Konzerte

07.06.2022 Die Ärzte (Wuhlheide, Berlin)

Saturday, June 18th, 2022
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Sommer 2013, der DÄOF/DÄFC war schon eine Weile Geschichte, die Ärztivals 2012 eine ziemliche Enttäuschung, die Festivals mit DÄ-Beteiligung okay, aber jetzt auch keine Wow-Momente. Damit hatte ich DÄ 98-mal gesehen, und meine Vorhersage war klar: “Ich werde die 100 wohl kaum voll kriegen.”

Fast forward nach 2019 – okay, ich lebe mittlerweile im Ausland, DÄ gehen auf Auslandstour und warum nicht einen kurzen Abstecher nach London, London ist immer toll? Das DÄ-Konzert war nett, nicht mehr und nicht weniger. Camden Rocks direkt im Anschluss war absolut grandios. Fazit: “Ich werde die 100 wohl kaum voll kriegen”.

Dann die Ankündigung für die “In the ä tonight”-Tour. Man kann es ja vielleicht doch mal probieren? Aber absolut keine Chance

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, Tickets zu kriegen. Na gut, dann nicht – “Ich werde die 100 wohl kaum voll kriegen”. Beim x-ten Mal “gibt es vielleicht doch noch Rückläufer?” dann plötzlich ein noch nicht angekündigtes Zusatzkonzert in Stuttgart. Ob das vielleicht doch klappt mit dem 100.?

So weit so gut. Und dann kam Corona. 2020 wollte ich mir System of a Down bei Rock im Park angucken, das Festival wurde verschoben – erst auf 2021, dann auf 2022. Die Berlin-Tour wurde angekündigt, und das Wuhlheide-Konzert sollte direkt nach Rock im Park sein … das passte natürlich. Also auch da mal ein Ticket gesichert, denn man weiß ja nie, was passiert (und RiP war ohne System of a Down eh wenig Anreiz für einen Deutschland-Trip).

Mein potentiell 100. DÄ-Konzert in Stuttgart wurde erst auf 2021 verschoben, dann abgesagt. Damit war die Wuhle der Kandidat für Nummer 100 (was ja schon recht cool ist!) – aber kurz vor meiner Abreise nach Deutschland fingen DÄ an, Konzerte abzusagen … nu ja: “Ich werde die 100 wohl kaum voll kriegen”. Ne? =;-)

Umso überraschter war ich dann, als ich TATSÄCHLICH in der Wuhle stand. Nummer 100, here I come! 25 Jahre nach meinem ersten DÄ-Konzert und neun Jahre nach meinem 98. Konzert … Die Erwartungen waren gemischt. Ich kann beim besten Willen nicht sagen, dass DÄ mich in den letzten Jahren in irgendeiner Art und Weise interessiert hätten. Ich hab mir die neuen Alben gekauft und angehört, aber nicht sonderlich “religiös”. Ein paar Songs waren nett, einige unterirdisch. Alte weiße Männer, die denken, progressiv zu sein. Und klar, so waren sie schon immer, aber die Zeiten ändern sich halt … Andererseits hat der Podcast zur Berlin-Tour und die ganzen Lied-Snippets darin doch ein wenig das alte Fieber geweckt, und da kam doch immer wieder Lust auf das Konzert auf.

Und genau so war es eigentlich auch während des ganzen Konzerts: Furchtbar viel “Füllmaterial” (neue Lieder sowie alte, die mich nie sonderlich interessiert haben), und mittendrin dann immer mal wieder eine Perle. Quatschmäßig war es nett, aber nicht grandios. Keine furchtbaren Cringe-Momente, aber auch keine “Ich kann nicht mehr vor Lachen”-Gags oder Improvisationen. Die Wuhle war und ist toll, das Wetter spielte mit, die Menschenmassen in Corona-Zeiten (und besonders die Schlangen überall) dämpften die Stimmung.

Sprich: Es war nett. Nicht mehr und nicht weniger. Das Ende – zwanzig Minuten nach dem üblichen Curfew! – mit Käfer und Zu spät war toll. Und ich hab die 100 jetzt voll, ein super Zeitpunkt, um aufzuhören (oder sie irgendwann nochmal zu sehen, warum auch nicht – Punk ist, ne …?).

Danke DÄ für 25 Jahre brutto, viele tolle Erlebnisse und Erfahrungen, und die Wuhle war ein schöner Abschluss!

30.05.2019 Die Ärzte (Electric Ballroom, London)

Friday, June 7th, 2019
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Mein 99. Ärzte-Konzert. Zugegeben, ich hatte nicht erwartet, die 100 Konzerte irgendwann vollzukriegen – einerseits, weil es ja nie sicher war, ob DÄ nochmal auf Tour gehen, anderseits, weil sie mich einfach nicht mehr wirklich interessieren …

Als dann die Miles&More-Tour angekündigt wurde (einmal rund in Europa, aber natürlich nicht nach Skandinavien … *grmbl*) schlug dann natürlich doch ein wenig die Gewohnheit zu – man muss ja zumindest mal gucken, ob man ein Ticket ergattern kann. 😉 Insbesondere, wenn das Konzert in London an einem langen Wochenende liegt. Gesagt, getan, und mit genügend Konzertjunkie-Erfahrung auch kein großer Stress beim Ticketkauf (auch wenn die Portokosten jenseits von gut und böse waren). Und in der Vorbereitung auf den Trip dann auch noch die Erkenntnis, dass am gleichen Wochenende noch Camden Rocks stattfindet und man das ja auch noch mitnehmen kann. Yay!

Um es kurz zu machen: Das Ärzte-Konzert hat Spaß gemacht. Camden Rocks hat noch viel mehr Spaß gemacht. 😉
Aber doch, ja, ich war positiv überrascht. Meine großen Fan-Zeiten sind definitiv vorbei und ich würde mir jetzt nicht sofort nochmal ein Ärzte-Konzert angucken wollen

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, aber mein 100. wird wohl doch noch irgendwann stattfinden.

Ich hatte nicht vor, einen Bericht zu schreiben (und tue es eigentlich nur, weil ich schließlich schon 98 Berichte vorher geschrieben habe), daher habe ich mir nichts gemerkt. Aber es war die typische Altherren-Blödelei auf der Bühne, gemischt mit “woah, wir sind tatsächlich in London”, und die ganzen alten Lieder, die ich seit 2013 nicht mehr gehört habe. Und das war definitiv cool!
Weniger cool war das Publikum. Ich stand wie immer vorne links – um mich rum ein paar typische Fans, die begeistert waren und Spaß hatten, direkt neben mir eine Gruppe, der das Konzert relativ wuppe war, die aber dafür umso besorgter waren, wie man denn bei dem Gedränge neues Bier holen soll, und auf der anderen Seite eine Dame, die der Meinung war, dass hier in London im Gegensatz zu Deutschland ja nur “Gesocks” auf Konzerten sind, die einen nicht mal durchlassen. Nun ja, zwei Minuten vorher bin ich genau denselben Weg durchgelaufen, wurde überall problemlos durchgelassen, und von dem ganzen Gesocks habe ich keinen einzigen Englisch sprechen hören …
Nun ja, Ärzte-Fans halt. *ähem*

Also insgesamt ein tolles Konzert, nervige Elite-Fans, aber insgesamt ein netter Abend. Und am Wochenende danach ein Haufen wundervoller Club-Konzerte mit ganz vielen Neuentdeckungen – und damit ein voll und ganz gelungener Kurzurlaub in London!

14.07.2013 Die Ärzte (Festplatz am Viadukt, Bietigheim-Bissingen)

Monday, July 15th, 2013
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Jede Band kriegt das Publikum, das sie verdient. Genau das ging mir durch den Kopf, als Rod beim Ärzte-Konzert in Bietigheim-Bissingen Seven Nation Army anstimmte, die anderen einstiegen und das Publikum den insgesamt wohl lautesten Mitsing-Chor des Abends anstimmte und – logischerweise – auch nicht mehr aufhörte. Und damit ist das Konzert auch schon ziemlich gut zusammengefasst.

Aber okay, drei Schritte zurück. Ich war den ganzen Tag, ach nee, das ganze Wochenende nur am Hetzen, und dementsprechend abgehetzt (ach …) kam ich auch am Gelände an. Bändchen gab’s zu diesem Zeitpunkt nur für die zweite Welle. (Man beachte übrigens das fehlende “noch” – wenn mir jetzt bitte noch jemand erklärt, warum zuerst ein paar Bändchen für die erste Welle, dann alle für die zweite Welle, und dann der Rest für die erste Welle verteilt wird … ?!? Und dann wird auch noch der andere Arm kontrolliert, damit man sich bloß nicht eins für die erste Welle holt, wo man doch schon in der zweiten ist … äh ja, goodbye Logik.) Aber whatever, das störte mich erstaunlich wenig, schließlich erwartete ich von dem Konzert sowieso nichts. Das erste Konzert nach dem offiziellen Fanclub-Ende, die Karte hatte ich mir erst sehr spät und eigentlich nur “aus Gewohnheit” gekauft, und ich kam nicht ansatzweise in Versuchung, noch zu irgendeinem anderen Ärztival hinzuwollen. Immerhin spielte das Wetter perfekt mit, das Festivalgelände war schön, die Anreise unproblematisch (wenn auch hektisch, aber nun ja …). Die Preise auf dem Gelände waren gesalzen – 5 Euro für vegetarische Nudeln, 4 Euro für Bier, 3,50 Euro für Wasser?! Aber nun ja, kennt man ja, alles nichts Neues.

Die Vorbands waren nett – Side Effect wurden nach engagierter Ansage von Farin vom Publikum sehr gut empfangen und abgefeiert. Ich fand sie auch klasse, vielleicht ein wenig eintönig, aber mit guten Ansagen (auf Englisch) mittendrin war das Konzert echt in Ordnung. Sator gefielen mir letztes Jahr besser, die passen offenbar besser in eine Halle. War aber auch okay.

Dann waren die Ärzte an der Reihe, und ich versuchte, möglichst neutral ins Konzert zu gehen. Ich glaube eigentlich auch, dass mir das einigermaßen gelang. Und dennoch war mir schnell klar: brauch ich nicht (mehr). Ein paar Sprüche auf der Bühne waren gut, insgesamt war es recht unterhaltsam, aber es gab nicht eine einzige Überraschung in der Setliste, es wurde halt der ganze alte (oder eben nicht alte) Mist runtergespielt. Bei der Comeback-Tour war ich ja nicht dabei, und die Ärztival-Setliste ist also eine abgespeckte Version der “Das Ende ist noch nicht vorbei”-Tour. Und nee, das brauch ich nicht. Ob ich wohl meine 100 Konzerte noch voll kriege? Die Festivals werden’s zeigen … denn ohne Steigerung: Nö. Brauch ich nicht.

Einen großen Anteil an meinem Fazit hatte allerdings auch das Publikum, denn das war vor allem eines: tot. Es kam überhaupt keine Stimmung auf (außer bei Seven Nation Army, siehe oben *rolleyes*). Um mich rum wurde gequatscht, geguckt, und bei Lasse reden, Junge und Zeidverschwändung auch mal kurz mitgeklatscht. Sonst war alles andere wichtiger. Klar, kann an der zweiten Welle gelegen haben. Oder daran, dass es insgesamt doch sehr leer war (ich hab nie in dritter, vierter Reihe gestanden und so viel Platz um mich rum gehabt – und in der ersten Welle sah es noch leerer aus). Oder daran, dass bei den “echten” Fans mittlerweile einfach eine Sättigung eingetreten ist und sie sich die Konzerte sparen, sodass zu den Konzerten hauptsächlich die “Event-Fans” hinkommen. Wenn sie denn überhaupt etwas davon mitbekommen – erst letzte Woche wurde ich gefragt, wie man denn an Ärzte-Karten kommen könnte, ich hätte da doch Beziehungen. “Hmm, für welches Konzert denn? Zurzeit ist doch kaum was ausverkauft.” – “Na ja, Stuttgart oder so? Das war doch letztes Mal sofort ausverkauft?” – “Also, nächste Woche spielen sie in BiBi, gibt noch Karten …” – “=:-o ?!?”

Sprich, das Ganze war nicht wirklich ein Ärzte-Konzert, sondern ein Event. Damit ging natürlich auch jegliche Subtilität verloren – selbst der Zeitungsbericht warf die Frage auf, ob der Beginn mit “Abenteuerland” von PUR wohl eine Hommage war oder ob es darum ging, dass jetzt etwas ganz anderes kommt. *rolleyes* Diese Eröffnung fand ich allerdings absolut genial, und genau daher glaube ich eigentlich auch, dass ich doch recht positiv ins Konzert hineingegangen bin und nicht mit vorgefertigter “wird doch eh doof”-Meinung. Aber nach drei Liedern mit nervigem Publikum, uninteressanter Setlist und “same old, same old” war die Luft dann auch raus, und dass DÄ danach dann immer wieder möglichst subtil übers Publikum abgelästert haben, ohne klar zu sagen, was sie doof finden – nun ja. Kann man ironisch und total lustig finden. Oder auch nicht.

Wie gesagt, mal sehen, was die Festivals bringen. Komplett abgeschrieben habe ich die Band noch nicht, aber das war auch kein Konzert, was mich überzeugt hat, dass sie doch immer noch “die beste Band der Welt” sind …

17-19.08.2012 Die Ärzte (Waldbühne, Berlin)

Monday, August 20th, 2012
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So, zur Abwechslung mal ein Sommer-Konzertwochenende, zu dem ich keinen Bericht abliefern muss … oder Moment, Ärzte, also doch Bericht. =;-)

Aber ich fasse mich kurz: Die Waldbühne hat wirklich einige Nachteile gegenüber der Wuhlheide (hauptsächlich, dass man nach dem Konzert erst mal eine halbe Stunde warten muss, bis man überhaupt dran denken kann, sich auf die Bergwanderung Richtung Ausgang zu machen, und sich auch dann noch ewig zur S-Bahn voranstehen muss), die Kulisse ist aber definitiv sehr sehr eindrucksvoll. 22000 Leute in einem großen Amphitheater – das sind gut doppelt so viele Menschen wie beim Taubertal. Der Wahnsinn!

Insgesamt haben die Konzerte Spaß gemacht – keine Ahnung, wieviel davon an der Leistung der Band lag oder ob ich einfach mit der ganzen Sache so weit “abgeschlossen” habe, dass ich da diesmal ganz erwartungsfrei und unvorbelastet reingehen konnte. Ist aber ja auch egal, es waren jedenfalls schöne Konzerte! Hauptsächlich der Freitag und Samstag, Sonntag fand ich den schwächsten Tag.

DÄ zeichneten am Samstag und Sonntag für eine DVD auf – die laut FU wohl am ehesten “Pleiten, Pech und Pannen” heißen müsste. Frankfurt war vermutlich nur der “Backup-Plan”, falls es in Berlin nicht klappt – und es würde mich nicht wundern, wenn dem so wäre … *ähem* Am ersten Tag (also Samstag) waren so viele Verspieler und Textaussetzer drin, Farins Gitarrenanlage streikte und am Ende gab’s nebenan noch ein Feuerwerk (was auf DVD natürlich völlig unverständliche Reaktionen des Publikums bedeuten würde). Am Sonntag war es besser, dafür streikte dort gegen Ende die Spidercam. Ich bin echt gespannt auf diese DVD … *hüstel*

Am Freitag ging das Konzert gleich mit einem “Halt’s Maul und spiel”-Chor los – sehr bezeichnend. Bei “Wir sind die Besten” bekamen wir nicht nur die Nähmaschine zu sehen, sondern auch noch einen Überraschungstanz von Farin, nämlich den “Hillbilly”. Vor dem halben Lovesong wurde die Idee einer herzförmigen Wall of Death geboren, die dann die nächsten Tage immer wieder aufgegriffen wurde und – mit ein bisschen Anleitung – auch immer funktionierte. “Blockwart” FU teilte das Publikum in Blöcke ein (A, B, C, D und – der Einfachheit halber?! – Z) und rief die Blöcke einzeln auf, und später wurde dann die Arbeit gleichmäßig verteilt – ein Block übernahm das Klatschen, die anderen das Singen. Nicht immer war alles nachvollziehbar, was so passierte: “Was quatschen die senilen Deppen auf der Bühne?” Außerdem bekamen wir noch eine geschnalzte Version von We will rock you und eine Zeitlupen-Wall-of-Death.

Der Samstag begann mit einigen La Olas, die so gut aussahen, dass spontaner Jubel ausbrach. “Wie, beklatscht ihr euch selbst?” Joah, genau! =:-p Dann wurde natürlich ein bisschen für die Aufnahme geübt und “Schnittmaterial” aufgenommen. Beim 4-Töne-Test sollten wir diesmal nicht jubeln, sondern mit “Jibb’s doch jar nich” antworten – zum Schreien, allerdings streikte dann die Gitarrenanlage, ist also gut möglich, dass es das nicht auf die DVD schafft. Backliner Jochen schaffte es aber, das Problem zu beheben, wobei die “Jochen”-Sprechchöre bestimmt zu seiner Beruhigung beitrugen: “Ja genau, das hilft bestimmt, wenn 20000 Leute seinen Namen rufen!” Später entgleiste das Konzert dann ein wenig, als FU und Bela drauf hinwiesen, dass ihr Mütter da wären, und Bela daraufhin über die Kochkünste von Farins Mutter lästerte. Er entschuldigte sich aber: “Es ist nicht so schlecht, wie Jan immer sagt!” FU bat seine Mutter dann, ihn nicht zu enterben – bis er genauer nachdachte und feststellte, dass das für ihn jetzt nicht sooo das Problem wäre. Die ganze Tirade endete dann mit dem Spruch “Hören wir auf, auf unseren Müttern rumzureiten!” Äh ja. =;-) Dann gab es noch das oben schon erwähnte Feuerwerk, einen Haufen Bengalos, ein verzweifeltes “Ey, scheiß Texte!” von FU und einen recht bezeichnenden Augenblick, als Bela in zeiDverschwÄndung vom Publikum wissen wollte, ob es denn auch noch andere gute Bands gibt. Was (natürlich!!) zumindest ein Teil des Publikums bejahte, und davon ließen wir uns auch durch noch so viele “Das hab ich jetzt nicht gesehen!” von Bela nicht abbringen. Fand ich recht dreist, aber hat ja (zum Glück) nicht funktioniert.

Am letzten Abend dann noch einmal der Hinweis: “Wir versuchen, eine DVD aufzunehmen.” Betonung auf versuchen … *g* Vor zeiDverschwÄndung erklärte FU, wie ihn seine Schnalzkünste (denn das Lied beginnt ja mit einigen Schnalzern) in der Bandhierarchie haben aufsteigen lassen: “Ich bin jetzt auf Platz drei!” Und damit hat er das Klopapier überholt … also, zumindest kurzfristig. Kurz darauf gab es nämlich “Klopapier”-Sprechchöre, und das Klopapier eroberte sich seinen Platz zurück. FU zu Bela: “Du meinst also, Klopapier macht bessere Ansagen als ich?” Dafür bekamen wir noch geschnalzte Versionen von Popcorn, Deine Schuld, Zu spät etc. – sehr amüsant. Nur als Bela in zeiDverschwÄndung dann meinte, es gäbe nichts Besseres zu tun, als “diverse Nationalhymnen zu schnalzen”, da weigerte Farin sich. Als Revanche für den vorherigen Tag hackte diesmal Farin ordentlich auf Bela rum, besonders bei der Ansage zu Mein kleiner Liebling. Den Anfang von M+F spielte Farin diesmal sehr langsam, und zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, dass das Lied live funktioniert. Vorne wurde wieder vielfach blank gezogen; allerdings wurden nur ein paar davon auch mit “Stöckchen” belohnt. Eigentlich gut, denn: “Mädchen, du musst dich nicht prostituieren, um ein Stöckchen von mir zu kriegen!” Nun ja, das sah in Wien noch ganz anders aus … *seufz* Bei Dinge von denen kamen FU und Bela dann als King of Rock und King of Pop auf die Bühne. Sah klasse aus, aber Belas Gejuchze wurde auf Dauer nervig, und es hätte auch cooler ausgesehen, wenn er nicht erst mal rückwärts übers Drumpodest gefallen wäre. *hüstel*

Die Konzerte waren also durchaus nett, auch wenn’s einige Kritikpunkte gab – viel toller war aber noch das ganze Drumherum. Nicht nur das wunderbare Wetter, wo man selbst nachts noch ohne Jacke unterwegs sein konnte, sondern hauptsächlich die vielen lieben tollen Leute; nette Gespräche (und weniger nette, aber nötige Lästereien *g*), Blödeleien, Seelenverwandschaften. Hach, schön war’s!

Und nachdem die Oktober-Tour ja für mich ausfallen wird, hoffe ich jetzt einfach mal auf die richtigen Festivals nächstes Jahr, damit ich meine 100 Konzerte endlich vollkriege und einen Haken an die ganze blöde DÄ-Sache machen kann … =;-)

06-07.07.2012 Die Ärzte (Schleyerhalle, Stuttgart)

Wednesday, July 11th, 2012
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Hups, da war doch was – aus akutem Zeitmangel (wer legt auch Ärztekonzerte in Stuttgart und das Böblinger Stadtfest aufs selbe Wochenende?!) jetzt also nur ein knapper Kurzreport zu den beiden Konzerten in Stuttgart.

Das Wellenbrecher-Konzept in Stuttgart war ja bekannt – zwei Wellenbrecher, jeweils mit Auslasskarten. Sprich, zum Einlass da sein sollte ausreichen… es reichte auch, das Konzept war allerdings “ein wenig” erweitert worden, und zu den Auslasskarten für ganz vorne gab es auch noch Bändchen für die zweite Welle. Und keiner wusste so genau, wie das alles funktionieren sollte und wann man wie wo durch durfte. Mal durfte man nur den einen Eingang nehmen, dann nur den anderen Ausgang, und irgendwann durfte man dann mit Bändchen nicht mal mehr in den normalen Innenraum (häh?). Aber egal, man musste es jeweils nur woanders noch mal probieren, da klappte es dann; die Absprachen waren also offenbar nicht so wirklich klar.

Was allerdings klar war, war, dass in der ganzen Halle ein absolutes Rennverbot bestand. Sehr lustig anzusehen beim Einlass, als alle gebremst wurden, und während des Konzerts dann auch vorne im Graben. Äh ja. *lol*

Insgesamt waren die Konzerte gut, sie haben Spaß gemacht und waren mittendrin immer wieder sehr amüsant, aber es waren keine Überfliegerkonzerte.

Ein paar Details vom Freitag:

– Los ging’s mit der Frage: “Seid ihr gut drauf?” – Publikum: “Ja!” – “Sollen wir das ändern?” *g*
– Bei beiden Konzerten hatte Rod einen Aufsteller von Tabaluga und Peter Maffay bei sich stehen… warum auch immer. Besonders beim ersten Konzert wurde der immer wieder zelebriert – mittendrin stellte Rod sich hintendran und ließ so Maffay für ihn Bass spielen.
– FU sprich “lynchschwäbisch”. Immer, wenn er das spricht, wollen Leute ihn aufknüpfen…
– Das Highlight vom Freitag: Die Kollisions-La-Ola zu Ehren von Higgs. Im Publikum wurde ein Fan als Higgs-Teilchen auserkoren, und von dem ausgehend bewegte sich die La Ola dann in verschiedensten Gewschwindigkeiten auseinander. Das war zwar physikalisch nicht ganz korrekt, aber: “Wir können euch ja nicht in einem Radius von 12 Kilometer aufeinander zurennen lassen.”
– Rod verstand die ganze Aufregung nicht: “Hier stehen doch die drei Gottesteilchen!”
– Und für Samstag wurde uns dann Schrödingers Katze versprochen: “Wir lassen den Vorhang zu, und das Publikum ist dann schon tot?” *rofl*
– Übrigens gab FU zu, eigentlich Animateur auf Mallorca zu sein. Und sein Lehrer kommt aus Nordkorea…
– Vor Langweilig wurde kurz Yoko Ono angespielt – aber Bela wollte offenbar nicht, daher blieb es beim Anspielen.
– Nach der Zugabenpause kamen DÄ zurück auf die Bühne und meinten, sie hätten keine Lieder mehr und müssten also wohl wieder von vorne anfangen – und genau das taten sie auch. Also, FU und Rod zumindest, Bela nicht. *rolleyes* Also spielte FU den Anfang von Ist das noch Punkrock einfach gleichzeitig auf Gitarre und Schlagzeug. Nur das mit dem Singen klappte dann nicht mehr.
– Vor Unrockbar setzten sich mal wieder hin, oder zumindest alle “bis auf die üblichen Widersetzer… die mit den Security-T-Shirts!” FU versicherte dann, dass er die Verantwortung übernimmt, und überzeute tatsächlich auch die Securities, sich hinzusetzen. Allerdings klappt das erst, als er es auf schwäbisch erklärte. Also, auf lynchschwäbisch, genauer gesagt. *g*

Der Samstag war weniger ereignisreich, was aber nicht heißt, dass das Konzert schlechter war – ich könnte diesmal nicht sagen, welches besser oder schlechter war.

– Erst mal wurden die Ränge zum Aufstehen aufgefordert, und zwar auch die VIP-Tribüne: “Auch wenn du der Sohn von Vom bist, du wirst stehen beim DÄ-Konzert!” (Vorband waren diesmal ja Cryssis, wo Vom Ritchie Schlagzeug spielt.)
– Dann wurde die Willenlosigkeit des Publikums getestet, indem erst mal alle hochhüpfen und Kikeriki schreien sollten. Und das machten fast alle. Unglaublich. Fragt sich nur, ob es positiv ist. =;-)
– Den Tanz vor Wir sind die Besten haben sie seit Frankfurt beibehalten. Diesmal erzählten sie noch, dass sie ja die Gogoboys vom Ballhaus Spandau wären.
– Mittendrin entdeckten DÄ, dass sie den Hallenausgang direkt im Blick hatten. Und daraufhin wurde natürlich alles kommentiert… “Da gehen Leute! Halt, wartet! Wir spielen auch was von den Hosen!” Umso erleichtert waren sie natürlich, als auch wieder jemand reinkam… “Ha, jetzt kommen sie wieder. Na ja, jetzt ist es ja auch kostenlos. Wir verteilen ja immer noch Gratiskarten nach Beginn, damit es auch voll wird.”
– Dann gab’s noch ein Geburtstagsständchen “Happy 30 to you” für die Toten Hosen, warum hab ich aber vergessen. =;-)
– Und plötzlich ging’s um die Ulkigen Pulkigen, und sie spielten tatsächlich Currywurst! Und sogar so ziemlich komplett! Das Lied wird ja auch immer in ihrer Limo gespielt, mit dem Ergebnis, dass der Fahrer anfängt zu weinen und gegen einen Bus fährt, in dem dann alle sterben. Daraufhin sagt der Busfahrer: “OK, dann fahre ich jetzt euch. Ich hoffe, ihr mögt es kalt!” Äh ja, war lustiger, als es sich jetzt so liest… *g*
– FU hatte seinen Privatsecurity, der ihm im Graben immer gefolgt ist, sobald er die Seite gewechselt hat – das bereitete ihm sehr viel Freude, besonders, wenn er sich heimlich wegschleichen konnte. *lol*
– Das Publikum wirkte offenbar ein bisschen leiser: “Gestern waren die Wutbürger da!”
– Als La Ola gab’s diesmal eine Ja-Nein-Vielleicht-La-Ola. Nette Idee, Umsetzung aber eher unspektakulär, fand ich…

So, jetzt erst mal Ärzte-Pause bis Berlin, und dann der Tourabschluss in der Waldbühne!

29.+30.06.2012 Die Ärzte (Festhalle, Frankfurt)

Sunday, July 1st, 2012
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Ach herrjemineh, was war das denn bitte? Zuerst beschloss ich am Donnerstagabend, das Freitags-Konzert sausen zu lassen und nur am Samstag hinzufahren. Dann entschied ich mich morgens noch mal um, mit dem Hintergedanken, dass ich mich um Stau auf der Hinfahrt ja nicht scheren muss, wenn die Alternative zum zu spät ankommen ist, das Konzert komplett ausfallen zu lassen, und mit der Vorfreude auf einen wunderschönen Shopping- und Eis-ess-Sommertag in Frankfurt. Den hab ich gekriegt, und zusätzlich ein Konzert am Freitag, das mir richtig Spaß gemacht hat! OK, und ein Standard-Konzert am Samstag, aber ich will nicht meckern, dafür hab ich keine Hageldellen im Auto, weil ich immer da war, wo die schwersten Unwetter gerade nicht waren. =;-)

Am Freitag kam ich also um Punkt 20:30 in die Halle, zwei Minuten später ging das Licht aus und kurz darauf ging’s los – die ersten drei Lieder stand ich irgendwo hinten außen, es war heiß, schwitzig, eklig und doof, weil ich nichts gesehen habe und überhaupt, so weit weg?! Also doch mal gucken, ob die Wellenbrecher offen sind… und wups, stand ich zweite, dritte Reihe links außen, wie immer also. *g* Und irgendwie… ach, ich weiß nicht. Es machte Spaß. Ich hab’s nicht erwartet, ich weiß auch nicht, woran es lag, ich bin genauso negativ reingegangen wie immer (eigentlich noch negativer, weil ich ja eigentlich gar nicht da sein wollte und bei den ersten Liedern schon innerlich geseufzt habe “ach je, noch drei Stunden…”). Aber irgendwie hat’s diesmal gezündet, die drei schienen Freude an dem zu haben, was sie da auf der Bühne taten, und das kam rüber.

Ohne dass das irgendwie vorab angekündigt gewesen wäre, wurde in Frankfurt eine DVD aufgezeichnet – ich glaube nicht, dass das meine Laune in irgendeiner Form beeinflusst hat; drauf zu sehen sein werde ich eh nicht, ich würde es auch nicht wollen, und bis das Ding erscheint (wenn es denn erscheint, weiß man ja vorher nie), hab ich eh vergessen, was in den Konzerten passiert ist. =;-) Aber war eine nette Überraschung.

SEHR amüsant fand ich den “Kranich” – und das war mal wieder so eine Aktion “wie früher”, wie man sie von DÄ kennt. Dieses “wir machen einfach mal und beömmeln uns dann selbst über das Ergebnis”. Bela musste kurz von der Bühne, warum auch immer, und Farin, der gerade die Wedelei für den Waldspaziergang erklärt hatte, machte einfach weiter: “Das macht ihr also im Refrain. Und in den Strophen – wer von euch kann Kung Fu? In den Strophen macht ihr den Kranich!” OK, ich kenn den Kranich ja nur aus Karate Kid, aber genau den sollten wir also machen. Und – Publikum ick liebe dir – das taten auch fast alle. Und es sah sowas von bescheuert aus, aber irgendwie auch cool, und natürlich kam das von da an immer und immer wieder vor… Hach, klasse!

Sonst hab ich mir noch folgendes notiert (ja, ich bin uncool und mache mir während des Konzerts Notizen, man wird halt alt und vergesslich, und außerdem schreiben sich so Konzertberichte deutlich einfacher und schneller, als wenn man erst im Gedächtnis kramen muss *g*):

– Wir haben zwar verhältnismäßig wenig für den Eintritt bezahlt, aber wir wissen ja noch nicht, wieviel der “Austritt” kostet… und 10 Euro fürs Klo hätten wir sicher auch noch nie gezahlt.
– Aber wer braucht bei der Hitze schon ein Klo? Farin: “Die schwitzen das alles aus!” Bela: “Das heißt, wenn wir tief Luft holen, atmen wir Urin ein?!”
– Am Anfang von “Wir sind die Besten” führten Farin und Bela uns ihren Standardtanz der 80er (am zweiten Abend als “die Nähmaschine” betitelt) vor. Zum Schreien!
– “La Ola kommt aus dem Spanischen und bedeutet: sich zum Horst machen!”
– Rod hat Chuck Norris Gitarren- und Ukulenenunterricht geben. Aber die Saiten waren natürlich aus Stacheldraht!
– Nachdem die Akustik-Gitarre ihren Dienst versagte, wurde erklärt, dass das auf der DVD natürlich rausgeschnitten wird und nie passiert ist. “Und jetzt guckt mal alle hier her… *zing*”
– Farin kann ja total gut schnalzen. Es gibt ja auch Coverversionen aller Ärzte-Lieder, die nur geschnalzt sind – Teenagerliebe wurde gleich mal demonstriert…
– Farin: “Jetzt steht nicht rum mit offenem Mund! Klatscht gefälligst mit!”
– Es war heiß. Und schwül. Und echt kreislaufkillend, wie man vorne an einigen Mädels, die rausgetragen wurden, sehen konnte… Farin: “Grenzerfahrung auf der Bühne: Wenn man bei langen Tönen nur noch Sterne sieht…”
– Extra für die DVD machte Bela auch wieder seine Pfandbecheransage, dass man das Pfand doch an Viva con Agua spenden soll. Hehrer Gedanke, allerdings gab es nur Wegwerfbecher…
– Vor dem letzten Lied wurde noch wild hin und her improvisiert – Du willst mich küssen, Lust for life (hat Rod da etwa MsS angespielt?!) und eine fast vollständige Version von Gwendoline. Yay!

Insgesamt also ein sehr unterhaltsamer und spaßiger Abend – für mich äußerst überraschend. *g*

Weiter ging’s am nächsten Tag auf dem Rang. Mein Plan “Ach, für eine Person findet man auch um sieben noch ‘nen ordentlichen Platz” ging auf – also, theoretisch zumindest, praktisch ist die Festhalle einfach scheiße und man sieht auf dem Rang überhaupt nichts, weil die Leute in der gleichen Reihe vor einem stehen statt daneben. *rolleyes* Insofern kann es sein, dass mir das Konzert einfach deshalb nicht so viel Spaß gemacht hat, weil ich schlecht gesehen habe – ich glaube aber eher, dass einfach das Besondere des ersten Konzerts, was auch immer das war, gefehlt hat. Es war in meinen Augen also ein absolutes Standardkonzert, wo ich mittendrin immer wieder mit “ok, eine Stunde noch” auf die Uhr geguckt hab.

Lost ging’s mit Sator – die gefielen mir richtig gut, würde ich mir auch so angucken. Aber gerne auch in Stuttgart als Vorband. (OK, nicht dass ich die Wahl hätte bei den blöden Wellenbrechern in Stuttgart…)

Meine Notizen:
– Zu Beginn wurde stummer Applaus geprobt. Man braucht ja Schnittmaterial für die DVD. =;-)
– Farin hieß das ganze Konzert über (mehr oder weniger konsequent) Stefanie.
– Vor Heulerei hatte Farin offenbar einen kompletten Blackout – oder ich habe nicht verstanden, was los war. Zumindest probierte er ewig herum, bis er herausfand, wie das Lied noch mal ging.
– Von wegen “oder ich hab’s nicht verstanden” – die drei fragten immer wieder mal, ob wir noch folgen können. Denn das war teilweise ziemlich unmöglich… das war doch sehr absurder Humor, den sie da präsentiert haben.
– Es war wieder extrem heiß – insgesamt vermutlich nicht ganz so schlimm wie am ersten Abend, aber auf dem Rang dafür noch unangenehmer als unten. Farin wies uns darauf hin, dass es nicht schlimm ist, wenn wir nicht mehr können. “Ihr dürft auch gehen, wenn ihr platt seid. Wir haben alle Bilder…”
– Wunderbarer Insider bei Unrockbar, als alle saßen: “Ihr könnt euch die Zeit auch mit Rudern vertreiben!” Verstand leider kaum jemand, sodass sie die drei, vier Ruderer nicht durchsetzen konnten…
– Bei Dinge von denen kam Bela als Darth Vader und Farin als… ?!? Ich weiß es nicht. Sie nannten es nachher “Humungus”, aber fragt mich nicht…
– Auf jeden Fall scheint es ziemlich ehrenrührig gewesen sein. Bela hatte die Kostüme ausgesucht, er war also schuld, und als Revanche spielte Farin beim folgenden Geh mit mir absichtlich falsch.
– In Zu spät bauten sie einen Haufen völlig unbekannter Lieder ein – Bela Lugosi’s dead z.B., wie mir Google im Nachhinein verriet. Öh ja. Lehrstunde, wie man die Stimmung im letzten Lied komplett killt…
– Das sahen sie dann auch ein, und so gab’s noch was obendrauf. Zuerst Gute Nacht in einer Mariah-Carey-Version, und danach noch Vollmilch und Dauerwelle vs. Minipli. Vollmilch war sehr nett, da Farin das während des Konzerts schon einige Male angespielt hatte, es aber nie angenommen wurde.

Und das war vermutlich auch mein Kritikpunkt am Konzert – es gab furchtbar viel unverständliche Rumblödelei, wo das Publikum absolut nicht involviert war, und jeder Versuch, ein ungeplantes Lied anzuspielen, wurde komplett übergangen.

Aber hey, dafür war das erste Konzert umso toller. 🙂

16.06.2012 Die Ärzte (Stadthalle, Wien)

Sunday, June 17th, 2012
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So, Wien-Konzert Nummer zwei – nach einem wunderschönen Sommertag in Wien! Ich fasse mich diesmal etwas kürzer, viel gab’s nämlich nicht zu berichten. Wieder ein solides Konzert, am Ende wurde es wieder sehr amüsant, mittendrin hatte es dafür ziemliche Längen. Und viel Berichtenswertes gab es eigentlich nicht, fand ich…

La Vela Puerca waren wieder toll – hach manno, warum sind deren Einzelshows diesmal so unerreichbar? =:-(

Bei DÄ ging’s los damit, dass wir den Titel von Hurra erraten sollten – “Gebt mir ein Hu! Gebt mir ein Ra! Was heißt das? … Ihr seid mir intellektuell überlegen!”

Bela forderte mittendrin das Publikum im zu Beginn doch eher spärlich gefüllten Wellenbrecher (dank der diesmal vorab verteilten Bändchen vermutlich) auf, ein bisschen zusammenzurücken. Sah von oben vermutlich spektakulär aus, das Kreischen der ersten Reihen ließ jedoch vermuten, dass das nicht wirklich die allerbeste Idee war…

Vor zeiDverschwÄndung erklärte Farin seine Tanzmoves, durchchoreografiert von Bela. Gleichzeitig waren gerade die Roadies damit beschäftigt, Rods Bassverstärker zu vergößern, und als Farin demonstrierte, welche Moves er so alles drauf hat, guckte der eine von ihnen doch SEHR skeptisch und verwirrt herüber. Nun ja, der “Tanzmove” beschränkte sich dann aber auf mit dem Kopf wackeln. *g*

FU war der “Welleninstruktor”, wirklich innovative La Olas gab es aber nicht, dafür wurde bei Unrockbar noch mal die Hinsetz-Aufspring-Sache erklärt. Und die wieder anwesenden Synchrontänzer zum Synchronrudern verdonnert – göttlich sah das aus!

Am Ende wurde dann auch noch ein bisschen improvisiert – erst gab’s In the ghetto vor Unrockbar, und in Zu spät ging es dann ausgiebig um Essen und um Brüste. Ohne Rod, dem war das zu doof, und er verzog sich von der Bühne. Dafür dichtete er das abschließende Sie kratzt, sie stinkt, sie klebt (wovon es aber nur die erste Strophe gab) noch in “Oh, ich liebe ein Städtchen” um.

Unangenehm fand ich Belas Selbstbeweihräucherung in seinem Zugabenlied – am ersten Abend bei Tittenmaus auch schon, diesmal beim Grafen nochmal extremer. “Ich widme dieses Lied Bela B” – äh ja. Und nach dem Lied stellte er sich dann an FUs Mikro und verkündete selbst: “Applaus für den Grafen, Bela B!” Nun ja. Wer’s braucht…

Insgesamt war’s ein sehr schönes Wochenende, auch wenn ich keins der Konzerte umwerfend fand. Der Exhibitionismus der Wienerinnen bringt mich nur zum Kopfschütteln, aber siehe oben – wer’s braucht…

Dafür hab ich liebe Leute wiedergetroffen, das war klasse, liebe Grüße! Nächstes Mal Wien dann wieder Kaizers – da ziehen sich die Mädels zumindest nicht dauernd aus. *gg*

15.06.2012 Die Ärzte (Stadthalle, Wien)

Saturday, June 16th, 2012
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Zeit für ein Sommerwochenende! Ich hab Wien – oder insgesamt Österreich, wenn ich’s mir recht überlege – bisher nur im strahlenden Sonnenschein erlebt, und das allein war für mich Grund genug, meine Ärzte-Karten für Wien zu behalten und für ein verlängertes Wochenende hinzureisen. Und bisher wurde ich nicht enttäuscht! Sommerwetter, 25 Grad, lecker Essen, Gösser Naturradler – was will man mehr? =:-D

Nun ja, ein “mehr”, über das man sich zumindest absolut freuen kann, ist ein relaxter Wellenbrechereinlass, wo man auch noch problemlos reinkommt, wenn man erst nach dem Einlass an der Halle ist. Yeah! Wobei der Wellenbrecher aber recht klein war – ich hätte mich also auch nicht allzu sehr dran gestört, draußen bleiben zu müssen. So stand ich drinnen, aber ganz hinten, ausnahmsweise mal ein bisschen mittiger zur Bühne. Und konnte so tatsächlich mal die komplette Lichtshow bewundern – die ist definitiv nicht von schlechten Eltern!

Die Halle insgesamt war riesig – sie kam mir deutlich größer vor als die anderen Hallen dieser Tour. Das kann aber auch daran liegen, dass der Innenraum sehr groß war, die Tribünen dafür nur an zwei Seiten. Die Größe der Halle merkte man klar an der Stimmung – es war sehr laut und enthusiastisch.

Das Konzert eröffneten diesmal La Vela Puerca, und die liebe ich ja heiß und innig – und yeah, sie haben endlich kapiert, dass es bei Festivals oder Vorband-Auftritten nicht sinnvoll ist, mit vier, fünf völlig unbekannten, neuen Stücken anzufangen! Ich weiß, es ist doof, wenn man von einer Band immer nur die alten Hits hören will – aber die sind nun mal toll… Die neuen vermutlich auch, aber die gehen nicht beim ersten Hören ins Ohr, muss ich sagen.

Wie dem auch sei – so war der Auftritt absolut perfekt! Und allein dafür hat sich der Wien-Trip eigentlich schon gelohnt…

Danach dann DÄ, mit einem soliden, guten Konzert. Wie immer konnten sie mich nicht komplett fesseln, aber diesmal war ich doch ziemlich angetan. Qualitativ war es diesmal echt gut gespielt (M+F funktioniert in dieser Version aber trotzdem absolut überhaupt nicht, egal ob sie richtig oder falsch spielen…), und die Ansagen mittendrin waren unterhaltsam, aber weder peinlich noch gezwungen noch irgendwie sonst seltsam. Es gab aber auch nicht allzu viel Interessantes; die Standard-Ansagen halt. Das Publikum ließ sich lange bitten, bis es endlich stand, war dann aber willig – FU: “Ihr seid wirklich ziemlich willenlos, das gefällt mir!” ein paar La Olas, unter anderem die “Mannheimer Wanne”… Hobbydiktator FU halt.

Beim Schundersong kamen die Bläser von La Vela Puerca dazu – klasse! Na gut, klanglich eher so “okay”, aber hey, Bläser sind immer gut. *g* Und dann bekamen wir tatsächlich noch spontan Zitroneneis, nachdem Farin Unrockbar angesagt hatte.

Bis hierhin also ein absolut solides Konzert. OK, dass FU mitten in Ist das alles zu Rod rüberlief und mit ihm in ein Mikro sang, war vielleicht ein kleiner Hinweis darauf, wie es weitergehen sollte…

Den ganzen Abend schon hatte eine Gruppe im Publikum sich im Synchrontanzen geübt – was logischerweise ziemlich cool aussah! (Auch wenn es kaum auf der Leinwand gezeigt wurde und von unten daher fast nicht zu erkennen war.) Man stelle sich nun also Dinge von denen vor, Rod allein am Keyboard (nach einem Toccata-und-Fuge-Intro *g*), vor ihm eine Masse synchrontanzender Punker. Dann kommen plötzlich Heidi und Almöhi in Lederhosen raus, FU (äh, ich meine natürlich Almöhi) spielt statt auf seiner Gitarre auf seinem Beil, bis er dann feststellt, dass das ja gar nichts bringt, und stattdessen den Synchrontanz nachahmt. Absolut absurd! Aber zum Schreien komisch. =:-D

Danach mussten die beiden sich umziehen, Rod musste Zeit überbrücken, und spielte offenbar das Erste, was ihm einfiel: Ohne Elke gehn wir nicht nach Haus! Wurde dann auch gesungen, aber erfolglos. =;-)

Im abschließenden Zu spät wurde dann alles nachgeholt, was vorher an Improvisationen und Blödeleien zu kurz gekommen war, und es war sehr amüsant. Es wirkte diesmal doch deutlich flüssiger (vermutlich, weil sie gleich anders mit dem Improvisationsteil angefangen haben als sonst meist), auch wenn man immer wieder merken konnte, dass da doch eine gewisse “Vorsicht” dahintersteckte und es keine völlig freie Blödelei war. Sehr seltsam war, wie am Ende noch Rod “einbezogen” wurde – keine Ahnung, ob das wirklich nur der Versuch war, ihn einzubinden, womit er aber nichts anfangen konnte, oder ob es doch eher ein bisschen ein Bloßstellen oder eine Stichelei war. Hmm.

Insgesamt also ein sehr schönes Konzert, mit einem letzten Zugabenblock, der äußerst kurzweilig war und durchaus mit den Konzerten der letzten Tour mithalten konnte. Mal sehen, wie das zweite Konzert so wird…

08.06.2012 Die Ärzte (SAP-Arena, Mannheim)

Sunday, June 10th, 2012
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So, und schon wieder ein Ärzte-Konzert… das kommt davon, wenn man sich die Tickets ein Dreivierteljahr im Voraus besorgen muss. =:-/ Nun ja, auf jeden Fall weiß ich jetzt, wie die SAP-Arena bei Konzerten so ist, und da sind wir auch schon beim positiven Teil des Berichtes: Die ist ja toll!!!

Ich kam lange nach dem Einlass, sah von weitem eine ellenlange Schlange am Eingang und überlegte schon, wie ich mich da am schmerzlosesten vordrängeln kann… bis ich dann die Ansage verstehen konnte, die entlang der Schlange gemacht wurde: “Leute mit Innenraum-Tickets sind hier falsch, die müssen in der Mitte rein!” Oh, noch mal umplanen, wie das mit dem Vordrängeln am besten klappt… oder auch nicht, denn die Wartezeit am Innenraum-Einlass betrug genau 0 Sekunden. YAY! Am Einlass wurden direkt Bändchen verteilt – häh, so früh bin ich doch gar nicht, es gibt doch keine Wellenbrecherbändchen mehr?! Nee, gab’s auch nicht, es gab nämlich keinen Wellenbrecher! Die Dinger zeigten nur an, wer ein Innenraumticket hat, und damit konnte man sich dann frei in der ganzen Halle bewegen – und sich so auch die kürzeste Bar- oder Toilettenschlange raussuchen. Nicht, dass irgendwelche davon lang gewesen wären… Hach, so macht das Spaß! Vor dem Konzert dann schön in die zweite Reihe ganz links spaziert (wo es dann während des Konzerts aber doch zu voll und nervig wurde, aber nun ja, es kann ja nicht alles rosig und super sein *g*).

Das Konzert war objektiv betrachtet richtig gut. Mich hat es allerdings mal wieder eher wenig interessiert. =:-( Echt schade, und vor allem kann ich gar nicht richtig den Finger drauflegen – vermutlich ist es halt wirklich einfach “vorbei”. Nun ja, ist halt nun mal so und nicht zu ändern.

Eindrucksvoll fand ich das Publikum – das war nämlich sehr laut und enthusiastisch! Gut, die Halle war auch einfach sehr groß und ziemlich “kompakt”, was man dann natürlich hört. Aber es war auch das erste Mal auf dieser Tour, dass ich tatsächlich Zugabe-Rufe gehört habe. Also Daumen hoch!

Als Überraschung im Set gab es diesmal “Lest die Prawda”, sehr nett – aber leider auch ein wenig wehmütig, nun ja. =:-(

Gut, dann noch ein paar Sprüche, die ich mir notiert habe (Smartphones sind doch eine seeeehr tolle Erfindung für Konzertberichtschreiber *g*):

  • FU: “Gebt mir eine eins!” Publikum: “Eins!” FU: “Danke!”
  • Ärzte-Konzerte sind billiger als die anderer Künstler, dafür muss man auf dem Rang aber auch stehen UND tanzen!
  • Vor Deine Schuld nudelte Farin mit den vier Tönen rum, bis er es dann abbrach mit einem “Und wer hat’s erfunden? Johnny Cash!” Urgs. Nein, immer noch nicht…
  • Bela über Rods Gitarre: “Wäre diese Gitarre ein Seelebewesen, dann wäre sie ein Wal.” Häh?! *lol*
  • Rod: “Ich widme das Lied allen Menschen.” Bela (oder war’s FU?): “…? Auch denen, die du nicht kennst?”
  • “Erinnert ihr euch noch an die 80er? Da hieß SAP noch IBM!”
  • “Im Wagen vor mir fährt ein kleines Hütchen…” – die Symbole, die bei Hütchenspiel im Stil eines Einarmigen Banditen auf den Leuchtwürfeln eingeblendet waren, fand ich ziemlich cool.
  • “Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät? Ihr müsst aber nicht lange warten, wir spielen gleich im Rosengarten!”
  • Pogen und Programmieren passt ja bestens zusammen, fängt ja gleich an. Aber wenn Rod das Publikum sich schon mal warmpogen lassen soll, singen die danach Bommerlunder, so war’s irgendwie nicht gemeint. *g*
  • Und dann war da noch die Flummifrau, die das ganze Konzert über durchhüpfte und dadurch am Ende noch eine Improvisation bekam. Verdientermaßen. *g*

Natürlich gab’s La Olas, diesmal die “Wannen-La-Ola”, eine La Ola mit Aufstehen und Schreien von einer Seite der Halle zur anderen und zurück und das immer und immer wieder, bis FU seekrank wurde. (Und es uns zu blöd, ähem… *g*)

Es gab wieder den Waldspaziergang mit Folgen, genauso grausam dargeboten wie immer. Immerhin wird davon durch die Wedelaktion ein bisschen abgelenkt… aber ich meine: Wenn man ein Lied live nicht spielen kann, dann spielt man es nicht?! Also, theoretisch. Theoretisch würde man aber auch ein voraufgezeichnetes Intro, das nicht funktioniert, austauschen. Wie das, was in München und Berlin 3 (?) schon nicht geklappt hat, weil das Publikum nicht so reagiert, wie es wohl vorgeplant war. Aber nein, es wurde auch diesmal wieder verwendet. Vielleicht lernt das Publikum ja noch, wann es was wie nachzusprechen hat, oder wie?!?

Aber wie gesagt: An sich war das Konzert echt gut. Die Orga in der SAP-Arena war super, aber nun ja – es sind nun mal die Ärzte anno 2012… =:-/

01.-03.06.2012 Die Ärzte (Wuhlheide, Berlin)

Wednesday, June 6th, 2012
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Es ist Tradition: Die Ärzte spielen in Berlin in der Wuhlheide, und ich bin dabei! Zum ersten Mal 2001, zusammen mit meinen Saarländern – tagsüber Sightseeing, abends Punkrock-Kindergarten im Enzian, und das zweite Konzert habe ich einfach mal mitgeschrieben. Warum auch nicht. *g* 2004 war ich dann mit einer Freundin in Berlin, die nicht mit zu den Konzerten kam, dafür hab ich auf den Konzerten dann liebe Bekannte getroffen, und das Enzian wurde durch die Milchbar ersetzt. 2008 gab’s gleich zwei Wuhlheide-Wochenenden – das zweite war unspektakulär, aber das erste war das schönste überhaupt. Strahlender Sonnenschein, 30°C, Schlafen im Bungalowdorf quasi direkt neben der Bühne, viele liebe Leute, eine Spartakiade, und auf dem Heimweg dann die Frage, ob man mit einer Goldenen Schallplatte im Handgepäck durch die Flughafen-Sicherheitskontrolle kommt. (Kommt man problemlos. *g*)

Ich erinnere mich noch ganz genau an einen Konzertmoment dieses Wochenendes: Ich stand auf dem Rang, DÄ spielten “Lasse red’n”, FU schrie: “Hände hoch!” Und die ganze Wuhlheide riss die Hände in die Höhe und fing an zu klatschen, es war überwältigend, und mir liefen Freudentränen übers Gesicht bei der Erkenntnis, dass man ja irgendwie ein Teil davon ist, ein kleines Rädchen im Getriebe, und wie wunderschön das ist.

Nun ja. Mittlerweile hat mich das Getriebe überrollt, bei diktatorischen “Hände hoch!”-Befehlen denke ich an Klatschvieh, und ich weiß, dass andere Bands meine Liebe sehr viel mehr verdient haben als die Gurken™ aus Berlin. Und dennoch: Es ist die Wuhle. Es ist Berlin. Und ich werde auch nächstes Mal wieder dabei sein, ganz egal wie wuppe mir die Band bis dahin sein wird.

Wir waren wieder im Bungalowdorf. Viele von damals, ein paar Neue, ein paar Unbekannte, und es war toll. Das Wetter war scheiße, arschkalt, aber immerhin hat es nur am letzten Abend geregnet. Ich war alleine da, aber nie alleine, die Nächte waren lang und laut und feuchtfröhlich (und arschkalt). Und abends ging es in die Wuhle, Treffpunkt vorne links auf der Tribüne, um die Gurken™ anzugucken. Also, eigentlich um sie abzufeiern, aber nein – das hat bei mir nicht so ganz funktioniert. Am ersten Abend war ich mehr als ernüchtert: Das Konzert war nicht schlecht, so kann man es nicht sagen. Aber für die Wuhle? Ich mein, DIE WUHLE?! Die Wuhle war tot. Selbst bei Zu spät waren nicht alle dabei, und auch sonst bei keinem der Lieder. Bei allen neuen Lieder war GAR NICHTS los. Und nein, das lag nicht am Publikum, sondern an der Band. Die wurden einfach nicht richtig warm. Na ja, war ja auch arschkalt… Bezeichnend fand ich dabei, wie sie es am Ende nicht schafften, Zu spät auf die 15 Minuten zu strecken, die sie noch übrig hatten. Der Grund dafür war nämlich, dass – gleich zu Beginn der Improvisiererei – Bela und Farin sich gegenseitig ins Wort fielen, beide danach den Kopf einzogen à la “oh je, jetzt isser sauer” und danach einfach nicht mehr reinkamen. Und so waren sie dann 10 Minuten zu früh fertig.

Am nächsten Abend war es besser – sowohl von dem, was die Band ablieferte, als auch von meiner Stimmung. Wobei letzteres durchaus auch am Pegel gelegen haben könnte, ähem. =;-) Aber auch objektiv betrachtet wirkte das Konzert flüssiger. Das Strecken am Ende ging aber wieder genauso schief – nicht ganz so offensichtlich diesmal, und dafür gab es dann noch ein zusätzliches Lied zum Zeitschinden, aber auch hier merkte man wieder, dass es einfach nicht rundlief. Ich hab (zumindest in der Wuhlheide) vorher noch nie bemerkt, dass der Zeitdruck und der strikte Curfew die Konzerte beeinträchtigt.

Der letzte Abend war dann völlig verregnet und dementsprechend nicht nur arschkalt sondern auch noch klatschnass. Dennoch, ich empfand das Konzert eigentlich als das beste der drei – und ja, auch das “Zu spät”-Problem konnten sie diesmal lösen, indem sie einfach gar nicht probiert haben, das Lied durch Improvisationen zu strecken. Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung! Dennoch gab’s für mich die klare Erkenntnis: “Manchmal ist es Zeit weiterzugehen…” Doch, auch diese eine Liebe geht zu Ende, und obwohl das Konzert eigentlich toll war, war ich mit den Gedanken ständig woanders, und mich hat es eigentlich nicht wirklich interessiert. Schade, aber so ist es nun mal. Und es tut erstaunlich wenig weh…

So, aber nach so viel Rumphilosophiererei jetzt doch noch ganz kurz und knapp ein paar Details, die mir im Gedächtnis geblieben sind. Es sind für drei Konzerte sehr sehr wenige, das liegt aber einfach daran, dass ich vor lauter Bungalowdorf nicht dazu kam, mir Notizen zu machen. Und so ein Gehirn funktioniert ja auch nicht so gut, wenn’s arschkalt ist. =;-)

  • Es gab zwar nicht so viele La Olas wie früher, aber ein paar dann schon – sehr eindrucksvoll fand ich ja die Zeitlupen-La-Ola. Die Aufsteh-La-Ola hingegen war doch eher unspektakulär.
  • Am letzten Tag war das Publikum bunt wie nie, durch die ganzen Regenklamotten. Sah lustig aus. Warum Rod das Publikum ständig (an allen Tagen) als Königspinguine bezeichnete, wurde mir aber nicht ganz klar.
  • Die Setlist enthielt ein paar kleine Überraschungen, aber nichts wirklich Spektakuläres. Zitroneneis wurde am ersten Abend an- und am zweiten Abend komplett gespielt, Popstar hatte ich auf dieser Tour noch nicht zu hören bekommen, Revolution auch nicht, Geh mit mir war auch eine nette Überraschung. Es gab aber nichts, was einen umgehauen hätte, weil man es so gar nicht erwartet hätte.
  • Immer noch grausam: Waldspaziergang mit Folgen. Die Choreo mit T-Shirts in der Luft rumwirbeln mag nett aussehen, der Gesang tut aber simpel und einfach weh.
  • Und M+F ist nicht viel besser – warum spielt Farin den Anfang ganz alleine?! Das klingt furchtbar dünn. Und außerdem noch falsch. Nee, das funktioniert einfach nicht.
  • Der Vier-Töne-Test ist übrigens von Hurt geklaut. Äh ja. Und natürlich ist Hurt von Johnny Cash, schon klar.
  • Gott ist Berliner! Zumindest, wenn Bela gerade nicht auf der Bühne zu sehen ist, aber trotzdem ins Mikro spricht und sich als Gott ausgibt. *g*
  • Bei Tittenmaus übernahm Bela die Gitarre, Farin den Bass und Rod das Schlagzeug. Wo Rod dann natürlich auch das Publikum beglückte und Sticks schmiss. Das wurde Bela aber schnell zu bunt: “Hey, das sind meine Stöckchen!!”
  • Am letzten Abend spielten die Hosen parallel bei Rock am Ring – und nachdem auch an den anderen Tagen schon einige Hosen-Sprüche vor Schrei nach Liebe fielen, spekulierte Bela, ob DTH wohl gerade dasselbe Lied spielen würden wie DÄ.
  • Viele Sprüche gingen komplett unter, weil sie irgendwo zwischen Bühne und Publikum verloren gingen. So machte Farin z.B. irgendwann eine Anspielung darauf, dass es am Sonntag ja das ganze Konzert über nicht dunkel sein würde. Aber das schien kaum jemand im Publikum mitzubekommen, und ähnliche Sachen gab es mehrfach. Keine Ahnung, ob das an Band oder Publikum lag, und ob es sowas früher nicht gab oder ob es mich nur nicht gestört hat…
  • Bei Dinge von denen kamen FU und Bela einmal als Waldorf & Statler raus, einmal als Nonne und Priester. Letzteres hatten sie ja bei Rock im Park schon mal gemacht, das fand ich also nicht allzu kreativ (auch wenn’s gut aussah), ersteres könnte man seeeeehr gut als Selbstironie auslegen… *hüstel*
  • Mehrfach wurden bei den Konzerten Bengalos gezündet – woraufhin Bela einmal anmerkte, dass das Konzert jetzt wohl wiederholt werden müsse. Aber ohne Publikum natürlich. Geisterkonzert. *lol*

Wie gesagt, nur ein paar Kleinigkeiten, aber wofür gibt’s Mitschnitte… *g*

Und das Fazit des Wochenendes: Es war toll! Die Wuhle ist toll, das Bungalowdorf ist toll, die Leute sind toll. Die Gurken™ sind mir wuppe. Ich werde mir sicher noch die Konzerte, für die ich Karten habe, ansehen, aber bei der nächsten Tour (so es eine geben wird) werde ich die Anzahl der Konzerte wohl drastisch reduzieren. Die Wuhle wird aber ganz sicher wieder dabei sein! Und zwar bitte wieder im Bungalowdorf mit denselben Leuten. Und besserem Wetter – erwähnte ich schon, dass es arschkalt war? =;-)