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	<title>Konzertjunkie &#187; Berichte</title>
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	<description>Konzertjunkie - concerts, festivals, live music</description>
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		<title>26.01.2012 Kaizers Orchestra (Vega, Kopenhagen)</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 18:52:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susi_S.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 2012/01/26; 7:00 PM; ] Bericht von Maestro Morker

Für Kaizers aus dem Frankenland zuerst nach Wien und dann nach Kopenhagen? Hell yeah! Das klang zumindest bei der Buchung noch nach einem grandiosen Plan (war es am Ende auch, keine Sorge... nur teuer und arschkalt), und ich freute mich sehr auf diesen, für Kaizers Orchestra ja legendären, Konzertsaal und erwartete gute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Bericht von Maestro Morker</em></p>
<p>Für Kaizers aus dem Frankenland zuerst nach Wien und dann nach Kopenhagen? Hell yeah! Das klang zumindest bei der Buchung noch nach einem grandiosen Plan (war es am Ende auch, keine Sorge&#8230; nur teuer und arschkalt), und ich freute mich sehr auf diesen, für Kaizers Orchestra ja legendären, Konzertsaal und erwartete gute Stimmung &#8211; zu Recht!</p>
<p>Nach dem viel zu kurzen Auftakt in Wien einige Tage zuvor war ich auch mehr als heiß auf ein richtiges, langes Konzert. Zum FM4-Geburtstagsfest sei im Übrigen noch gesagt (die wirklich Interessierten werden ja den Mitschnitt gesehen haben), dass es eine viel zu kurze, aber dafür höchst intensive Regen-Matsch-Schlammschlacht war und Kaizers einen extrem schwierigen Job sehr gut bewältigten. (Kettcar war übrigens auch großartig, aber das nur am Rande.)</p>
<p>Zurück zum Vega. Das Ding war sehr voll, wenn auch wohl ein paar mehr noch reingepasst hätten, und die Leute waren heiß auf Kaizers. Nach der Vorgruppe &#8220;The Eclectic Moniker&#8221;, die für mich den Stempel &#8220;höchst amüsant&#8221; verdiente (völlige Durchgeknalltheit als Showkonzept ist auch nicht schlecht, musikalisch allerdings fast ein wenig zu klassisch Rock&#038;Western, aber ich war auch einfach ungeduldig evtl.) und bereits vom Publikum über Maßen gefeiert wurde, steigerte sich die Stimmung unter klassischem, immer lauter werdenden Bak-et-hallejula-Lalalalalala, je näher der Russian Dance rückte.</p>
<p>Dass Kaizers hier im Vega ein absolutes Heimspiel hatten, war von Beginn an klar, und Janove hätte bei den meisten Liedern problemlos sein Mikro weglegen können (wie es dann bei Resistansen und später Die Polizei auch geschah). Die Band nutzte wohl die Gelegenheit, um ein wenig etwas auszuprobieren, die Setlist überraschte mich auf jeden Fall einige Male kräftig. Nach dem Einstieg mit I ett med verden schien man sich erst einmal zu denken: &#8220;Lassen wir die Verrückten da unten sich ein bisschen müde tanzen&#8221;. Hevnervals und Knekker deg til sist als zweites und drittes Lied waren daher dementsprechend perfekt gewählt. Hier erst einmal die komplette Setlist:</p>
<p>I ett med verden &#8211; Hevnervals &#8211; Knekker deg til sist &#8211; Di grind &#8211; Tusen draper regn &#8211; Støv og sand &#8211; Drøm videre Violeta &#8211; Kavalér &#8211; Bøn fra helvete &#8211; Apokalyps meg &#8211; Jævel av en tango &#8211; Bak et halleluja &#8211; Resistansen &#8211; Kontrol på kontinentet &#8211; Din kjole lukter bensin, mor &#8211; En for orgelet &#8211;  Svarte katter &#038; flosshatter &#8211; Hjerteknuser<br />
&#8212;&#8212;&#8211;<br />
KGB &#8211; Maestro &#8211; 170<br />
&#8212;&#8212;&#8211;<br />
Die Polizei</p>
<p>Nur dreieinhalb wirklich neue Lieder, dafür mit Kavalér, Apokalyps meg und Jævel av en tango drei Lieder, mit denen ich wirklich nicht gerechnet hatte. Gerade Jævel av en tango war unglaublich überraschend, und ich habe zum ersten Mal verstanden, wie das Lied live funktionieren kann&#8230; nämlich dann, wenn ein gesamter Saal mitsingt&#8230; es war sehr beeindruckend.</p>
<p>Apropos Saal grölt mit: Es ist natürlich schon etwas anderes, wenn man Kaizers in einer ihrer Hochburgen erlebt, als in, sagen wir, Schorndorf. <img src='http://www.konzertjunkie.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Und gerade die klassischen Mitsingstellen in Bøn fra helvete, Maestro oder auch Din kjole lukter bensin haben in der Masse richtig Spaß gemacht (von die Polizei oder Resistansen gar nicht zu reden). Drøm videre, auf das ich mich sehr freute und bei dem ein Stoffelefant auf die Bühne flog, funktionierte live fantastisch, und das Wolfsgeheul am Ende hat definitiv Potential, Kavalér hingegen wirkte irgendwie verloren. Vielleicht auch, weil es evtl. nicht ganz so bekannt ist wie der Rest und man den Eindruck hatte, dass viele das Lied nutzten, um einmal durchzuschnaufen.</p>
<p>Nun hin zu den kleinen Dingen, die mir im Gedächtnis geblieben sind. Bereits die Vorgruppe hatte einige Luftballons losgelassen, die auch bei Kaizers noch ab und an durch den Saal schwebten. Bei Bak et halleluja schwebte einer der Ballons, just zum ersten Refrain, Richtung Janove, der, wie jeder Mann der mal gekickt hat, nicht widerstehen konnte und versuchte, den Ballon möglichst schön wegzuschießen. Allein: Der Ballon flog ein wenig hin und her und kam nicht ganz bis zu Janove, der sich streckte, aber das Ding nicht wirklich erwischte. Die erste Reihe gab ihm einen erneuten Versuch und spielte den Ballon zurück. Dieser Versuch gelang, aber Sänger und Publikum standen so im Bann dieser sportlichen Eleganz, dass fast vergessen wurde, mit dem Lied weiterzumachen. Ich glaube, Helge war schon seit &#8216;ner Minute am Pumpen für die zweite Strophe. <img src='http://www.konzertjunkie.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Bei Resistansen gab es ein Lautstärke-Duell zwischen Rune und Publikum, bei dem Janove mit Runes Perfomance nicht wirklich zufrieden war. In der Folge zeigte sich, dass auch Kaizers Spinal-Tap-Fans sind, als Janove Rune anwies: &#8220;Turn it to eleven&#8230;&#8221; &lt;Rune schreit irgendwas zurück&gt; &#8220;Well, that&#8217;s one louder, isn´t it?&#8221; Auch für Dänemark hatte Janove bei En for orgelet (große Trommel) sprachliche Leckerbissen bereit. Da die Artikel durcheinander zu wirbeln ja nicht möglich war, entschied er sich dafür, den Songnamen auf sehr sehr dänisch (vermute ich, meine Dänischkenntnisse sind eher gering) auszusprechen, En for orgelet en for maaaaaaaaaaaaaiii&#8230; Das Publikum war in jedem Fall sehr amüsiert. Das Gleiche galt für eine kleine Einlage vor Bøn fra helvete, als Janove das Publikum darüber abstimmen ließ, ob er den großen oder den kleinen Axtstil zum Verdreschen der Fässer nehmen sollte. Selbstredend wurde es der große&#8230;</p>
<p>Verwirrend für alle war die Platzierung von Bak et halleluja und Resistansen, ziemlich in der Mitte des Sets. Die Folge davon war absolute Uneinigkeit, auf welche Art und Weise nach Hjerteknuser denn Zugaben zu fordern seien. Das klassische Lalalala, wildes Schreien und Gestampfe sowie Versuche einzelner, die Polizei anzustimmen, ergaben eine grandiose Kakophonie.</p>
<p>Für mich persönlich waren Hevnervals, Drøm videre Violeta und Jævel av en tango die Höhepunkte bzw. unvermuteten Höhepunkte des Sets. Mit Støv og sand dagegen konnte ich mich bisher nicht komplett anfreunden, und das hat sich auch live nicht wirklich geändert. Und Apokalyps meg war noch nie mein Lieblingslied&#8230;</p>
<p>Das Set endete mit Die Polizei, bei dem Janove eigentlich gar nichts mehr sagte, sich an eine Tonne lehnte und sichtlich zufrieden mit dem Geleisteten war. Das sehe ich genauso, wobei das wirklich euphorische Publikum natürlich viel zum gelungenen Abend beitrug. Die Sucht ist damit erst einmal gestillt für den Anfang, und dann kommen ja auch schon bald die Deutschlandkonzerte. Man sieht sich dort!  </p>
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		<title>22.01.2012 Kaizers Orchestra (X-TRA, Zürich)</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 23:56:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susi_S.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 2012/01/22; 12:00 AM; ] Tja, eigentlich sollte ich es mittlerweile wissen: Kaizers-Konzerte in der Schweiz sind immer genial! So auch diesmal, und das obwohl ich mit dem Gefühl "joah, wird wohl so ein typisches Aufwärmkonzert vor desinteressiertem Publikum" hingefahren bin... Äh ja. Damit lag ich VÖLLIG falsch, denn das Konzert war einfach nur genial!

Das Konzept des Abends war "Sounds [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tja, eigentlich sollte ich es mittlerweile wissen: Kaizers-Konzerte in der Schweiz sind immer genial! So auch diesmal, und das obwohl ich mit dem Gefühl &#8220;joah, wird wohl so ein typisches Aufwärmkonzert vor desinteressiertem Publikum&#8221; hingefahren bin&#8230; Äh ja. Damit lag ich VÖLLIG falsch, denn das Konzert war einfach nur genial!</p>
<p>Das Konzept des Abends war &#8220;Sounds nordic, sounds good!&#8221;, ein Festival organisiert von den skandinavischen Botschaften, mit wild gemischten Künstlern aus den vier Ländern. Das ist zwar einerseits eine nette Idee, andererseits fehlt aber ein bisschen die Zielgruppe. Sollen da dann alle Skandinavier der Umgebung kommen (wie bei <a href="http://www.konzertjunkie.com/berichte/20110226-xutos" target="_blank">Xutos &#038; Pontapés</a> die Portugiesen *g*)? Oder die Botschaftsangehörigen? Oder Fans der vier Bands?</p>
<p>Ein paar Skandinavier waren definitiv da, einige Botschaftsmitarbeiter vermutlich auch (allerdings weniger &#8220;untypisches Konzertpublikum&#8221; als erwartet), und der Rest des Publikum bestand offenbar aus Kaizers- und Mando-Diao-Fans! Der Headliner des Abends war nämlich Caligola, ein Nebenprojekt von zwei Mando-Diao-Mitgliedern. Aber um das schon mal vorweg zu nehmen: Der eigentliche Headliner kam definitiv nicht aus Schweden! =;-)</p>
<p>Bei der zweiten Band, den Figurines aus Dänemark, waren die Zuschauer schon interessiert bei der Sache, aber vor dem Auftritt von Kaizers füllte es sich dann doch deutlich. Und überraschenderweise sogar mit Kaizers-T-Shirts! Vorne waren einige Fans versammelt; weiter hinten standen dann Skandinavier, die auch recht textsicher waren; und dazwischen: alle neuen Mitglieder der Kaizers-Familie!</p>
<p>Los ging&#8217;s mit I ett med verden, gefolgt von Knekker deg til sist &#8211; huch?! Ich hatte erwartet, dass sie genau die gleiche Setlist wie beim Konzert in Wien am Tag zuvor spielen würden, was ja live gestreamt wurde. Und dabei hatte ich mich doch so auf Tusen dråper regn gefreut, weil sie das auf der Festivaltour ja nur in Norwegen gespielt hatten&#8230; Höhö, zu früh geärgert, denn das folgte dann einfach als nächstes Lied. =;-)</p>
<p>Natürlich erst, nachdem der Jackal sich einen Überblick verschafft hatte, woher das Publikum stammte &#8211; sechs Leute kamen aus Norwegen, Schweden und Dänemark (immer dieselben sechs natürlich *g*) und der Rest aus Zürich. Ein gutes Zeichen! Also wurde der extra eingeflogene Superstar zum Duett ans Mikro geholt &#8211; und zwar kein Geringerer als Hellraizer Kaizer, schick im neuen grauen Zweireiher. Es folgte natürlich Din kjole lukter bensin, mor. Und schon hier zeigte sich, dass das Publikum offenbar auch die neuen Sachen kannte, denn das kam super an &#8211; genau wie das folgende En for orgelet, en for meg (mal wieder mit großer Trommel!).</p>
<p>Und das ist der Punkt, wo dieser Bericht von &#8220;es war übrigens total toll&#8221; in &#8220;waaah! geeeeiiiil! was war&#8217;n das, bitte schön?!?&#8221; umschlägt. Nur vielleicht ein bisschen besser ausformuliert. *g*</p>
<p>Nicht nur, dass das Publikum langsam aber sicher komplett abdrehte und daher natürlich auch mehr und mehr vom Jackal zu höchsten Begeisterungsstürmen animiert wurde, nein, zum allerersten Mal überhaupt durften wir doch tatsächlich auf Deutsch &#8220;Eins für DIE Orgel, eins für mich&#8221; mitsingen! Yeah! Und ich dachte, der hätte das aus Sturheit immer falsch gesungen&#8230; *lol* </p>
<p>Es folgte ein altes Lied, das sie vor einer Weile noch einmal neu aufgenommen hatten&#8230; hmm, okay&#8230; &#8220;Die Polizei&#8221; oder wie? Das passt doch aber nicht mitten ins Konzert?! Äh ja. Kam ja auch nicht. Sondern: Kavalér. Öh &#8211; bitte? Was&#8217;n das bitte schön? Einfach so? Auf einem normalen Konzert? Jaaaaa! Geil. =:-D</p>
<p>Danach ging es dann deutlich &#8220;normaler&#8221; weiter, aber zu dem Zeitpunkt hatten Kaizers schon wieder bewiesen, dass sie es immer und immer wieder schaffen, einen zu überraschen! Und das komplette Publikum hatten sie bis dahin sowieso fest im Griff, alle tanzten, hüpften und sangen mit. Hach, schön&#8230; =:-)</p>
<p>Es folgten KGB und Bøn fra helvete (wo Omen sich die Zeit damit vertrieb, Handschuhe zu stapeln). Danach stellte der Jackal fest, dass sich offenbar eine Sopranistin im Publikum befand &#8211; wie man deutlich hören konnte. Das musste natürlich imitiert werden. =;-) Und dann folgte das Lied, zu dem man ganz klar &#8220;aaaah&#8221; (sopranistisch gesungen natürlich *g*) sagen kann: Kontroll på kontinentet!</p>
<p>Diesmal ohne Bandvorstellung, die aber auch nicht fehlte. Bei Bak et halleluja mussten wir dann das &#8220;wop&#8221; vor der Strophe erst mal richtig im Zigeunerstil hinbekommen, was nach einigen Versuchen auch klappte, und danach folgte das von Janoves Urgroßvater komponierte Traditional Resistansen. Dabei übermannte den Jackal mal wieder seine Künstlerader, und er improvisierte wild vor sich hin. Als das Publikum beim &#8220;Oooohh&#8221;-Teil mit den Händen in der Luft dastand, probierte er endlich mal den Trick aus, den ihm ein dänischer Künstler für das Schweizer Publikum empfohlen hatte: einfach mit dem Arm winken &#8211; und schon macht das Publikum eine La Ola! Funktionierte so perfekt, dass die Band relativ perplex wirkte. *gg*</p>
<p>Als nächstes gab es die große Hitsingle Hjerteknuser und danach Svarte katter &#038; flosshatter, wo &#8211; wie immer &#8211; Omen der große Star war! Nicht nur, weil er mittendrin offenbar auf Geisterjagd war (so sah&#8217;s zumindest aus *g*), sondern natürlich auch wegen seines Auftritts mit dem Megaphon. Und nach der zweiten Stelle wurde diesmal mangels Haaren kein Kamm gebraucht, sondern einfach nur der Schnurrbart gezwirbelt. *g* Und überhaupt versuchen Kaizers ja schon lange, ihn endlich dazu zu bringen, ein Soloalbum aufzunehmen&#8230; =;-)</p>
<p>Zum Abschluss folgten noch Maestro sowie 170, bevor die sechs dann endgültig von der Bühne gejagt wurden (überzogen hatten sie schon ein paar Minuten&#8230;). Das Publikum forderte lauthals Zugaben, aber das war natürlich nicht vorgesehen &#8211; dennoch, die Stimmung war super, und das war der Beweis, wie sehr Kaizers das Publikum überzeugen konnten. Hach, toll war&#8217;s! =:-)</p>
<p>Caligola danach war&#8230; nun ja, irgendwie uninspiriert, fand ich. Ein paar Lieder waren nett, aber insgesamt war es wenig mitreißend, und die Kutten waren albern. Dementsprechend leerte es sich auch recht deutlich, und die Stimmung war doch eher ruhig. Sprich: Kaizers waren vielleicht nicht die letzte Band des Abends, aber ganz klar der Headliner der Herzen! *g*</p>
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		<title>19.12.2011 Die Ärzte, XX-Konzert (Westfalenhalle, Dortmund)</title>
		<link>http://www.konzertjunkie.com/berichte/20111219-aerzte</link>
		<comments>http://www.konzertjunkie.com/berichte/20111219-aerzte#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 20:59:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susi_S.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Konzert nur für Mädels&#8230; ähm ja. Okay. Man hat ja nicht die Wahl, zu welchem der Konzerte man geht, ne? Dazu nehme man dann noch einen großen Topf schlechter Stimmung, Weihnachts- und sonstigen Stress, schlechtes Wetter und fünf Stunden Anfahrt, die &#8211; natürlich &#8211; mit einem Stau beginnen. Hrmpf.
Nun ja. Insgesamt lief die Hinfahrt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Konzert nur für Mädels&#8230; ähm ja. Okay. Man hat ja nicht die Wahl, zu welchem der Konzerte man geht, ne? Dazu nehme man dann noch einen großen Topf schlechter Stimmung, Weihnachts- und sonstigen Stress, schlechtes Wetter und fünf Stunden Anfahrt, die &#8211; natürlich &#8211; mit einem Stau beginnen. Hrmpf.</p>
<p>Nun ja. Insgesamt lief die Hinfahrt dann doch sehr gut, das Hotel war vielversprechend, und wir eröffneten den Abend in äußerst netter Gesellschaft im Kentucky Schreit Ficken (mit Rotkäppchen, versteht sich, schließlich ging&#8217;s zum Mädelskonzert!). An der U-Bahn-Station Westfalenhalle dann der erste Wow-Moment: ausschließlich Mädels auf den Rolltreppen. Bis auf die Schwarzhändler, die vergeblich versuchten, noch irgendwo einen Euro rauszuschlagen, höhöhö.</p>
<p>An und in der Halle setzte sich das alles dann fort. Bis auf ein paar Verkäufer und einige wenige Securities, die aber allesamt höchst amüsant verkleidet waren, echt nur Frauen! Und: eine tolle Atmosphäre. Gut, am Anfang fiel das nicht weiter auf, aber später im Konzert dann. Kein Gedränge, kein Geschubse, kein Gepöbel. Ich schlängelte mich nach dem Fotografieren von ganz hinten bis direkt hinter den Wellenbrecher vor, ohne mich irgendwo durchdrücken zu müssen und ohne auch nur einmal blöd angemacht zu werden. Nicht mal das Mädel, dem ich mich fast vor die Nase gestellt hab, hatte irgendwas dagegen; schließlich konnte sie ja trotzdem noch sehen. Trotzdem total ungewohnt, ich hätte echt ein paar böse Worte erwartet! *g* </p>
<p>Nach ein paar Liedern verriet uns einer der Securities (im Blümchenkleid *g*), dass wir noch vorne reinkönnen, wenn wir außenrum gehen. Gesagt, getan, und so standen wir wie immer vorne links, massenweise Platz, perfekte Sicht zur Bühne, yay!</p>
<p>Und obwohl ich ein absolut uninteressantes und mich null beeindruckendes Konzert erwartet hatte: Das war toll! Es war einfach ein sehr schönes Konzert. Endlich wieder <strong>die ärzte</strong>, so wie man sie kennt (oder zu kennen meint *seufz*) und liebt (oder mal geliebt hat&#8230;). Der Funke ist übergesprungen, die Setlist war toll, die Atmosphäre super. Man hat an der Publikumsreaktion kaum gemerkt, dass nur Mädels da waren (zumindest nicht mit Ohrstöpseln) &#8211; es mag ein wenig leiser und ein wenig höher gewesen sein, aber deutlich weniger auffällig, als ich es erwartet hätte. Toll fand ich dafür einige Reaktionen des Publikums: Sobald DÄ zu sehr ins Machohafte abrutschten oder wenn irgendwelche Sprüche einfach anderweitig daneben waren, gab es NULL Resonanz. Also nicht mal Buh-Rufe, sondern einfach Stille. Für die Herren auf der Bühne wohl nicht so angenehm, aber hey &#8211; endlich mal ein funktionierender Niveau-Checker&#8230; *lol*</p>
<p>Gut, mit den Herzchen, Federn, Luftballons, Konfetti und was weiß ich noch alles haben sie natürlich sehr sehr tief in die Klischee-Kiste gegriffen, und es waren viele Balladen in der Setliste, sowie außerdem noch tolle Hits wie Deine Schuld, Ist das alles und Manchmal haben Frauen (allesamt Hasslieder!), aber man muss ja auch mal Zeit haben, kurz ins Forum zu gucken (oder aufs Klo oder zum Bierstand zu gehen &#8211; wenn man denn ein Bändchen für den vorderen Bereich gehabt hätte). Das Reinschweben am Anfang hab ich aus dem Fotograben nicht mitgekriegt, den Hubschrauber am Ende fand ich doch ein wenig ZU dick aufgetragen, aber die knapp drei Stunden dazwischen waren definitiv toll. Und tanzbar. Aber warum Mädels in der Zugabenpause Fußball-White-Stripes-Chöre anstimmen, ist mir ziemlich unbegreiflich, ehrlich gesagt. *g*</p>
<p>Inhaltlich kann ich keine Details mehr aufzählen, dafür ist das Konzert jetzt doch schon ein wenig zu lange her. Und offenbar gibt&#8217;s ja wohl irgendwann eine DVD davon. Fakt ist, dass das Konzert richtig, richtig Spaß gemacht hat, was ich absolut nicht erwartet hatte. Woraus ich folgere, dass die drei es konzerttechnisch durchaus noch draufhaben und auch die Konzerte im kommenden Jahr wohl sehr unterhaltsam sein werden&#8230; =:-)</p>
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		<item>
		<title>18+19.11.2011 Sonny (Stavanger)</title>
		<link>http://www.konzertjunkie.com/berichte/20111118-sonny</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Nov 2011 18:58:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susi_S.</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Sonny]]></category>
		<category><![CDATA[Stavanger]]></category>

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		<description><![CDATA[[ 2011/11/18 7:00 PM to 2011/11/19 7:00 PM. ] Eigentlich hatte ich ja gar nicht vor, dieses Wochenende schon wieder einen Bericht zu schreiben, und dieser wird auch nicht lang werden (Anmerkung nach Fertigstellung: muahahah... *lol*). Aber so ein paar Sätze fallen mir zum vergangenen Wochenende doch durchaus ein!

Vorab vielleicht noch kurz zur Erklärung: Ja, ich hab das Stück jetzt viermal gesehen. Das ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich hatte ich ja gar nicht vor, dieses Wochenende schon wieder einen Bericht zu schreiben, und dieser wird auch nicht lang werden (Anmerkung nach Fertigstellung: muahahah&#8230; *lol*). Aber so ein paar Sätze fallen mir zum vergangenen Wochenende doch durchaus ein!</p>
<p>Vorab vielleicht noch kurz zur Erklärung: Ja, ich hab das Stück jetzt viermal gesehen. Das ist extrem viel, und nee, eigentlich war es nicht so geplant &#8211; der ursprüngliche Gedanke war, dass ich es zweimal sehen will, um es auch wirklich verstehen zu können. Allerdings war da dann plötzlich die Wahl zwischen dem Premierenwochenende und den Fanvorstellungen, und verschiedene Leute haben die Tickets gekauft &#8211; und zwar jeweils zwei, weil wir&#8217;s ja zweimal sehen wollten, ne? =;-) Und ohne jede Frage: Besser ging&#8217;s nicht! Ich war vorher ja selbst skeptisch, ob viermal nicht übertrieben ist&#8230; aber nee, das Stück ist so toll und beeindruckend, dass ich es mir auch noch öfter angucken würde. Und dass ich gerade suche, wie ich vielleicht noch eine Vorstellung in Oslo besuchen kann&#8230; =;-)</p>
<p>Was ich echt interessant fand, war, wie sehr sich die Vorstellungen unterscheiden. Eigentlich passiert ja jeden Tag genau dasselbe &#8211; aber in Details gibt es doch immer wieder Unterschiede. Manche Sachen bemerkt man einfach nicht jedes Mal, andere sind aber definitiv immer ein kleines bisschen unterschiedlich! Auch die Formulierungen und Wortwahl unterscheiden sich teilweise doch recht stark, das hatte ich nicht erwartet. Und besonders eindrucksvoll ist es, wenn man plötzlich etwas ganz Neues auf der Bühne wahrnimmt, was zwar auch in allen anderen Vorstellungen vorher (vermutlich) ganz genauso stattgefunden hat, was man aber nicht mitbekommen hat. So konnte ich auch bei der vierten Vorstellung noch Neues entdecken &#8211; ganz abgesehen von kleinen Details der Story, die man vorher zwar gesehen, denen man aber keine Bedeutung beigemessen hat. Beispielsweise (SPOILERWARNUNG!) stirbt ja Monello bei Djevelens Orkester, als Lucifer ihm ihren Atem ins Gesicht bläst, während Vicente überlebt &#8211; warum lässt sie ihn am Leben? Nun ja&#8230; er hat noch seine Gasmaske auf! Oder der Rosenkranz, den Victoria Sonny zu Beginn des Stückes in die Hand drückt und der ihn offenbar vor Lucifer bzw. dem Tod beschützt, bis er ihn ihr verächtlich vor die Füße wirft &#8211; und zwei Sekunden später erschossen wird.</p>
<p>Interessant fand ich aber auch, dass es durchaus &#8220;gute&#8221; und &#8220;schlechte&#8221; Vorstellungen gibt. Die zweite Fanvorstellung war qualitativ nämlich deutlich schlechter als die anderen Vorstellungen &#8211; keine Ahnung, woran das lag, aber viele Gags und inhaltlich wichtige Stellen sind untergegangen und wurden nicht so deutlich dargestellt wie in den anderen Vorstellungen. Das hat dem Gesamteindruck keinesfalls geschadet; ich fand aber trotzdem interessant, wie sehr man das merkt, wenn man schon andere Vorstellungen gesehen hat. Was aber super eindrucksvoll war, war die Reaktion des Publikums nach Ende des Stückes, denn das war reiner Wahnsinn. Nach der Premiere war das Publikum ja auch sehr enthusiastisch, aber nach den Fanvorstellungen: Wow! Klar, das war konzertgewohntes Publikum. Also wurde nicht nur geklatscht, sondern natürlich auch geschrien. Das war doch um einiges lauter als bei den anderen Vorstellungen &#8211; und das konnte man den Schauspielern auf der Bühne auch sofort anmerken, dass sie total geflashed waren. =:-)</p>
<p>So, nun noch kurz zu den Besonderheiten der Fanvorstellungen: Vor Beginn des Stückes kam an beiden Abenden zuerst Helge heraus und spielte ein wenig auf dem Klavier, bis dann Tore Renberg, Geir Zahl und Vegar Hoel (Sonny) hinzukamen und von Jan Zahl interviewt wurden. Dass am zweiten Abend Tore Geir beim rauskommen die Bühnentür vor der Nase zuknallte, ist ja hier nicht erwähnenswert&#8230; äh, zu spät, hups. *g*<br />
Auf jeden Fall war dieses Interview sehr unterhaltsam &#8211; am ersten Abend eher &#8220;formell&#8221;, am zweiten Abend deutlich humorvoller und amüsanter. Inhaltlich kam nicht wirklich viel Neues rüber, interessant war es aber auf jeden Fall! Auch wenn die meisten Antworten nicht allzu viele echte Aussagen enthielten &#8211; Geir hat z.B. keine Ahnung, wie das Kaizers-Universum überhaupt zustande gekommen ist (&#8220;Das weiß nur ein Mann, und der ist nicht hier.&#8221;), die Geschichte und überhaupt die meisten Entscheidungen bezüglich des Stückes entwickelten sich über die Zeit in Zusammenarbeit zwischen Tore Renberg und Kaizers, da gab es keine klaren &#8220;wer ist für was verantworlich&#8221;-Strukturen. Tore als Fan wurde schnell klar, was insbesondere Janove unbedingt im Stück drinhaben wollte, und grundsätzlich sollte die Geschichte die drei Bereiche Krieg/Widerstand, Mafia und &#8220;nach dem Krieg&#8221; beinhalten (was ja auch logisch ist, da genau das die drei Alben widerspiegelt). Das dann aus der Hand zu geben war für Kaizers natürlich schon ein gewisses Risiko, aber durchaus kalkulierbar, da sie Tore als Fan ja kannten und da Mitbestimmungsmöglichkeiten hatten. Zudem haben sie die Musik für das Stück ja selbst eingespielt; nur die Schauspieler haben das Singen übernommen. Das Stück, so wie Tore es abgeliefert hat, veränderte sich dann natürlich noch weiter, als die Schauspieler übernommen haben.</p>
<p>Danach war dann Zeit für Fragen aus dem Publikum &#8211; damit überrumpelte Jan am ersten Abend die Zuschauer, sodass kaum etwas gefragt wurde. Und meine extra ausgedachte und gedanklich vorformulierte Frage für den zweiten Abend stellte Jan dann fast wörtlich als erste &#8220;offizielle&#8221; Frage &#8211; na danke auch. *lol* Nämlich die Huhn/Ei-Frage: Stand zuerst fest, welche Lieder unbedingt rein sollen, oder ging es zuerst ausschließlich um die Geschichte, und dann wurden die passenden Lieder reingesetzt? Auch hier lag die Antwort in der Mitte; bei ein paar Lieder war natürlich klar, dass die drin sein mussten, aber es sind durchaus auch Lieder rausgefallen, weil sie einfach nicht sinnvoll reingeflickt werden konnten.</p>
<p>Dann noch ein bisschen Rumgewitzel mit Helge (der die an ihn gerichtete Frage natürlich mit eisernem Schweigen beantwortete), und dann war es Zeit fürs Stück! Am ersten Abend saßen Helge und Geir im Zuschauerraum und sahen sich das Stück noch einmal an, bevor sie in der Pause für die zufällig ausgewählten Gewinner Programme und Poster signierten, am zweiten Abend verschwanden sie aber direkt nach dem Interview. Das und die Tatsache, dass Janove nicht dabei war (obwohl das ja beim Ticketverkauf angekündigt war), führte doch bei manchen zu einem gewissen Unmut &#8211; völlig verständlich. Genauso wie es natürlich auch verständlich ist, dass Janove mal ein freies Wochenende verdient hat oder Geir und Helge vielleicht nicht so wild darauf sind, in der Pause mit Autogramm- und Fotowünschen überrannt zu werden&#8230; dennoch, so wirklich &#8220;fair&#8221; war das nicht, denn es war ja anders angekündigt.</p>
<p>Unserer Stimmung tat das indes keinen Abbruch. Schließlich waren bei den Fanvorstellungen auch viele viele liebe Leute da, die man endlich mal wieder gesehen hat (hey, die letzte Tour ist schon mehr als ein halbes Jahr her! *gg*), und natürlich ging&#8217;s danach noch ins Cementen. Resultat: Ein Großteil der Kaizer-Fan-Familie versammelt, lange Diskussionen über das Stück, erste Planungen für die anstehende Tour und natürlich jede Menge alter Geschichten und Blödeleien. Hach &#8211; schöööööön war&#8217;s! =:-)</p>
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		<title>17.11.2011 Fozzy (The Rock, Copenhagen)</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 23:56:03 +0000</pubDate>
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		<title>11+12.11.2011 Sonny (Stavanger)</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 19:50:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[ 2011/11/11 7:00 PM to 2011/11/12 7:00 PM. ] 11.11.11 - St. Kaizers Day, oder so ähnlich! Neben dem neuen Kaizers-Album und der Spektrum-DVD feierte auch das Kaizers-Musical "Sonny" Premiere, und das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen... und hier natürlich mein Bericht!
Nun habe ich schon so viele Konzertberichte geschrieben - aber wie schreibt man einen Musical-Bericht? Gut, vorab vielleicht erst mal der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>11.11.11 &#8211; St. Kaizers Day, oder so ähnlich! Neben dem neuen Kaizers-Album und der Spektrum-DVD feierte auch das Kaizers-Musical &#8220;Sonny&#8221; Premiere, und das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen&#8230; und hier natürlich mein Bericht!<br />
Nun habe ich schon so viele Konzertberichte geschrieben &#8211; aber wie schreibt man einen Musical-Bericht? Gut, vorab vielleicht erst mal der Hinweis, dass ich bei der Bezeichnung &#8220;Musical&#8221; bleiben werde, auch wenn Kaizers selbst ja konsequent von &#8220;Musiktheater&#8221; sprechen, aber ich sehe da nicht wirklich einen Unterschied&#8230; =;-)</p>
<p>Ich bin mit hohen, gleichzeitig aber fast nicht &#8220;enttäuschbaren&#8221; Erwartungen in die Vorstellung gegangen. Ich liebe Musicals, ich liebe Kaizers, da konnte eigentlich nichts schiefgehen. =;-) Und genau so war es auch; ich war nachher total geflasht, beeindruckt und begeistert! Allerdings war ich sehr sehr froh darüber, das Stück gleich an zwei Tagen hintereinander zu sehen, denn beim ersten Sehen war ich doch ein wenig &#8220;überfordert&#8221;. Wie viel davon an der Sprache lag und wie viel an der Story, kann ich leider nicht wirklich trennen. Sprachlich gesehen war ich überrascht, dass ich doch sehr viel verstanden habe &#8211; eigentlich fast alles bis auf ein paar kleine Plänkeleien und Gags, aber solange einer allein gesprochen hat, war es &#8211; trotz (oder wegen? *g*) des Westküstendialekts sehr gut zu verstehen. Die Lieder kannte man ja sowieso (auch wenn ich die Texte der alten Lieder am wenigsten kenne, da ich damals ja noch kein Norwegisch konnte). Allerdings enthielt das Stück sehr sehr viele Personen und Charaktere, die man erst einmal auseinanderhalten musste, und es passierte auch storymäßig sehr viel. Das im Zusammenhang mit der Sprache fand ich schwierig; ich fühlte mich doch ein wenig überfordert, und an einigen Stellen kam ich bei der Story nicht so ganz mit. Interessant fand ich, dass Janove nach der Vorstellung meinte, es wäre sicher hilfreich, das Stück mehr als einmal zu sehen&#8230; stimmt absolut, beim zweiten Mal konnte ich fast alle &#8220;Löcher&#8221; füllen, aber das ist doch eigentlich nicht der Sinn eines Theaterstücks, oder?! Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass man dem Stück als Norwegisch-Muttersprachler auch beim ersten Mal schon komplett folgen kann und ich da doch einen klaren Sprach-Nachteil hatte.</p>
<p>Rogalandteater ist winzig &#8211; nun ja, wenn man es mit deutschen Musical-Theatern vergleicht zumindest. *g* So 400 Leute passen wohl rein. Bei der Premiere war logischerweise ein Haufen Prominenz im Publikum und vermutlich auch mehr &#8220;typische&#8221; Theatergänger; am zweiten Tag war das Publikum auffallend jünger. Die Bühne war eindrucksvoll &#8211; ein sehr einfaches Bühnenbild zwar, mit zwei Treppenaufbauten, die verschieden eingesetzt wurden, und diversen Requisiten. Die Bühne war aber im Verhältnis zum Zuschauerraum absolut gigantisch!</p>
<p>Auch musikalisch ist wohl &#8220;eindrucksvoll&#8221; das Wort, was am meisten aussagt. Einige Kaizers-Lieder waren kaum verändert und wurden nur von den Schauspielern gesungen, andere kamen in ganz anderem Gewand daher. Und sehr viele wirkten einfach durch die Masse an Menschen auf der Bühne und die ganze Inszenierung absolut gigantisch. Phänomenal! Wow! Da hat man die Lieder hundertmal gehört, und plötzlich hauen sie einen wieder um&#8230; =:-) Ganz besonders beeindruckt war ich von den Versionen von Bak et Halleluja und Ompa til du dør, die perfekt in die Stimmung passten und bombastisch rüberkamen. Auch Rullett, Dieter Meyers, Evig Pint und ganz besonders Drøm hardt waren einfach genial.</p>
<p>Die Schauspieler sind keine ausgebildeten Musical-Sänger, und das merkte man teilweise auch ein bisschen. Im Allgemeinen fiel dies aber nicht negativ auf, auch wenn man bei schwierigen Gesangsstellen vielleicht mal Unsicherheiten bemerkte. Dafür brachte aber jeder seine eigene Art zu singen ein, was natürlich total spannend ist, da man die Lieder ja nur von Janove (oder Geir) gesungen kennt. Rausstechen taten ganz klar Vicente und Victoria, die ganz toll singen. Vicente brillierte mit Dieter Meyers Inst, alleine am Klavier vorgetragen, und mit einer gänsehauterzeugenden Version von Evig pint, während Victoria vor allem mit Kvite Russer überzeugen konnte. (Übrigens: Ich bin dafür, die Rollen auch in Zukunft live umzudrehen, damit wir Mädels &#8220;lalala&#8221; singen dürfen und die Kerle &#8220;Kvite Russer&#8221;. Danke. *g*) Ein gesanglicher Reinfall ist leider leider leider Hauptfigur Nummer 3, Sonny. =:-( Seine großen Auftritte sind der Anfang von Maestro und Kontroll på kontinentet &#8211; und beide waren einfach schlecht. Sehr sehr schade, zumal die beiden Lieder auch noch ziemlich direkt hintereinander kommen und somit die Qualität doch plötzlich stark absinkt. Schade! Aber genau deshalb ist es vermutlich ein &#8220;Musiktheater&#8221; und kein &#8220;Musical&#8221;. =;-)</p>
<p>Vorab war ich vor allem gespannt, wie die Lieder in die Geschichte eingebettet werden. Passen sie wirklich &#8220;natürlich&#8221; rein? Oder werden sie nur an ungefähr passenden Stellen &#8220;reingeschoben&#8221;? Tja, bei dieser Frage bin ich zu keiner richtigen Antwort gekommen&#8230; es ist ein Mittelding. Teilweise passen die Lieder wirklich ganz genau, teilweise fast genau (wo dann ein Name oder eine Zeile geändert wurde &#8211; wie z.B. bei Ompa til du dør), teilweise wirkt es aber doch so, als wären sie ein wenig reinkonstruiert worden, nach dem Motto &#8220;oh, wo können wir denn das noch reinbringen&#8221;. Auch da sind die Lieder nicht fehl am Platz, aber so ganz natürlich passen tun sie nicht immer. Ein gutes Beispiel ist hier wohl die Nebengeschichte rund um Fader Martin und Fru Conrades &#8211; die beiden singen zusammen Bris und Di grind, die aber beide überhaupt nichts zur Story beitragen. Das wirkt ein bisschen, als würde das Stück damit gestreckt und als würde so den Hauptdarstellern eine kurze Pause gegönnt. Aber hier muss ich sagen, dass das meine persönliche Auffassung sein kann &#8211; ich kenne die Lieder sehr gut und verstehe sie daher in einer ganz bestimmten Richtung; vielleicht kann man sie aber auch ganz anders deuten, sodass sie besser in den Kontext passen und die Geschichte durchaus voranbringen. Da sind wir dann wieder bei den Sprachproblemen. =;-)</p>
<p>Und jetzt mal noch zur Story, und hier dann endgültig eine SPOILERWARNUNG. Wer das Stück noch selbst sehen und sich überraschen lassen will, sollte besser nicht weiterlesen&#8230; =;-)</p>
<p>Zur Story: Durch das ganze Stück hindurch führt Lucifer, die als eine Art &#8220;Erzählerin&#8221; fungiert, gleichzeitig aber auch als Todbringer. Sie ist in fast allen Szenen im Hintergrund dabei.</p>
<p>Vicente, Victoria und Sonny wachsen zusammen im Krieg auf und sind Teil der Widerstandsbewegung Resistansen. Vicente (der Anführer von Resistansen) und Sonny schließen Blutsbrüderschaft, Vicente und Victoria sind ein Paar, aber auch Sonny liebt Victoria &#8211; die aber natürlich nur einen der beiden heiraten kann, und das soll Vicente sein. Sonny schafft es, ein Treffen mit Monsieur Clavier, dem Erzfeind von Resistansen, zu arrangieren. Vicente übernimmt die Aufgabe, unter dem Alias &#8220;Tony Fusciante&#8221; Monsieur Clavier zu treffen und zu erledigen. Allerdings wurde er verraten und sein Revolver ist nicht geladen, und so kann Clavier ihn überwältigen und gefangen nehmen. Zuerst zwingt er Vicente jedoch, eine Runde Russisch Roulette zu spielen, während er selbst Rullett singt &#8211; und zwar auf Französisch! Absolut genial. Ich will dieses Lied nur noch auf Französisch ab jetzt. *g*</p>
<p>Victoria und Sonny kehren mit der schlechten Nachricht, dass Vicente es nicht geschafft habe und tot sei, zu Resistansen zurück, und Sonny tritt Vicentes Nachfolge als Anführer an. Nach Jahren der Folter durch Monsieur Clavier (bzw. durch seinen deutschen Folterknecht &#8211; &#8220;Ve know who you arr&#8221; &#8211; zum Schreien komisch!) wird der standhafte Vicente von Monello befreit, der ihm erzählt, dass Resistansen vor die Hunde gehe, Sonny alles übernommen habe (inklusive Victoria) und dass Vicente einen Sohn habe, der von Sonny aufgezogen wird. Auf der Flucht wird Monello erschossen, und Vicente muss sich allein in einer Welt zurechtfinden, die sich verändert hat. Keiner kann ihm sagen, wo er Resistansen findet, und ein &#8220;Dieter Meyer&#8221; hat die Herrschaft übernommen. Es stellt sich heraus, dass dieser Dieter Meyer, auch bekannt als Maestro oder Papa, Sonny ist, der sich mit Monsieur Clavier zusammengetan hat, um eine riesige Mafiaorganisation auf die Beine zu stellen. Sprich: Sonny, Dieter Meyer, Maestro und Papa sind alles eine Person! Und Sonny ist außerdem &#8220;der Böse&#8221;! =:-o Kommentar Helge nach dem Stück, als ich völlig verwirrt irgendwas von &#8220;was wo wie, Sonny böse, das geht doch nicht!!&#8221; stammelte (erwähnte ich schon, dass ich insgesamt ein wenig überfordert war und daher direkt danach eigentlich gar keine Meinung abgeben wollte, sondern erst das Stück noch mal Revue passieren lassen, als plötzlich Helge vor mir stand und wissen wollte, wie ich es fand? *g*): &#8220;Na ja, das wusste ich ja vorher.&#8221; Äh ja, schön dass du das wusstest, ich hab da gerade trotzdem ein Solidaritätsproblem. Verdammt, ich MOCHTE Sonny!!! *lol*</p>
<p>Anyway, zurück zum Stück. Wir haben also die Mafiaorganisation Dieter Meyers Inst., geleitet vom Maestro Sonny, der gleichzeitig auch Papa für Vicentes Sohn Camille ist. Victoria liebt eigentlich immer noch Vicente, ist aber mit Sonny zusammen und steht unter seiner &#8220;Fuchtel&#8221;. Vicente macht also gute Miene zum bösen Spiel, tut, als sei die Vergangenheit vergeben und vergessen, und verbrüdert sich wieder mit Sonny. Der bleibt aber &#8211; zu Recht &#8211; misstrauisch und macht immer wieder klar, wie gnadenlos er seine Organisation leitet. Denn er ist der Maestro! Die Bevölkerung unterteilt er in diejenigen, die ihm untertänig zur Seite stehen, und den &#8220;Abfall&#8221;, der in den Fängen von Dr. Mowinckel landet. Vielleicht die beste Szene des Stückes: Vicente bekommt einen Eindruck vom Leiden des &#8220;Abfalls&#8221;, während diese Drøm hardt singen. Absolut mitreißend und eindrucksvoll! Und direkt danach kommt Dr. Mowinckel auf die Bühne, trällert lustig den Drøm-hardt-Refrain, stellt sich vor einen der von ihm geschaffenen &#8220;Zombies&#8221; (ja, Zombies, im Theater! *yeah*) und sagt &#8220;Eg har et spøkelse på min rygg&#8221;. *rofl*</p>
<p>Zu guter Letzt kommt es zum Showdown zwischen Sonny und Vicente, denn Sonny fordert bedingungslose Gefolgschaft. Er richtet die Pistole auf Vicente, ein Schuss ertönt &#8211; und Sonny fällt tödlich getroffen zu Boden. Denn nicht er hat abgedrückt, sondern Vicentes Sohn Camille. Vicente, Victoria und Camille sind erlöst, und zum Abschluss singen alle &#8220;Sonny&#8221; &#8211; wobei ich gestehen muss, dass ich das an der Stelle nicht wirklich einordnen kann. Natürlich ist das eigentlich das perfekte Abschlusslied&#8230; aber sie haben doch gerade den Bösewicht erschossen, und plötzlich ist der ganz nostalgisch wieder der gute alte Blutsbruder?! Das hat mich beim ersten Mal komplett verwirrt, beim zweiten Mal fand ich es schon eher akzeptabel &#8211; als eine Art &#8220;Abschluss&#8221;; so war es einmal, und jetzt geht es anders weiter.</p>
<p>Nun ja &#8211; sagte ich schon &#8220;viel Story&#8221;? Das ist auch wirklich der einzige Kritikpunkt, den ich habe. Es passiert so viel, dass man echt jede Sekunde &#8220;auf der Hut&#8221; sein muss, um nicht abgehängt zu werden. Und ich muss gestehen, ein paar kleine Fragezeichen habe ich in der Story noch&#8230; aber ich habe ja nächstes Wochenende noch die Chance, die &#8220;Löcher&#8221; zu füllen. =;-)</p>
<p>Insgesamt muss ich auf jeden Fall sagen: Toll toll toll! Eine völlig neue Erfahrung. Und dennoch total &#8220;typisch Kaizers&#8221;. Wer also die Chance hat, sich das anzugucken &#8211; auf jeden Fall machen! Und selbst wer kein Norwegisch kann: Allein für die neue Version der Lieder lohnt sich ein Besuch allemal &#8211; ganz abgesehen davon, dass Musical ja immer total toll und eindrucksvoll ist. =:-)<br />
Hach, noch mal! Und sehr gerne auch gleich noch ein weiteres Stück, wie Kaizers und Tore Renberg ja schon andeuten&#8230; *g*</p>
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		<title>08.11.2011 Katzenjammer (LKA, Stuttgart)</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 23:15:19 +0000</pubDate>
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		<title>16.10.2011 Thees Uhlmann (LKA, Stuttgart)</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 22:21:25 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[ 2011/10/16; 11:00 PM; ] Ich habe in den letzten Wochen die Konzertberichte hier ein wenig vernachlässigt, und dieses hier wird wohl auch kein klassischer Konzertbericht. Eigentlich möchte ich ja nicht Berichte und Blog-Einträge vermischen, aber irgendwie... geht es hier nicht anders, glaube ich.

Thees Uhlmann im LKA. Sein Album fand ich - wie alle Tomte-Alben - wunderschön, allerdings fiel es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe in den letzten Wochen die Konzertberichte hier ein wenig vernachlässigt, und dieses hier wird wohl auch kein klassischer Konzertbericht. Eigentlich möchte ich ja nicht Berichte und Blog-Einträge vermischen, aber irgendwie&#8230; geht es hier nicht anders, glaube ich.</p>
<p>Thees Uhlmann im LKA. Sein Album fand ich &#8211; wie alle Tomte-Alben &#8211; wunderschön, allerdings fiel es mir schwer, es musikalisch von Tomte abzugrenzen. Live wurde das schon klarer. Thees wirkte viel offener, lockerer, entspannter, und das zeigte sich auch in der Musik. Vielseitiger, leichtmütiger und weniger &#8220;nölig&#8221; &#8211; einfach toll! Er wolle uns nicht sagen, wie wir uns zu verhalten haben, und keine Circle Pits und Moshereien einfordern. Dafür dürften wir uns aber auch nicht beschweren, wenn er auf der Bühne rumtanzt (&#8220;Ich will mich nicht tanzen sehen, aber ich werde es gleich tun!&#8221;). Weitere Ansagen dürfen leider nicht berichtet werden, denn: &#8220;Ihr dürft es nicht weitersagen, dass das hier so entgleist ist&#8230;&#8221; Ach Thees, das kennt man doch, und es ist so wunderbar sympathisch und menschlich, dass man nur vor Freude grinsen kann. </p>
<p>Aber&#8230; dann ist da noch der dunkle Schatten, der über dem ganzen Konzert schwebt. Warum ist das da auf der Bühne &#8220;Thees Uhlmann solo&#8221;? Warum ist das nicht Tomte? Und was bedeutet das für die Zukunft?</p>
<p>Ich habe so viele Erinnerungen an Tomte, obwohl ich sie nur 10 Mal gesehen habe &#8211; für meine Verhältnisse relativ wenig. Das erste Mal in Hannover im Schwimmbad, ohne sie zu kennen. Beim Freiburger Zeltmusikfestival (&#8220;Ich will zurück nach Hamburg! Ich will zurück zu meinen Depressionen!&#8221;) und fünf Jahre später beim Ulmer Zelt, um 180° gedreht (&#8220;Ich bin so gut drauf! Happy Uhl!&#8221;). Mit mehr als einem Kloß im Hals beim Abschiedskonzert für Rocco Clein. Beim Open Flair, als die Sonne untergeht, während Thees Uhlmann “Das ist nicht die Sonne die untergeht, sondern die Erde die sich dreht&#8230;” singt. Mitten in einer anderen Tour im Stuttgarter Theaterhaus, wo mir bei &#8220;Geigen bei Wonderful World&#8221; die Tränen übers Gesicht laufen. &#8220;Ich lebe mich durch eines der schönsten Leben, mit den schönsten Songs der Welt&#8230;&#8221; JA!</p>
<p>Noch vor kurzem habe ich zu einer Freundin gesagt, dass das Ende zu einer Band dazugehört, dass ein Abschluss die Band &#8220;konserviert&#8221; und dass es daher ein Grund ist, sich wehmütig zu verabschieden, aber nicht zur Trauer. Und das empfinde ich auch genau so. Aber wie ist es, wenn der Abschluss fehlt und der Abschied als dunkle Wolke über sonst wundervollen Konzerten schwebt? Wenn man ein Konzert aus vollen Zügen genießt, gleichzeitig aber fürchtet &#8211; ohne Gewissheit zu haben -, dass die alten Erinnerungen alte Erinnerungen bleiben werden und nicht mehr aufleben dürfen?</p>
<p>Das tut weh. Und bei einer Wahl zwischen Tomte und Thees solo würde ich Tomte wählen. Und auch das tut &#8211; nach einem so tollen Konzert &#8211; weh. Ich will beides, verdammt noch mal!!</p>
<p>Ach ja, und Thees: BITTE keine Gitarren schmeißen. Das kann auch mal schiefgehen. Und das tut dann erst recht weh &#8211; sogar als Zuschauer&#8230;</p>
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		<title>18-21.08.2011 Open Air Gampel (Schweiz)</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 22:50:26 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[ 2011/08/18 1:00 PM to 2011/08/21 1:00 PM. ] Tag 1: "OK, we're wasting time..." - "... but that's the point!?"

"Einmal Gampel, immer Gampel" - so der Leitspruch des Festivals. Das muss natürlich überprüft werden!

Zum ersten Mal ging's für mich zum (oh, Verzeihung, ANS natürlich!) Open Air Gampel in die Schweiz. Auslöser war natürlich der Auftritt von Kaizers Orchestra, aber auch das restliche Line-Up [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Tag 1: &#8220;OK, we&#8217;re wasting time&#8230;&#8221; &#8211; &#8220;&#8230; but that&#8217;s the point!?&#8221;</strong></p>
<p>&#8220;Einmal Gampel, immer Gampel&#8221; &#8211; so der Leitspruch des Festivals. Das muss natürlich überprüft werden!</p>
<p><a href="http://www.konzertjunkie.de/photos/photos-20110818-gampel?which=one&#038;id=35"><img src="http://i55.photobucket.com/albums/g136/konzertjunkie1/20110818-gampel/thumb_35.jpg" align="left" alt="Open Air Gampel" border="0" hspace="10" vspace="10"/></a>Zum ersten Mal ging&#8217;s für mich zum (oh, Verzeihung, ANS natürlich!) Open Air Gampel in die Schweiz. Auslöser war natürlich der Auftritt von Kaizers Orchestra, aber auch das restliche Line-Up bot einige Schmankerl, weshalb ich beschloss, das ganze Festival mitzumachen und nicht nur den Kaizers-Tag. The Offspring, Katzenjammer, Guano Apes, Seeed, &#8230; wenn das nicht vielversprechend klingt!</p>
<p>Auf dem Hinweg stellte ich zuerst einmal fest, dass mein Navi Passstraßen mit der gleichen Geschwindigkeit berechnet wie normale, gut ausgebaute Landstraßen&#8230; die Folge war, dass ich nicht wie geplant zu Programmbeginn auf dem Gelände war, sondern erst kurz vor Ende des Auftritts von <strong>77 Bombay Street</strong>. Was sehr schade war, denn die klangen super. Sehr eingängige Musik, die super zum sonnigen, heißen Sommernachmittag passte! Vor der kleinen Bühne herrschte Gedränge, das komplette Publikum war am Tanzen, Mitsingen und Feiern. So muss ein Festival-Auftakt aussehen!</p>
<p>Ähnlich ging es auch mit den <strong>Dropkick Murphys</strong> weiter. Diesmal allerdings auf der großen Bühne, daher wirkte es nicht so gedrängt vor der Bühne. Mir gefiel der Auftritt besser als beim Taubertal &#8211; die Band strahlte mehr Spielfreude aus, und das Publikum war begeistert am Tanzen.</p>
<p><a href="http://www.konzertjunkie.de/photos/photos-20110818-gampel?which=one&#038;id=24"><img src="http://i55.photobucket.com/albums/g136/konzertjunkie1/20110818-gampel/thumb_24.jpg" align="right" alt="Open Air Gampel" border="0" hspace="10" vspace="10"/></a>Danach war dann ein bisschen Zeit, um das Festivalgelände zu inspizieren. Und was soll ich sagen: wow! Die grundsätzliche Anordnung, mit den Campingplätzen rund ums eigentliche Festivalgelände, erinnert ein wenig ans Southside; das hat den Nachteil, dass man auch als Tagesbesucher (oder Autoschläfer =;-)) immer durch die Campingplatzkontrolle muss. Der Weg von dort bis zum eigentlichen Festivaleingang ist aber nicht weit. Wenn man dann aufs Festivalgelände kommt, sieht man zu allererst&#8230; eine Achterbahn! Und das beschreibt auch schon schön das ganze Gelände: ein großer Rummelplatz mit haufenweise Essens- und Getränkeständen, Musikzelten, Bierbänken und Ramsch-Lädchen. Und zwei Bühnen natürlich! Wunderbar, und kaum mit anderen Festivals vergleichbar. Vielleicht noch am besten mit dem Sziget in Ungarn &#8211; wobei das Sziget aber sehr viel größer und weitläufiger ist. Gampel wirkt doch trotz allem noch überschaubar; aber um die einzelnen Stände und Zelte abzuklappern, muss man durchaus Zeit einplanen. Und langweilig wird&#8217;s mit Sicherheit nicht!</p>
<p><a href="http://www.konzertjunkie.de/photos/photos-20110818-gampel?which=one&#038;id=67"><img src="http://i55.photobucket.com/albums/g136/konzertjunkie1/20110818-gampel/thumb_67.jpg" align="left" alt="Open Air Gampel" border="0" hspace="10" vspace="10"/></a>Schon Monate im Voraus war auf der Gampel-Webseite angekündigt: &#8220;Das Open Gampel 2011 wird sonnig und praktisch niederschlagsfrei!&#8221; Und das schien sich zu bewahrheiten &#8211; 30 Grad, strahlendblauer Himmel&#8230; nur was sind das für Wolken dahinten? Um es kurz zu machen: Es zog immer mehr zu, irgendwann kam der Regen, danach wurde es wieder schön &#8211; bis ein ordentliches Gewitter mit Platzregen folgte. Und wie das diesjährige Pukkelpop zeigte, geht das nicht immer so glimpflich aus&#8230; Das Gampel überstand aber zum Glück alles gut. Nicht mal Schlamm gab es danach, nur einige Pfützen. Und den Rest des Wochenendes blieb es dann komplett trocken.</p>
<p>Auf der großen Bühne standen <strong>NoFX</strong> auf dem Programm, die ich ja schon letzte Woche beim Taubertal gesehen hatte. Und auch hier lieferten sie wieder eine äußerst unterhaltsame Show ab! Wenn sie auch insgesamt ein wenig das Gefühl hatten, dass das Publikum sie &#8211; rein sprachlich &#8211; nicht verstand, da die meisten im Publikum doch ein wenig unsicher wirkten, wie sie auf diese Chaoten reagieren sollten. Nach einer Runde Quatschen auf der Bühne die Selbsteinsicht: &#8220;OK, we&#8217;re wasting time&#8230;&#8221; &#8211; &#8220;&#8230; but that&#8217;s the point!?&#8221; Na ja, eigentlich war der Point, das Publikum zum Tanzen zu bringen, und das schafften sie! Auch Crowdsurfer gab&#8217;s, sogar inklusive Rollstuhl, was natürlich einige Diskussionen auf der Bühne hervorrief. Und sie waren sich oft unsicher, welche Sprache hier denn nun angebracht wäre. Deutsch? Französisch? Italienisch? Am besten kam auf jeden Fall ihr &#8220;Champs Elysées&#8221; an &#8211; zumindest, bis sie &#8220;Creeping out Tegan&#8221; mit einem umgedichteten &#8220;Backstage at a festival in Switzerland&#8230;&#8221; begannen. Als Abschluss des Auftritts gab es dann noch eine Playback-Version von &#8220;Everyone&#8217;s a little bit racist&#8221;, zu der die komplette Band musicalmäßig den Text schauspielerte. Zum Schreien komisch! Echt genial, auch wenn auch hier im Publikum ziemlich viele fragende Gesichter zu sehen waren&#8230; =;-)</p>
<p><a href="http://www.konzertjunkie.de/photos/photos-20110818-yellowcard?which=one&#038;id=9"><img src="http://i55.photobucket.com/albums/g136/konzertjunkie1/20110818-yellowcard/thumb_9.jpg" align="right" alt="Publikum bei Yellowcard" border="0" hspace="10" vspace="10"/></a>An der kleinen Bühne daraufhin die Überraschung des Abends für mich: <strong>Yellowcard</strong>. Der Name sagte mir ein bisschen was, und die Erwartung deckte sich auch genau mit dem, was sie geboten haben &#8211; ich weiß allerdings nicht mehr, woher ich den Namen kenne. Fakt war jedenfalls: Sie waren zum ersten Mal in der Schweiz, lieferten einen Wahnsinnsauftritt ab und brachten mit ihrem energievollen Rock (mit Geige!) das Publikum zum Hüpfen und Tanzen. Sie schienen verhältnismäßig bekannt zu sein &#8211; zumindest wurde lauthals mitgesungen. Und überhaupt feierte das Publikum jeden einzelnen Song, und noch mehr, als sie am Ende noch ein paar Lieder einschieben konnten, da sie sich mit der Setlist-Länge verkalkuliert hatten. Ein mitreißender Auftritt der Jungs aus Florida!</p>
<p><a href="http://www.konzertjunkie.de/photos/photos-20110818-gampel?which=one&#038;id=5"><img src="http://i55.photobucket.com/albums/g136/konzertjunkie1/20110818-gampel/thumb_5.jpg" align="left" alt="The Offspring" border="0" hspace="10" vspace="10"/></a>Dann war es Zeit für den Headliner, <strong>The Offspring</strong>. Und die lieferten einen&#8230; nun ja, irgendwie durchwachsenen Auftritt ab. Vielleicht war meine Erwartungshaltung zu hoch, vielleicht hätte ich mich vorab mehr mit ihrer aktuellen Musik beschäftigen sollen, vielleicht hätte ich vorher nicht den NoFX-Auftritt ansehen sollen&#8230; keine Ahnung. Für mich wirkte der Auftritt sehr lustlos. The Offspring standen nur rum, bewegten sich nicht und spielten ihre Stücke runter. Das ist an sich kein Kritikpunkt, das machen ja viele Bands so. Aber von den &#8220;Punkhelden meiner Kindheit&#8221; erwarte ich halt doch irgendwie mehr&#8230; zumal NoFX genau das geliefert haben, was ich auch von The Offspring erwartet hätte. Vermutlich war das wirklich die falsche Erwartungshaltung. Aber &#8211; nun das wichtige, große ABER &#8211; Spaß hat&#8217;s trotzdem gemacht! Denn ja, sie haben die ganzen alten Kamellen ausgegraben, und genau auf die hat das Publikum gewartet. Jedes dieser Lieder wurde abgefeiert. Und in der Hinsicht ist es auch voll und ganz verständlich, dass The Offspring ihre Konzerte eher &#8220;runterspielen&#8221;; denn nach so vielen Jahren will das Publikum offenbar immer noch nur &#8220;den alten Mist&#8221; hören. <a href="http://www.konzertjunkie.de/photos/photos-20110818-gampel?which=one&#038;id=9"><img src="http://i55.photobucket.com/albums/g136/konzertjunkie1/20110818-gampel/thumb_9.jpg" align="right" alt="Mariachi El Bronx" border="0" hspace="10" vspace="10"/></a>Und genau das war meine Einschätzung &#8211; The Offspring lieferten ohne allzu viel Herzblut das Konzert ab, das das Publikum hören wollte, und das Publikum feierte die Lieder, die es hören wollte. Mir fehlte einfach die Energie und Begeisterung auf der Bühne, schade. Eindrucksvoll war es aber dennoch, The Offspring mal live und in echt auf der Bühne erlebt zu haben! Und viel zu schnell war es auch schon vorbei&#8230;</p>
<p>Als Abschluss des Tages spielten auf der kleinen Bühne noch die <strong>Mariachi El Bronx</strong> &#8211; die Hardcore-Punk-Band The Bronx spielt Mariachi-Musik. Eine absurd lustige Idee, keine Frage! Die sich allerdings nach zwei Liedern dann auch abnutzt, in der Fußgängerzone will man ja schließlich auch keine Mariachi-Musik hören, also nutzte ich die Zeit, um noch ein wenig übers Gelände zu schlendern. Überall feiernde Menschen, Musik in den verschiedensten Stilrichtungen aus den Zelten und Bars, ein wunderbarer Sommerabend&#8230; klasse. Echt toll!<br clear="all"></p>
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<p><strong>Tag 2: &#8220;Ich hasse deutsche Rockmusik &#8211; aber mein Englisch ist zu schlecht!&#8221;</strong></p>
<p>Auch am zweiten Gampel-Tag strahlte die Sonne &#8211; so muss ein Sommerfestival aussehen! Zwar zog es sich auch diesmal einmal kurz zu, aber das wahrte nur kurz und war eher eine erfeuliche Abwechslung.</p>
<p><a href="http://www.konzertjunkie.de/photos/photos-20110819-wirtz?which=one&#038;id=5"><img src="http://i55.photobucket.com/albums/g136/konzertjunkie1/20110819-wirtz/thumb_5.jpg" align="left" alt="Wirtz" border="0" hspace="10" vspace="10"/></a>Musikalisch ging es auf der kleinen Bühne mit <strong>The Rambling Wheels</strong> los, die sich aus der Ferne super anhörten. Leider nur aus der Ferne; aber 12:15 ist für Festivals doch eine eher unchristliche Zeit&#8230;</p>
<p>Nach Berichtschreiben und -hochladen war dann <strong>Wirtz</strong> mein erster Programmpunkt. Den hatte ich beim Taubertal zum ersten Mal gesehen und war begeistert &#8211; so auch hier! Zwar passte der strahlende Sonnenschein nicht so ganz zu seinem Auftritt (ich vermute, das funktioniert in kleinen, schrammeligen Clubs noch deutlich besser als auf großen Open-Air-Bühnen), aber dennoch konnte er das Pulikum voll und ganz in seinen Bann ziehen. Und das, obwohl es sein erstes Konzert in der Schweiz war und so gut wie niemand je auch nur ein Lied von ihm gehört hatte. Am Ende wurde er trotzdem gefeiert! Und das, obwohl er doch deutsche Rockmusik verabscheut &#8211; &#8220;Aber mein Englisch ist zu schlecht!&#8221; Also singt er auf Deutsch und wird verstanden. Wäre auch schade, wenn nicht&#8230;</p>
<p><a href="http://www.konzertjunkie.de/photos/photos-20110818-gampel?which=one&#038;id=22"><img src="http://i55.photobucket.com/albums/g136/konzertjunkie1/20110818-gampel/thumb_22.jpg" align="right" alt="The Raveners" border="0" hspace="10" vspace="10"/></a>Die darauffolgenden <strong>The Raveners</strong> sowie <strong>Rival Schools</strong> konnten mich nicht wirklich überzeugen, daher gibt&#8217;s von denen auch nur ein paar Fotos.</p>
<p>Mein Highlight des Festivals war natürlich der Auftritt von <strong>Kaizers Orchestra</strong> eine gute Stunde später. Und sie enttäuschten nicht! Zwar kannte sie offenbar kaum jemand im Publikum, aber der Platz vor der Bühne füllte sich recht gut, und am Ende waren alle am Singen und Tanzen. Erfolg auf der ganzen Linie! Den kompletten Bericht zum Kaizers-Konzert gibt es auf <a href="http://kaizers.konzertjunkie.com/r20110819-kaizers/de" target="_blank">kaizers.konzertjunkie.com</a>.</p>
<p>Damit war der Abend aber noch lange nicht vorbei! Auf der kleinen Bühne spielten direkt nach Kaizers <strong>Sound of Arrows</strong>, die ich mit ihrem Pop-Synthie-Whatever aber nur wenige Minuten ertrug. Absolut nicht meine Musik&#8230;</p>
<p><a href="http://www.konzertjunkie.de/photos/photos-20110819-skunkanansie?which=one&#038;id=6"><img src="http://i55.photobucket.com/albums/g136/konzertjunkie1/20110819-skunkanansie/thumb_6.jpg" align="left" alt="Skunk Anansie" border="0" hspace="10" vspace="10"/></a>Und dann war&#8217;s Zeit für <strong>Skunk Anansie</strong>. Ihr Auftritt hatte offenbar auf der Kippe gestanden, da sie am Tag zuvor beim Pukkelpop aufgetreten war und ihr Equipment in Mitleidenschaft gezogen worden war. Aber alles ging glatt, und sie konnte pünktlich auf die Bühne gehen. Ich habe sie schon mehrfach live gesehen &#8211; dennoch kenne ich von ihr (außer DEM Lied, versteht sich) eigentlich nichts. Das ist aber völlig unerheblich. Die Frau hat auf der Bühne eine solche Ausstrahlung, eine Präsenz, so viel Energie &#8211; man muss sie einfach lieben. Sie braucht eigentlich nur mit dem Finger schnippen, schon tanzt das Publikum und frisst ihr aus der Hand. Nicht, dass sie nur mit dem Finger schnippen würde &#8211; oh nein. Sie fegt über die Bühne, springt ins Publikum, läuft über die Hände, bringt das ganze Festival dazu, sich hinzusetzen und singt und schreit und hat das Publikum voll und ganz in der Hand. Unbeschreiblich eigentlich. Wunderbar!</p>
<p><a href="http://www.konzertjunkie.de/photos/photos-20110819-chembrothers?which=one&#038;id=1"><img src="http://i55.photobucket.com/albums/g136/konzertjunkie1/20110819-chembrothers/thumb_1.jpg" align="right" alt="The Chemical Brothers" border="0" hspace="10" vspace="10"/></a>Den Abschluss des Tages bildeten <strong>The Chemical Brothers</strong>. Hmm. Nein, ich versteh es nicht. Ich habe wirklich versucht, ihnen dieses Mal noch mal eine Chance zu geben, obwohl sie mir live schon mehrfach nichts gegeben haben. Aber das ist einfach nicht meine Musik. Die Lichtshow war eindrucksvoll, das geb ich gerne zu. Aber nach einigen Minuten hat sich das abgenutzt, und da sich musikalisch nicht viel ändert und sich auch die Lightshow irgendwann wiederholt, verstehe ich einfach nicht, was daran so toll ist. Muss ich ja aber auch nicht. Tatsache ist, das Publikum feierte &#8211; nicht so sehr wie bei Skunk Anansie, so kam es mir vor, aber es schien zu gefallen, was die Chemical Brothers ablieferten. Und es muss ja nicht jeder alles mögen. Und so hatte ich immerhin Zeit, meine Berichte fertig zu schreiben, das ist doch auch praktisch. =;-)</p>
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<p><strong>Tag 3: &#8220;Seid Ihr zu kalt? Hier friert es ein bisschen!&#8221;</strong></p>
<p><a href="http://www.konzertjunkie.de/photos/photos-20110820-favez?which=one&#038;id=7"><img src="http://i55.photobucket.com/albums/g136/konzertjunkie1/20110820-favez/thumb_7.jpg" align="left" alt="Favez" border="0" hspace="10" vspace="10"/></a>Der dritte Tag &#8211; und unverändert tolles Sommerwetter. Es funktioniert also wirklich, die Sonne herbeizuschreiben! Kaum eine Wolke am Himmel, Temperaturen gut über 30 °C und wie gehabt tolle Stimmung im Publikum. Perfekt! Auf dem Gelände gab&#8217;s nicht nur genügend Trinkwasserstellen, sondern auch eine Sonnencreme-Eincreme-Station. Wenn das kein Service ist? Und dazu Gratis-Promo-Sonnenhüte von verschiedenen Firmen und die Bitte der Moderatoren, doch bitte genug Wasser (oder wahlweise Bier) zu trinken. </p>
<p><strong>Favez</strong> waren die erste Band der Hauptbühne, und sie wussten das Publikum so früh am Tage durchaus zu unterhalten! Kraftvolle Rockmusik, mit viel Energie vorgetragen. Dazu amüsante Ansagen auf Englisch oder in gebrochenem Deutsch &#8211; für eine Schweizer Band ja eher ungewöhnlich, aber wenn die Muttersprache Französisch ist, ist das vermutlich die beste Lösung. Gleich zu Beginn die Aufforderung: &#8220;Kommt doch näher! Wir haben heute morgen viele Duschen genommen!&#8221; Außerdem sollte sich das Publikum die T-Shirts ausziehen, falls noch nicht geschehen &#8211; &#8220;aber nur die Männer&#8221;! Mal was anderes&#8230; =;-) Dann bekamen wir noch Drachengeschichten erzählt, und natürlich war das Wetter ein Thema. &#8220;Seid Ihr zu kalt? Hier friert es ein bisschen!&#8221; Ein echt netter Auftritt, den man um die Tageszeit so eigentlich nicht erwartet hätte.</p>
<p><a href="http://www.konzertjunkie.de/photos/photos-20110818-gampel?which=one&#038;id=36"><img src="http://i55.photobucket.com/albums/g136/konzertjunkie1/20110818-gampel/thumb_36.jpg" align="right" alt="Sina" border="0" hspace="10" vspace="10"/></a>Danach ging es mit Schweizer Künstlern weiter. <strong>Adrian Stern</strong> lockte eine beträchtliche Menge an Zuschauern vor die kleine Bühne, war in meinen Augen musikalisch aber ein wenig unspannend. <strong>Sina</strong> fuhr an der großen Bühne daraufhin ganz andere Kaliber auf: Mit Streichquartett und Gästen auf der Bühne bot sie eine kurzweilige Show. Auch das nicht unbedingt meine Musik, aber definitiv unterhaltsam.</p>
<p>Eigentlich wollte ich danach nur kurz an der kleinen Bühne reinhören und mir dann eine Pause gönnen &#8211; diesen Plan machten <strong>The Black Pacific</strong> aber zunichte. Die Band rund um den ehemaligen Pennywise-Sänger spielte knallharten Punkrock. Und wenn eine Band schon zu Revolution Rock von The Clash auf die Bühne kommt, kann da eigentlich nur ein tolles Konzert folgen &#8211; und genau so war es auch! Auch wenn wohl kaum jemand Lieder der Band kannte, war die Stimmung super. Und gegen die Unkenntnis hilft es, Lieder der Ramones zu covern &#8211; oder gleich &#8220;den ersten Rock-Song ever&#8221;, nämlich Johnny B. Goode. Und der Fauxpas, dass der Sänger in einer Reihe von Punkbands auch Simple Plan aufzählte, mit dem Kommentar &#8220;die spielen doch nachher auch noch&#8221; (dabei hatten sie kurzfristig abgesagt), wurde auch schnell verziehen. Ein Lied widmeten The Black Pacific den Opfern und Verletzten des Unglücks beim Pukkelpop-Festival.</p>
<p><a href="http://www.konzertjunkie.de/photos/photos-20110820-katzenjammer?which=one&#038;id=7"><img src="http://i55.photobucket.com/albums/g136/konzertjunkie1/20110820-katzenjammer/thumb_7.jpg" align="left" alt="Katzenjammer" border="0" hspace="10" vspace="10"/></a>Dann ein weiteres Highlight für mich: <strong>Katzenjammer</strong>! Die vier Norwegerinnen sind ja immer bezaubernd. Ihre Auftritte lassen sich nicht wirklich beschreiben &#8211; aber da sie ja quasi IMMER auf Tour sind, sollte sich das jeder einfach mal selbst ansehen! Sie eroberten Gampel im Sturm &#8211; der Platz vor der Bühne füllte sich, das Publikum sang lauthals mit, und alle waren voll und ganz bei der Sache. Katzenjammer betonten, dass sie ja von überall, wo sie auftreten, etwas mitnehmen und in ihre Lieder einbauen; daher die verschiedenen Stilrichtungen. Und wie schon Kaizers Orchestra am Tag zuvor, so verglichen auch Katzenjammer die Umgebung mit Norwegen &#8211; &#8220;aber hier ist es warm!&#8221; Neu am Ende des Konzertes eine kurze Band-Vorstellung, in der das Publikum die Namen ruft. Und dabei mit dem Hintern wackelt, denn &#8220;Ain&#8217;t no thang&#8221; heißt neuerdings &#8220;the butt song&#8221;. Hach ja, die Mädels sind einfach die geborenen Entertainer!</p>
<p>Und weiter ging es im erstklassigen Line-Up (Tag 3 war meiner Meinung nach der insgesamt bestbesetzte Festivaltag). Auf der kleinen Bühne waren <strong>The Subways</strong> an der Reihe. Die hatte ich ja letzte Woche schon beim Taubertal gesehen, und hier übertrafen sie ihren Auftritt noch einmal. Super Stimmung, extrem viel Energie, eine Punkrock-Show vom Allerfeinsten! Nur warum sie gerne mal als &#8220;Brit-Pop-Band&#8221; angekündigt werden, erschließt sich mir nicht so ganz.</p>
<p><a href="http://www.konzertjunkie.de/photos/photos-20110818-gampel?which=one&#038;id=49"><img src="http://i55.photobucket.com/albums/g136/konzertjunkie1/20110818-gampel/thumb_49.jpg" align="right" alt="Publikum bei Kool Savas" border="0" hspace="10" vspace="10"/></a>Als nächster Act wären eigentlich Simple Plan an der Reihe gewesen. Da die jedoch kurzfristig absagen mussten, wurden sie von <strong>Kool Savas</strong> ersetzt. Punkrock ersetzen durch Hip Hop &#8211; geht das? Die Antwort ist: nun ja. Grundsätzlich ging es schon, ja, und die Stimmung vor der Bühne war extremst gut. Die ersten Reihen feierten, Kool Savas selbst fühlte sich auch schnell wohl (obwohl er sich seiner schwierigen Aufgabe voll und ganz bewusst war und sogar ohne eigene Crew vor Ort war, daher also improvisieren musste); sobald man aber ein wenig weiter nach hinten schaute, herrschte gähnende Leere. Bei fast allen &#8220;Nachmittags-Bands&#8221; war mehr vor der Hauptbühne los als beim Co-Head. Schade, denn Stimmung machte er durchaus, und er konnte auch Leute begeistern, die ihn überhaupt nicht kannten.</p>
<p><a href="http://www.konzertjunkie.de/photos/photos-20110820-apes?which=one&#038;id=11"><img src="http://i55.photobucket.com/albums/g136/konzertjunkie1/20110820-apes/thumb_11.jpg" align="left" alt="Guano Apes" border="0" hspace="10" vspace="10"/></a>Vielleicht wäre es besser gewesen, die Auftritte von Kool Savas und den <strong>Guano Apes</strong> zu tauschen. Die spielten nämlich auf der kleinen Bühne; und die wurde &#8211; wie nicht anders zu erwarten war &#8211; völlig überlaufen. Vorne ging es richtig rund, weiter hinten drängten sich die Zuschauer, um zumindest etwas sehen zu können. Die Apes lieferten eine energievolle Punkshow ab. Mich persönlich konnten sie nicht zu 100% überzeugen, was aber wohl mit daran lag, dass ich ihre neue Musik überhaupt nicht kenne; unglücklich fand ich aber, als erste Zugabe ein langes Instrumentalstück zu spielen, was die Stimmung doch ein wenig tötete. Und auch Lord of the Boards als letzte Zugabe zu spielen, während ein Großteil der Zuschauer schon auf dem Weg zur anderen Bühne ist, war vielleicht nicht die beste Wahl. Dennoch ein toller und zu Recht umjubelter Auftritt!</p>
<p><a href="http://www.konzertjunkie.de/photos/photos-20110820-seeed?which=one&#038;id=7"><img src="http://i55.photobucket.com/albums/g136/konzertjunkie1/20110820-seeed/thumb_7.jpg" align="right" alt="Seeed" border="0" hspace="10" vspace="10"/></a>Headliner des Abends waren <strong>Seeed</strong> aus Berlin. Und während ich ja die Auftritte der bisherigen Headliner ein wenig durchwachsen fand, war ich diesmal ziemlich begeistert. Wobei ich gestehen muss, dass meine Erwartungen ziemlich gering waren; ich habe Seeed schon einige Male live gesehen und immer wieder festgestellt, dass das live einfach nicht meine Musik ist &#8211; obwohl ich die Lieder im Radio gerne höre. Dieses Gefühl hatte ich diesmal definitiv nicht! Der Auftritt machte richtig Spaß, und das Publikum tanzte. Immer wieder wurden Lieder gecovert (bzw. &#8220;geremixt&#8221;), und die großen Hits fehlten natürlich auch nicht. Auf er Bühne kamen Seeed deutlich &#8220;seriöser&#8221; rüber als sonst oft (vielleicht war das auch ein Grund für mich, den Auftritt mehr genießen zu können). Mit einer großen Band im Hintergrund kamen sie in Anzügen auf die Bühne, und es wirkte mehr nach Konzertabend als nach Zirkusshow. Eindrucksvoll!</p>
<p>Zum Abschluss des Tages spielten noch <strong>Russkaja</strong> auf der kleinen Bühne. Wer die Band kennt, weiß, dass weitere Worte bezüglich Stimmung und Party überflüssig sind. Für alle anderen: Stimmung top, Party JA! Russkaja spielen eine Mischung aus Ska und osteuropäischen Rhythmen, dazu gibt es auf der Bühne ständig etwas zu sehen (wenn man denn neben dem Tanzen mal hinguckt), und Interaktion wird großgeschrieben. Ein fantastischer Abschluss eines tollen Tages!</p>
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<p><strong>Tag 4: &#8220;Oh my god, the Gaffa tape is melting down!&#8221;</strong></p>
<p><a href="http://www.konzertjunkie.de/photos/photos-20110818-gampel?which=one&#038;id=60"><img src="http://i55.photobucket.com/albums/g136/konzertjunkie1/20110818-gampel/thumb_60.jpg" align="left" alt="Movits!" border="0" hspace="10" vspace="10"/></a>Dass der Sonntagmorgen als &#8220;ein wenig schwierig&#8221; bezeichnet wird, ist nicht wirklich überraschend. Es ging früher los als an den anderen Tagen, und am vierten Festivaltag sind natürlich die Energiereserven des Publikums ziemlich aufgebraucht. Aber wie gehabt: strahlender Sonnenschein!</p>
<p>Und so fand sich auch um 11 Uhr morgens schon ein ordentliches Grüppchen an Zuschauern vor der Hauptbühne ein, um sich die <strong>Movits!</strong> anzuschauen. Drei Jungs aus Schweden, einer mit Saxofon, einer an den Turntables (bzw. manchmal auch an den Percussions oder der Gitarre), einer am Gesang. Zusammen ergab das dann eine wahnwitzige Mischung aus Hip Hop und Elektro &#8211; und zwar auf Schwedisch. Das Publikum verstand daher nicht wirklich etwas, feierte aber trotzdem, denn die Musik lud absolut zum Tanzen ein. Die Schweden waren selbst wohl diejenigen, die am meisten unter der Hitze litten; verständlich bei gerade mal 10 °C in Nordschweden zurzeit. Und als dann auch noch das Gaffa-Tape, mit dem das Banner aufgehängt war, wegschmolz&#8230; =;-) Ein super Auftakt für den Abschlusstag!</p>
<p><a href="http://www.konzertjunkie.de/photos/photos-20110821-ichich?which=one&#038;id=8"><img src="http://i55.photobucket.com/albums/g136/konzertjunkie1/20110821-ichich/thumb_8.jpg" align="right" alt="Ich+Ich" border="0" hspace="10" vspace="10"/></a>Das darauffolgende Programm musste kurzfristig umgestellt werden, da Ich+Ich erst verspätet ankommen würden &#8211; ich nutzte die Gelegenheit, um meinen Bericht weiterzuschreiben, bevor ich dann zu <strong>Ich+Ich</strong> wieder vor der Bühne stand. Und ich muss gestehen: Im ersten Moment war ich völlig verwirrt. Ich weiß nicht sicher, mit wem ich sie verwechselt habe (ich tippe auf 2raumwohnung, aber ohne den geringsten Schimmer, warum man die verwechseln sollte&#8230;), aber ich erwartete etwas ganz anderes. Das war aber definitiv nicht negativ, denn natürlich sagte mir &#8211; nachdem es endlich &#8220;klick&#8221; gemacht hatte &#8211; auch Ich+Ich etwas, und das sagte mir deutlich mehr zu als das, was ich erwartet hatte. Im immer noch strahlenden Sonnenschein lieferten Ich+Ich eine tolle Show und brachten das Publikum zum Mitsingen; wobei es schade war, dass das Publikum nur direkt vor der Bühne wirklich engagiert schien.</p>
<p><a href="http://www.konzertjunkie.de/photos/photos-20110821-baseballs?which=one&#038;id=7"><img src="http://i55.photobucket.com/albums/g136/konzertjunkie1/20110821-baseballs/thumb_7.jpg" align="left" alt="The Baseballs" border="0" hspace="10" vspace="10"/></a>Als Hauptband des Sonntags fungierten <strong>The Baseballs</strong>. Und die schafften es, dem Festival einen fulminanten Abschluss zu bescheren! Vor der Bühne war es sehr gut gefüllt (für Sonntag nachmittag jedenfalls), und das Publikum kümmerte sich nicht um Hitze und Sonnenbrand, tanzte ausgiebig und sang begeistert mit. Während die Band sich durch ihr Programm blödelte&#8230; und nein, das ist nicht negativ gemeint, sondern war super sympathisch und extremst unterhaltsam. Mittendrin sollte das Publikum geschlossen Dinge in die Luft werfen (zum Großteil waren das natürlich die gelben Fächer-/Frisbee-Teile, die gratis verteilt wurden und ständig in der Luft rumflogen), was beeindruckend aussah. Und am Ende fing bei dem heißen Auftritt sogar noch das Klavier Feuer (was aber erstaunlich wenig panische Reaktionen hervorrief und sich nach Ende des Liedes auch durch einfaches Pusten wieder löschen ließ&#8230; da werden doch nicht etwa Special Effects am Werk gewesen sein??). Die Stimmung war auf jeden Fall phänomenal, und die Baseballs ein würdiger Headliner für den letzten Tag!</p>
<p>Zu allerletzt spielten auf der kleinen Bühne noch Z&#8217;Hansrüedi Endfrenz, worauf ich aufgrund der langen Heimreise aber verzichtete. Die Baseballs hätten sie vermutlich eh nicht mehr toppen können!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p><a href="http://www.konzertjunkie.de/photos/photos-20110818-gampel?which=one&#038;id=55"><img src="http://i55.photobucket.com/albums/g136/konzertjunkie1/20110818-gampel/thumb_55.jpg" align="right" alt="Achterbahn" border="0" hspace="10" vspace="10"/></a>Mit insgesamt 85.000 Besuchern (zwischen 16.000 und 26.000 pro Tag) war das Open Air Gampel das größte Festival, das ich dieses Jahr besucht habe (die Festivals, wo ich nur einen Tag war, mal ausgenommen). Das an sich ist für mich immer erst mal ein Minuspunkt, denn ich liebe kleine, übersichtliche Festivals ohne lange Wege. Aber: Trotz der Besucherzahl fällt das Gampel ganz klar in diese Kategorie! Das Gelände ist trotz der Größe überschaubar, die Wege von einer Bühne zur anderen sind absolut machbar (auch wenn es sich an den Durchgängen zwischen zwei Bands manchmal ein bisschen staut &#8211; dann geht man halt hinten rum, was zwar ein Stückchen weiter ist, aber immer noch erträglich). Am ersten Tag fand ich das Gelände auch abends beim Headliner noch angenehm leer und man kam überall problemlos durch &#8211; allerdings war der erste Tag, da Donnerstag, auch derjenige, wo die wenigsten Leute auf dem Gelände waren. Am Freitag- und Samstagabend war es doch deutlich voller, und wenn man auf einer Seite der Bühne war, wollte man nicht unbedingt an die Essensbude an der anderen Seite. =;-) Dennoch: Ein Durchkommen war immer möglich und das Gelände wirkte nie überfüllt. Und gut gefüllt ist schließlich super für die Stimmung!</p>
<p><a href="http://www.konzertjunkie.de/photos/photos-20110818-gampel?which=one&#038;id=66"><img src="http://i55.photobucket.com/albums/g136/konzertjunkie1/20110818-gampel/thumb_66.jpg" align="left" alt="Publikum" border="0" hspace="10" vspace="10"/></a>Das Publikum war insgesamt sehr angenehm &#8211; ich habe keine Pöbeleien erlebt und sehr wenige Besucher, die sich rücksichtslos durch die Menge gedrückt haben. Beide Daumen hoch dafür! Und die Stimmung war insgesamt super. Teilweise ließ das Interesse an den Bands weiter hinten zwar stark nach, aber vor der Bühne wurde immer getanzt und gefeiert.</p>
<p>Die gesamte Organisation passte absolut. Zum Camping und zu den Shuttlebussen kann ich nicht viel sagen, da ich&#8217;s nicht genutzt habe, aber &#8220;aus der Ferne&#8221; sah alles super organisiert aus. Auf dem Gelände selbst gab&#8217;s absolut keine Kritikpunkte. Man hätte auf den Leinwand hin und wieder den Spielplan einblenden können, insbesondere nach der Programmänderung am Sonntag, aber das war&#8217;s auch schon an Kritik.</p>
<p><a href="http://www.konzertjunkie.de/photos/photos-20110818-gampel?which=one&#038;id=68"><img src="http://i55.photobucket.com/albums/g136/konzertjunkie1/20110818-gampel/thumb_68.jpg" align="right" alt="Open Air Gampel" border="0" hspace="10" vspace="10"/></a>Zum Programm brauche ich nichts mehr sagen, denn das war absolut top! Interessant fand ich die Spielzeiten: Alle Bands bekamen 60 Minuten, die Headliner 75 Minuten. Das hatte Vor- und Nachteile. Für die Bands früh am Tage war es natürlich toll, ein komplettes Konzert spielen zu können; wobei das für die Zuschauer aber auch lang werden konnte, wenn man die Band so gar nicht kannte. Für die Headliner war die Zeit oft zu kurz; denn das sind ja die &#8220;Zugpferde&#8221;, wegen denen man sich entschieden hat, zum Festival zu fahren, und nach einer guten Stunde ist schon alles vorbei. Pro und contra hält sich da also die Waage &#8211; fair ist diese Aufteilung aber auf jeden Fall.</p>
<p>Das Open Air Gampel ist in der Schweiz als sehr teures Festival bekannt/verschrien/was auch immer. Mir fehlt der Vergleich zu anderen aktuellen Schweizer Festivals &#8211; ich als Euro-Ausländerin empfand das Preisniveau natürlich als sehr sehr hoch. 5 Franken (zurzeit ca. 4,40 Euro) für eine Cola, 10 Franken für einen Döner oder Vergleichbares? Das ist happig. Dazu kommen ständige Zusatzkosten für z.B. Shuttlebusse, Duschen und ähnliches. Da wird man im Laufe eines Wochenendes schon einiges los &#8211; wobei man aber durchaus auch sparen kann, wenn man möchte. Mit Gratis-Trinkwasser und diversen Promo-Artikeln (Cola-Döschen, Chips, Kaugummis) kommt man ja schon recht weit. Meine beste Investition des Festivals: 1,5 Franken für einen Schoko-Milchshake und einen Gratis-Sonnenhut. =;-)<br />
<a href="http://www.konzertjunkie.de/photos/photos-20110818-gampel?which=one&#038;id=3"><img src="http://i55.photobucket.com/albums/g136/konzertjunkie1/20110818-gampel/thumb_3.jpg" align="left" alt="Rock Food" border="0" hspace="10" vspace="10"/></a>Was für Festivals eher ungewöhnlich ist: Das Essen war größtenteils wirklich hochwertig. Wenn man also 10 Franken für ein Mittagessen hinlegt, dann bekommt man dafür auch etwas, was gut schmeckt und wovon man satt wird. Und das ist doch das Wichtigste!</p>
<p>Insgesamt also ganz klar beide Daumen hoch fürs Festival! &#8220;Einmal Gampel, immer Gampel&#8221;? Ja, wenn das Line-Up stimmt, dann sehr gerne! Und die Line-Up-Einschränkung kommt bei mir nur dadurch zustande, dass sechs Stunden Anfahrt doch irgendwie gerechtfertigt werden müssen. Aber bei dem tollen Händchen fürs Booking in diesem Jahr habe ich da fürs nächste Jahr eigentlich gar keine großen Bedenken&#8230; bis 2012 also!<br />
<br clear="all"></p>
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		<title>19.08.2011 Kaizers Orchestra (Open Air Gampel)</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 22:47:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susi_S.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 2011/08/19; 11:00 PM; ] Kaizers Orchestras Festivalsommer nähert sich dem Ende, und mein letztes Kaizers-Konzert für diesen Sommer fand beim Open Air Gampel in der Schweiz statt. Bei dem tollen Line-Up lohnte es sich natürlich, gleich fürs ganze Wochenende hinzufahren - den kompletten Bericht gibt es auf www.konzertjunkie.com.

Nach einem wunderschönen, heißen, sonnigen Sommertag stand abends um halb sieben der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kaizers Orchestras Festivalsommer nähert sich dem Ende, und mein letztes Kaizers-Konzert für diesen Sommer fand beim Open Air Gampel in der Schweiz statt. Bei dem tollen Line-Up lohnte es sich natürlich, gleich fürs ganze Wochenende hinzufahren &#8211; den kompletten Bericht gibt es auf <a href="http://www.konzertjunkie.com/berichte/20110818-gampel" target="_blank">www.konzertjunkie.com</a>.</p>
<p>Nach einem wunderschönen, heißen, sonnigen Sommertag stand abends um halb sieben der Kaizers-Auftritt auf dem Programm. Vor der Bühne eine erwartungsfrohe (aber verhältnismäßig ahnungslose =;-)) Menge; im Gegensatz zu den vorherigen Konzerten war es recht gut gefüllt (und füllte sich im Laufe des Konzerts natürlich mehr und mehr), dennoch war mehr als genug Platz zum Tanzen! Ich muss gestehen, während der ersten Lieder war ich ziemlich abgelenkt, da ich einen Fotopass hatte, und nun ja&#8230; Kaizers! Im Tageslicht! Mit ordentlicher Kamera! =:-D Das Ergebnis gibt&#8217;s, sobald ich die 250 Bilder aussortiert habe, ähem&#8230; *g*</p>
<p>Zuerst mal die Setlist: Russian Dance als Intro, dann KGB, Bøn fra helvete, Delikatessen, Din kjole lukter bensin mor, En for orgelet en for meg, Far til datter, Faen i båten, Tusen dråper regn, Bak et halleluja, Kontroll på kontinentet, Svarte katter &#038; flosshatter, Maestro. Zugaben gab&#8217;s nicht, da sie ja nur eine Stunde Spielzeit hatten &#8211; sie wären aber bestimmt gefordert worden!</p>
<p>Zu Beginn musste das Publikum zuerst mal eins: gucken! Der Großteil hatte nämlich keine Ahnung, wer da auf der Bühne stand, und war zum ersten Mal bei einem Kaizerskonzert. Aber sicher nicht zum letzten Mal! Allein während Delikatessen Omen zu beobachten sollte reichen, um jedermann zum Kaizerfan mutieren zu lassen&#8230; wie er mit eiserner Miene (na ja, und Gasmaske auf *g*) den Helm mit Wasser vollschüttete&#8230; zum Schreien! Und natürlich tunkte er während Svarte katter &#038; flosshatter seinen Kamm in den Helm, bevor er sich in aller Seelenruhe (und unter Jubel des Publikums) die Haare glättete.</p>
<p>Vor Din kjole lukter bensin mor kündigte der Jackal ein Duett an &#8211; eigentlich wollte er das ja mit einer hübschen Schweizerin machen, aber &#8220;the best I could get&#8221; war dann Hellraizer. Na, ist doch besser als nichts!</p>
<p>Bei En for orgelet wollte der Jackal erst mal wissen, ob denn die Übersetzung, die ihm hinter der Bühne für den Liedtitel gegeben wurde, korrekt ist. &#8220;Eins für das Orgel, eins für mich &#8211; stimmt das?&#8221; Laut Publikum wohl schon, denn es wurde lauthals mitgegrölt, und es störte auch niemanden, dass die Trommel diesmal im Kasten blieb.</p>
<p>Danach war es Zeit für ein paar neue Lieder. Der Jackal erklärte, dass sie zum 10jährigen Bestehen eine Trilogie veröffentlichen, und nun würden sie uns gerne ein paar neue Stücke von Vol. II vorstellen. Los ging es mit Far til datter, wofür natürlich ein Banjo benötigt wurde. Und so ein Banjo ist ja ganz schön teuer&#8230; also, dieses hier würde ihm nicht gehören, betonte der Jackal, denn sonst hätte er ein billigeres&#8230; &#8220;aber lasst uns nicht jetzt da drüber diskutieren!&#8221;</p>
<p>Als zweites neues Stück war ein Quasi-Instrumentalstück im Stil von Cloroform (stimmt, die kennt hier sicher jeder, ähem&#8230;) an der Reihe, nämlich Faen i båten. Und stimmt, habe ich noch gar nicht so gesehen, aber das hat echt was von Cloroform. Und die eine Zeile ist auch nicht wirklich als Text zu werten. Das Publikum war jedenfalls total begeistert!</p>
<p>Zum Abschluss gab&#8217;s noch Tusen dråper regn, und das Stück ist verdammt genial, völlig egal ob live oder auf Platte. Es macht einfach richtig Spaß! Vorher musste der Jackal aber noch kurz auf die Umgebung eingehen &#8211; das Gampel liegt nämlich wunderschön mitten in den Bergen! Ich persönlich bin ja abends total verwirrt, wenn ich nach oben gucke und Sterne sehe&#8230; die sich bei genauerem Nachdenken aber nicht als Sterne, sondern als Lichter oben auf dem Berg entpuppen. =;-) Nun ja, auf jeden Fall erklärte der Jackal, dass die Berge ja ganz nett wären. &#8220;In Norwegen haben wir auch solche Berge. Aber unsere sind ein bisschen besser!&#8221; Just kidding, natürlich&#8230; =;-)</p>
<p>Nach den ganzen neuen Stücken war es nun Zeit dafür, wieder etwas zu spielen, mit dem das Publikum eher vertraut war. Natürlich mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht, denn&#8230; vertraut mit den Liedern war nun nicht wirklich zu erwarten, oder? Tja, wenn der Jackal sich da mal nicht getäuscht hatte. Denn die folgenden Stücke kamen richtig gut an, und jedes &#8220;Singen Sie bitte!&#8221; wurde mit lautem Mitgegröle beantwortet. Hach, schön!</p>
<p>Vor Maestro dann die Frage: Wollen wir noch mehr? &#8220;Say ja! Say ja klar!&#8221; Hach, ENDLICH kam das noch mal, lange nicht gehört! =:-D Also bekamen wir noch mehr, und auch wenn Omen (&#8220;the man from the Eastern Europe&#8221;, wie der Jackal erklärte) in der falschen Tonart anfing, kam das Stück super an und alle sangen am Ende lauthals &#8220;Schwing den Hammer&#8221;.</p>
<p>Und das war&#8217;s &#8211; der Jackal verabschiedete sich auf Norwegisch (&#8220;Vi ses neste år, eller året etter!&#8221;), Hellraizer achtete darauf, dass der Jackal sich erst ein Handtuch um die schwitzigen Schultern hängte, bevor sie sich Arm in Arm verbeugten, und während das Publikum mit Oh-oh-oh-Chören Begeisterung ausdrückte (so geht das in der Schweiz!), verschwanden sie von der Bühne.</p>
<p>Toll war&#8217;s! Wir sehen uns dann im November bei Sonny, und irgendwann nächstes Jahr wieder auf Tour&#8230; =:-D</p>
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