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20040528 Die Ärzte (Mannheim)

Friday, May 28th, 2004
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Hach, ich liebe es, die Konzerthallen schon zu kennen… gerade mal zwei Stunden vor Konzertanfang losgefahren, ohne Umwege die Halle gefunden, gleich ins Parkhaus, ohne Warten rein und püntlich zur Vorgruppe… auch mal schön! *g*
Ich wollte heute mal nach hinten, und das bot sich in Mannheim ja eigentlich auch an, da die Halle recht klein ist. Allerdings war die Bühne auch recht niedrig, so daß ich den Entschluß mittendrin doch einige Male verfluchte. Aber die Stimmung im Publikum war großartig, so daß es nicht viel ausmachte, kaum was zu sehen.

“La Vela Puerca” eröffneten wieder für DÄ – und die sind einfach richtig gut. Wer Ska mag, muß sie einfach lieben… =:-) Und die CD ist übrigens auch super, nur so als Hinweis. *g*

Wie schon erwähnt, war die Stimmung im Publikum toll. Während es in Köln vor dem Konzert eigentlich erstaunlich wenig “Wir wolln die Ärzte sehen” gab, wurde in Mannheim doch recht viel geschrien… und so ging es die ganze Zeit über weiter, ich fand das Publikum insgesamt sehr viel lauter und “mitmachfreudiger” als auf meinen übrigen Konzerten der bisherigen Tour. Und DÄ empfanden das scheinbar genauso, während sonst auf allen Konzerten gestichelt wurde, daß doch bitte mal wer klatschen sollte, gab’s diesmal nur ein paar kleine Bemerkungen dazu (war wohl Gewohnheit *gg*), aber dafür wurde das Publikum auch regelmäßig gelobt.

Heute war wieder die Setlist mit “Ich weiß nicht, ob es Liebe ist”, “Der Graf”, “Sommer nur für mich”, “T-Error”, “Revolution” etc. dran. Schön!

– Zuerst mal mußten wir alle die Arme hochheben. Bela zu Farin: “Hmm, und jetzt?” – Farin: “Nix. Jetzt lassen wir die einfach mal ein paar Stunden mit erhobenen Armen stehen.” *lol*
– “Ich weiß nicht, ob es Liebe ist” wurde am Ende ziemlich ausgewalzt. Bela und Rod spielten einfach weiter, um Farin zu einem längeren Gitarrensolo zu zwingen, der weigerte sich erst, machte dann aber doch weiter – nur um dann in “Smoke on the water” zu enden… =;-)
– Vor “1/2 Lovesong” spielte Rod “Wanted dead or alive” von Bon Jovi an, allerdings war keiner so wirklich textsicher… *gg*
– Beim Lieblingslied von Radio brennt fing das Publikum doch allen Ernstes an, mitzusingen! =:-o “Holladrihi-a holladri-hoh…” *rofl*
– FU verschwand von der Bühne, um sich für WAMMW umzuziehen. Bela: “Und wir haben auch schon einen Ersatz: einen Flügel!”
– Für “Dinge von denen” kamen FU und Bela mit Masken im Gesicht zurück auf die Bühne. Und diesmal schafften sie es wirklich, Rod zum Lachen zu bringen… =;-)
– So richtig chaotisch wurde es dann, wie eigentlich immer, beim Unplugged-Teil. Los ging’s mit Biergourmet, danach stimmte Farin erstmal “Ein Tag, so wunderschön wie heute” an, und alle sangen natürlich mit. Irgendwann verwandelte sich das ganze dann in “Wenn es Abend wird” – yeah! Allerdings konnte keiner der drei den Text, aber egal… *g* Und dann kamen auch irgendwann noch Teile von Erna P., und ich war selig… =:-)
– Dann kam Zitroneneis. Farin brach aber mittendrin ab – “hey, so geht das aber nicht! Ihr müßt mitmachen!”. Und zwar mußten wir natürlich antworten, wenn gefragt wird “Soll ich jetzt frustriert sein?” – geballte Faust, hochspringen und “Nee!” schreien (wahlweise “Nöö!”, da waren Farin und Bela sich nicht so ganz einig *g*). Das mußte natürlich angetestet werden, und Farin verteidigte das Publikum, als Bela der Meinung war, daß wir nicht hochgesprungen wären: schließlich ist in Mannheim die Schwerkraft viermal so hoch wie in Berlin! Äh ja. Jedenfalls wurde das dann der Spruch, der uns den Rest des Abends durch begleiten würde. In jeder möglichen und unmöglichen Situation bauten die drei ein “soll ich jetzt frustriert sein?” ein, und alle hüpften hoch, reckten die Faust und schrien “nee!”. Aber mit “soll ich jetzt pikiert sein?” funktionierte es nicht… *lol*
– “Die Band, die nur fünf Prozent ihres Hirns benutzt – aber trotzdem die beste Band der Welt! Glauben wir zumindest…” *rofl*
– Tja, und dann verschwanden sie nach Zu Spät einfach so von der Bühne – um nach einigem Zugaben-Geschreie nochmal rauszukommen! Also gab es noch “Dauerwelle vs. Minipli”, und dann waren sie wirklich weg… … weiterlesen!

20040525 Die Ärzte (Köln)

Tuesday, May 25th, 2004
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Fotos

So, als alte Frau schafft man ja keine zwei Konzerte hintereinander vorne im Getümmel, also begaben wir uns heute mal auf die Gallerie. Durch nette Menschen sogar ganz nach vorne, hey, das war ganz super und toll und lieb und überhaupt! *freu*

Ähm ja, dafür hab ich vorher mein Hirn an der Garderobe abgegeben, ich weiß nicht mehr wirklich viel vom Konzert. Aber dafür ist mein Köln1-Bericht ja richtig schön lang… *gg*

Erstmal zur Setlist: Die war auf beiden Konzerten relativ gleich, es gibt aber einige Stücke, die ausgetauscht werden. Hier also mal der Versuch einer “allgemeinen” Setlist (1 bedeutet: nur beim ersten Köln-Konzert gespielt, 2: nur beim zweiten): Nicht allein, Radio brennt, Ignorama(1)/Alleine in der Nacht(2), Angeber, Geld, Hurra, Richtig schön evil, Ein Mann, Deine Schuld, Ich weiß nicht ob es Liebe ist(1)/Komm zurück(2), T-Error(1)/Ruhig angehen(2), Gwendoline, Mondo Bondage, Geisterhaus, 1/2 Lovesong, Meine Freunde(1)/Hütchenspiel(2), Die klügsten Männer der Welt, Nichts in der Welt, WAMMW, Popstar, Sommer nur für mich(1)/Sommer Palmen Sonnenschein(2), Die Nacht, Revolution(1)/Rebell(2), Schunder-Song – ZUGABE – Dinge von denen, Unrockbar, Schrei nach Liebe – UNPLUGGED – Biergourmet, Zitroneneis, Frank’n’Stein, Monsterparty – UMBAUPAUSE – Der Graf(1)/Manchmal haben Frauen(2), Elke, Westerland, Zu spät.

– Zuerst mal wurden wir alle namentlich begrüßt – sonst könnten sie ja keine vier Stunden füllen… =;-)
– Dann redeten sie erstmal nur noch Englisch, denn das war ihr erstes englischsprachiges Konzert. Und wir sollen doch bitte verzeihen, wenn ihr Englisch nicht perfekt ist… *g* Ach ja, und für Farin war es das erste Mal in Köln!
– “Sinnlos, aber Ärzte!”
– “Für das nächste Lied brauchen wir eure Hilfe! Bleibt einfach hier!” *rofl*
– Aber manchmal sind DÄ auch nicht die beste Band der Welt, sondern nur die dritt- oder viertbeste. Vielleicht so 20 Sekunden während dem Konzert. Aber so im Mittel…
– “Und jetzt ein Lied für alle Unsichtbaren!” – nämlich Geisterhaus.
– Rods Flügel ist übrigens in Wirklichkeit ein U-Boot! Aber sogar aus einem U-Boot kann Rod noch tolle Töne rausholen… *g*
– Zu “Dinge von denen” kamen Bela und Farin diesmal in Alufolie gehüllt zurück auf die Bühne. Aber Rod sang tapfer weiter… =;-)
– Auch diesmal artete der Unplugged-Teil wieder ziemlich aus. Wie Farin schon feststellte: “Unplugged sind wir ein bißchen anders”… Erst kam Belas Lied. “Sagt es uns ehrlich, ob es euch gefällt! Ihr seid doch unsere Freunde!”. Und es kam an, sogar besser als Farins Zitroneneis… Aber Farin war ja auch mal Zitroneneis-süchtig, und konnte nur geheilt werden durch Pistazieneis.
– Den Syllable-Jive können ja nur ganz wenige Menschen überhaupt spielen, DÄ haben ein Patent drauf angemeldet, und Premiere hatte diese Musikrichtung in… “Ingolstadt in Transylvanien?” Bela ist einfach ZU ehrlich… *rofl*
– Bela kotzte diesmal nicht in des Grafen Sag, sondern legte sich ganz einfach zur der schönen Gräfin dazu. Und die Gräfin holte dann ihre Handschellen und ihre Lederpeitsche hervor, und plötzlich war Gwendoline schon wieder da… *g*
– Am Ende mußten sie noch kurz marschieren. Hirn, was war das nochmal? *lol*
– Na ja, und dann schrieben DÄ kurzerhand eine neue Köln-Hymne: “Wir wissen, was ihr wölln – Köln! Köln!” und so weiter, und so fort… *rofl* Was sich nicht alles auf Köln reimt, wenn man sich nur richtig anstrengt! *wunder*
– “Doch die beste Stadt, das sei mir verziehn, ist immer noch: Berlin! Berlin!”
– Übrigens war Farin auch mal Westerland-süchtig. So lange, bis Rod ihn auf Amrum aufmerksam machte… *g*

Tse, und am Ende beschwerte sich Bela doch tatsächlich, daß auf der einen Gallerie-Seite nichts losgewesen wäre. Pfaaah, das nehm ich Dir übel, aber echt jetzt! *grr* =;-) … weiterlesen!

20040524 Die Ärzte (Köln)

Monday, May 24th, 2004
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Ähem. Gut, es ist ja bekannt, daß auf Ärzte-Konzerten der Hirnschwund um sich greift. Und daß gerade Köln-Konzerte da absolute Highlights sind. Aber fürs erste Köln-Konzert reicht der Begriff “Hirnschwund” wirklich nicht mehr aus. Zumindest bei den drei alten Herren (äh, also, bzw. dem alten Mann, dem jungen Mann und dem Gott) auf der Bühne muß man da schon von Komplett-Amputation reden…

Es gibt wieder mal ‘nen Bericht in Stichpunkten, sonst werd ich nie fertig. Und ich hoffe mal, daß ich die beiden Köln-Konzerte nicht allzusehr durcheinanderbringe…

Zur Setlist: Die Setlist scheint auf allen Konzerten mehr oder weniger gleich zu sein, mit einigen Stücken, die nach Belieben ausgetauscht werden. Genaueres dazu im Bericht zum zweiten Konzert, hier hab ich auch so genug zu schreiben… =;-)

Übrigens fand ich die Vorgruppe absolut genial, gut, daß ich die noch öfter sehe!

– In “Radio brennt” spielte Bela als Lieblingslied “Gruppensex im Altersheim” ein, was Farin schon beim zweiten (!!) Lied zum Verzweifeln brachte.
– Nach den ersten Stücken wurden wir begrüßt, und DÄ stellten sich als “die lustigen Ärzte” vor und kündigten an, daß wir jetzt 6 Stunden lang gerockt werden würden. Also, bzw. nicht gerockt, denn sie haben vorher Streichhölzer gezogen, um zu entscheiden, ob viel geredet oder viel gespielt wird, und nu ja, es wird halt viel geredet. (Ach??? *lol*)
– Nach Geld stellte Farin fest, daß Bela es schafft, aus “Geld” ein zweisilbiges Wort zu machen, nämlich “Gel – t”. Bela betonte dann, daß t ja so ein schöner Buchstabe wäre, und sie fingen an, Wörter mit t aufzuzählen… *rofl*
– Bela kündigte “Ich weiß nicht, ob es Liebe ist” an, so von wegen mal ein bißchen ruhiger, romantisch, etc. Und als er gerade darauf rauswollte, daß jetzt also eine Ballade kommt, quatschte ihm Rod dazwischen: “Jetzt kommt ein Trash Metal Stück!” =;-) Was Farin beantwortete mit “Oh wie schade, ewig schade, jetzt singt Farin eine Ballade!” Das mußte Rod dann einsehen und kündigte ein “Großod” an.
– Und dann war natürlich auch mal das Publikum dran, mit einer La Ola, was sonst. Erst die Galerie, und als der Innenraum dann auch wollte, meinte Farin: “Nee, laßt mal, euch glaub ich, daß ihr das könnt.” Dann kam er aber noch auf die Idee, wir könnten das ja auch in Gedanken machen, so, wie sie ihre Stücke üben. Und das klappte auch recht gut! *gg* Daraufhin spielten DÄ das nächste Lied einfach auch in Gedanken. “Lui, mach mal dunkel. Stellt euch das Licht einfach vor!” Beantwortet wurde das Ganze dann natürlich durch einen ausgiebigen und ausufernden Gedankenapplaus!
– Irgendwie waren DÄ nicht so wirklich zufrieden mit den Reaktionen des Publikums (ich kann’s nicht so wirklich beurteilen, da ich seit langem mal wieder echte Ohrstöpsel angetestet hab). Also wurde uns kurzerhand erklärt, wie genau wir das zu machen haben: Erst mal einen Arm hoch, dann den anderen Arm hoch, dann den einen rhythmisch rüberbewegen…
– Aber irgendwann stellten sie dann fest, daß sie mit ein bißchen Schleimen viel besser ankommen. Bela philosophierte über Kölsch, was ihm sofort Sprechchöre einbrachte, das kapierte Farin natürlich sofort und er schleimte ein bißchen mit. Nur Rod hielt sich zurück, dafür gab’s dann aber auch Sprechchöre… *g*
– Beim Schundersong wandelte Bela kurzerhand das “mitten in die Fresse rein” um in “mitten in die Schnüss”, was dann gewisse Lachkrämpfe auf der von uns gesehen linken Bühnenseite verursachte… =;-)
– Vor “Der Graf” oder “Die Nacht” oder so stellte Farin Bela vor: “Der Fürst der Finsternis, der Mann, wegen dem das Wort mit V im Lexikon steht!” – Bela und Rod versuchten dann rauszukriegen, um welches Wort es wohl geht… Vampyr? Vosferatu? Oder doch eher Volkswagen? Aber egal. “Lui: Dunkelheit ab!”
– DÄ gibt es ja schon, seit die Dinosaurier ausgestorben sind. Woran sind die nur ausgestorben?!? Genau. *lol* Aber laut Bela war das total zuvorkommend von DÄ, denn die Viecher wären ja nur nervig, in der Straßenbahn und so… *rofl*
– Beim Seitenwechsel hielt Bela Rod kurz zurück: “Moment, hier muß erst noch gereinigt werden für den Gott!”
– Den übertriebenen Lokalpatriotismus der Kölner werde ich wohl nie verstehen. Völlig unaufgefordert wurde mittendrin ständig “Viva Colonia” oder “Kölle alaaf” oder was auch immer gesungen?!?
– A propos Köln: Die Standard-Köln-Sachen (also Dom, Düsseldorf, Hosen, Altbier, …) fanden natürlich auch statt, aber für Zugereiste ist das halt nicht sooo interessant. *g*
– “Und tschüß! Zugaben gibt’s dann morgen…” *rofl*
– Stimmte aber nicht. Sie kamen brav wieder und spielten “Dinge von denen”. Zuerst natürlich nur Rod, wie immer, Bela und Farin ritten dann auf Besen bzw. sonstigen Stangen ein… ?!? *gg*
– Der Unplugged-Teil uferte komplett aus. Und wenn ich komplett schreibe, dann meine ich _komplett_… *lol* Ich krieg leider nicht mehr viel zusammen, aber es wurde mehr gequatscht als gespielt. Los ging es mit einem Werk von Bela, opus 43 im Knöchelverzeichnis, in a-Moll… *rofl*
– Nebenbei wurden DÄ ständig vom Publikum unterbrochen, das ja, wie schon erwähnt, köllsche Hymnen singen mußte. Kommentar Farin: “Braucht ihr uns als Publikum dafür, oder können wir auch einfach gehen?” Aber Bela applaudierte dann mal ganz brav… *g* Dafür machte er bei der Erklärung des Syllable-Jive einen entscheidenden Fehler: Er führte nämlich vor, daß man eigentlich jedes Lied als Syllable-Jive spielen kann, sogar “mer losse den Dom in Kölle”…
– Aus Biergourmet wurde spontan Kölsch-Gourmet, und manchmal, aber nur manchmal, haben Monster ein kleines bißchen Party gern! Außerdem hat Bela eine Allergie gegen Zitroneneis, aber die Story kriegten DÄ nicht so ganz zu Ende, da das Publikum mal wieder am singen war… *lol*
– Sie bekamen das Publikum aber dann wieder unter Kontrolle, indem sie es Worte nachsprechen ließen. Bei “Gebt mir ein V! Gebt mir ein O! Gebt mir ein Ralberg!” klappte das noch nicht so ganz, bei Rods Vorschlägen schon eher, also folgerte Farin, daß es wohl nur bei schmutzigen Worten klappt. Also mußten wir noch “Penis!” und “Vagina!” schreien, bis Bela einwandte, daß das ja wohl keine schmutzigen Worte wären. Also halt “ungewaschener Penis!”… =;-)
– “Wäre Elton John so auch so berühmt geworden?” *lol*
– “Farin, ich will ein Kind von dir!” – “Och nee, das sächselt dann…” *rofl*
– Rod ist übrigens Siegfried und Roy, gut zu wissen. *lol* Und beim Anfang von WAMMW räkelte Bela sich auf seinem Flügel… hach. *g*
– Und Bela führt seine Freundin nicht in die Jazz-Bar aus, sondern in die Rockbar. =;-) Farin war der Anfangsapplaus für Unrockbar aber irgendwie zu gering, also täuschte er erstmal an, “Der lustige Astronaut” zu spielen und schwenkte dann zu Unrockbar über… =;-)
– Vor Westerland beschlossen DÄ, mal eine Runde “Reise nach Jerusalem” zu spielen. Wenn die Musik aufhört, sollten sich alle sofort hinsetzen, wer’s nicht tut, fliegt raus, und das machen sie so lange, bis keiner mehr da ist (oder bis alle genug Platz haben, um sich hinzusetzen, würd ich jetzt mal sagen *gg*). Spontan beschlossen sie dann, selber mitzuspielen. Ein Bild für Götter… *rofl*
– Und dann kam “Zu spät”… Ich krieg’s nicht mehr zusammen, aber während FU die Mädels immerhin rumkriegt, ist Bela ständig am Wichsen, wie man im Hotel ja immer h&oum
l;ren würde. Bela: “Ja, ich bediene mich meiner Hand, aber
immerhin lausche ich nicht an der Wand!” Das konnte Farin dann nicht auf sich sitzen lassen und konterte, dann wieder Bela, und so weiter, und so fort. Das Ganze endete damit, daß Belas Hände komplett verkrustet sind, weil er sie die ganze Tour über noch nicht gewaschen hat.
– Und direkt danach standen die drei Hand in Hand auf der Bühne und verabschiedeten sich – aber Farin hatte sicherheitshalber dann doch dafür gesorgt, daß zwischen seiner und Belas Hand noch ein Handtuch war… *rofl*
– Kleine Bemerkung am Rande: Ich LIEBE das Security-Ballett am Anfang von Schrei nach Liebe… *rofl*

So, lang genug. *gg*
Eine Sache würd ich aber gern noch loswerden: Kinners, ein bißchen gesunder Menschenverstand im Publikum schadet echt nicht! An die Nietenarmbänder hab ich mich ja mittlerweile gewöhnt, obwohl ich den Sinn echt nicht verstehe (okay, zum Drängeln mögen sie von Nutzen sein, aber sonst?!?). Aber was ich in letzter Zeit immer wieder seh, sind Leute, die sich vorne nicht verlieren wollen und daher halt das ganze Konzert über “Händchen halten” – egal, wie viele Leute dazwischen stehen. Mal ganz abgesehen davon, daß das für die “Dazwischenstehenden” nicht gerade angenehm ist – es sollte doch eigentlich nicht so schwer zu sehen sein, daß das scheißgefährlich ist? Ein Schub von der falschen Seite, und der Arm ist durch… manchmal hilft es, das Gehirn einzuschalten, auch wenn die drei Zombies auf der Bühne auch ohne durchkommen… *gg* … weiterlesen!

20040511 Die Ärzte (Freiburg)

Tuesday, May 11th, 2004
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So, da ich mich jetzt schon seit einigen Tagen davor drücke, einen Bericht vom Freiburg-Konzert zu schreiben, sollte ich diesmal wohl das wahrmachen, was ich mir für jedes Konzert wieder vornehme: Nämlich keinen kompletten Bericht zu schreiben, sondern nur ein paar Stichpunkte. Mal gucken, ob ich das diesmal hinkriege. =;-)

Zuerst mal die Setliste (wohl nicht vollständig und mit Sicherheit nicht in der richtigen Reihenfolge):
Nicht allein, Radio brennt (inkl. Wie am ersten Tag), Richtig schön evil (inkl. Nein nein nein), Nie wieder Krieg, nie mehr Las Vegas, Nichts in der Welt, Ein Mann, Gwendoline, Rebell, Mondo Bondage, Geisterhaus, 1/2 Lovesong, Die Nacht, Die klügsten Männer der Welt, Ruhig angehen, Popstar, Sommer, Palmen, Sonnenschein, Deine Schuld, Hurra, Schundersong
Dinge von denen, Unrockbar, Schrei nach Liebe
Unplugged: Biergourmet, N 48.3, Frankenstein, Monsterparty
Manchmal haben Frauen, Elke, Westerland, Zu spät

Was dazwischen geschah:

  • Gleich zu Beginn mitten in Richtig schön evil begrüßt Farin das Publikum erstmal mit “Hallo Berlin!”. Mittendrin spielen DÄ “Nein nein nein”.
  • In Elke spielen sie einen – neuen? – Mittelteil. Das Publikum soll dann mitsingen, es ist aber nicht so wirklich durchschaubar, WAS wir mitsingen sollen… =;-) Funktioniert also nicht, aber DÄ beschließen, uns zu hypnotisieren, dann klappt das schon. Dazu laufen sie hintereinander auf der Bühne hin und her – “schaut uns einfach nach”… *lol*
  • Vor Frank’n’Stein im Unplugged-Teil improvisieren die drei erstmal einen Syllable-Beat (ohne zu erklären, was das ist *g*). Und Frank’n’Stein wird dann halt im Syllable-Beat-Stil gespielt.
  • Farin: “Und jetzt spielen wir ein älteres Lied, so aus der Zeit, als ihr zum ersten Mal masturbiert habt…” – Bela: “Also, bzw. die jüngeren von euch, die sind zu der Zeit zum ersten Mal allein aufs Töpfchen gegangen…”
  • Zu spät uferte ziemlich aus, Rod ging mal wieder zu den Hosen, irgendwo kam dann auch ein belegtes Brot mit Schinken (und eins mit Ei), und “ob Schinken- oder ob Eibrot, es wird nachher alles zu Kot”… ach ja, und “heut wird nicht gefickt – wir beschäftigen uns mit Mathematik!”. Das alles innerhalb von zwei Minuten von ein- und derselben Person?!? *rofl*
  • Dann wurde ein Lied gespielt, das was mit einer Insel zu tun hatte. Nämlich “Wir lagen vor Madagaskar”… ach nee. Es war doch “Isle of Love”. Oder doch nicht? =;-)
  • Bei Dinge von denen spielte Rod auf dem Flügel, mit dem Napoleon Bonaparte Eva Braun verführt hat! Aber der einzige Meister am Flügel ist ja doch Rod…
  • MTV zeichnete ein paar Lieder auf, das führte zu etwas Konfusion, da keiner so genau wußte, WELCHE Lieder aufgezeichnet wurden. Es waren dann aber Geisterhaus und Nichts in der Welt, und Bela und Rod witzelten dann erstmal über die Osbournes.
  • Wir sollten uns gefälligst ein bißchen anstrengen und klatschen, denn schließlich… “stehen wir ja immerhin auch auf der Bühne rum!”
  • Die Wette, daß wir keine Welle hinkriegen, haben DÄ natürlich verloren. Aber das ganze Konzert über hatte das Publikum dann auch keine Lust… Die Leute auf den Rängen saßen anfangs des Konzerts wirklich einfach nur da, aber auf Aufforderung standen sie dann brav auf. =;-)
  • Etwas peinlich fand ich es, als Popstar gespielt wurde und das echt kein Mensch in meiner Umgebung kannte. Und “meine Umgebung” war immerhin zweite Reihe… *seufz* Na ja, ich gebe ja zu, die haben mittlerweile einfach zu viele Stücke, aber nur unverständliche Blicke tun schon weh… und Biergourmet am Anfang des Unplugged-Teils hat auch keiner erkannt. *grmbl*
  • Und sie gehen noch nicht von der Bühne, denn sie sind ja nicht Guns n’Roses. “Wir sind dreimal Guns n’Roses! Triple Guns n’ double Roses!”
  • “Wollt ihr noch ein Lied hören?” – Ja klar. Dann kam erstmal der Ententanz. “Eins von uns? Oder lieber Dire Straits?” – Das hätt ich jetzt ja gern mal in live gehört, aber nach den ersten zwei Takten gestand Farin “Ich kann’s nicht mehr…”
  • Zu Nichts in der Welt mußten die Feuerzeuge rausgeholt werden. “Ähm, Bela, wir sollten jetzt anfange, bevor die sich alle die Finger verbrennen!” *g*

OK, etwas abgehackt so, dafür geht das aber deutlich schneller, und für mich reicht es. Einsprüche halt ins Gästebuch oder so. … weiterlesen!

21.12.2003 Die Ärzte (Schleyerhalle, Stuttgart)

Sunday, December 21st, 2003
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Am Tag nach Frankfurt dann das Konzert in Stuttgart. Hoffentlich schmeiße ich in den Berichten nichts durcheinander, aber egal.
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20031220 Die Ärzte (Frankfurt)

Saturday, December 20th, 2003
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So, dieser Konzertbericht wird deutlich kürzer als der von Regensburg, man hat ja auch noch was anderes zu tun… =;-)

Ich fand das Konzert ungefähr gleichwertig zu dem in Regensburg. Die Setlist war leicht verändert, einige Lieder wurden an anderen Stellen gespielt, ein paar (z.B. “Ruhig angehen” und “Mondo Bondage”) wurden nicht mehr gespielt, dafür wurden andere, ältere Lieder ins Set aufgenommen (z.B. “2000 Mädchen”, “Alleine in der Nacht”, “Ist das alles?”). Die genaue Setlist gibt’s sicherlich irgendwann bei Kill them all. *g*

Ich hab das Konzert ausnahmsweise mal recht weit hinten verbracht, eine ganz neue Erfahrung. Allerdings nicht unbedingt eine schlechte Erfahrung, man sieht zwar deutlich weniger, aber Stimmung ist hinten auch, und man hat deutlich mehr Platz. =;-) Frankfurt war laut Ankündigung von DÄ der Tourrekord, sprich, die größte Halle und daher auch das lauteste Publikum. Und die drei legten sich auch voll ins Zeug, und als am Ende der Setlist das Publikum noch nicht komplett zu Brei gerockt war (Kommentar Bela: “Wenn ein Publikum nur halb zu Brei gerockt ist, ist das so, als wären wir gar nicht da gewesen! Und ihr seid erst halb durch!”), spielten sie noch “Teenagerliebe” und “Wie am ersten Tag”.

Ohne besondere Reihenfolge jetzt meine Erinnerungsfetzen, die irgendwie nicht sehr umfangreich sind… der Hirnschwund kommt also wohl doch nicht vom Sauerstoffmangel in den ersten Reihen… =;-)

Ziemlich am Anfang spielte sich Farin einen ziemlichen Mist zusammen und verhunzte ein Gitarrensolo komplett. Daraufhin textete Bela den “Optimist” um, man solle doch alle Gitarristen erschießen… und danach stimmte Farin selbst “Ohne dich” an, was auch nicht in der Setlist drin war, aber irgendwie ein kleiner Wink mit’m Zaunpfahl… *g*

“Grace Kelly” wurde angekündigt als ein Lied, zu dem die meisten der Zuschauer gezeugt wurden… aber na ja, da lag Farin wohl eher daneben, das Publikum in Frankfurt war doch deutlich älter als das in Regensburg.

Vor den Zugaben betätigte Farin sich dann als Wahrsager: “Ich sehe… ich sehe… Buh-Rufe und ausgestreckte Mittelfinger! Nämlich dann, wenn wir euch sagen, daß wir jetzt das letzte Lied spielen.” Bela sah dann noch voraus, daß das Publikum danach wohl ein dreisilbiges Wort mit “Zu-” am Anfang rufen würde. Und – oh Wunder – beide Vorhersagen trafen ein! *lol*

Rod beschränkte sich bei seinen Ansagen größtenteils auf “Hallo Frankfurt” und “Frankfurt, ihr seid toll” und “ihr seid schön” und so. Sehr kreativ also… *hüstel*
Außerdem erwies er sich als ziemlich humorresistent, als Bela Farin auf die Seite nahm und mit ihm besprach, wie man das Publikum reinlegen könnte… nämlich indem sie ein Stück von AC/DC anspielen und dann einfach in ein eigenes übergehen. Rod wies die beiden dann darauf hin, daß das Mikro offen war…

Zum Unplugged-Teil wurden wieder die Nasenflöten ausgepackt. Farin kündigte “den Untergang des Abendlandes” an und betitelte die Nasenflöte als ein “von der Genfer Kommission verbotenes Musikinstrument”… =;-) Daraufhin versuchten die drei, “Manna manna” auf der Nasenflöte zu spielen, allerdings eher erfolglos.

Natürlich durfte auch das obligatorische Rödelheim-Dissen nicht fehlen – laut Bela ist Rödelheim ein Stadtteil von Las Vegas, wo die Tiger Augenklappen tragen.

Dann kündigte Bela irgendwann ein sehr altes Lied an. Ungefähr… hmm… 8 Monate – nämlich Unrockbar. *lol*

Die Fetten Brote durften diesmal noch “Nordisch by Nature” ansingen, bevor sie mit “FaFaFa” von der Bühne gejagt wurden. Laut Farin sind sie übrigens Fette Brote mit Salami.

Bei “Ist das alles” durfte das Publikum üben, wie man Pizza bestellt. Statt “Ist das alles?” wurde skandiert “Pepperoni – mit Prosciutto – …”

Bei “Zu spät” dichtete Bela am Ende noch “Dinge von denen” um, aber was er da gesungen hat, weiß ich nicht mehr… auf jeden Fall endete das Ganze dann bei den Kassierern. *g*

OK, ist nicht viel, aber immerhin weiß ich überhaupt noch was… =;-) … weiterlesen!

20031209 Die Ärzte (Regensburg)

Tuesday, December 9th, 2003
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So, nach anderthalb Jahren endlich mal wieder ein Ärzte-Konzert – langsam wurde es aber auch Zeit. Aber so nimmt man dann natürlich auch die fünf Stunden Fahrt nach Regensburg auf sich… (bzw. die sechs, da gewisse Leute ihre Karte vergessen hatten, aber lassen wir das… *gg*)

Relativ spät an der Halle, dafür trotzdem problemlos nach vorne – das ist praktisch. Los ging es um Punkt 20 Uhr mit Fettes Brot. Na ja, die sind wirklich nicht mein Ding, ich hatte ja die Hoffnung, daß sie trotz HipHop rocken und das Publikum mitreissen, das hat aber nicht geklappt. Na ja, war ja auch Bayern, vielleicht klappt das woanders… =;-) Sie spielten jedenfalls ‘ne Dreiviertelstunde, Tanzverbot wurde aber nicht gespielt.
Danach gab’s dann ‘ne halbstündige Umbaupause, mit großem Vorhang vor der Bühne natürlich. Um viertel nach neun ging’s dann mit dem Intro los, “Meister aller Votzen” (von den Kassierern, wie ich irgendwo gelesen hab, keine Ahnung – klang wie ‘ne Mischung aus Rammstein und “Bela will lustig sein” *g*). Als Intro dann der Anfang von “Anti-Zombie” leicht abgewandelt: “… und wenn in der Halle kein Platz mehr ist, kommen die Ärzte auf die Bühne!”. Los ging es dann mit “Nicht allein”. Hier die Setlist, zusammengeschrieben aus’m Gedächtnis, ich schätze mal, sie ist halbwegs komplett – die Reihenfolge stimmt aber sicher nicht. Die Lieder, die _sicher_ an dieser Stelle kamen, sind mit * markiert, die, die sicher hintereinander kamen, mit +:

Nicht allein*
Sommer nur für mich*
Richtig schön evil (mit Polizei-SA-SS von Slime)*
Geld*
Hurra*
Optimist
T-Error
Ruhig angehen
Nichts in der Welt
Geisterhaus+
Mondo Bondage+
Grace Kelly
Gib mir Zeit
Die klügsten Männer der Welt
Wie es geht
Die Nacht
Komm zurück
Mein Baby war beim Frisör
WAMMW
Yoko Ono
Rebell*
Deine Schuld*
——————–
Bravopunks
Angeber
Schrei nach Liebe*
——————–
Unplugged:
Langweilig*
Medley* (inkl. “Jag älskar Las Vegas”)
Monsterparty*
——————–
FaFaFa*
Dinge von denen+
Unrockbar+
——————–
Anti-Zombie*
Manchmal haben Frauen
Westerland*
Zu spät*

Das Konzert dauerte bis 12 Uhr, sprich, die drei spielten 2¾ Stunden. Netto natürlich deutlich weniger wegen der Zugaben-Pausen und dem Umbau für die Unplugged-Zugabe.

So, jetzt gibt’s zuerst mal ein paar grundsätzliche Sachen zur Show, und danach dann wie immer die Reste meines Erinnerungsvermögens, was die drei wieder für einen Schwachsinn fabriziert haben… *g*
Ich befürchte allerdings, daß die Konzerte alle recht ähnlich sein werden. Und da ich ein paar Sachen sehr schön und überraschend fand, will ich nicht einfach alles verraten. Daher gibt’s die grundsätzlichen Sachen einfach mal in “braun auf braun”, wer’s lesen will und sich nicht überraschen lassen will, kann es einfach durch markieren oder rauskopieren lesen. Wer sich die Spannung nicht nehmen lassen will, liest einfach unten weiter… =;-)

Nach dem Intro ging erst nicht der komplette Vorhang auf, sondern nur der mittlere Teil – die beiden äs an den Seiten blieben hängen. Das wirkte zwar gut, löste aber auch einen ziemlichen Sturm auf die Bühnenmitte aus… na ja. Nach ein paar Lieder wanderten dann aber plötzlich die Mikros von Farin und Rod nach außen, die Vorhänge fielen, und die Bühne war viel breiter (Kommentar Bela: “Die Bühne ist schon breiter geworden, gleich verbreitern wir sie noch mehr – ihr da auf den Hängen, macht schonmal Platz!”).
Insgesamt gab’s ‘nen Haufen Show-Effekte: Brennende Verstärker, eine Riesen-Bassdrum für Bela mit einem Totenschädel-Bela drauf (mit rot leuchtenden Augen, aber das ging am Ende vom Konzert schon nicht mehr *g*), ganz viele verschiedene Bühnenhintergründe, ein paar Pyro-Effekte (die für Farin so überraschend bei “Schrei nach Liebe” kamen (also, genauergesagt, genau an der selben Stelle wie bei der RadBU-Tour *kopfschüttel*), daß dieser erstmal einen Satz nach hinten machte… *lol*) und ein riesiges… äh… Lampenband oder so. Halt so eine Art Laufschrift-Band, aber eben riesig und ganz furchtbar hoch, so daß man das wohl nur von ganz hinten im Auge hatte… *g* Da gab’s dann ständig Ansagen wie “Farin steht jetzt hier” mit Pfeil nach unten, oder “Super Bassdrum!”, oder auch einfach nur “Arschloch”, “Zu spät” oder “Umbaupause”. Richtig aufwendig wurde die Deko dann bei “WAMMW”, wo für Rod ein E-Flügel reingerollt wurde. Er fängt an zu spielen, Bela moderiert Howard Carpendale an und rein kommt FU im weißen Schunder-Anzug und singt mit breitestem Entertainer-Grinsen WAMMW, während Bela im Hintergrund eine riesige Diskokugel durch die Gegend schubst (und dabei über den vorher runtergefallenen Vorhang stolpert… *hüstel*). Am Ende vom Lied reißt Bela Farin dann den Anzug vom Leib, der krallt sich seine Gitarre und legt mit Bela am Schlagzeug noch eine neue Strophe von WAMMW nach (nein, den Text krieg ich nicht mehr auf die Reihe…). Danach sind sie aber noch lange nicht fertig und improvisieren locker noch ein bißchen weiter, so von wegen, wenn alle Männer Mädchen wären und so einen Hintern wie Rod hätten – aber ohne die Haare, natürlich… =;-)
Als zweite Zugabe gab es dann ein Unplugged-Set, dafür wurde Belas Schlagzeug komplett weggeschoben, ein roter Teppich ausgerollt und darauf alles für den Unplugged-Teil aufgebaut. Sie spielten dann also ihr Unplugged-Set, danach will Farin noch nicht aufhören und stimmt ein Lied an von wegen “Wir sind jetzt fertig, ihr könnt umbauen” – was die Stage Hands auch prompt machen. Sprich, sie nehmen Rod das Mikro weg, schnappen sich Bela und tragen ihn von der Bühne, reißen FU die Gitarre aus der Hand… *lol* Bin ja mal gespannt, ob das überall passiert, oder ob es wirklich spontan war!
Zur nächsten Zugabe stürmten dann Fettes Brot auf die Bühne und sangen ein paar Takte von Tanzverbot – der Text war aber anders, glaub ich, keine Ahnung. Auf jeden Fall wurden sie dann recht schnell von DÄ unterbochen, und zwar mit “Fa Fa Fa – Fapißt euch!”… *lol* Die Brote wurden dann von Securities von der Bühne befördert, daher machte “verpißt euch” keinen Sinn mehr und statt “Fa Fa Fa” wurde halt “Sie sind Weg Weg Weg” gesungen… *g*

OK, soviel zur grundsätzlichen Show. Jetzt, wie immer ungeordnet, ein paar Anmerkungen zu einzelnen Liedern, Sprüchen, bla, ohne jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit. =;-)

“Zu spät” als letztes Lied wurde tierisch in die Länge gezogen, mit immer neuen Varianten von “Eines Tages werd ich mich rächen…” (Kommentar Bela: “Wenn für Rache kein Platz mehr in FU ist, kommen die Frauen auf Farin. Wenn Farin voll von Rache ist, kommt Farin auf die Frauen.”). Sogar Rod mischte mit und wiederholte einfach, was Farin gesagt hatte (also “Und eines Tages wird er sich rächen…” *g*). Was Farin beantwortete mit: “Rod, das war zwar sehr nett, doch andererseits – wenn du zugehört hättest, das sagte ich bereits!”.
Nachdem Farin und Rod nach einem Seitenwechsel wieder zurückgetauscht hatten, blickte Rod auf zu seinem Mikro (das logischerweise auf FU eingestellt war) und meinte völlig verblüfft: “Ich bin geschrumpft!”.
A propos Mikro – nach “Zu spät” (in dem es dann natürlich wieder zum “Streit” Farin/Bela kam, Bela drohte schon an, er würde verraten, daß das Lied eigentlich gar nicht von Farin sondern von ihm war (und Bela, der
Reim, den Du gesucht hast, war “nicht vom Gitarrist”, aber das nur so nebenbei *lol*) und die beiden dann immer wied
er angefangen haben, weil sie dem anderen nicht das letzte Wort bzw. die letzte Strophe lassen wollten) endete Bela mit “Und ich hab heute mal das letzte Wort” und zog Farin einfach das Mikrokabel raus… =;-) Daraufhin war der erstmal beleidigt, steckte es aber dann einfach wieder rein und stellte den Mikroständer so hoch ein, daß Bela nicht mehr drangekommen wäre…
Irgendwann wollte Bela das ganze Publikum noch zu einer kleinen Orgie einladen – Kommentar Farin: “Hmm, ich weiß nicht – haben wir genügend gefüllte Giraffenhälse da?” – Bela: “Och, die lassen sich besorgen…” – Farin: “Argh, nicht _so_ gefüllt…” *lol*
Am Ende vom Unplugged-Medley (das Medley selbst war genau wie auf Platte) textete Farin noch “Jag älskar Sverige” um auf Las Vegas, aber den Text krieg ich nicht mehr zusammen…
Bei Monsterparty gab’s diverse Textschwierigkeiten, die sie damit überbrückten, immer wieder in “Hey hey hey hey” (von ?, argh, scheiß Alzheimer…) zu verfallen… Die Blicke waren köstlich… nach jedem Refrain guckten FU und Bela sich verzweifelt an, und einer gab dann immer auf und sang einfach Hey hey hey hey… *lol* Mittendrin fragte Farin sogar mal das Publikum nach dem Text, aber dann hatte Bela zum Glück doch noch einen Geistesblitz.
Monsterparty endete diesmal übrigens damit, daß der Graf fragte, wer die drei Vollidioten denn überhaupt eingeladen hätte. Und statt Bass-Solo gab’s ein Schlagzeugsolo.
Ansonsten saßen die Texte aber erstaunlich gut, sehr verwunderlich! Nur “Mein Baby war beim Frisör” konnte Farin nicht, hat das aber auch zugegeben (na ja, mußte er auch, denn er mußte ja seinen Verfolger-Menschen anweisen, den Zettel, der am Boden klebte, auszuleuchten… *lol* Dort zeigte sich übrigens mal wieder, daß Rockstars sich nicht zu eitel sein sollten, auf der Bühne die Lesebrille auszupacken… *duck*)
Vor Anti-Zombie entdeckte FU Rods Geräusch-Erzeug-Fußmaschine, weil er das Hintergrundgeräusch zum Anfang einspielen sollte. Er hatte dann aber Spaß mit dem Ding und probierte erstmal alles aus… *lol* Und dann gab’s alle möglichen Varianten von “Mein Großvater war Pflaumendoktor in Trinidad…”
Bei “Dinge von denen” saß zuerst Rod allein am Flügel, dann schlichen Farin und Bela sich mit Handtüchern vermummt auf die Bühne. Sie hangelten sich von Verstärker zu Scheinwerfer, um bloß nicht gesehen zu werden, und hüpften bzw. krabbelten dann an ihre Plätze… *rofl*
Ach ja, und Belas Bauch ist nicht Doppel-D, sondern Doppel-B! =;-)
Zum Abschluß mußte Farin dann noch Rods “Remember, I love you” simultan ins Bayrische (oder was auch immer… *hüstel*) übersetzen, und die drei verschwanden (ohne “Gute Nacht”!) endgültig von der Bühne.

Fazit: Eine ganz tolle Show, die ihr Geld auf jeden Fall wert ist! Allerdings sind es meiner Meinung nach zu viele Stücke vom neuen Album, alte Sachen wurden fast gar keine gespielt, das macht die Sache doch irgendwie ein bißchen langweilig. Aber es gibt trotzdem genug Raum für Improvisationen, und ich freu mich auf Frankfurt und Stuttgart! (Für die es aber auf jeden Fall _sehr_ viel kürzere Berichte geben wird… *husthust*) … weiterlesen!

20020622 Die Ärzte (Southside Festival)

Saturday, June 22nd, 2002
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Nach gut acht Stunden Fahrt kamen wir dann am nächsten Morgen völlig übermüdet in Neuhausen o.E. an. Erstmal Park- und Zeltplatz suchen (was ziemlich schwierig war, die Ordner waren nämlich scheinbar noch nicht wach… *g*), Zelt aufbauen, Zeux aus dem Auto ranschleppen (bei schätzungsweise 30°, was aber im Vergleich zum Rest des Tages – und des darauffolgenden auch – noch recht kühl war), und dann erstmal ins Zelt und schlafen… bzw. nicht schlafen, dafür war’s definitiv zu heiß.
Das bedeutete dann natürlich, daß ich spätestens abends völlig hinüber war, daher weiß ich von dem Konzert noch deutlich weniger als von Berlin… =:-( Und ich muß gestehen, ich fand es auch nicht so toll, aber eigentlich war es ja klar, daß die drei Berlin nicht toppen können (jedenfalls nicht am Abend danach), denn schließlich waren sie auch ziemlich fertig, und sie hatten ja nur anderthalb Stunden Spielzeit.

Was mich auf Festivals immer nervt, ist das Publikum… *seufz* So auch diesmal. Und das hat nix damit zu tun, daß nur “Fans” auf Konzerten sein sollten oder so… sondern daß Festival-Publikum einfach unangenehm ist. Es wird nicht getanzt oder gepogt, sondern nur gedrückt und geprügelt… und mitgesungen schon mal sowieso nicht. Und diesmal war’s echt extrem, keiner hat auf die anderen geachtet, es wurde echt assozial gedrückt und so… =:-( Vielleicht war ich auch etwas zu empfindlich, wie gesagt, ich war absolut fertig, aber normalerweise halte ich vorne schon durch – diesmal bin ich freiwillig nach ein paar Liedern nach hinten abgehauen, weil’s mir zu extrem wurde. Und auch das war ätzend: Man konnte sich praktisch nur rausprügeln, was mir ehrlich gesagt auch noch nicht passiert ist… Ich fand’s auch etwas seltsam, daß DÄ nicht mal irgendwas dazu gesagt haben – achten die da überhaupt nicht drauf?!? Ich mein, es muß ja nicht gleich Campino-mäßig sein, so daß bei jedem Konzert erstmal gesagt wird “seid vorsichtig”, aber wenn’s wirklich gefährlich wird (und das war es), muß man doch mal den Mund aufmachen!

Aber egal, genug übers Publikum gemeckert, eigentlich geht’s ja hier um die drei Nulpen auf der Bühne. Wenn ich jetzt noch was vom Konzert wüßte… *tütelü* (Sorry, fiel mir gerade so spontan ein… *lol*)
Mal wieder völlig unsortiert und ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  • Die Setlist war mal wieder relativ normal, also Reihenfolge wie immer, natürlich weniger alte Stücke als in Berlin (d.h., eigentlich so ziemlich gar keine alten Stücke, glaub ich…). Dafür Rock’n’Roll Übermensch, das kam in Berlin glaub ich nicht.
  • Bela schleimte die ganze Zeit rum und erzählte dem Publikum, wie toll es doch wäre… hab ich da Ironie rausgehört?!?
  • Farin hieb dann in dieselbe Kerbe und wünschte sich, daß alle aus dem Publikum doch bitte auch am nächsten Tag beim Hurricane dabei sein sollten – ja klar, so verrückt sind wir doch, natürlich! *lol*
  • Plötzlich schaffte es ein Typ aus dem Publikum, auf die Bühne zu kommen. Und das war wirklich eine Leistung, denn die Bühne war ganz schön hoch… ein Security hüpfte dann gleich hinterher, griff ziemlich hart zu und wurde dann von Farin gerügt: “Hey, laß ihn, er hat’s geschafft!” Daraufhin guckte der Sec ziemlich betröppelt, und T übernahm den Typen (und griff ganz genauso hart zu…).
  • Am Ende verabschiedeten sich DÄ dann mit “Das war die beste Band der Welt – und jetzt kommen die Red Hot Chili Peppers. Irgendwie komisch, oder?” *lol*

So, das waren dann auch schon meine Erinnerungen, aber ich glaube, viel mehr Interessantes war auch nicht. Viele Textveränderungen gab es nicht, und Sprüche auch nicht wirklich…

Aber von wegen “bester Band der Welt” muß ich schon sagen, daß die Peppers doch ‘ne Spur größer waren, ohne Frage… auch wenn ich da wirklich fast eingeschlafen wäre, aber das lag nicht an der Band, sondern an mangelndem Schlaf. Ich hätte die gerne bei vollem Bewußtsein gesehen… =:-/
Nu ja, der nächste Tag vom Southside war auch ziemlich spitze, Beatsteaks, Sportfreunde Stiller, No Doubt, Garbage, Less than Jake… hach ja, Festivals sind schon toll! Außer das Publikum… aber egal, nach dem Konzert in Berlin war natürlich am nächsten Tag keine Steigerung zu erwarten, und das Konzert war “durchschnittlich” – und das ist bei den Ärzten schließlich ziemlich spitze! … weiterlesen!

20020621 Die Ärzte (Berlin)

Friday, June 21st, 2002
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Juchhu! Endlich wieder ein DÄ-Konzert – das letzte ist schließlich schon ein dreiviertel Jahr her.
Es ist zwar eigentlich völlig sinnlos, zum Jubiläumskonzert einen Bericht zu schreiben, schließlich hat das ja eh jeder gesehen oder gehört, aber was soll’s. Mal gucken, was ich von dem Konzert noch weiß… *g*

Also, zuerst mal zur Location: Das war schon irgendwie cool. Mitten in Berlin, ein riesiger Rasenplatz, zwei riesige Leinwände, eine riesige Bühne, und zwei Wellenbrecher davor. Das konnten wir mittags schon bewundern, als wir dann um vier zurückkamen, war der Bereich vor dem ersten Wellenbrecher schon voll. Die lieben Securities ließen sich auch durch Argumente wie “Aber es hieß doch, es ist erst um 16 Uhr Einlaß!” nicht überreden… =:-( Ihr Gegenargument war “Dann wären die da drin doch auch alle vor euch gewesen.” – und irgendwann krieg ich auch noch raus, was an dem Argument falsch ist, irgendwie stimmt das doch nicht… *grübel*
Nu ja, egal. Wir haben uns die elitären Bändchen dann halt anderweitig besorgt (danke nochmal!!! *gg*) und konnten die Zeit bis zum Konzertbeginn ganz entspannt hinten vor der Leinwand und mit Ausschnitten aus der Killer-DVD und den Tourvideos verbringen…
‘Ne halbe Stunde vor Beginn sind wir dann nach vorne, da gab’s noch ‘ne kurze Schrecksekunde, als die Secs niemanden mehr durchgelassen haben – wir kamen dann doch noch rein, aber nach den Bändchen hat irgendwie kein Schwein gefragt… na ja, egal, wir waren vorne, standen zwar vorerst vor Rod, aber das konnte man ja mit der Zeit ändern. *g* Auf jeden Fall tauchten dann auch endlich die ersten bekannten Gesichter auf, die wir vorher schon vermißt hatten.

Und dann ging’s los. Die Setlist war relativ nah an den “normalen” Konzerten dran, allerdings wurden deutlich mehr alte Lieder gespielt. Ich versuch gar nicht erst, die Setlist zusammenzukriegen, gibt ja schließlich genug Mitschnitte. Interessant waren Lieder wie “Mein kleiner Liebling”, “Roter Minirock” oder “Paul”, die ja normalerweise nicht freiwillig gespielt werden… =;-)

Die drei schienen ziemlich überwältigt von der Menschenmasse gewesen zu sein, was ich verstehen kann – sprachlos waren sie zwar nicht grade, aber doch etwas – hmm… keine Ahnung – “anders” als sonst halt… *g*
Farin meinte noch irgendwas davon, daß man vor so ‘ner Menschenmenge automatisch schreit, obwohl sie doch Mikros haben. Und ‘ne La Ola mußten wir machen, das sah wohl so toll aus, daß die drei gleich selbst eine gemacht haben.
Schade fand ich es ein bißchen, daß das Publikum kein “Happy Birthday” zustande gebracht hat, als die drei von ihren 20 Jahren gesprochen haben. Aber war auch schwierig, bei so vielen Leuten kann man sich ja nicht durchsetzen.

So, jetzt völlig unsortiert noch ein paar Sachen, die ich noch im Gedächtnis hab, ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Korrektheit *g*:

  • Bei “Ein Lied für Dich” änderte Bela den Text mal kurz von “Und so wird man Millionär” auf “Und so wird man Weltmeister” um – kein Wunder, mittags hatte schließlich Deutschland die USA im Viertelfinale geschlagen… *g*
  • Vor “Langweilig” (glaub ich *g*) fragte Farin: “Könnt Ihr den Text?” Alle schrien ja, obwohl ja keiner wußte, um welches Lied es überhaupt ging… Farin darauf: “Echt, Ihr könnt den Text von Bohemian Rhapsody?” Und dann spielte er es an, und na ja, viele konnten ihn eigentlich nicht, aber doch ‘ne ganze Menge (Hee, Leute, das ist Allgemeinbildung!!! *bösguck*). Farin war jedenfalls überrascht… =;-)
  • Bei Elke gab’s ausnahmsweise mal kein Nachsingen (also “auf”-“auf”-“dem”-“dem”-“Friedhof”-“Friedhof” usw.), sondern ein Wechsel zwischen Farin und Publikum. Waren wohl doch mehr “echte Fans” da als sonst… *lol*
  • Zu Ehren von Dee Dee Ramone spielten die drei “Commando” von den Ramones. Farin vorher: “Wenn Ihr den Text nicht könnt, tut zumindest so, als würdet Ihr mitsingen…” (oder so ähnlich)
  • Bei Radio brennt mußte mal wieder das Publikum das “Di dü di dü” am Anfang imitieren, denn Farin kann das ja sowieso… *g* Als dann später Polizei-Sirenen zu hören waren, kam erst ein “Hört Ihr, die spielen Radio brennt!” und dann ein “Oh, die Bullen, laß abhauen!”. Ach ja, und in Radio brennt kam irgendein bekanntes Lied, allerdings nur die Melodie, und ich erkenn sowas doch nie… keine Ahnung, was das war… *grübel*
  • Während der ganzen Zeit kam kein einziges Mal Farins Lieblingsspruch… aber ganz am Ende, also vor der Verabschiedung, fiel es ihm dann doch noch ein, er rannte zu seinem Mikro zurück und brüllte beherzt “Fickööööön!” *rofl*
  • Rod hat übrigens – zumindest teilweise – auf seinem Signature-Bass gespielt. Ist nicht wirklich wichtig, aber mir ist’s halt aufgefallen… *g*
  • Irgendwann stand Bela plötzlich allein auf der Bühne (Farin und Rod waren irgendwie verschwunden, was weiß ich, warum… *g*). Bela meinte dann was von wegen “Sympathiepunkte holen”, schnappte sich ein kleines Kind, das auf der Bühne stand, führte es nach vorne und erntete prompt einen riesigen Beifall… *gg*
  • Bela machte das ganze Konzert über Anti-Werbung für bzw. gegen Stoiber. Nach dem Motto: “Ärzte-Fans dürfen nicht Stoiber wählen.”, Farin daraufhin irgendwann: “Politik leichtgemacht mit Bela B.!” – wie war das nochmal mit der Demokratie? *hüstel*
  • Rock Rendezvous war mal wieder genial, wie immer halt. Und am Tag nach dem Konzert war ja auch Christopher Street Day und so… Bela sang dann irgendwas im Sinne von “Farin, du willst die ganze Zeit mit mir ficken, dann tu’s doch einfach” – und Farin meinte einfach nur “Ok!” – und die beiden verschwanden hinter der Bühne.
    Als sie dann zurückkamen, entdeckten sie ein Plakat vorne, auf dem Rod aufgefordert wurde, den Text zu verändern. Das hat er dann auch versucht… *lol* War aber nicht sehr erfolgreich. Diese hilfesuchenden Blicke zu den andern beiden hin waren richtig süß… *gg*

So, das waren erstmal alle Kleinigkeiten, die ich noch weiß. Ist sicher nur ein Bruchteil von dem, was ich während dem Konzert mitgekriegt hab, aber das Wochenende war nicht gut für meine Gehirnzelle(n)… *g*

Und natürlich war das Konzert ein Jubiläumskonzert, und das bedeutet nun mal, daß da auch Special Guests auftreten. Zum einen war da natürlich Diane von den Lemonbabies, die ja auch letztes Jahr bei einem der Berlin-Konzerte aufgetreten ist und ihren Part bei “Manchmal haben Frauen” gesungen hat.
Zum anderen, und das war ‘ne nette Überraschung, tauchte auf einmal Hagen auf der Bühne auf und spielte mit Bela und Farin “2000 Mädchen”. Sogar mit der richtigen Ansage… *g* Denn Hagen hat laut eigener Aussage in der Zwischenzeit Rechnen gelernt! =;-) Und er hätte gern den Rest des Konzertes Bass gespielt, aber an andere Lieder konnte er sich nicht erinnern… *gg*
Tja, und dann fehlte natürlich nur noch einer: Sahnie. Und der war natürlich auch da! Im Designer-Anzug und mit dunkler Perücke, versteht sich. Irgendwie sah er Rod ein bißchen ähnlich… *lol* Zuerst spielten die drei kurz “Kamelralley”, und dann noch eine komplette Version von “Wie ein Kind”. Auch mal interessant… =;-)

Um kurz nach zehn war das Konzert dann vorbei, was natürlich schade war, aber es war ja vorher klar, daß es nicht länger gehen konnte. Auf jeden Fall war es wunderschön, was aber glaub ich eher daran lag, daß es seit langem mal wieder ein Konzert war – eigentlich war es nämlich eher Durchschnitt, und es waren doch irgendwie zu viele Leute da. Das hat mich zwar nicht gestört, weil ich weit genug vorne war, aber hinte
n konnte man ja nix sehen…
< br> Eigentlich wäre danach natürlich noch ‘ne riesen Party fällig gewesen, so wie letzes Jahr bei den Berlin-Konzerten, aber das ging diesmal leider nicht, denn direkt nach dem Konzert ging’s für uns los richtung Süden. Denn wir Bekloppten hatten doch tatsächlich beschlossen (und zwar bevor das mit Berlin bekannt war), auf’s Southside zu fahren… … weiterlesen!

20010908 Die Ärzte (Westerland)

Saturday, September 8th, 2001
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Ausnahmsweise mal kein Konzert-Bericht, sondern ein Kommentar – denn das Konzert kann sich ja sowieso jeder im Internet angucken!

Wir fuhren mit vier Leuten aus dem Saarland nach Westerland – Freitag Nacht hin, Sonntag zurück. Natürlich war die Tour tierisch anstrengend, aber es hat sich gelohnt!
Weniger wegen dem Konzert an sich, denn das war ziemlich “Standard”, aber insgesamt.

Westerland selbst ist ein Kaff, das hätte ich so nicht erwartet. Wir kamen schon vormittags an, wollten uns aber nicht gleich an die Halle setzen. Nu ja, nach einer Stunde war uns allen stinklangweilig! =;-) Aber wofür gibt’s Internetcafes, und zum Glück hat Westerland ja auch ein McDoof… *g*
Eigentlich wären wir ja auch gern mal an den Strand gegangen, aber das hätte 6 DM pro Person gekostet… wie war das? “Es ist zwar etwas teurer”? Oh ja… *seufz* Sogar das Menü beim Burgermeister kostet 40 Pfennig mehr als im Saarland… =;-)

Also verbrachten wir den Tag mit Rumlaufen und -sitzen, froren uns dabei halb tot und ließen uns durch die Gegend pusten, denn es war irgendwie, äh, recht windig… ^;-)

Dann der Weg zur Halle, die natürlich nicht ausgeschildert war. Aber man hat ja ‘nen Stadtplan… in dem allerdings Wege drinstehen, die’s nicht gibt. Was zur Folge hatte, daß wir mal kurz über eine Friedhofsbegrenzung klettern mußten, wobei wir dann auch prompt von ein paar grünen Männchen beobachtet wurden… *hüstel* Na ja, danach dann über die Bahngleise zur Halle, und nach ‘ner Dreiviertelstunde waren wir auch schon da! =;-)

Dort gab’s dann erstmal ein großes Hallo, und noch eins, als ‘ne halbe Stunde später der Rest der Truppe vom Bahnhof eintraf (mit dem Bus, die Weichlinge… böh! *g*).
Erstmal Zeux in’s Auto schmeißen (ganz lieben Dank an Witti!!!), mittendrin gab’s noch ‘nen schönen fetten Regenguß, aber zum Glück stand ja in der Nähe ein ausrangierter Zug…

Und dann halt noch ein Stündchen länger in der Kälte warten… dann ging’s rein! *jubel*

Natürlich zuerst zum Merchandise-Stand, schließlich gab’s ja extra Sylt-T-Shirts. Und hier der erste Kritik-Punkt, auch wenn’s mich selbst nicht betrifft: Die Sylt-T-Shirts waren schon VOR dem Konzert ausverkauft! Das ist doch wohl wirklich mangelnde Organisation… man weiß doch, wie viele Leute auf’s Konzert kommen, und es ist logisch, daß fast alle ein T-Shirt haben wollen. Da ist’s doch sinnvoller, genug T-Shirts mitzubringen, als sie schon vorher bei deutschrock.de zu verkaufen?!? Ich hätte mich jedenfalls tierisch geärgert, wenn ich keins mehr gekriegt hätte und noch die zehn Mark Porto drauflegen müßte – obwohl ich in Westerland dabei war!

Noch eine Stunde warten (Gruß an DieNina und Dany! *g*), dann ging’s los.
Und zwar mit dem alten Intro! Sprich, dem, das auch 88 in Westerland lief… ich fand’s ja ein bißchen peinlich, daß praktisch alle auf die doppelte fünf reingefallen sind *g*, aber nu ja, kann ja nicht jeder alle Mitschnitte kennen.
Es folgte in meinen Augen ein relativ “normales” Konzert. Also, schon ein sehr gutes – bitte nicht falsch verstehen! – aber ich hatte halt gehofft, daß es ‘ne neue Setlist gibt und so…
Zum Beispiel wäre es doch ‘ne Idee gewesen, erstmal das 88er-Konzert zu wiederholen. Es gibt doch ‘nen Mitschnitt – das hätte man doch einfach so nochmal spielen können. Und _danach_ halt die neueren Stücke…
Nu ja, das wurde aber nicht gemacht, sondern eben die normale Setlist. Allerdings mit deutlich mehr Improvisationen! *gg* War schon lustig, kann man nicht meckern.
Aber wie gesagt, ich werd das jetzt nicht aufzählen, man kann sich’s ja schließlich angucken.
Witzig fand ich eine Textveränderung von Farin bei N48.3, da sang er nicht “Ist der Papst katholisch?”, sondern “Sitzt der Papst im Rollstuhl?” – das andere ist laut Farin’s Single ja nicht so sicher… *lol*
Bela machte tierisch viel Werbung für Farin’s Solo-Album, Farin war das erstmal tierisch peinlich, dann machte er mit… *g*
Bei Hütchenspiel wurde Augenzeugenberichten zufolge M. Karg wirklich totgepogt… höhöhö. Überhaupt gab’s von der Bühne her ständig Andeutungen und Anspielungen auf Leute im Publikum, die erste Reihe etc. Fand ich gut, das gehört sich so beim letzten Konzert. Schade war, daß die Crew überhaupt nicht aufgemuckt hat, na ja, das hatten sie ja in Xanten schon, aber in Westerland hätte es nochmal sein müssen!

Was mich gewundert hat: DÄ spielten überhaupt nicht mit dem Publikum, als es um das Thema Auflösung ging! Bela kündigte einfach nur an, daß sie sich nicht auflösen würden (und daß es DÄ immer geben wird – nu ja, vielleicht mit anderem Bassisten und/oder anderem Gitarristen *gg*). Das war’s! Nix mit erstmal auflösen und am Ende wiedervereinen oder so… na ja, wahrscheinlich befürchteten sie hysterische Anfälle im Publikum.

Dann ging das Konzert langsam dem Ende zu, und jetzt mal ein Wort zum Publikum (keine Angst, nix von wegen “Elitefans” und “alte Säcke” und “Bravopunks”, sowas merk ich nämlich grundsätzlich nicht… *g*).
Am Anfang fand ich die Stimmung echt super, klar, es wurde nicht durchgehend geklatscht, aber das gibt’s ja nie. Mitgegröhlt wurde auch ordentlich, keine Ahnung, ob man das im Internet gemerkt hat oder nicht. Jedenfalls waren alle gut drauf! Und ich hatte ausnahmsweise mal niemanden vor/hinter/neben mir, über den/die ich mich aufgeregt hätte. Das war cool! =;-)
Aber gegen Ende (der regulären Setlist) wurd’s dann immer schwächer. Schade! Ich mein, ich war zu dem Zeitpunkt auch schon über 24 Stunden unterwegs, hatte auch vor’m Konzert Stunden in der Kälte gestanden – aber hee, das war das Westerland-Konzert, da macht man nicht schlapp! *gg* Ich hatte weiterhin meinen Spaß, und so vereinzelt gab’s immer Gruppen, die noch am Hüpfen und Tanzen waren – aber im Allgemeinen wurde die Stimmung doch ruhiger. Die meisten standen nur noch da und guckten.
Ich bin dann mal richtung Pogozone gewandert, aber auch da war’s (schätzungsweise) deutlich ruhiger als am Anfang. Jeweils ‘ne halbe Minute Pogo am Anfang vom Lied und dann Rumstehen… nu ja. Schade drum, aber ist halt wirklich irgendwie verständlich, schließlich ist Westerland ja nicht gerade nah bei gar nix, und alle haben den Tag im Zug verbracht.

Blöd war’s dann, als DÄ unbedingt noch weiterspielen wollten, aber nicht wußten, was… Bela und Rod fingen an rumzuimprovisieren – und damit war die Luft beim Publikum komplett raus. Aber Farin rettete die Situation zum Glück, als er dann mit Scheißtyp anfing.

Das Techno-Ende war dann auch etwas seltsam, aber zu dem Zeitpunkt war ich schon in scheiß-auf-die-anderen-Stimmung und hatte meinen Spaß bei der Aktion… *gg*
Und kurz vorher bei Revolution wachte das Publikum ja sowieso kurzfristig wieder auf!

Was ich schade fand, war, daß Westerland einfach so runtergespielt wurde. Da hätte man auch mehr draus machen können! Ein paar Textveränderungen, vielleicht noch ‘ne neue Strophe oder so… aber immerhin gab’s ja vorher nach Leichenhalle schon die Maxi-Version, und ich mein – Westerland in Westerland ist einfach Kult! =;-)

Höhöhö… lustig fand ich übrigens auch den Blick von Farin, als Bela nochmal mit “Zu spät” anfangen wollte und Farin keine Ahnung hatte, was gespielt werden sollte. Das machen sie ja auch erst seit fünfzig Konzerten oder so, woher sollte der denn auch wissen, was Bela jetzt auf einmal spielen will… *lol*

Ok, soviel
zum Konzert. Das Konzert alleine hat meiner Meinung nach die Anreise nicht wirklich geloh
nt, weil es zwar ziemlich cool, aber nicht “wahnsinn” war, aber zum Glück ging’s danach ja noch weiter…

… nämlich mit der Party!
Das heißt, erstmal noch mit Warten, weil die Bühne umgebaut wurde. Und man mußte ja auch noch was essen, sich umziehen, Zeux in’s Auto bringen bzw. holen (nachdem das Auto denn wieder da war… oh ja…) und mal noch kurz ein Stündchen schlafen und so… =;-)

Die Party lief dann so ab, daß BFR nacheinander Platten aufgelegt haben und die Fans derweil vor der Bühne standen und mehr oder weniger tanzten… mehr oder weniger, weil erstens alle doch ziemlich fertig waren und zweitens die Musik jetzt nicht unbedingt wirklich dazu geeignet war… *gg*
Ich fand’s tierisch interessant, wie die drei aufgelegt haben: Bela hat eindeutig das beste Programm abgeliefert, er hat halt Sachen gespielt, die alle kannten und mochten, also z.B. Beatsteaks, seine Single mit BlümchenDenim Girl, KISS, Glücklich etc. Am Anfang war null Stimmung, aber Bela hat’s echt geschafft einzuheizen! Was natürlich auch daran gelegen haben könnte, daß er mittendrin Freibier ausgab…
Süß war es, als Bela Farin’s Single spielte, das ganze Publikum lauthals mitgröhlte und in dem Moment zufällig (??) Farin über die Bühne lief und über beide Backen strahlte… nu ja, das Lied ist wirklich nicht übel!

Danach machte dann Rod Musik, und die schöne Stimmung war ziemlich schnell dahin… aber der Mensch hat echt nur Disco gespielt! Sorry, nennt es ignorant, aber mir geht das auf Dauer auf den Keks… und da das Publikum komplett aus Ärzte-Fans bestand, ging das wohl nicht nur mir so…
Nu ja, da hatte man mal Zeit zum Auf’s-Klo-Gehen! *g*

Nachdem Rod dann seine Single gespielt hatte (kollektives Auf-die-Uhr-gucken und “ist die bald rum” =:-/ ), kam Farin an die Reihe. Und nu ja – also, ehrlich gesagt, mit der Musik konnte ich eigentlich am meisten anfangen, aber es war beim besten Willen nix, was man auf so ‘ner Party spielen kann… am Anfang war noch ein bißchen Stimmung – erst spielte er London Calling von The Clash, dann einen halbwegs flotten Ska – aber dann kamen nur noch völlig unbekannte und un-tanzbare Ska- und Reggae-Stücke. Das wurde auf Dauer genauso langweilig wie die Musik von Rod… =:-(

Fazit: War schon ganz nett, und vor allem konnte man gut die Zeit rumkriegen, und in der Halle war’s warm! =;-)
Nein, quatsch, wir hatten wirklich Spaß, aber das lag weniger an der Musik oder an DÄ sondern na ja, keine Ahnung, woran.
Auf jeden Fall war’s offensichtlich, daß Bela sowas schon öfter mal gemacht hat, die anderen beiden nicht (bzw. Rod zumindest nicht vor so ‘nem Publikum! *g*).

Dann gab’s mitten in der Nacht, also so um halb fünf oder so, sogar noch Autogramme. Von Farin jedenfalls, Bela soll auch irgendwo gesichtet worden sein, davon hab ich aber nix mitgekriegt.

Nu ja, irgendwann (so gegen fünf würd ich mal schätzen) sind wir dann von der Halle 401 in die Bahnhofsvorhalle umgezogen, die war auch zumindest halbwegs warm (also, nicht völlig kalt, wollte ich sagen… *g*). Da machten wir’s uns dann in unseren Schlafsäcken bequem, schließlich fuhr unser Zug heim ja erst um halb neun…

Schade, daß ich keine Fotos von der Bahnhofshalle hab, das war wirklich ein Bild für Götter. Der Bahnhof von Westerland belagert von zig Punks in Schlafsäcken… *lol*
Um sieben wurden wir dann ganz lieb und nett von ‘ner Gruppe Polizisten geweckt und gebeten, doch bitte ein Stückchen rüberzurutschen, damit die Eingänge von den Geschäften frei sind… *rofl*

Die meisten verschwanden dann im Zug, wir frühstückten noch gut, dann fuhr auch unser IC (“Wir möchten noch einmal darauf hinweisen, daß das Angebot ‘Schönes Wochenende-Ticket’ in diesem Zug keine Gültigkeit besitzt!”). Und schon 11 ½ Stunden später waren wir wieder im Saarland… =;-) … weiterlesen!