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	<title>Konzertjunkie &#187; Konzerte</title>
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	<description>Konzertjunkie - concerts, festivals, live music</description>
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		<title>26.01.2012 Kaizers Orchestra (Vega, Kopenhagen)</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 18:52:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susi_S.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 2012/01/26; 7:00 PM; ] Bericht von Maestro Morker

Für Kaizers aus dem Frankenland zuerst nach Wien und dann nach Kopenhagen? Hell yeah! Das klang zumindest bei der Buchung noch nach einem grandiosen Plan (war es am Ende auch, keine Sorge... nur teuer und arschkalt), und ich freute mich sehr auf diesen, für Kaizers Orchestra ja legendären, Konzertsaal und erwartete gute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Bericht von Maestro Morker</em></p>
<p>Für Kaizers aus dem Frankenland zuerst nach Wien und dann nach Kopenhagen? Hell yeah! Das klang zumindest bei der Buchung noch nach einem grandiosen Plan (war es am Ende auch, keine Sorge&#8230; nur teuer und arschkalt), und ich freute mich sehr auf diesen, für Kaizers Orchestra ja legendären, Konzertsaal und erwartete gute Stimmung &#8211; zu Recht!</p>
<p>Nach dem viel zu kurzen Auftakt in Wien einige Tage zuvor war ich auch mehr als heiß auf ein richtiges, langes Konzert. Zum FM4-Geburtstagsfest sei im Übrigen noch gesagt (die wirklich Interessierten werden ja den Mitschnitt gesehen haben), dass es eine viel zu kurze, aber dafür höchst intensive Regen-Matsch-Schlammschlacht war und Kaizers einen extrem schwierigen Job sehr gut bewältigten. (Kettcar war übrigens auch großartig, aber das nur am Rande.)</p>
<p>Zurück zum Vega. Das Ding war sehr voll, wenn auch wohl ein paar mehr noch reingepasst hätten, und die Leute waren heiß auf Kaizers. Nach der Vorgruppe &#8220;The Eclectic Moniker&#8221;, die für mich den Stempel &#8220;höchst amüsant&#8221; verdiente (völlige Durchgeknalltheit als Showkonzept ist auch nicht schlecht, musikalisch allerdings fast ein wenig zu klassisch Rock&#038;Western, aber ich war auch einfach ungeduldig evtl.) und bereits vom Publikum über Maßen gefeiert wurde, steigerte sich die Stimmung unter klassischem, immer lauter werdenden Bak-et-hallejula-Lalalalalala, je näher der Russian Dance rückte.</p>
<p>Dass Kaizers hier im Vega ein absolutes Heimspiel hatten, war von Beginn an klar, und Janove hätte bei den meisten Liedern problemlos sein Mikro weglegen können (wie es dann bei Resistansen und später Die Polizei auch geschah). Die Band nutzte wohl die Gelegenheit, um ein wenig etwas auszuprobieren, die Setlist überraschte mich auf jeden Fall einige Male kräftig. Nach dem Einstieg mit I ett med verden schien man sich erst einmal zu denken: &#8220;Lassen wir die Verrückten da unten sich ein bisschen müde tanzen&#8221;. Hevnervals und Knekker deg til sist als zweites und drittes Lied waren daher dementsprechend perfekt gewählt. Hier erst einmal die komplette Setlist:</p>
<p>I ett med verden &#8211; Hevnervals &#8211; Knekker deg til sist &#8211; Di grind &#8211; Tusen draper regn &#8211; Støv og sand &#8211; Drøm videre Violeta &#8211; Kavalér &#8211; Bøn fra helvete &#8211; Apokalyps meg &#8211; Jævel av en tango &#8211; Bak et halleluja &#8211; Resistansen &#8211; Kontrol på kontinentet &#8211; Din kjole lukter bensin, mor &#8211; En for orgelet &#8211;  Svarte katter &#038; flosshatter &#8211; Hjerteknuser<br />
&#8212;&#8212;&#8211;<br />
KGB &#8211; Maestro &#8211; 170<br />
&#8212;&#8212;&#8211;<br />
Die Polizei</p>
<p>Nur dreieinhalb wirklich neue Lieder, dafür mit Kavalér, Apokalyps meg und Jævel av en tango drei Lieder, mit denen ich wirklich nicht gerechnet hatte. Gerade Jævel av en tango war unglaublich überraschend, und ich habe zum ersten Mal verstanden, wie das Lied live funktionieren kann&#8230; nämlich dann, wenn ein gesamter Saal mitsingt&#8230; es war sehr beeindruckend.</p>
<p>Apropos Saal grölt mit: Es ist natürlich schon etwas anderes, wenn man Kaizers in einer ihrer Hochburgen erlebt, als in, sagen wir, Schorndorf. <img src='http://www.konzertjunkie.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Und gerade die klassischen Mitsingstellen in Bøn fra helvete, Maestro oder auch Din kjole lukter bensin haben in der Masse richtig Spaß gemacht (von die Polizei oder Resistansen gar nicht zu reden). Drøm videre, auf das ich mich sehr freute und bei dem ein Stoffelefant auf die Bühne flog, funktionierte live fantastisch, und das Wolfsgeheul am Ende hat definitiv Potential, Kavalér hingegen wirkte irgendwie verloren. Vielleicht auch, weil es evtl. nicht ganz so bekannt ist wie der Rest und man den Eindruck hatte, dass viele das Lied nutzten, um einmal durchzuschnaufen.</p>
<p>Nun hin zu den kleinen Dingen, die mir im Gedächtnis geblieben sind. Bereits die Vorgruppe hatte einige Luftballons losgelassen, die auch bei Kaizers noch ab und an durch den Saal schwebten. Bei Bak et halleluja schwebte einer der Ballons, just zum ersten Refrain, Richtung Janove, der, wie jeder Mann der mal gekickt hat, nicht widerstehen konnte und versuchte, den Ballon möglichst schön wegzuschießen. Allein: Der Ballon flog ein wenig hin und her und kam nicht ganz bis zu Janove, der sich streckte, aber das Ding nicht wirklich erwischte. Die erste Reihe gab ihm einen erneuten Versuch und spielte den Ballon zurück. Dieser Versuch gelang, aber Sänger und Publikum standen so im Bann dieser sportlichen Eleganz, dass fast vergessen wurde, mit dem Lied weiterzumachen. Ich glaube, Helge war schon seit &#8216;ner Minute am Pumpen für die zweite Strophe. <img src='http://www.konzertjunkie.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Bei Resistansen gab es ein Lautstärke-Duell zwischen Rune und Publikum, bei dem Janove mit Runes Perfomance nicht wirklich zufrieden war. In der Folge zeigte sich, dass auch Kaizers Spinal-Tap-Fans sind, als Janove Rune anwies: &#8220;Turn it to eleven&#8230;&#8221; &lt;Rune schreit irgendwas zurück&gt; &#8220;Well, that&#8217;s one louder, isn´t it?&#8221; Auch für Dänemark hatte Janove bei En for orgelet (große Trommel) sprachliche Leckerbissen bereit. Da die Artikel durcheinander zu wirbeln ja nicht möglich war, entschied er sich dafür, den Songnamen auf sehr sehr dänisch (vermute ich, meine Dänischkenntnisse sind eher gering) auszusprechen, En for orgelet en for maaaaaaaaaaaaaiii&#8230; Das Publikum war in jedem Fall sehr amüsiert. Das Gleiche galt für eine kleine Einlage vor Bøn fra helvete, als Janove das Publikum darüber abstimmen ließ, ob er den großen oder den kleinen Axtstil zum Verdreschen der Fässer nehmen sollte. Selbstredend wurde es der große&#8230;</p>
<p>Verwirrend für alle war die Platzierung von Bak et halleluja und Resistansen, ziemlich in der Mitte des Sets. Die Folge davon war absolute Uneinigkeit, auf welche Art und Weise nach Hjerteknuser denn Zugaben zu fordern seien. Das klassische Lalalala, wildes Schreien und Gestampfe sowie Versuche einzelner, die Polizei anzustimmen, ergaben eine grandiose Kakophonie.</p>
<p>Für mich persönlich waren Hevnervals, Drøm videre Violeta und Jævel av en tango die Höhepunkte bzw. unvermuteten Höhepunkte des Sets. Mit Støv og sand dagegen konnte ich mich bisher nicht komplett anfreunden, und das hat sich auch live nicht wirklich geändert. Und Apokalyps meg war noch nie mein Lieblingslied&#8230;</p>
<p>Das Set endete mit Die Polizei, bei dem Janove eigentlich gar nichts mehr sagte, sich an eine Tonne lehnte und sichtlich zufrieden mit dem Geleisteten war. Das sehe ich genauso, wobei das wirklich euphorische Publikum natürlich viel zum gelungenen Abend beitrug. Die Sucht ist damit erst einmal gestillt für den Anfang, und dann kommen ja auch schon bald die Deutschlandkonzerte. Man sieht sich dort!  </p>
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		<title>22.01.2012 Kaizers Orchestra (X-TRA, Zürich)</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 23:56:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susi_S.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 2012/01/22; 12:00 AM; ] Tja, eigentlich sollte ich es mittlerweile wissen: Kaizers-Konzerte in der Schweiz sind immer genial! So auch diesmal, und das obwohl ich mit dem Gefühl "joah, wird wohl so ein typisches Aufwärmkonzert vor desinteressiertem Publikum" hingefahren bin... Äh ja. Damit lag ich VÖLLIG falsch, denn das Konzert war einfach nur genial!

Das Konzept des Abends war "Sounds [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tja, eigentlich sollte ich es mittlerweile wissen: Kaizers-Konzerte in der Schweiz sind immer genial! So auch diesmal, und das obwohl ich mit dem Gefühl &#8220;joah, wird wohl so ein typisches Aufwärmkonzert vor desinteressiertem Publikum&#8221; hingefahren bin&#8230; Äh ja. Damit lag ich VÖLLIG falsch, denn das Konzert war einfach nur genial!</p>
<p>Das Konzept des Abends war &#8220;Sounds nordic, sounds good!&#8221;, ein Festival organisiert von den skandinavischen Botschaften, mit wild gemischten Künstlern aus den vier Ländern. Das ist zwar einerseits eine nette Idee, andererseits fehlt aber ein bisschen die Zielgruppe. Sollen da dann alle Skandinavier der Umgebung kommen (wie bei <a href="http://www.konzertjunkie.com/berichte/20110226-xutos" target="_blank">Xutos &#038; Pontapés</a> die Portugiesen *g*)? Oder die Botschaftsangehörigen? Oder Fans der vier Bands?</p>
<p>Ein paar Skandinavier waren definitiv da, einige Botschaftsmitarbeiter vermutlich auch (allerdings weniger &#8220;untypisches Konzertpublikum&#8221; als erwartet), und der Rest des Publikum bestand offenbar aus Kaizers- und Mando-Diao-Fans! Der Headliner des Abends war nämlich Caligola, ein Nebenprojekt von zwei Mando-Diao-Mitgliedern. Aber um das schon mal vorweg zu nehmen: Der eigentliche Headliner kam definitiv nicht aus Schweden! =;-)</p>
<p>Bei der zweiten Band, den Figurines aus Dänemark, waren die Zuschauer schon interessiert bei der Sache, aber vor dem Auftritt von Kaizers füllte es sich dann doch deutlich. Und überraschenderweise sogar mit Kaizers-T-Shirts! Vorne waren einige Fans versammelt; weiter hinten standen dann Skandinavier, die auch recht textsicher waren; und dazwischen: alle neuen Mitglieder der Kaizers-Familie!</p>
<p>Los ging&#8217;s mit I ett med verden, gefolgt von Knekker deg til sist &#8211; huch?! Ich hatte erwartet, dass sie genau die gleiche Setlist wie beim Konzert in Wien am Tag zuvor spielen würden, was ja live gestreamt wurde. Und dabei hatte ich mich doch so auf Tusen dråper regn gefreut, weil sie das auf der Festivaltour ja nur in Norwegen gespielt hatten&#8230; Höhö, zu früh geärgert, denn das folgte dann einfach als nächstes Lied. =;-)</p>
<p>Natürlich erst, nachdem der Jackal sich einen Überblick verschafft hatte, woher das Publikum stammte &#8211; sechs Leute kamen aus Norwegen, Schweden und Dänemark (immer dieselben sechs natürlich *g*) und der Rest aus Zürich. Ein gutes Zeichen! Also wurde der extra eingeflogene Superstar zum Duett ans Mikro geholt &#8211; und zwar kein Geringerer als Hellraizer Kaizer, schick im neuen grauen Zweireiher. Es folgte natürlich Din kjole lukter bensin, mor. Und schon hier zeigte sich, dass das Publikum offenbar auch die neuen Sachen kannte, denn das kam super an &#8211; genau wie das folgende En for orgelet, en for meg (mal wieder mit großer Trommel!).</p>
<p>Und das ist der Punkt, wo dieser Bericht von &#8220;es war übrigens total toll&#8221; in &#8220;waaah! geeeeiiiil! was war&#8217;n das, bitte schön?!?&#8221; umschlägt. Nur vielleicht ein bisschen besser ausformuliert. *g*</p>
<p>Nicht nur, dass das Publikum langsam aber sicher komplett abdrehte und daher natürlich auch mehr und mehr vom Jackal zu höchsten Begeisterungsstürmen animiert wurde, nein, zum allerersten Mal überhaupt durften wir doch tatsächlich auf Deutsch &#8220;Eins für DIE Orgel, eins für mich&#8221; mitsingen! Yeah! Und ich dachte, der hätte das aus Sturheit immer falsch gesungen&#8230; *lol* </p>
<p>Es folgte ein altes Lied, das sie vor einer Weile noch einmal neu aufgenommen hatten&#8230; hmm, okay&#8230; &#8220;Die Polizei&#8221; oder wie? Das passt doch aber nicht mitten ins Konzert?! Äh ja. Kam ja auch nicht. Sondern: Kavalér. Öh &#8211; bitte? Was&#8217;n das bitte schön? Einfach so? Auf einem normalen Konzert? Jaaaaa! Geil. =:-D</p>
<p>Danach ging es dann deutlich &#8220;normaler&#8221; weiter, aber zu dem Zeitpunkt hatten Kaizers schon wieder bewiesen, dass sie es immer und immer wieder schaffen, einen zu überraschen! Und das komplette Publikum hatten sie bis dahin sowieso fest im Griff, alle tanzten, hüpften und sangen mit. Hach, schön&#8230; =:-)</p>
<p>Es folgten KGB und Bøn fra helvete (wo Omen sich die Zeit damit vertrieb, Handschuhe zu stapeln). Danach stellte der Jackal fest, dass sich offenbar eine Sopranistin im Publikum befand &#8211; wie man deutlich hören konnte. Das musste natürlich imitiert werden. =;-) Und dann folgte das Lied, zu dem man ganz klar &#8220;aaaah&#8221; (sopranistisch gesungen natürlich *g*) sagen kann: Kontroll på kontinentet!</p>
<p>Diesmal ohne Bandvorstellung, die aber auch nicht fehlte. Bei Bak et halleluja mussten wir dann das &#8220;wop&#8221; vor der Strophe erst mal richtig im Zigeunerstil hinbekommen, was nach einigen Versuchen auch klappte, und danach folgte das von Janoves Urgroßvater komponierte Traditional Resistansen. Dabei übermannte den Jackal mal wieder seine Künstlerader, und er improvisierte wild vor sich hin. Als das Publikum beim &#8220;Oooohh&#8221;-Teil mit den Händen in der Luft dastand, probierte er endlich mal den Trick aus, den ihm ein dänischer Künstler für das Schweizer Publikum empfohlen hatte: einfach mit dem Arm winken &#8211; und schon macht das Publikum eine La Ola! Funktionierte so perfekt, dass die Band relativ perplex wirkte. *gg*</p>
<p>Als nächstes gab es die große Hitsingle Hjerteknuser und danach Svarte katter &#038; flosshatter, wo &#8211; wie immer &#8211; Omen der große Star war! Nicht nur, weil er mittendrin offenbar auf Geisterjagd war (so sah&#8217;s zumindest aus *g*), sondern natürlich auch wegen seines Auftritts mit dem Megaphon. Und nach der zweiten Stelle wurde diesmal mangels Haaren kein Kamm gebraucht, sondern einfach nur der Schnurrbart gezwirbelt. *g* Und überhaupt versuchen Kaizers ja schon lange, ihn endlich dazu zu bringen, ein Soloalbum aufzunehmen&#8230; =;-)</p>
<p>Zum Abschluss folgten noch Maestro sowie 170, bevor die sechs dann endgültig von der Bühne gejagt wurden (überzogen hatten sie schon ein paar Minuten&#8230;). Das Publikum forderte lauthals Zugaben, aber das war natürlich nicht vorgesehen &#8211; dennoch, die Stimmung war super, und das war der Beweis, wie sehr Kaizers das Publikum überzeugen konnten. Hach, toll war&#8217;s! =:-)</p>
<p>Caligola danach war&#8230; nun ja, irgendwie uninspiriert, fand ich. Ein paar Lieder waren nett, aber insgesamt war es wenig mitreißend, und die Kutten waren albern. Dementsprechend leerte es sich auch recht deutlich, und die Stimmung war doch eher ruhig. Sprich: Kaizers waren vielleicht nicht die letzte Band des Abends, aber ganz klar der Headliner der Herzen! *g*</p>
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		<title>19.12.2011 Die Ärzte, XX-Konzert (Westfalenhalle, Dortmund)</title>
		<link>http://www.konzertjunkie.com/berichte/20111219-aerzte</link>
		<comments>http://www.konzertjunkie.com/berichte/20111219-aerzte#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 20:59:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susi_S.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Konzert nur für Mädels&#8230; ähm ja. Okay. Man hat ja nicht die Wahl, zu welchem der Konzerte man geht, ne? Dazu nehme man dann noch einen großen Topf schlechter Stimmung, Weihnachts- und sonstigen Stress, schlechtes Wetter und fünf Stunden Anfahrt, die &#8211; natürlich &#8211; mit einem Stau beginnen. Hrmpf.
Nun ja. Insgesamt lief die Hinfahrt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Konzert nur für Mädels&#8230; ähm ja. Okay. Man hat ja nicht die Wahl, zu welchem der Konzerte man geht, ne? Dazu nehme man dann noch einen großen Topf schlechter Stimmung, Weihnachts- und sonstigen Stress, schlechtes Wetter und fünf Stunden Anfahrt, die &#8211; natürlich &#8211; mit einem Stau beginnen. Hrmpf.</p>
<p>Nun ja. Insgesamt lief die Hinfahrt dann doch sehr gut, das Hotel war vielversprechend, und wir eröffneten den Abend in äußerst netter Gesellschaft im Kentucky Schreit Ficken (mit Rotkäppchen, versteht sich, schließlich ging&#8217;s zum Mädelskonzert!). An der U-Bahn-Station Westfalenhalle dann der erste Wow-Moment: ausschließlich Mädels auf den Rolltreppen. Bis auf die Schwarzhändler, die vergeblich versuchten, noch irgendwo einen Euro rauszuschlagen, höhöhö.</p>
<p>An und in der Halle setzte sich das alles dann fort. Bis auf ein paar Verkäufer und einige wenige Securities, die aber allesamt höchst amüsant verkleidet waren, echt nur Frauen! Und: eine tolle Atmosphäre. Gut, am Anfang fiel das nicht weiter auf, aber später im Konzert dann. Kein Gedränge, kein Geschubse, kein Gepöbel. Ich schlängelte mich nach dem Fotografieren von ganz hinten bis direkt hinter den Wellenbrecher vor, ohne mich irgendwo durchdrücken zu müssen und ohne auch nur einmal blöd angemacht zu werden. Nicht mal das Mädel, dem ich mich fast vor die Nase gestellt hab, hatte irgendwas dagegen; schließlich konnte sie ja trotzdem noch sehen. Trotzdem total ungewohnt, ich hätte echt ein paar böse Worte erwartet! *g* </p>
<p>Nach ein paar Liedern verriet uns einer der Securities (im Blümchenkleid *g*), dass wir noch vorne reinkönnen, wenn wir außenrum gehen. Gesagt, getan, und so standen wir wie immer vorne links, massenweise Platz, perfekte Sicht zur Bühne, yay!</p>
<p>Und obwohl ich ein absolut uninteressantes und mich null beeindruckendes Konzert erwartet hatte: Das war toll! Es war einfach ein sehr schönes Konzert. Endlich wieder <strong>die ärzte</strong>, so wie man sie kennt (oder zu kennen meint *seufz*) und liebt (oder mal geliebt hat&#8230;). Der Funke ist übergesprungen, die Setlist war toll, die Atmosphäre super. Man hat an der Publikumsreaktion kaum gemerkt, dass nur Mädels da waren (zumindest nicht mit Ohrstöpseln) &#8211; es mag ein wenig leiser und ein wenig höher gewesen sein, aber deutlich weniger auffällig, als ich es erwartet hätte. Toll fand ich dafür einige Reaktionen des Publikums: Sobald DÄ zu sehr ins Machohafte abrutschten oder wenn irgendwelche Sprüche einfach anderweitig daneben waren, gab es NULL Resonanz. Also nicht mal Buh-Rufe, sondern einfach Stille. Für die Herren auf der Bühne wohl nicht so angenehm, aber hey &#8211; endlich mal ein funktionierender Niveau-Checker&#8230; *lol*</p>
<p>Gut, mit den Herzchen, Federn, Luftballons, Konfetti und was weiß ich noch alles haben sie natürlich sehr sehr tief in die Klischee-Kiste gegriffen, und es waren viele Balladen in der Setliste, sowie außerdem noch tolle Hits wie Deine Schuld, Ist das alles und Manchmal haben Frauen (allesamt Hasslieder!), aber man muss ja auch mal Zeit haben, kurz ins Forum zu gucken (oder aufs Klo oder zum Bierstand zu gehen &#8211; wenn man denn ein Bändchen für den vorderen Bereich gehabt hätte). Das Reinschweben am Anfang hab ich aus dem Fotograben nicht mitgekriegt, den Hubschrauber am Ende fand ich doch ein wenig ZU dick aufgetragen, aber die knapp drei Stunden dazwischen waren definitiv toll. Und tanzbar. Aber warum Mädels in der Zugabenpause Fußball-White-Stripes-Chöre anstimmen, ist mir ziemlich unbegreiflich, ehrlich gesagt. *g*</p>
<p>Inhaltlich kann ich keine Details mehr aufzählen, dafür ist das Konzert jetzt doch schon ein wenig zu lange her. Und offenbar gibt&#8217;s ja wohl irgendwann eine DVD davon. Fakt ist, dass das Konzert richtig, richtig Spaß gemacht hat, was ich absolut nicht erwartet hatte. Woraus ich folgere, dass die drei es konzerttechnisch durchaus noch draufhaben und auch die Konzerte im kommenden Jahr wohl sehr unterhaltsam sein werden&#8230; =:-)</p>
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		<title>18+19.11.2011 Sonny (Stavanger)</title>
		<link>http://www.konzertjunkie.com/berichte/20111118-sonny</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Nov 2011 18:58:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susi_S.</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Sonny]]></category>
		<category><![CDATA[Stavanger]]></category>

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		<description><![CDATA[[ 2011/11/18 7:00 PM to 2011/11/19 7:00 PM. ] Eigentlich hatte ich ja gar nicht vor, dieses Wochenende schon wieder einen Bericht zu schreiben, und dieser wird auch nicht lang werden (Anmerkung nach Fertigstellung: muahahah... *lol*). Aber so ein paar Sätze fallen mir zum vergangenen Wochenende doch durchaus ein!

Vorab vielleicht noch kurz zur Erklärung: Ja, ich hab das Stück jetzt viermal gesehen. Das ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich hatte ich ja gar nicht vor, dieses Wochenende schon wieder einen Bericht zu schreiben, und dieser wird auch nicht lang werden (Anmerkung nach Fertigstellung: muahahah&#8230; *lol*). Aber so ein paar Sätze fallen mir zum vergangenen Wochenende doch durchaus ein!</p>
<p>Vorab vielleicht noch kurz zur Erklärung: Ja, ich hab das Stück jetzt viermal gesehen. Das ist extrem viel, und nee, eigentlich war es nicht so geplant &#8211; der ursprüngliche Gedanke war, dass ich es zweimal sehen will, um es auch wirklich verstehen zu können. Allerdings war da dann plötzlich die Wahl zwischen dem Premierenwochenende und den Fanvorstellungen, und verschiedene Leute haben die Tickets gekauft &#8211; und zwar jeweils zwei, weil wir&#8217;s ja zweimal sehen wollten, ne? =;-) Und ohne jede Frage: Besser ging&#8217;s nicht! Ich war vorher ja selbst skeptisch, ob viermal nicht übertrieben ist&#8230; aber nee, das Stück ist so toll und beeindruckend, dass ich es mir auch noch öfter angucken würde. Und dass ich gerade suche, wie ich vielleicht noch eine Vorstellung in Oslo besuchen kann&#8230; =;-)</p>
<p>Was ich echt interessant fand, war, wie sehr sich die Vorstellungen unterscheiden. Eigentlich passiert ja jeden Tag genau dasselbe &#8211; aber in Details gibt es doch immer wieder Unterschiede. Manche Sachen bemerkt man einfach nicht jedes Mal, andere sind aber definitiv immer ein kleines bisschen unterschiedlich! Auch die Formulierungen und Wortwahl unterscheiden sich teilweise doch recht stark, das hatte ich nicht erwartet. Und besonders eindrucksvoll ist es, wenn man plötzlich etwas ganz Neues auf der Bühne wahrnimmt, was zwar auch in allen anderen Vorstellungen vorher (vermutlich) ganz genauso stattgefunden hat, was man aber nicht mitbekommen hat. So konnte ich auch bei der vierten Vorstellung noch Neues entdecken &#8211; ganz abgesehen von kleinen Details der Story, die man vorher zwar gesehen, denen man aber keine Bedeutung beigemessen hat. Beispielsweise (SPOILERWARNUNG!) stirbt ja Monello bei Djevelens Orkester, als Lucifer ihm ihren Atem ins Gesicht bläst, während Vicente überlebt &#8211; warum lässt sie ihn am Leben? Nun ja&#8230; er hat noch seine Gasmaske auf! Oder der Rosenkranz, den Victoria Sonny zu Beginn des Stückes in die Hand drückt und der ihn offenbar vor Lucifer bzw. dem Tod beschützt, bis er ihn ihr verächtlich vor die Füße wirft &#8211; und zwei Sekunden später erschossen wird.</p>
<p>Interessant fand ich aber auch, dass es durchaus &#8220;gute&#8221; und &#8220;schlechte&#8221; Vorstellungen gibt. Die zweite Fanvorstellung war qualitativ nämlich deutlich schlechter als die anderen Vorstellungen &#8211; keine Ahnung, woran das lag, aber viele Gags und inhaltlich wichtige Stellen sind untergegangen und wurden nicht so deutlich dargestellt wie in den anderen Vorstellungen. Das hat dem Gesamteindruck keinesfalls geschadet; ich fand aber trotzdem interessant, wie sehr man das merkt, wenn man schon andere Vorstellungen gesehen hat. Was aber super eindrucksvoll war, war die Reaktion des Publikums nach Ende des Stückes, denn das war reiner Wahnsinn. Nach der Premiere war das Publikum ja auch sehr enthusiastisch, aber nach den Fanvorstellungen: Wow! Klar, das war konzertgewohntes Publikum. Also wurde nicht nur geklatscht, sondern natürlich auch geschrien. Das war doch um einiges lauter als bei den anderen Vorstellungen &#8211; und das konnte man den Schauspielern auf der Bühne auch sofort anmerken, dass sie total geflashed waren. =:-)</p>
<p>So, nun noch kurz zu den Besonderheiten der Fanvorstellungen: Vor Beginn des Stückes kam an beiden Abenden zuerst Helge heraus und spielte ein wenig auf dem Klavier, bis dann Tore Renberg, Geir Zahl und Vegar Hoel (Sonny) hinzukamen und von Jan Zahl interviewt wurden. Dass am zweiten Abend Tore Geir beim rauskommen die Bühnentür vor der Nase zuknallte, ist ja hier nicht erwähnenswert&#8230; äh, zu spät, hups. *g*<br />
Auf jeden Fall war dieses Interview sehr unterhaltsam &#8211; am ersten Abend eher &#8220;formell&#8221;, am zweiten Abend deutlich humorvoller und amüsanter. Inhaltlich kam nicht wirklich viel Neues rüber, interessant war es aber auf jeden Fall! Auch wenn die meisten Antworten nicht allzu viele echte Aussagen enthielten &#8211; Geir hat z.B. keine Ahnung, wie das Kaizers-Universum überhaupt zustande gekommen ist (&#8220;Das weiß nur ein Mann, und der ist nicht hier.&#8221;), die Geschichte und überhaupt die meisten Entscheidungen bezüglich des Stückes entwickelten sich über die Zeit in Zusammenarbeit zwischen Tore Renberg und Kaizers, da gab es keine klaren &#8220;wer ist für was verantworlich&#8221;-Strukturen. Tore als Fan wurde schnell klar, was insbesondere Janove unbedingt im Stück drinhaben wollte, und grundsätzlich sollte die Geschichte die drei Bereiche Krieg/Widerstand, Mafia und &#8220;nach dem Krieg&#8221; beinhalten (was ja auch logisch ist, da genau das die drei Alben widerspiegelt). Das dann aus der Hand zu geben war für Kaizers natürlich schon ein gewisses Risiko, aber durchaus kalkulierbar, da sie Tore als Fan ja kannten und da Mitbestimmungsmöglichkeiten hatten. Zudem haben sie die Musik für das Stück ja selbst eingespielt; nur die Schauspieler haben das Singen übernommen. Das Stück, so wie Tore es abgeliefert hat, veränderte sich dann natürlich noch weiter, als die Schauspieler übernommen haben.</p>
<p>Danach war dann Zeit für Fragen aus dem Publikum &#8211; damit überrumpelte Jan am ersten Abend die Zuschauer, sodass kaum etwas gefragt wurde. Und meine extra ausgedachte und gedanklich vorformulierte Frage für den zweiten Abend stellte Jan dann fast wörtlich als erste &#8220;offizielle&#8221; Frage &#8211; na danke auch. *lol* Nämlich die Huhn/Ei-Frage: Stand zuerst fest, welche Lieder unbedingt rein sollen, oder ging es zuerst ausschließlich um die Geschichte, und dann wurden die passenden Lieder reingesetzt? Auch hier lag die Antwort in der Mitte; bei ein paar Lieder war natürlich klar, dass die drin sein mussten, aber es sind durchaus auch Lieder rausgefallen, weil sie einfach nicht sinnvoll reingeflickt werden konnten.</p>
<p>Dann noch ein bisschen Rumgewitzel mit Helge (der die an ihn gerichtete Frage natürlich mit eisernem Schweigen beantwortete), und dann war es Zeit fürs Stück! Am ersten Abend saßen Helge und Geir im Zuschauerraum und sahen sich das Stück noch einmal an, bevor sie in der Pause für die zufällig ausgewählten Gewinner Programme und Poster signierten, am zweiten Abend verschwanden sie aber direkt nach dem Interview. Das und die Tatsache, dass Janove nicht dabei war (obwohl das ja beim Ticketverkauf angekündigt war), führte doch bei manchen zu einem gewissen Unmut &#8211; völlig verständlich. Genauso wie es natürlich auch verständlich ist, dass Janove mal ein freies Wochenende verdient hat oder Geir und Helge vielleicht nicht so wild darauf sind, in der Pause mit Autogramm- und Fotowünschen überrannt zu werden&#8230; dennoch, so wirklich &#8220;fair&#8221; war das nicht, denn es war ja anders angekündigt.</p>
<p>Unserer Stimmung tat das indes keinen Abbruch. Schließlich waren bei den Fanvorstellungen auch viele viele liebe Leute da, die man endlich mal wieder gesehen hat (hey, die letzte Tour ist schon mehr als ein halbes Jahr her! *gg*), und natürlich ging&#8217;s danach noch ins Cementen. Resultat: Ein Großteil der Kaizer-Fan-Familie versammelt, lange Diskussionen über das Stück, erste Planungen für die anstehende Tour und natürlich jede Menge alter Geschichten und Blödeleien. Hach &#8211; schöööööön war&#8217;s! =:-)</p>
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		<title>17.11.2011 Fozzy (The Rock, Copenhagen)</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 23:56:03 +0000</pubDate>
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		<title>11+12.11.2011 Sonny (Stavanger)</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 19:50:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susi_S.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 2011/11/11 7:00 PM to 2011/11/12 7:00 PM. ] 11.11.11 - St. Kaizers Day, oder so ähnlich! Neben dem neuen Kaizers-Album und der Spektrum-DVD feierte auch das Kaizers-Musical "Sonny" Premiere, und das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen... und hier natürlich mein Bericht!
Nun habe ich schon so viele Konzertberichte geschrieben - aber wie schreibt man einen Musical-Bericht? Gut, vorab vielleicht erst mal der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>11.11.11 &#8211; St. Kaizers Day, oder so ähnlich! Neben dem neuen Kaizers-Album und der Spektrum-DVD feierte auch das Kaizers-Musical &#8220;Sonny&#8221; Premiere, und das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen&#8230; und hier natürlich mein Bericht!<br />
Nun habe ich schon so viele Konzertberichte geschrieben &#8211; aber wie schreibt man einen Musical-Bericht? Gut, vorab vielleicht erst mal der Hinweis, dass ich bei der Bezeichnung &#8220;Musical&#8221; bleiben werde, auch wenn Kaizers selbst ja konsequent von &#8220;Musiktheater&#8221; sprechen, aber ich sehe da nicht wirklich einen Unterschied&#8230; =;-)</p>
<p>Ich bin mit hohen, gleichzeitig aber fast nicht &#8220;enttäuschbaren&#8221; Erwartungen in die Vorstellung gegangen. Ich liebe Musicals, ich liebe Kaizers, da konnte eigentlich nichts schiefgehen. =;-) Und genau so war es auch; ich war nachher total geflasht, beeindruckt und begeistert! Allerdings war ich sehr sehr froh darüber, das Stück gleich an zwei Tagen hintereinander zu sehen, denn beim ersten Sehen war ich doch ein wenig &#8220;überfordert&#8221;. Wie viel davon an der Sprache lag und wie viel an der Story, kann ich leider nicht wirklich trennen. Sprachlich gesehen war ich überrascht, dass ich doch sehr viel verstanden habe &#8211; eigentlich fast alles bis auf ein paar kleine Plänkeleien und Gags, aber solange einer allein gesprochen hat, war es &#8211; trotz (oder wegen? *g*) des Westküstendialekts sehr gut zu verstehen. Die Lieder kannte man ja sowieso (auch wenn ich die Texte der alten Lieder am wenigsten kenne, da ich damals ja noch kein Norwegisch konnte). Allerdings enthielt das Stück sehr sehr viele Personen und Charaktere, die man erst einmal auseinanderhalten musste, und es passierte auch storymäßig sehr viel. Das im Zusammenhang mit der Sprache fand ich schwierig; ich fühlte mich doch ein wenig überfordert, und an einigen Stellen kam ich bei der Story nicht so ganz mit. Interessant fand ich, dass Janove nach der Vorstellung meinte, es wäre sicher hilfreich, das Stück mehr als einmal zu sehen&#8230; stimmt absolut, beim zweiten Mal konnte ich fast alle &#8220;Löcher&#8221; füllen, aber das ist doch eigentlich nicht der Sinn eines Theaterstücks, oder?! Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass man dem Stück als Norwegisch-Muttersprachler auch beim ersten Mal schon komplett folgen kann und ich da doch einen klaren Sprach-Nachteil hatte.</p>
<p>Rogalandteater ist winzig &#8211; nun ja, wenn man es mit deutschen Musical-Theatern vergleicht zumindest. *g* So 400 Leute passen wohl rein. Bei der Premiere war logischerweise ein Haufen Prominenz im Publikum und vermutlich auch mehr &#8220;typische&#8221; Theatergänger; am zweiten Tag war das Publikum auffallend jünger. Die Bühne war eindrucksvoll &#8211; ein sehr einfaches Bühnenbild zwar, mit zwei Treppenaufbauten, die verschieden eingesetzt wurden, und diversen Requisiten. Die Bühne war aber im Verhältnis zum Zuschauerraum absolut gigantisch!</p>
<p>Auch musikalisch ist wohl &#8220;eindrucksvoll&#8221; das Wort, was am meisten aussagt. Einige Kaizers-Lieder waren kaum verändert und wurden nur von den Schauspielern gesungen, andere kamen in ganz anderem Gewand daher. Und sehr viele wirkten einfach durch die Masse an Menschen auf der Bühne und die ganze Inszenierung absolut gigantisch. Phänomenal! Wow! Da hat man die Lieder hundertmal gehört, und plötzlich hauen sie einen wieder um&#8230; =:-) Ganz besonders beeindruckt war ich von den Versionen von Bak et Halleluja und Ompa til du dør, die perfekt in die Stimmung passten und bombastisch rüberkamen. Auch Rullett, Dieter Meyers, Evig Pint und ganz besonders Drøm hardt waren einfach genial.</p>
<p>Die Schauspieler sind keine ausgebildeten Musical-Sänger, und das merkte man teilweise auch ein bisschen. Im Allgemeinen fiel dies aber nicht negativ auf, auch wenn man bei schwierigen Gesangsstellen vielleicht mal Unsicherheiten bemerkte. Dafür brachte aber jeder seine eigene Art zu singen ein, was natürlich total spannend ist, da man die Lieder ja nur von Janove (oder Geir) gesungen kennt. Rausstechen taten ganz klar Vicente und Victoria, die ganz toll singen. Vicente brillierte mit Dieter Meyers Inst, alleine am Klavier vorgetragen, und mit einer gänsehauterzeugenden Version von Evig pint, während Victoria vor allem mit Kvite Russer überzeugen konnte. (Übrigens: Ich bin dafür, die Rollen auch in Zukunft live umzudrehen, damit wir Mädels &#8220;lalala&#8221; singen dürfen und die Kerle &#8220;Kvite Russer&#8221;. Danke. *g*) Ein gesanglicher Reinfall ist leider leider leider Hauptfigur Nummer 3, Sonny. =:-( Seine großen Auftritte sind der Anfang von Maestro und Kontroll på kontinentet &#8211; und beide waren einfach schlecht. Sehr sehr schade, zumal die beiden Lieder auch noch ziemlich direkt hintereinander kommen und somit die Qualität doch plötzlich stark absinkt. Schade! Aber genau deshalb ist es vermutlich ein &#8220;Musiktheater&#8221; und kein &#8220;Musical&#8221;. =;-)</p>
<p>Vorab war ich vor allem gespannt, wie die Lieder in die Geschichte eingebettet werden. Passen sie wirklich &#8220;natürlich&#8221; rein? Oder werden sie nur an ungefähr passenden Stellen &#8220;reingeschoben&#8221;? Tja, bei dieser Frage bin ich zu keiner richtigen Antwort gekommen&#8230; es ist ein Mittelding. Teilweise passen die Lieder wirklich ganz genau, teilweise fast genau (wo dann ein Name oder eine Zeile geändert wurde &#8211; wie z.B. bei Ompa til du dør), teilweise wirkt es aber doch so, als wären sie ein wenig reinkonstruiert worden, nach dem Motto &#8220;oh, wo können wir denn das noch reinbringen&#8221;. Auch da sind die Lieder nicht fehl am Platz, aber so ganz natürlich passen tun sie nicht immer. Ein gutes Beispiel ist hier wohl die Nebengeschichte rund um Fader Martin und Fru Conrades &#8211; die beiden singen zusammen Bris und Di grind, die aber beide überhaupt nichts zur Story beitragen. Das wirkt ein bisschen, als würde das Stück damit gestreckt und als würde so den Hauptdarstellern eine kurze Pause gegönnt. Aber hier muss ich sagen, dass das meine persönliche Auffassung sein kann &#8211; ich kenne die Lieder sehr gut und verstehe sie daher in einer ganz bestimmten Richtung; vielleicht kann man sie aber auch ganz anders deuten, sodass sie besser in den Kontext passen und die Geschichte durchaus voranbringen. Da sind wir dann wieder bei den Sprachproblemen. =;-)</p>
<p>Und jetzt mal noch zur Story, und hier dann endgültig eine SPOILERWARNUNG. Wer das Stück noch selbst sehen und sich überraschen lassen will, sollte besser nicht weiterlesen&#8230; =;-)</p>
<p>Zur Story: Durch das ganze Stück hindurch führt Lucifer, die als eine Art &#8220;Erzählerin&#8221; fungiert, gleichzeitig aber auch als Todbringer. Sie ist in fast allen Szenen im Hintergrund dabei.</p>
<p>Vicente, Victoria und Sonny wachsen zusammen im Krieg auf und sind Teil der Widerstandsbewegung Resistansen. Vicente (der Anführer von Resistansen) und Sonny schließen Blutsbrüderschaft, Vicente und Victoria sind ein Paar, aber auch Sonny liebt Victoria &#8211; die aber natürlich nur einen der beiden heiraten kann, und das soll Vicente sein. Sonny schafft es, ein Treffen mit Monsieur Clavier, dem Erzfeind von Resistansen, zu arrangieren. Vicente übernimmt die Aufgabe, unter dem Alias &#8220;Tony Fusciante&#8221; Monsieur Clavier zu treffen und zu erledigen. Allerdings wurde er verraten und sein Revolver ist nicht geladen, und so kann Clavier ihn überwältigen und gefangen nehmen. Zuerst zwingt er Vicente jedoch, eine Runde Russisch Roulette zu spielen, während er selbst Rullett singt &#8211; und zwar auf Französisch! Absolut genial. Ich will dieses Lied nur noch auf Französisch ab jetzt. *g*</p>
<p>Victoria und Sonny kehren mit der schlechten Nachricht, dass Vicente es nicht geschafft habe und tot sei, zu Resistansen zurück, und Sonny tritt Vicentes Nachfolge als Anführer an. Nach Jahren der Folter durch Monsieur Clavier (bzw. durch seinen deutschen Folterknecht &#8211; &#8220;Ve know who you arr&#8221; &#8211; zum Schreien komisch!) wird der standhafte Vicente von Monello befreit, der ihm erzählt, dass Resistansen vor die Hunde gehe, Sonny alles übernommen habe (inklusive Victoria) und dass Vicente einen Sohn habe, der von Sonny aufgezogen wird. Auf der Flucht wird Monello erschossen, und Vicente muss sich allein in einer Welt zurechtfinden, die sich verändert hat. Keiner kann ihm sagen, wo er Resistansen findet, und ein &#8220;Dieter Meyer&#8221; hat die Herrschaft übernommen. Es stellt sich heraus, dass dieser Dieter Meyer, auch bekannt als Maestro oder Papa, Sonny ist, der sich mit Monsieur Clavier zusammengetan hat, um eine riesige Mafiaorganisation auf die Beine zu stellen. Sprich: Sonny, Dieter Meyer, Maestro und Papa sind alles eine Person! Und Sonny ist außerdem &#8220;der Böse&#8221;! =:-o Kommentar Helge nach dem Stück, als ich völlig verwirrt irgendwas von &#8220;was wo wie, Sonny böse, das geht doch nicht!!&#8221; stammelte (erwähnte ich schon, dass ich insgesamt ein wenig überfordert war und daher direkt danach eigentlich gar keine Meinung abgeben wollte, sondern erst das Stück noch mal Revue passieren lassen, als plötzlich Helge vor mir stand und wissen wollte, wie ich es fand? *g*): &#8220;Na ja, das wusste ich ja vorher.&#8221; Äh ja, schön dass du das wusstest, ich hab da gerade trotzdem ein Solidaritätsproblem. Verdammt, ich MOCHTE Sonny!!! *lol*</p>
<p>Anyway, zurück zum Stück. Wir haben also die Mafiaorganisation Dieter Meyers Inst., geleitet vom Maestro Sonny, der gleichzeitig auch Papa für Vicentes Sohn Camille ist. Victoria liebt eigentlich immer noch Vicente, ist aber mit Sonny zusammen und steht unter seiner &#8220;Fuchtel&#8221;. Vicente macht also gute Miene zum bösen Spiel, tut, als sei die Vergangenheit vergeben und vergessen, und verbrüdert sich wieder mit Sonny. Der bleibt aber &#8211; zu Recht &#8211; misstrauisch und macht immer wieder klar, wie gnadenlos er seine Organisation leitet. Denn er ist der Maestro! Die Bevölkerung unterteilt er in diejenigen, die ihm untertänig zur Seite stehen, und den &#8220;Abfall&#8221;, der in den Fängen von Dr. Mowinckel landet. Vielleicht die beste Szene des Stückes: Vicente bekommt einen Eindruck vom Leiden des &#8220;Abfalls&#8221;, während diese Drøm hardt singen. Absolut mitreißend und eindrucksvoll! Und direkt danach kommt Dr. Mowinckel auf die Bühne, trällert lustig den Drøm-hardt-Refrain, stellt sich vor einen der von ihm geschaffenen &#8220;Zombies&#8221; (ja, Zombies, im Theater! *yeah*) und sagt &#8220;Eg har et spøkelse på min rygg&#8221;. *rofl*</p>
<p>Zu guter Letzt kommt es zum Showdown zwischen Sonny und Vicente, denn Sonny fordert bedingungslose Gefolgschaft. Er richtet die Pistole auf Vicente, ein Schuss ertönt &#8211; und Sonny fällt tödlich getroffen zu Boden. Denn nicht er hat abgedrückt, sondern Vicentes Sohn Camille. Vicente, Victoria und Camille sind erlöst, und zum Abschluss singen alle &#8220;Sonny&#8221; &#8211; wobei ich gestehen muss, dass ich das an der Stelle nicht wirklich einordnen kann. Natürlich ist das eigentlich das perfekte Abschlusslied&#8230; aber sie haben doch gerade den Bösewicht erschossen, und plötzlich ist der ganz nostalgisch wieder der gute alte Blutsbruder?! Das hat mich beim ersten Mal komplett verwirrt, beim zweiten Mal fand ich es schon eher akzeptabel &#8211; als eine Art &#8220;Abschluss&#8221;; so war es einmal, und jetzt geht es anders weiter.</p>
<p>Nun ja &#8211; sagte ich schon &#8220;viel Story&#8221;? Das ist auch wirklich der einzige Kritikpunkt, den ich habe. Es passiert so viel, dass man echt jede Sekunde &#8220;auf der Hut&#8221; sein muss, um nicht abgehängt zu werden. Und ich muss gestehen, ein paar kleine Fragezeichen habe ich in der Story noch&#8230; aber ich habe ja nächstes Wochenende noch die Chance, die &#8220;Löcher&#8221; zu füllen. =;-)</p>
<p>Insgesamt muss ich auf jeden Fall sagen: Toll toll toll! Eine völlig neue Erfahrung. Und dennoch total &#8220;typisch Kaizers&#8221;. Wer also die Chance hat, sich das anzugucken &#8211; auf jeden Fall machen! Und selbst wer kein Norwegisch kann: Allein für die neue Version der Lieder lohnt sich ein Besuch allemal &#8211; ganz abgesehen davon, dass Musical ja immer total toll und eindrucksvoll ist. =:-)<br />
Hach, noch mal! Und sehr gerne auch gleich noch ein weiteres Stück, wie Kaizers und Tore Renberg ja schon andeuten&#8230; *g*</p>
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		<title>08.11.2011 Katzenjammer (LKA, Stuttgart)</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 23:15:19 +0000</pubDate>
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		<title>16.10.2011 Thees Uhlmann (LKA, Stuttgart)</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 22:21:25 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[ 2011/10/16; 11:00 PM; ] Ich habe in den letzten Wochen die Konzertberichte hier ein wenig vernachlässigt, und dieses hier wird wohl auch kein klassischer Konzertbericht. Eigentlich möchte ich ja nicht Berichte und Blog-Einträge vermischen, aber irgendwie... geht es hier nicht anders, glaube ich.

Thees Uhlmann im LKA. Sein Album fand ich - wie alle Tomte-Alben - wunderschön, allerdings fiel es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe in den letzten Wochen die Konzertberichte hier ein wenig vernachlässigt, und dieses hier wird wohl auch kein klassischer Konzertbericht. Eigentlich möchte ich ja nicht Berichte und Blog-Einträge vermischen, aber irgendwie&#8230; geht es hier nicht anders, glaube ich.</p>
<p>Thees Uhlmann im LKA. Sein Album fand ich &#8211; wie alle Tomte-Alben &#8211; wunderschön, allerdings fiel es mir schwer, es musikalisch von Tomte abzugrenzen. Live wurde das schon klarer. Thees wirkte viel offener, lockerer, entspannter, und das zeigte sich auch in der Musik. Vielseitiger, leichtmütiger und weniger &#8220;nölig&#8221; &#8211; einfach toll! Er wolle uns nicht sagen, wie wir uns zu verhalten haben, und keine Circle Pits und Moshereien einfordern. Dafür dürften wir uns aber auch nicht beschweren, wenn er auf der Bühne rumtanzt (&#8220;Ich will mich nicht tanzen sehen, aber ich werde es gleich tun!&#8221;). Weitere Ansagen dürfen leider nicht berichtet werden, denn: &#8220;Ihr dürft es nicht weitersagen, dass das hier so entgleist ist&#8230;&#8221; Ach Thees, das kennt man doch, und es ist so wunderbar sympathisch und menschlich, dass man nur vor Freude grinsen kann. </p>
<p>Aber&#8230; dann ist da noch der dunkle Schatten, der über dem ganzen Konzert schwebt. Warum ist das da auf der Bühne &#8220;Thees Uhlmann solo&#8221;? Warum ist das nicht Tomte? Und was bedeutet das für die Zukunft?</p>
<p>Ich habe so viele Erinnerungen an Tomte, obwohl ich sie nur 10 Mal gesehen habe &#8211; für meine Verhältnisse relativ wenig. Das erste Mal in Hannover im Schwimmbad, ohne sie zu kennen. Beim Freiburger Zeltmusikfestival (&#8220;Ich will zurück nach Hamburg! Ich will zurück zu meinen Depressionen!&#8221;) und fünf Jahre später beim Ulmer Zelt, um 180° gedreht (&#8220;Ich bin so gut drauf! Happy Uhl!&#8221;). Mit mehr als einem Kloß im Hals beim Abschiedskonzert für Rocco Clein. Beim Open Flair, als die Sonne untergeht, während Thees Uhlmann “Das ist nicht die Sonne die untergeht, sondern die Erde die sich dreht&#8230;” singt. Mitten in einer anderen Tour im Stuttgarter Theaterhaus, wo mir bei &#8220;Geigen bei Wonderful World&#8221; die Tränen übers Gesicht laufen. &#8220;Ich lebe mich durch eines der schönsten Leben, mit den schönsten Songs der Welt&#8230;&#8221; JA!</p>
<p>Noch vor kurzem habe ich zu einer Freundin gesagt, dass das Ende zu einer Band dazugehört, dass ein Abschluss die Band &#8220;konserviert&#8221; und dass es daher ein Grund ist, sich wehmütig zu verabschieden, aber nicht zur Trauer. Und das empfinde ich auch genau so. Aber wie ist es, wenn der Abschluss fehlt und der Abschied als dunkle Wolke über sonst wundervollen Konzerten schwebt? Wenn man ein Konzert aus vollen Zügen genießt, gleichzeitig aber fürchtet &#8211; ohne Gewissheit zu haben -, dass die alten Erinnerungen alte Erinnerungen bleiben werden und nicht mehr aufleben dürfen?</p>
<p>Das tut weh. Und bei einer Wahl zwischen Tomte und Thees solo würde ich Tomte wählen. Und auch das tut &#8211; nach einem so tollen Konzert &#8211; weh. Ich will beides, verdammt noch mal!!</p>
<p>Ach ja, und Thees: BITTE keine Gitarren schmeißen. Das kann auch mal schiefgehen. Und das tut dann erst recht weh &#8211; sogar als Zuschauer&#8230;</p>
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		<title>19.08.2011 Kaizers Orchestra (Open Air Gampel)</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 22:47:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[ 2011/08/19; 11:00 PM; ] Kaizers Orchestras Festivalsommer nähert sich dem Ende, und mein letztes Kaizers-Konzert für diesen Sommer fand beim Open Air Gampel in der Schweiz statt. Bei dem tollen Line-Up lohnte es sich natürlich, gleich fürs ganze Wochenende hinzufahren - den kompletten Bericht gibt es auf www.konzertjunkie.com.

Nach einem wunderschönen, heißen, sonnigen Sommertag stand abends um halb sieben der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kaizers Orchestras Festivalsommer nähert sich dem Ende, und mein letztes Kaizers-Konzert für diesen Sommer fand beim Open Air Gampel in der Schweiz statt. Bei dem tollen Line-Up lohnte es sich natürlich, gleich fürs ganze Wochenende hinzufahren &#8211; den kompletten Bericht gibt es auf <a href="http://www.konzertjunkie.com/berichte/20110818-gampel" target="_blank">www.konzertjunkie.com</a>.</p>
<p>Nach einem wunderschönen, heißen, sonnigen Sommertag stand abends um halb sieben der Kaizers-Auftritt auf dem Programm. Vor der Bühne eine erwartungsfrohe (aber verhältnismäßig ahnungslose =;-)) Menge; im Gegensatz zu den vorherigen Konzerten war es recht gut gefüllt (und füllte sich im Laufe des Konzerts natürlich mehr und mehr), dennoch war mehr als genug Platz zum Tanzen! Ich muss gestehen, während der ersten Lieder war ich ziemlich abgelenkt, da ich einen Fotopass hatte, und nun ja&#8230; Kaizers! Im Tageslicht! Mit ordentlicher Kamera! =:-D Das Ergebnis gibt&#8217;s, sobald ich die 250 Bilder aussortiert habe, ähem&#8230; *g*</p>
<p>Zuerst mal die Setlist: Russian Dance als Intro, dann KGB, Bøn fra helvete, Delikatessen, Din kjole lukter bensin mor, En for orgelet en for meg, Far til datter, Faen i båten, Tusen dråper regn, Bak et halleluja, Kontroll på kontinentet, Svarte katter &#038; flosshatter, Maestro. Zugaben gab&#8217;s nicht, da sie ja nur eine Stunde Spielzeit hatten &#8211; sie wären aber bestimmt gefordert worden!</p>
<p>Zu Beginn musste das Publikum zuerst mal eins: gucken! Der Großteil hatte nämlich keine Ahnung, wer da auf der Bühne stand, und war zum ersten Mal bei einem Kaizerskonzert. Aber sicher nicht zum letzten Mal! Allein während Delikatessen Omen zu beobachten sollte reichen, um jedermann zum Kaizerfan mutieren zu lassen&#8230; wie er mit eiserner Miene (na ja, und Gasmaske auf *g*) den Helm mit Wasser vollschüttete&#8230; zum Schreien! Und natürlich tunkte er während Svarte katter &#038; flosshatter seinen Kamm in den Helm, bevor er sich in aller Seelenruhe (und unter Jubel des Publikums) die Haare glättete.</p>
<p>Vor Din kjole lukter bensin mor kündigte der Jackal ein Duett an &#8211; eigentlich wollte er das ja mit einer hübschen Schweizerin machen, aber &#8220;the best I could get&#8221; war dann Hellraizer. Na, ist doch besser als nichts!</p>
<p>Bei En for orgelet wollte der Jackal erst mal wissen, ob denn die Übersetzung, die ihm hinter der Bühne für den Liedtitel gegeben wurde, korrekt ist. &#8220;Eins für das Orgel, eins für mich &#8211; stimmt das?&#8221; Laut Publikum wohl schon, denn es wurde lauthals mitgegrölt, und es störte auch niemanden, dass die Trommel diesmal im Kasten blieb.</p>
<p>Danach war es Zeit für ein paar neue Lieder. Der Jackal erklärte, dass sie zum 10jährigen Bestehen eine Trilogie veröffentlichen, und nun würden sie uns gerne ein paar neue Stücke von Vol. II vorstellen. Los ging es mit Far til datter, wofür natürlich ein Banjo benötigt wurde. Und so ein Banjo ist ja ganz schön teuer&#8230; also, dieses hier würde ihm nicht gehören, betonte der Jackal, denn sonst hätte er ein billigeres&#8230; &#8220;aber lasst uns nicht jetzt da drüber diskutieren!&#8221;</p>
<p>Als zweites neues Stück war ein Quasi-Instrumentalstück im Stil von Cloroform (stimmt, die kennt hier sicher jeder, ähem&#8230;) an der Reihe, nämlich Faen i båten. Und stimmt, habe ich noch gar nicht so gesehen, aber das hat echt was von Cloroform. Und die eine Zeile ist auch nicht wirklich als Text zu werten. Das Publikum war jedenfalls total begeistert!</p>
<p>Zum Abschluss gab&#8217;s noch Tusen dråper regn, und das Stück ist verdammt genial, völlig egal ob live oder auf Platte. Es macht einfach richtig Spaß! Vorher musste der Jackal aber noch kurz auf die Umgebung eingehen &#8211; das Gampel liegt nämlich wunderschön mitten in den Bergen! Ich persönlich bin ja abends total verwirrt, wenn ich nach oben gucke und Sterne sehe&#8230; die sich bei genauerem Nachdenken aber nicht als Sterne, sondern als Lichter oben auf dem Berg entpuppen. =;-) Nun ja, auf jeden Fall erklärte der Jackal, dass die Berge ja ganz nett wären. &#8220;In Norwegen haben wir auch solche Berge. Aber unsere sind ein bisschen besser!&#8221; Just kidding, natürlich&#8230; =;-)</p>
<p>Nach den ganzen neuen Stücken war es nun Zeit dafür, wieder etwas zu spielen, mit dem das Publikum eher vertraut war. Natürlich mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht, denn&#8230; vertraut mit den Liedern war nun nicht wirklich zu erwarten, oder? Tja, wenn der Jackal sich da mal nicht getäuscht hatte. Denn die folgenden Stücke kamen richtig gut an, und jedes &#8220;Singen Sie bitte!&#8221; wurde mit lautem Mitgegröle beantwortet. Hach, schön!</p>
<p>Vor Maestro dann die Frage: Wollen wir noch mehr? &#8220;Say ja! Say ja klar!&#8221; Hach, ENDLICH kam das noch mal, lange nicht gehört! =:-D Also bekamen wir noch mehr, und auch wenn Omen (&#8220;the man from the Eastern Europe&#8221;, wie der Jackal erklärte) in der falschen Tonart anfing, kam das Stück super an und alle sangen am Ende lauthals &#8220;Schwing den Hammer&#8221;.</p>
<p>Und das war&#8217;s &#8211; der Jackal verabschiedete sich auf Norwegisch (&#8220;Vi ses neste år, eller året etter!&#8221;), Hellraizer achtete darauf, dass der Jackal sich erst ein Handtuch um die schwitzigen Schultern hängte, bevor sie sich Arm in Arm verbeugten, und während das Publikum mit Oh-oh-oh-Chören Begeisterung ausdrückte (so geht das in der Schweiz!), verschwanden sie von der Bühne.</p>
<p>Toll war&#8217;s! Wir sehen uns dann im November bei Sonny, und irgendwann nächstes Jahr wieder auf Tour&#8230; =:-D</p>
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		<title>14.08.2011 Kaizers Orchestra (Poolbar-Festival, Feldkirch)</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Aug 2011 21:21:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susi_S.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 2011/08/14; 9:00 PM; ] Bericht von Maestro Morker

Dieses Poolbar-Festival ist ja wirklich eine ganz süße Angelegenheit! (Als ich mit meinem ausgedruckten Ticket in der Hand zum Eingang kam, hat das eine Mädel, das da allein auf 'ner Bierbank saß und die Abendkasse war, doch glatt 'ne Liste von 4-5 Din-A4-Seiten rausgeholt und meinen Namen per Hand rausgestrichen... köstlich!) Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Bericht von Maestro Morker</em></p>
<p>Dieses Poolbar-Festival ist ja wirklich eine ganz süße Angelegenheit! (Als ich mit meinem ausgedruckten Ticket in der Hand zum Eingang kam, hat das eine Mädel, das da allein auf &#8216;ner Bierbank saß und die Abendkasse war, doch glatt &#8216;ne Liste von 4-5 Din-A4-Seiten rausgeholt und meinen Namen per Hand rausgestrichen&#8230; köstlich!) Und die Österreicher sind ja auch ein wirklich freundliches Völkchen. Kaizers fingen erst relativ spät an (22:30), und ich war schon seit 19:00 auf dem *hüstel* &#8220;Festivalgelände&#8221; (Durchmesser 20 auf 20 m) herumgeirrt und kam mit wirklich vielen Leuten sehr leicht ins Gespräch.</p>
<p>Zur Vorgruppe (Matt Borof, erinnerte etwas an Bernhoft, viel mit Loops gearbeitet etc. nur etwas rockiger&#8230; war eigentlich gar nicht schlecht) fand sich dann zwar einiges an Publikum in dem mehr breiten als langen Saal ein, aber man hielt einen Respektabstand zur Bühne, sodass hinter der ersten Reihe erst einmal ein 3-4 m großes Loch klaffte. Ist eventuell auch damit z.T. zu erklären gewesen, dass auf beiden Seite der Bühne tatsächlich Bildschirme hingen, auf denen dann auch das ganze Konzert zu sehen war. Ein eifriger Kameramann wuselte eifrig um die Bühne herum (störte aber nie wirklich) und machte einen guten Job. Außerdem war im hinteren Bereich des Saales eine künstliche Erhöhung, wo dann auch lieber einige standen. Bemerkenswerte Ausstattung aber auf jeden Fall für so ein kleines Festival/Konzert. Ich machte mir trotzdem schon etwas Sorgen, aber andererseits war das alles so klein und kuschelig (es gab keine Security im Graben und ich konnte in der Umbaupause auch mal mit&#8217;m Bierbecher aufs Ölfass klopfen), dass es irgendwie auch sehr toll war.</p>
<p>Zum Russian Dance herrschte dann zwar immer noch ein deutliches Loch hinter der ersten Reihe, aber als ich mich zu Bøn fra helvete das erste Mal wieder umdrehte, war&#8217;s besser geworden, und spätestens zu En for orgelet war das Ganze zu einem eng zusammenrückenden Tollhaus geworden. Ach ja, die Setlist: Da waren doch ein paar echte Überraschungen dabei, vom Einstieg mit KGB hin zu zwei neuen Songs (wurden gut aufgenommen, und Tusen dråper regn rockt ja live einfach auch mal sowas von&#8230;). Also: KGB &#8211; Bøn Fra Helvete &#8211; Delikatessen &#8211; Faen i båten &#8211; Din kjole lukter bensin, mor &#8211; En for orgelet &#8211; Diamant til kull &#8211; Psycho under min hatt &#8211; Tusen dråper regn &#8211; Svarte katter &#038; flosshatter &#8211; Kontroll på kontinentet &#8211; Maestro &#8212; Sigøynerblod &#8211; Bak et halleluja &#8211; Resistansen&#8230; Auf der Setlist stand auch noch Hjerteknuser (vor Kontroll på kontinentet), haben sie aber weggelassen (zumindest kann ich mich beim besten Willen nicht dran erinnern und soooo betrunken war ich jetzt auch nicht). </p>
<p>Die Stimmung war zum Ende hin fast schon ekstatisch, und Kaizers haben es mal wieder innerhalb kürzester Zeit geschafft, ein Publikum, das ihnen prinzipiell skeptisch gegenüberstand, von sich einzunehmen. The Jackal gab sich dabei aber auch alle Mühe, verausgabte sich, sprang und turnte auf den Fässern rum, dass es eine wahre Pracht war (und wir dann mal das Faß vor uns sicherheitshalber ein bisschen zurückrückten nach jedem Lied). Es wurde schon ab dem dritten Lied eifrig kommuniziert, die Mädels der ersten Reihe persönlich begrüßt (&#8220;Hello! What is your name, Eva? Hello Eva, want to join the band for a beer later on?&#8221;) aber auch Zwischenrufer amüsant gemaßregelt (&#8220;You think you speak Norwegian&#8230; but I am sorry&#8230; you don&#8217;t&#8221;). </p>
<p>Der einzige Moment, wo das (österreichische) Publikum und Janove nicht in Harmonie vereint waren, war bei der Ansage zu En for orgelet, er rettete die Situation aber geistesgegenwärtig. Janove: &#8220;The next song, I want to sing to you in your language&#8230; you speak German here, right?&#8221; &lt;Allgemeines Gemurre und ein paar ablehnde Rufe&#8230; das hört der Österreicher halt nicht so gern. Janove ist sichtlich irritiert.> &#8220;You don&#8217;t? You speak french?&#8221; &lt;Noch deutlichere Ablehnung durch das Publikum. Janove für eine Sekunde richtig irritiert, dann aber:> &#8220;Well you all speak Norwegian, right?&#8221; &lt;Jubel Jubel> &#8220;Well, I was told that you speak German and so the next song is called &#8216;Eins für das Orgel, eins für mich&#8217;, is that correct?&#8221; &lt;Jubel Jubel> En for orgelet kam dann wie immer absolut blendend an, auch ohne große Trommel. Die Bandvorstellung wurde im Schnellverfahren nach Svarte katter durchgeführt und dafür bei Kontroll på kontinentet weggelassen, die Plektren hat Geir dann großzügig nach Maestro per Hand verteilt. Vor Maestro erläuterte Janove dann noch, das Terje heute Geburtstag hätte und 40 werden würde (aha&#8230;) und darum dürfe sich Terje jetzt das letzte Lied des Abends wünschen. Terje ließ sich à la &#8220;Der Preis ist heiß&#8221; vom Publikum beraten, bis jemand Maestro rief. <img src='http://www.konzertjunkie.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Apropos Maestro: Janove pickte sich gezielt einen bereits das ganze Konzert durch Enthusiasmus auffallenden Fan aus der ersten Reihe und hielt ihm beim zweiten Refrain von Maestro dreist das Mikro unter die Nase. Der Mann gab alles und wurde dafür auch mit dem Publikumsapplaus entlohnt.</p>
<p>Vor den eifrig geforderten Zugaben stimmten Rune und Geir erst einmal ein Rock&#8217;n'Roll-mäßiges Happy Birthday an, und das Publikum besang Terje. The Jackal ließ sich dann zu einem besonderen Geschenk für Terje hinreißen und begann, Mädels auf die Bühne zu holen. Eifrig wurde durchgezählt, bis 20 da waren (wobei es nach meiner Zählung auch ein paar mehr waren), und es ging noch einmal richtig rund auf einer Männerherzen-erfreuenden Bühne zu Sigøynerblod, Bak et halleluja (bei dem Janove die zweite Strophe wegließ und dafür 2x die dritte sang) und Resistansen. Terje machte Fotos, die Band ließ sich feiern und ich stolperte absolut durchgeschwitzt und glücklich vor die Tür&#8230; <img src='http://www.konzertjunkie.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Im Nachhinein war es im Prinzip das beste Konzert, das ich dieses Jahr gesehen habe. Nicht von der Setlist her (Köln) oder vom Publikum her (Oslo) oder vom Partyfaktor her (mit 4 Kumpels in München), aber wenn man alles zusammennimmt und dazu die einzigartige Nähe in Feldkirch bedenkt (halt mal einer das Ölfass!), war Feldkirch absolut einzigartig gut.  Und 20 gutaussehende tanzende Mädels vor der Nase erfreuen halt auch das Herz <img src='http://www.konzertjunkie.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  <img src='http://www.konzertjunkie.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  , da verzeiht man der Band auch kleine Flunkereien. (40??? Geburtstag???)</p>
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