfolgreich – wer hat schon Angst vor ‘nem Gorilla beim Balztanz? *kopfeinzieh*
In Anspielung auf Bad Religion (“Ba ba ba ba – raise your voice”) und Fanta 4 (“Fa fa fa fa – fanta 4”) kam natürlich auch von unseren Göttern eine Version: “Bla bla bla bla – blas mir ein’n!” Typisch… *g*
Dann kam die traditionelle Frage, diesmal leicht abgewandelt: “Wieviel sind 500+500+500+500 Mädchen?” – die Antwort war wohl nicht so ganz eindeutig, denn auch nach vielen Versuchen verstanden die drei nur “seidausemejen” oder so… aber sie spielten einfach “2000 Mädchen”. Danach bemerkte Farin noch, daß dieses Lied erst durch die Liberalisierung des Telefonpreismarktes möglich geworden ist, denn neuerdings kann man mit einer einzigen Telefonkarte bis zu 80 Mädchen anrufen! Und eine kleine Rechenaufgabe: “Wieviele Telefonkarten braucht man für 2000 Mädchen?”
Bei Schopenhauer wurde wieder “Großer Bruder” gespielt – diesmal sang Bela sogar in der richtigen Tonart. An “It’s my life” trauten sie sich bei “Radio brennt” allerdings nicht mehr ran (bei den letzten Pleiten verständlich…), stattdessen kam wieder das von der Geheimtour bekannte “Bad touch”. Am Ende wurde das Radio allerdings nicht angezündet, sondern angepißt, und dementsprechend brannte es natürlich auch nicht, sondern es stank…
Dann wurde Farin ernst und brauchte gar nicht viel sagen; die “Nazis raus”-Rufe sprachen für sich. Es folgte “Schrei nach Liebe” und vor dem letzten Lied verriet Farin uns noch ein großes und gutgehütetes Geheimnis, das von Vater Rockstar an Sohn Rockstar und von Mutter Rockstar an Tochter Rockstar weitergegeben wird: Es gibt ein Zauberwort, durch das sie wieder auf die Bühne kommen würden! Bela überlegte gleich: “Ficken!”, aber Farin wies darauf hin, daß dieses Zauberwort drei Silben haben sollte. Also so wie “Flughafen” – das löste natürlich “Flughafen, Flugh
afen”-Sprechchöre aus. Und Farin ga
b noch einen weiteren Hinweis: Das Wort reimt sich auf Mugabe, den Präsidenten von – äh – Simbabwe. Bela: “Wir tun hier was für eure Bildung! Da geht ihr auf ein Punkkonzert und lernt noch was!”
Also spielten sie zum Abschluß noch “Ist das alles?” und verschwanden. Nach ein paar Minuten “Flughafen”-Rufen kamen DÄ wieder auf die Bühne und protzten rum: “Wir können ja mal einen aktuellen Charts-Hit spielen. Wie wär’s mit der Nummer… hmm… 5?” Und das ist im Moment “Wie es geht”.
Danach folgte (evtl… siehe oben!) “Ohne Dich” und dann das Intro zu “Elke”, aber nur das Intro. Dann sah Farin ein Plakat im Publikum, auf dem “Roter” stand und daneben ein Gemälde, das, na ja, ganz entfernt vielleicht tatsächlich einen Minirock darstellen konnte. Also kam dann “Es war bei uns im Supermarkt…”, allerdings war Bela danach etwas perplex. Er wußte erst, was los war, als Farin ihm sagte, welches Lied er spielen wollte – vielleicht war es aber auch nur ein Abstimmungsproblem (“Spielen wir’s jetzt?”) und kein Alzheimer (“Also, ich kenn den Anfang. Aber wozu gehört er?!?”).
Und dann kam der Höhepunkt eines jeden Ärzte-Konzerts: “Elke”. Der Anfang verlief noch relativ “normal” – mal abgesehen davon, daß Bela zum Bühnenrand wankte, dort umfiel und sich von Brian wiederbeleben ließ (gute Schauspielleistung! *lob*). Farin erzählte derweil, daß auf dem Friefhof ja kein Platz war und Elke deshalb ganz in der Nähe von Mannheim begraben ist. “Ihr dürft dreimal raten, wo.” Elke lag dort, und alles war wabbelig und schlabbrig, aber Fett wird ja hart mit der Zeit. Und daher kam man auf die Idee, eine Mehrzweckhalle zu errichten. “Elke ist also unter euch. Und neben euch. Und vor und hinter euch. Und über euch!”. Iiih!
Und dann gab’s ein kleines Koordinationsproblem… normalerweise kommt Farin ja immer irgendwie wieder auf “Platz”, diesmal wollte er direkt mit “Elke” wieder anfangen. Allerdings hat Rod das nicht so ganz mitgekriegt, und nach zwei Takten hörten Farin und Bela wieder auf, um es mit Rod nochmal zu spielen.
So weit, so gut. Einziges Problem: Es gab ständig große Feuerwerke (vielleicht zu große Feuerwerke für ‘ne Halle, jedenfalls fanden das die Leute in den ersten Reihen…), und der Pyrotechniker hat den Abbruch nicht mitgekriegt! Das Feuerwerk ging also pünktlich in der Stille los, und die drei guckten etwas beömmelt von hinten dem Feuerwerk zu und mußten warten, bis es abgebrannt war… *lol*
Irgendwann kam auch “Westerland” – Bela: “Das Lied über einen Aufkleber!”. Farin: “Über einen Aufkleber?” Bela: “Ja, über einen Aufkleber, der die Form einer Insel hat!” Farin (singt): “Dies ist ein Lied … über einen Aufkleber, der die Form einer Insel hat.” Dabei hatte Rod dann auch seinen Westerland-Baß und sprühte am Ende Funken.
Nach der zweiten Zugaben-Pause kamen dann die Minimotorräder wieder zum Einsatz. Bela und Rod fuhren wie wild über die Bühne, und irgendwann wurde es Farin zu bunt und er fing an mit “Langweilig”. Als er gerade angefangen hatte zu singen, stand auf einmal Rod direkt neben ihm und hupte… klar, er mußte ja auch da durch, die Bühne war ja soooo eng! *lol* Aber Farin guckte etwas irritiert, und Rod hatte wirklich einen Lacher auf seiner Seite!
Und dann waren sie eigentlich schon fertig, aber sie hatten noch Zeit. Also fragten sie: “Wer will nicht mehr ein Lied von uns hören?” Publikum: — Farin: “Wollt ihr noch ein Lied hören?” Publikum: “Nein!” (Hee, ihr – das war eindeutig ein Nein, kein Ja!!!) Sie verstanden aber ein Ja und meinten, daß sie ja auch noch mehr Lieder spielen würden…
Rod fing gleich an mit “Du willst mich küssen”, danach gab es Wunschkonzert. Aber die Ohren scheinen echt nicht mehr in Ordnung zu sein, die drei brauchten fünf Minuten, um einen Wunsch zu verstehen – und dann beschlossen sie, was anderes zu spielen, das sich keiner gewünscht hatte. Aber im letzten Moment hatte Andy noch einen Wunsch, nämlich “Ich bin reich”. Das wurde dann auch sofort gespielt – dabei schenkte Bela Andy erst einen Stick und kletterte dann auf dessen Schultern, um einmal quer durch den Graben zu reiten! Und ich Trottel war mit Fotografieren beschäftigt… *seufz* Nu ja, hoffentlich wird das Bild zumindest was. War jedenfalls cool.
Dann kam noch “Zu spät”, das Bela mit fluoreszierenden Stöcken spielte. (“Du liebst ihn nur, weil er ein Auto hat, und nicht wie ich ein winziges Motorrad!”)
Zum Abschluß gab es tatsächlich wieder “Gute Nacht”, diesmal in einer schnellen Gospel-Version, und zur Verabschiedung eine Pyramide.
Nach dem Konzert gab’s dann erstmal ein kleines Sit-in mit den altbekannten Leuten (Gruß an alle!) bis die Securities uns rausschmissen, ein neues T-Shirt, eine kleine Absprache zwecks Übernahme einer Live-Show (wer Zeit hat, sollte am 3.10. zu Tobi Schlegl in die Sendung! Meldet Euch…), CD-Deals und nach einiger Warterei auch noch Autogramme! *freu* Auch wenn das diesmal etwas schwieriger war (“Habt Ihr Backstage-Pässe?” – “Äh… nein. Aber…” Nu ja, brauchte man dann doch nicht…). Und da sich nur wenige Leute hingewagt hatten, war natürlich auch viel Zeit und Platz für Fotos, Autogramme und Gespräche.
Sprich, das Konzert war spitze und das Vorprogramm auch nicht übel. Schade, daß wir nur einmal HardPopDays mitgenommen haben – aber immerhin genau den richtigen Termin! *freu* … weiterlesen!

20000819 Die Ärzte (Köln, Alter Wartesaal)

Saturday, August 19th, 2000
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“Die Ärzte stellen ihre neue CD vor” – und zwar in Köln. Klar, da mußte ich hin! Nachdem die letzten Köln-Konzerte ja immer absolut spitze waren und man mittlerweile auch die Fans dort kannte… keine Frage!
Also fuhren wir (sprich Susi, ®ebell und Melanie – alles Saartanische PfÄns) samstags morgens los Richtung Köln. Dort angekommen, erwischten wir erst mal die falsche Abfahrt – es hätte uns eigentlich auffallen müssen: Wir fuhren im strahlenden Sonnenschein von der Autobahn ab, das konnte ja nicht stimmen! =;-)
Als wir dann nach viel Sucherei die richtige Abfahrt gefunden hatten, fing es an zu schütten – ok, jetzt waren wir richtig! Also erstmal das Auto abgestellt und mit der Straßenbahn in die Stadt.
Mittlerweile war es wieder trocken, also konnten wir unser Kofferradio mitnehmen, schließlich wollten wir am Nachmittag noch das Ärzte-Radio verfolgen (und natürlich mitschneiden… *g*). Kaum waren wir am Dom angekommen, fing es an… zu schütten natürlich! Schließlich waren DÄ in der Stadt, und es war “sintflutartiger Regen” vorhergesagt. Und das stimmte absolut! Nun ja, wir standen unter den Domtreppen ja halbwegs im Trockenen – und konnten sogar schon das Ärzte-Radio empfangen. Zwar sehr verrauscht, aber man konnte die Lieder zumindest erkennen. Leider lief nichts sehr seltenes – viele bekannte Stücke, dann “Shit Piece” – das kannte ich vorher noch nicht, und die Lieder von der Terrorgruppe-Maxi.
Als der Regen nicht aufhören wollte, setzten wir uns vor den Wartesaal. Aber dort wollten wir natürlich nicht den Nachmittag verbringen (auch wenn die erste Reihe das wohl gemacht hat! *kopfschüttel*), und als es endlich etwas trockener wurde, machten wir uns auf den Weg Richtung Rhein und Messegelände. Sofort fiel uns auf dem Rhein ein Schiff auf, auf dem zwei große aufblasbare Figuren hingen. Diese waren schnell identifiziert – einmal Gwen in Fleisch und Blut, einmal ein Gwen-Skelett. Das war also das “Ärzte-Schiff”, die “Aventura” aus Hamburg, auf der DÄ während der Popkomm wohnen sollten. Farin war auch schnell entdeckt, er saß vorne auf dem Deck und gab ein Interview. Und unser Radio-Empfang war mittlerweile auch deutlich besser – was allerdings ziemlich unnötig war: Im Radio liefen die Satanischen Pferde, und die brauchte man ja nicht mitzuschneiden.
Nach ‘ner kurzen Mittagspause am Rheinufer mit Blick auf’s Schiff und Musik von “100,0 – das Ärzte-Radiooooo!” (mittlerweile liefen immer abwechselnd Ärzte- Lieder und Coverversionen von der GötterDÄmmerung) wanderten wir dann zurück zum Dom zum Chattreffen.
Diesmal waren sehr viel mehr Leute da als beim Chattreffen vor dem letzten Köln-Konzert, aber das war ja auch nicht sehr schwierig… *g* Leider war die Sache ziemlich unübersichtlich, so daß man nie genau wußte, wer jetzt eigentlich wer ist… =;-) Dort wurden dann noch die Tribut-CDs verteilt. Die sind echt super! Dickes Lob an alle, die mitgemacht haben, und natürlich vor allem an Synthex!
Also machten wir uns relativ bald auf, unser Zeug ans Auto zu bringen. Das Radio hätten wir uns eigentlich sparen können – zumindest am Samstag nachmittag lief nichts Interessantes im Ärzte-Radio… =:-(
Auf dem Weg zur Straßenbahn kamen wir noch am Ringfest dabei, und dort lief uns plötzlich Tobi Schlegl über den Weg. Er war sehr freundlich, machte sofort Fotos mit uns und meinte, er wäre natürlich auch abends auf dem Ärzte-Konzert.
Irgendwann hatten wir es dann auch wieder zurück zum Wartesaal geschafft, der mittlerweile seinem Namen alle Ehre machte, denn mittlerweile warteten schon viele Fans. Für einige Passanten war das scheinbar der Clou des Tages… man kam sich fast vor wie im Zoo! =;-) Na ja, vielleicht wollten sie auch nur die Ärzte-Lieder hören, die gesungen wurden. *g*
Gegen viertel nach acht war dann endlich Einlaß – natürlich zu spät, aber das war ja zu erwarten… =;-) Der Wartesaal selbst war sehr klein – eigentlich zu klein für die Menge von Leuten. Und da es den ganzen Tag schon sehr schwül gewesen war, war innerhalb von fünf Minuten der komplette Sauerstoff aufgebraucht und durch Feuchtigkeit ersetzt – wenn die Decke ein bißchen niedriger gewesen wäre, hätte es wahrscheinlich drinnen angefangen zu regnen! =;-)
Es waren mehrere große Kameras aufgebaut, schließlich wurde das Konzert von Viva aufgezeichnet. Gegen halb zehn ging es dann los: Zuerst lief in voller Lautstärke “Fly on the Wings of Love”… dann kamen endlich DÄ auf die Bühne und spielten Dauerwelle vs. Minipli, dann Super Drei und dann Schunder-Song.
Glaube ich. So genau weiß ich das nicht mehr, denn Sauerstoffmangel wirkt sich negativ auf’s Gedächtnis aus… *g*
Daher versuche ich auch gar nicht, eine Setlist aufzuschreiben. Wahrscheinlich ist es einfacher, die Lieder aufzuzählen, die DÄ wider Erwarten nicht gespielt haben: Es fehlte Madonna’s Dickdarm (ist ja auch unfair, das Publikum vor die Wahl zwischen Madonna’s Dickdarm und einem neuen Lied zu stellen! *grummel*), Rebell (tja, da war der Text wohl ein bißchen schwierig! *gg*) und Gute Nacht. Und wenn ich mich richtig erinnere, haben sie auch Westerland nicht gespielt!
Gleich zu Beginn fragte Farin, ob wir vielleicht den Sauerstoff hätten, der auf der Bühne fehlte… Nein! Den hatten wir ganz bestimmt nicht… *seufz* Aber so hatte Farin gleich eine gute Ausrede: “Wenn wir nicht weitersingen, dann liegt das nicht daran, daß wir den Text nicht können, sondern daß wir keine Luft kriegen!” Ach so! Na, daran lag’s in Ungarn aber nicht… =;-)
Aber sie hatten die Texte wirklich gelernt, sie kamen nur gaaaaanz selten mal raus! =;-) Sogar Motherfucker 666 klappte… und das, obwohl Farin sich den Text auf die Netzhaut geschrieben hatte, “aber die Netzhaut ist gerissen!”. *g*
Von der neuen Platte spielten DÄ eigentlich nur “Wie es geht”, aber dafür noch zwei Stücke von der Single, nämlich “Poser, du bist ein…” und “Die Instrumente des Orchesters”. Dafür stellten sie ihre neue CD aber vor: Die CD kam rein, erzählte, daß sie “Runter mit den Spendierhosen, Unsichtbarer” heißt, 19 Stücke enhält und ein Booklet mit Texten und ganz vielen tollen Bildern (und zwar weder von den Toten Hosen noch von der Kelly Family, sondern von den Ärzten!) dabei ist.
Der Unsichtbare tauchte an dem Abend noch einige Male auf. Zum Beispiel bei Vermissen, Baby (“Sex mit Unsichtbaren, was halten Sie davon?”) und bei Hey Huh, wo wir statt “heyhey” den Albumtitel singen mußten.
Textveränderungen gab es viele, aber ich kann mich nicht mehr dran erinnern… *seufz* Na ja, einige hört man ja beim Viva-Konzert-Zusammenschnitt. Gut war vor allem das “Kaninchen auf der Stange” bei Wie es geht… *lol*
Insgesamt war die Stimmung etwas… na ja, seltsam. Eigentlich schon super, aber es war doch viel zu eng und viel zu heiß – da fehlte oft die Energie zum Klatschen! =;-) Ständig wurde nach Wasser geschrieen, aber Farin meinte nur: “Kriegt Ihr nicht. Dann schwitzt Ihr noch mehr und kippt um. Das ist der Saunaeffekt. Es ist uns also lieber, wenn Ihr verdurstet, als wenn…” – Und dann guckte er etwas verwirrt, schnappte seine Wasserflasche und gab sie ins Publikum… *g*
Mitten in Schopenhauer spielten DÄ dann “Großer Bruder”. Nu ja, kein Kommentar…
In Radio brennt bauten sie diesmal “It’s my life” von Bon Jovi ein… oder versuchten es zumindest! Es war nicht so leicht zu erkennen… erst klang es für mich wie “It’s my life” – aber das von Dr. Alban, vor einigen Jahr
en. Mittendrin brach Bela ab und meinte: ”
Wenn drei Rockstars mittleren Alters, aber noch recht rüstig, auf einmal so auf der Bühne stehen…” (guckt ziemlich entgeistert – das muß man gesehen haben! *lol*) “… dann heißt das: Sie können den Text nicht!” Ich frag mich nur… wenn sie das Stück einbauen wollen, dann könnten sie doch auch überlegen, wie der Text geht – oder?!? Ich versteh’s nicht… Na ja, also mußten wir die letzten paar Minuten vergessen, die Kameras sollten zurückspulen und sie versuchten es nochmal… Diesmal brachte allerdings Rod die anderen beiden mit “Geronimos Cadillac” aus dem Konzept.
Beinahe hätte ich diesmal endlich einen Stick gefangen… die Richtung stimmte hundertprozentig, nur leider mußte ich gerade nach unten gucken, um sicherzustellen, daß eine gewisse Dame vor mir noch lebte (gell, xxx*? – – – *Name von der Redaktion unkenntlich gemacht! *gg*). Daher hab ich ihn nicht gefangen, sondern voll gegen den Kopf gekriegt… *stirnreib* Schade!
Hmmm… was spielten sie sonst noch? Also, Zitroneneis z.B., und Hütchenspiel (Farin’s persönliches “Nights in white Satin”, aber für Cpt. Karg…), Frankenstein, Für immer, Teenagerliebe, Ekelpack (mit neuem Intro) usw… wie gesagt, ich krieg die Lieder eh nicht mehr alle zusammen. Irgendwann kam auch noch “Hey ho, let’s go” und danach ein Cover – könnte Ramones gewesen sein, aber ich bin mir nicht sicher.
Der Anfang von Elke wurde diesmal wie das Intro von “Hey Huh” gespielt, und was auf dem Friedhof war, hab ich vergessen… (Echt! Allen Ernstes… *grübel* Also, am Ende meinte Farin dann irgendwas “bis ich platz”, aber ich weiß echt nicht mehr… Mist! Bin dankbar für jeden Hinweis… *g*)
Zweimal kamen sie für Zugaben wieder, aber dann spielten sie als letztes Lied “Zu Spät” und verschwanden, ohne noch “Gute Nacht” zu singen. Schade! Aber wahrscheinlich waren sie wirklich am Ende… wie alle Fans! =;-)
Dabei hatte Bela ganz am Anfang angekündigt, das Konzert würde zwei bis sechs Stunden dauern… es waren ziemlich genau zwei. Zu Beginn nahm Bela wohl fälschlicherweise an, er könnte während dem Konzert atmen! *g*
Das Konzert war wieder mal super, allerdings fehlte der erwartete Knüller… =;-) Wer weiß, vielleicht hatten sie ja noch was geplant, aber es ging einfach nicht… war ein bißchen schade. Hundert Leute weniger, und das Konzert wäre wahrscheinlich noch besser geworden. Aber so hat es sich auf jeden Fall auch gelohnt!
Nach dem Konzert kamen DÄ dann noch raus zum Autogramme schreiben. Aber obwohl Andy meinte, wie sollten nicht drängeln, alle kämen dran, verschwanden die drei schon ziemlich bald wieder und ich hab keine Autogramme mehr gekriegt… *seufz* Und dann wurden sie auch gleich in Taxis bugsiert und waren weg.
Wir machten uns dann schnell auf den Heimweg, verpaßten natürlich gerade so unsere Straßenbahn und mußten die U-Bahnstrecke laufen. Aber egal… morgens um 6 Uhr waren wir dann wieder in Saarbrücken! Zwar hundemüde, aber absolut zufrieden! =;-) … weiterlesen!

20000806 Die Ärzte (Ungarn, Budapest / Pepsi Sziget Festival)

Sunday, August 6th, 2000
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Fotos

Das hier ist nicht nur ein Konzertbericht, sondern ein kompletter Reisebericht. Wer sich nur für das Konzert interessiert, sollte hier weiterlesen! … weiterlesen!

03.04.2000 Die Ärzte (Stuttgart, Theaterhaus Wangen)

Monday, April 3rd, 2000
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Fotos

Wenn man so aus dem Fenster guckt, könnte man annehmen, daß DÄ heute in Saarbrücken spielen. Das Wetter kommt nämlich hin, es regnet mal wieder! Aber diesmal haben die Ärzte dem Wettergott ein Schnippchen geschlagen – sie hatten erst eine andere Tour geplant, und jetzt regnet es eben nicht da, wo sie sind, sondern wo sie sein sollten… Also doch kein Konzert in Saarbrücken. *seufz*
Die Sache mit dem Wetter hat man gestern gemerkt, denn in Stuttgart war strahlender Sonnenschein. Aber das alte Vorurteil über die Schwaben hat sich mal wieder bestätigt: Sie SIND geizig! Wenn man hin und wieder mal irgendwo ein Schild aufstellen würde, könnten nämlich auch Auswärtige nach Stuttgart rein und wieder raus finden. So ist das jedoch fast unmöglich… (trotz Karte und genauer Adresse!)
Sprich, ich war innerhalb von zweieinhalb Stunden in Stuttgart, brauchte dann aber nochmal anderthalb, um das Theaterhaus zu finden! Aber irgendwann kam ich dann tatsächlich an, und ich war sogar noch rechtzeitig, um einige Leute zu treffen.
Im Gegensatz zu Frankfurt fingen die Zu Späten heute relativ pünktlich an, also nur eine Viertelstunde zu spät. =;-) Bela kam diesmal allen Ernstes mit einem Wolfgang-Petry – T-Shirt auf die Bühne! Nu ja, kein Kommentar… *g*
Insgesamt war das Konzert solide gespielt, es gab allerdings nicht so viele Höhepunkte wie bei einigen anderen Konzerten der Tour. Insofern hab ich hier nicht sonderlich viel zu berichten. Aber das soll nicht heißen, daß das Konzert schlecht war, das stimmt nämlich nicht!
Gleich zu Beginn warf ein Fan eine Plüsch-Schlumpfine auf die Bühne, auf der “Ficken” stand. Farin fand das lustig (“Genau meine Größe!”), aber Bela verstand da keinen Spaß. Man kann doch nicht “Ficken” auf eine Schlumpfine schreiben! Das verbietet der Schlumpfinen-Ehrenkodex! =;-) Bela wollte sich gleich eine Strafe für den bösen Fan ausdenken, aber auf die Schnelle fiel ihm nichts ein. Also vertagte er das erstmal auf später.
Bei “Omaboy” war wie immer eine tolle Stimmung. Vor dem Gitarrensolo wurde Farin ganz melancholisch und forderte uns dazu auf, in dieser schnellebigen Welt, in der selbst Bücher nur noch per Internet gekauft werden, doch auch ein bißchen Ruhe und Besinnlichkeit zu erhalten… und dann widmete er sein Solo dem besten Schlagzeuger der Welt, setzte sich auf die Monitorbox und spielte ein absolut _geniales_ Solo!
Danach war es mit der Besinnlichkeit aber auch schon vorbei. Irgendwie reichte DÄ der Applaus noch nicht, also gab es erstmal einen Applauswettbewerb, hinten gegen vorne. Die Fans, die hinten standen, hatten natürlich einen Vorteil, da man auf der Tribüne so gut trampeln konnte. Dafür konnte man vorne besser schreien! =;-) Es gab also ein Unentschieden, wir gingen in die Verlängerung, aber eine eindeutige Entscheidung gab es da auch nicht.
Insgesamt war der Applaus aber deutlich lauter als bei den anderen Konzerte. Kein Wunder, die Halle war auch viel größer, ungefähr 2000 Leute. Die einzigen, die nicht klatschten, waren die Leute direkt am Eingang, und die standen eh alle auf der Gästeliste… *g*
Scheinbar wissen auch DÄ nicht mehr so genau, in welcher Stadt sie gerade sind… bei “Hurra” sang Farin: “Und überall wo man hinguckt: liebe Ostfriesen und so!” =;-)
“Wilde Mädchen” spielten die drei diesmal in einer Ska-Version (Ska ist wohl wirklich ‘in’ im Moment! *freu*), und zum ersten Mal auf der Tour (zumindest seit Berlin…) brachten sie “Zitroneneis”. Ach ja, und “Stahlfix hat einmal gesagt: Schrubbt die Töpfe!” …
Natürlich gab es auch in Stuttgart eine Karaoke-Aktion. Und plötzlich wußte Bela, wie er den Schlumpfinen-Fan bestrafen konnte… der mußte nämlich auf die Bühne und singen! (Ist das wirklich eine Strafe???) Allerdings, nun ja, er kann kein großer Fan gewesen sein, denn er wünschte sich “Männer sind Schweine”. Er konnte es auch singen, aber es kam nicht so toll an, so daß DÄ es nach einer Strophe abwürgten. *freu*
Als Kandidatin holte Farin diesmal Melanie auf die Bühne, die schon die ganze Tour mitgereist war. Allerdings hätte er das nicht gemacht, wenn er gewußt hätte, was sie sich wünscht! Nämlich “die wunderbare Welt des Farin U.”!
Da zerbricht man sich die ganze Tour den Kopf darüber, was man sich wünschen muß, um DÄ aus dem Konzept zu bringen, kramt dann irgendwelche Uralt-Gabi&Uwe-Stücke heraus und was passiert? Keiner der drei hat auch nur einen blassen Schimmer, wie “die wunderbare Welt des Farin U.” geht! *lol*
Also sollte Melanie ohne Begleitung singen, das wollte sie natürlich auch nicht. Ein Versuch, das Stück doch noch zu spielen, ging KOMPLETT in die Hose! Also ließen sie es dann doch sein und spielten statt dessen, auch zum ersten Mal auf dieser Tour, “Gwendoline”. Das klappte dann mit lautkräftiger Unterstützung des Publikums auch ganz gut.
Was es diesmal für Preise gab? Also, es gab keinen Benzinkanister wie in Berlin, auch kein Frostschutzmittel, keine Kaffeemaschine und kein Warndreieck wie in Leipzig, noch nicht mal einen 100-Geschwindigkeitsbegrenzungs-Aufkleber oder einen Wurzelholz-LKW-Lenkrad-Schutz oder einen Auto-Massagesitz wie in Fulda, und natürlich erst recht keinen Spaten oder Gartenschuhe, die gab es ja schon in Köln. Und es gab auch kein Katzenstreu, keine Pflanze, kein Abschleppseil und keinen Scheibenwischer wie in Frankfurt. Nein, heute gab es einen Videokassettenkoffer, einen “King of the Road”-Aufkleber und einen Schirmhalter für’s Auto! =;-))
Als es dann an die Zugaben ging, spielten die Ärzte zum ersten Mal auf der Tour (wie gesagt, ab Berlin jedenfalls!) “Anneliese Schmidt”.
Später gab es dann noch eine wilde Improvisation über Farin’s erste Liebesnacht (Farin: “Das Mädchen war super” Bela: “… und verbleit” Farin: “sie war schlau” Bela: “… und gescheit!”), die im Endeffekt in der Aussage endete, daß Farin ja ständig Heroin spritzte – aber dank Wolle [Petry] ist er jetzt “clean – vom Heroin”!
Diese Geschichte wurde dann in “Elke” nochmal aufgegriffen: Auf dem Friedhof… setzte sich Farin erst mal auf eine Bank, spritzte Heroin, lag dann in seinem Erbrochenen. Und als er wieder zu sich kam, hatte er plötzlich Hunger. Aber er hatte ja die Leiche von Elke dabei… Und als er gerade am Feuer machen war, kam Wolle vorbei und die beiden machten mächtig Raaaaa… batz! *lol*
Und das war’s dann auch schon wieder. Natürlich folgte noch “Gute Nacht” – diesmal _etwas_ schneller als sonst und mit einer kleinen Jodel-Einlage in der Mitte… noch eine Pyramide, und sie waren weg!
So, soviel zum Thema “Ich kann heute nicht viel schreiben”. War wohl doch ganz gut, das Konzert! =;-)
Danach gab es auch wieder Autogramme, allerdings nicht so lang wie sonst, die drei wirkten ein bißchen genervt. Aber das ist ja auch absolut verständlich, schließlich stehen eh jeden Abend die selben Leute da… *gg*
Für mich ist die Tour hiermit beendet =:-(, ich würde ja gerne noch weiter mitfahren, aber geht leider nicht. Falls jemand Berichte von den nächsten Konzerte schreibt, wäre es super, wenn er/sie mir die schicken könnte, die werden hier dann auch veröffentlicht!
Jedenfalls haben DÄ mal wieder bewiesen, daß sie die verdammt beste Band der Welt sind und daß ihnen NIEMAND das Wasser reichen kann! Und eins ist klar:
SCHÖN WAR’S! =;-)) … weiterlesen!

02.04.2000 Die Ärzte (Frankfurt, Batschkapp)

Sunday, April 2nd, 2000
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Sie sind einfach genial – aber das brauche ich wohl nicht extra zu schreiben, das ist ja eh selbstverständlich!
Um es vorweg zu nehmen, ausnahmsweise war dieses Konzert nicht besser als das letzte, fand ich zumindest. Das lag aber nicht an unseren Göttern, die waren deutlich besser drauf als in Köln (bzw. sie hatten deutlich weniger Kondition, sprich, sie haben mehr Sprüche gerissen!), aber das Publikum war nicht so toll.
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01.04.2000 Die Ärzte (Köln, Kantine)

Saturday, April 1st, 2000
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Fotos

Das gibt es nicht. Das gibt es einfach nicht. Ich versteh nicht, wie sich eine Band jeden Abend auf’s Neue selbst toppen kann – das geht doch gar nicht! Dachte ich zumindest bis heute – aber es geht sehr wohl. Berlin war super, Leipzig und Fulda waren noch viel besser, und Köln war der Hammer!
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20000330 Die Ärzte (Fulda, Kreuz)

Thursday, March 30th, 2000
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Fotos

Oh je… wie soll diese Tour enden?
Leipzig war absolut genial, und Fulda, nun ja, ich würde nicht sagen, daß es besser war, aber auf keinen Fall war es schlechter!
Wie schon bei den letzten Konzerten der Die Zu Späten kamen auch diesmal drei mir doch ziemlich vertraute Musiker auf die Bühne, die den Ärzten mal wieder zum Verwechseln ähnlich sahen. Und wie bei den letzten Konzerten stellte sich am Ende auch heraus, daß sie ihnen nicht nur ähnlich sahen! =;-)
Ganz zu Beginn meinte Farin, wir sollten nicht zu viel erwarten, denn Leipzig wäre wohl nicht zu toppen. Nun ja, das dachte er zu diesem Zeitpunkt! Aber um das gleich vorweg zu nehmen: Am Ende meinte Bela, es wäre das verdammt beste Konzert der Tour gewesen, und das kann sogar gut stimmen. Die Show selbst war zwar nicht besser oder schlechter als in Leipzig, aber das Publikum war doch etwas tanz- und mitsingbegeisterter.
So, jetzt aber zum Konzert. Nach den ersten paar Liedern (Dauerwelle vs. Minipli, Westerland, Ohne Dich, Angeber, Gute Zeit, Außerirdische – wie immer also) brüllten einige aus dem Publikum “Ausziehen, Ausziehen!”. Farin konterte sofort: “Da sieht man’s mal wieder. Egal wo wir bis jetzt waren, alles großte Städte mit Universitäten, nirgendwo hat jemand ‘Ausziehen’ gerufen. [doch! in Leipzig!] Aber hier in Fulda… na ja, keine Universität, aber dafür ein Bischof. Ist auch so, wenn der Papst kommt. Die Delegationen aus allen Ländern, die Spanier, die Franzosen, alle huldigen ihn, und dann die Leute aus Fulda: ‘Ausziehen! Ausziehen!’…”
Ziemlich bald kam dann auch schon die alltägliche Karaoke-Aktion. Eine männlicher Sänger war schnell gefunden, dieser wollte auch sofort loslegen, aber zuerst mußte ja noch eine Sängerin auf die Bühne geholt werden. Die erste wurde sofort zurück ins Publikum geschickt, da sie selbst sagte, sie könne die Texte nicht auswendig… Also wurde ein anderes Mädel gesucht, und – lange Rede, kurzer Sinn – nachher standen auf einmal zweie auf der Bühne. Nu gut, dann eben dreimal Karaoke!
Zuerst sang Stefan (?) “Elke”. Er lag zwar ungefähr zweieinhalb Töne zu hoch, aber das machte er durch gesundes Selbstvertrauen wieder wett. Farin fragte ihn gleich, ob er nicht bei ihnen einsteigen wollte… Stefan übernahm nämlich sofort die ganze Show, flitzte über die Bühne, schrie in jedes Mikro, das er finden konnte (da half Farin auch sein strenges “Das ist mein Mikro!” nichts…) und schleuderte sein T-Shirt ins Publikum.
Danach hatten es Isabelle und Frieda natürlich schwer, mit ihren Auftritten zu glänzen. Aber sie brachten sie trotzdem beide sehr gut über die Bühne! Isabelle sang “Opfer”, zwar ziemlich schrill, aber sehr textsicher. Frieda brachte DÄ dann fast aus dem Konzept, als sie sich “Micha” wünschte. Ehrlich gesagt fand ich die Begleitung etwas – nun ja – eigen, aber man konnte das Lied immerhin erkennen. Und Frieda schlug sich auch ganz gut, auch wenn sie den Einsatz verpaßte und das Mikro viel zu leise war.
Auf jeden Fall hatten die drei ihre Gewinne redlich verdient. Was es gab? Wird nicht verraten! Nur soviel – Farin meinte nach dem Konzert: “Jeder gibt 20 Mark, und die Gewinne müssen auf der Autobahn gekauft werden.”
So, was gab es noch auf dem Konzert? Bei El Cattivo verpaßte Bela komplett seinen Einsatz, bzw. er wußte nicht, welches Lied kommt… Omaboy wurde leicht abgewandelt in “Farinboy”… am Schluß gab es noch ‘ne A-Capella-Version von “Blue Suede Shoes” und “Paul” *grummel*… sie spielten “Blue Print” an … und ein ganz tolles Coverlied, nämlich “Tittenfetischist”, das nur leider ein bißchen lang war (ungefähr dreieinhalb Takte *g*).
Das Lied “Wilde Mädchen” widmete Farin dieses Mal Käpt’n Karg. Tja, wenn man ‘nen FC mit haufenweise minderjährigen Fans leitet, sollte man vielleicht nicht im Fernsehen auftreten… =;-))
Am Ende gab es dann zum ersten Mal auf der Tour (zumindest seit Berlin, vorher war ich nicht dabei) auch noch “Schwanz ab”. Rod war zwar nicht sehr begeistert und wollte eigentlich gar nicht mitspielen, und Farin sparte sich das Singen auch (wofür gibt’s schließllich das Publikum?), aber Bela hatte mal eine wohlverdiente Pause.
Viel zu schnell war das Konzert auch schon wieder vorbei. Beinahe hätten die drei noch ihre traditionelle Pyramide vergessen, aber Farin machte schnell noch eine 1-Mann-Pyramide, und weg waren sie mal wieder…
Was uns die Möglichkeit gab, uns schnell warm anzuziehen und vor dem Hintereingang in Lauerstellung zu begeben. Und wie erwartet tauchten DÄ auch relativ schnell auf, schrieben bereitwillig Autogramme, ließen sich fotografieren (aber den Finger auf den Blitz!!! *g*) und hatte sogar noch die Zeit, Fans zu verprügeln (nein, keine Anzeige bitte, es war alles lieb gemeint!) und auf nackten Hintern zu unterschreiben…
Ich hab auch ein ganz tolles Foto mit Farin gekriegt (wird gleich noch eingescannt). Die Entstehung war auch ganz witzig: Ich: “Krieg ich noch ein Foto?” Farin: “Wie heißt das Zauberwort?” Ich: “BITTE!!!” (Ich gebe zu, nicht sehr originell…) Farin: “Nee, falsch. ‘Arschloch’ wäre richtig gewesen. Aber na ja…” Und dann hab ich mein Foto doch noch gekriegt. Ich frag mich nur, wie er gucken wird, wenn ich ihn in Köln frage: Unterschreibst Du noch mein T-Shirt, Arschloch? =;-))
Der ganze Abend endete dann erst mal an der nächsten Autobahnraststätte. Aus irgendeinem seltsamen Grund waren an meinem Auto nämlich beide Scheinwerferlampen gleichzeitig durchgebrannt, und nachts fährt es sich nicht so gut ohne Licht… daher hatten wir noch genug Zeit, in der Raststätte die Gewinne in Augenschein zu nehmen und zu überlegen, was es wohl morgen abend in Köln zu gewinnen gibt. Mein Favorit war ja eine absolut ätzende Fell-Leder-Jacke, die wohl kein Mensch freiwillig anziehen würde. Aber mal sehen…
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20000329 Die Ärzte (Leipzig, Conne Island)

Wednesday, March 29th, 2000
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Fotos

Wow, Leipzig rockt…
Das faßt diesen Abend wohl am besten zusammen, denn das Konzert in Leipzig war einfach nur genial, noch besser als Berlin!
Natürlich kamen wir viel zu spät (trifft sich ja gut… *gg*) in Berlin weg und mußten uns ordentlich beeilen, damit wir es noch rechtzeitig zum Konzert schafften, bzw. rechtzeitig eine Stunde vor dem Konzert, denn man will ja auch ‘nen guten Platz ergattern.
Den bekamen wir auch problemlos, ich schaffte es diesmal echt bis in die zweite Reihe, mit kleinen Leuten vor mir und direkt vor (bzw. unter =;-) ) Farin – ideale Ausgangsposition!
Da das Konzert live im Internet übertragen wurde (konnte ich leider nicht sehen… wann gibt’s das als Bootleg? Bin interessiert!), fing es relativ pünktlich um 20:15 Uhr an. Zuerst gab es eine kleine Erklärung, daß dieses Konzert ja in aller Welt zu empfangen wäre und die Ansagen daher multilingual sein müßten. Die Erklärung gab’s passenderweise auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Chinesisch…
Nu ja, und dann ging es so richtig los. Die Setlist war bis auf einige wenige Ausnahmen identisch mit der von Berlin (vielleicht krieg ich sie bis Ende der Tour mal irgendwann zusammen…).v Allerdings scheint sich mittlerweile die Sache mit dem Karaoke-Singen rumgesprochen zu haben – diesmal fanden sich zwei Leute, die ziemlich ungewohnte Sachen forderten. Trotzdem konnten sie die Zu Späten nicht aus dem Konzept bringen: Olaf, Tobi und Yoko spielten tapfer “Wie ein Kind” und “FDJ-Punks”, und das, obwohl letzteres Lied ja noch nicht mal von ihrer Vorbild-Band war!
Die Sängerin kam nur unter lautstarker Hilfe des Publikums halbwegs durch den Text und bei den “FDJ-Punks” konnten leider weder der Karaoke-Sänger Jens noch der Die-Zu-Späten-Gitarrist den Text so richtig, aber die Stimmung war trotzdem super. Und natürlich gab es auch wieder einen tollen Hauptpreis, nämlich… nee, das verrate ich nicht!
Diesmal wurde es sogar richtig politisch: Nicht nur, daß die drei “FDJ-Punks” spielten, nein, sie gingen auch mehr oder weniger ausführlich auf Kohl’s Spendenaffäre ein (“Ist das alles?” fragt Kohl beim Spendensammeln, Helmut Kohl wird böse enden, denn er sammelt zu viel Spenden). Als das Publikum “Erwin” forderte, fragte der Gitarrist verwirrt: “Moment, hieß der nicht Erich?” =;-), womit er sich beim einheimischen Publikum wieder sehr beliebt machte.
Die Zu Späten waren heute super drauf und hatten auch mehr Zeit, ihre Lieder anzusagen und zu – nun ja – verunstalten. Bei “Roter Minirock” konnten sie sich nicht entscheiden, in welchem Musikstil sie dieses Lied spielen wollten, also mußte das Publikum entscheiden. Vorher gab es natürlich ein paar Kostproben: Ska, Rockabilly, Reggae, Heavy Metal, US-Punk oder vielleicht Drum’n’Bass? Auch nach der Abstimmung waren sie sich nicht einig, also spielte jeder, was er wollte – es klang interessant, aber dann lag der pinkhäuptige Gitarrist vor Lachen am Boden (und nicht nur er… *g*) und es gab dann eine Rheinhard- Mey – Liedermacher – Version. Auch ganz nett! =;-)
Daraufhin kochte die Stimmung dann endgültig über, und ein Hit folgte dem anderen. Viel zu schnell verschwanden die drei dann auch schon von der Bühne, daran konnten auch laute “Olaf-Olaf”-Sprechchöre nichts ändern. Aber auch heute kamen sie natürlich noch einmal raus und spielten ein paar Zugaben…
Elke spielten sie diesmal in einer relativ “normalen” Version. Zumindest anfangs – an der Friedhofs-Stelle wurde es dann mal wieder ziemlich chaotisch. Wie von gewissen Bootlegs bekannt ist, kann Farin den Text von “Another one bites the dust” nicht. Tobi allerdings konnte ihn – wenn auch nicht so ganz original, dafür aber passend auf Elke umgewandelt. Irgendwie schaffte er es sogar, wieder auf das ursprüngliche Lied zurückzukommen, auch wenn es ziemlich schwierig war…
Langsam aber sicher wurde die Stimmung vor wie auf der Bühne immer besser, sofern das noch möglich war. Es hagelte Sprüche am laufenden Bande, die teilweise mit halbvollen Bier-Bechern beantwortet wurden (tststs…), und es wurde immer mehr improvisiert. Plötzlich stimmte der Bassist “Jingle Bells” an, und die anderen spielten brav mit. Na, da müssen sich die Chinesen aber gewundert haben, warum eine deutsche Band Ende März schon Weihnachtslieder spielt…
Als Abschluß folgte auch heute wieder “Zu spät”, oder sollte ich sagen “Schön wär’s”? Die drei äußerten ihre geheimsten Wünsche, jeweils gefolgt von einem hämischen “schön wär’s” der Mitmusikanten… Z.B. Yoko: “Tobi ist ein Spermaverwerter” – Tobi: “… nicht so schön wär’s”. Man merke, daß “Speers” grammatisch falsch ist, daß sich “Speere” aber nicht auf “wär’s” reimt und man daher “wäre” benutzen muß. Aber egal.
Dann kam der Abschied, wie schon in Berlin natürlich mit “Gute Nacht”, das diesmal aber etwas länger dauerte, da die drei sich erst noch outen mußten. Und siehe da, wir waren schon wieder auf sie reingefallen: Es waren gar nicht Die Zu Späten, sondern wir hatten schon wieder ganz zufällig Die Ärzte aus Berlin (aus Berlin) “getroffen”! Na, wir haben aber auch ein Glück…
Ich wußte nicht, daß man auch ein a-capella-Stück verunstalten kann, aber – man kann. “Gute Nacht” im “Staying Alive”-Sound, das macht was her! =;-)
Irgendwann brachten sie das Lied aber dann doch noch halbwegs zuende, dann gab es noch die Pyramide (muß man gesehen haben!), und weg waren sie. Und ich stand naß und glücklich vor der Bühne und verbrachte die nächsten zehn Minuten damit, Farin’s Plek zu suchen, das er am Ende in’s Publikum geworfen hatte. Und da ich ja so ein Glück habe, bin ich jetzt tatsächlich stolze Besitzerin eines Plektrums! *freu* Nein, wird nicht verkauft. =;-)
Diesmal hatten wir uns entschlossen, nach dem Konzert noch zu warten und uns Autogramme zu holen. Also erst zum Auto umziehen, und kaum waren wir zurück, ging auch schon die Tür auf und unsere Götter erschienen. Bela versuchte zwar, die Autogrammjäger mit einem gelallten “Ich kann jetzt keine Autogramme schreiben, ich bin zu besoffen…” abzuschrecken, hatte aber keinen Erfolg. Sprich, zusätzlich zu einem super Konzert hab ich jetzt auch noch ein Plektrum und ein Autogramm!
Allerdings immer noch keinen Stick, alle Sticks, die in meine Richtung flogen, wurden von einem Mädel in der ersten Reihe abgefangen. Sie hatte am Ende vom Konzert drei Stück, finde ich eigentlich nicht in Ordnung, wer einen Stick ergattert hat, sollte danach auch mal jemand anderem ‘ne Chance geben. Nu ja, manche sind vielleicht zu fanatisch oder müssen frieren, wenn sie kein Brennholz bekommen. … weiterlesen!